"Ich" ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Erfahrung. Die Frage "Was ist das Ich?" lässt sich nicht durch weitere Bezeichnungen bzw. Begriffe gründlich beantworten, sondern durch die direkte Anschauung, das Betrachten dieser Erfahrung.
Da stellt sich heraus, dass ich mich nicht selber erfahre, sondern etwas, das ich nicht bin, erfährt mich. Würde ich nicht Form und Farbe sehen, gäbe es die Erfahrung "Ich sehe" nicht. Ohne Klang kein "Ich höre", ohne Gedanke, Gefühl und Wille kein "Ich denke, fühle und will". Nun bin ich aber nicht das Auge, nicht das gesehene Objekt, nicht Gefühl, Gedanke oder Wille. Kurzum, ich bin nichts Körperliches und nichts Geistiges, das ist immer etwas, das ich erfahre. Bin ich also dasjenige, das erfährt? Das kriege ich aber nicht zu fassen, wenn ich es betrachten will, entschlüpft es mir und ist wieder dasjenige, das erfährt. Das was erfährt, kann nur indirekt, über Objekte der Erfahrung wahrgenommen werden, nicht direkt und ohne Objekte.
Ich kann mich nicht sehen, hören, riechen, schmecken oder ertasten. Kann ich mich fühlen? Ich fühle mich gut, wenn es angenehme körperliche oder geistige Gefühle gibt - Körperliches und Geistiges fühle ich, aber mich selber fühle ich nicht. Kann ich mich verstehen? Ich kann die geistige Struktur verstehen mit den Neigungen und Fähigkeiten, aber mich selber kann ich nicht verstehen. Von demjenigen das erfährt, kann ich nur die Eigenschaft erkennen, dass es erfährt. Wie ist es mit dem Willen? Ich will mich selber erfahren, aber alles was ich erfahre sind Sinneswahrnehmungen, Gefühle und Vorstellungen. Die versuche ich so zu arrangieren, dass ich mich gut fühle, aber bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass es nur Gefühle sind, ich fühle mich nicht selber. Ich mache mir Vorstellungen über mich, aber kann mich damit nicht selber erfassen, es sind nur Vorstellungen.
Des Rätsels Lösung ist, dass ich glaube etwas zu sein, das ich nicht bin. Erfahren ist nur erfahren und das Erfahrene ist nur das Erfahrene. Das Ich ist ebenfalls ein Objekt der Erfahrung, kein "Ich bin", sondern "Ich ist". Was ist es? Eine Vorstellung, eine geistige Gestaltung, die durch den Willen entsteht, etwas zu sein. Wie ein Sog der alles auf einen imaginären Punkt konzentriert, der existentielle Bedeutung erlangt: "Ich". Es gibt Milliarden Ich's, aber nur dieses eine scheint unbedingt nötig zu sein, als würde nichts existieren, wenn es nicht wäre.
Was wird da für ein Theater gemacht um das Ich, es ist im Grunde alles Unwissenheit. Der blinde Wille etwas zu sein und zu haben, was doch wieder vergehen wird, setzt die Welt in Brand. Es gibt einen Frieden jenseits des sinnlichen Glücks, aber der erschließt sich nicht durch Nachdenken, nur durch Meditation.
Da stellt sich heraus, dass ich mich nicht selber erfahre, sondern etwas, das ich nicht bin, erfährt mich. Würde ich nicht Form und Farbe sehen, gäbe es die Erfahrung "Ich sehe" nicht. Ohne Klang kein "Ich höre", ohne Gedanke, Gefühl und Wille kein "Ich denke, fühle und will". Nun bin ich aber nicht das Auge, nicht das gesehene Objekt, nicht Gefühl, Gedanke oder Wille. Kurzum, ich bin nichts Körperliches und nichts Geistiges, das ist immer etwas, das ich erfahre. Bin ich also dasjenige, das erfährt? Das kriege ich aber nicht zu fassen, wenn ich es betrachten will, entschlüpft es mir und ist wieder dasjenige, das erfährt. Das was erfährt, kann nur indirekt, über Objekte der Erfahrung wahrgenommen werden, nicht direkt und ohne Objekte.
Ich kann mich nicht sehen, hören, riechen, schmecken oder ertasten. Kann ich mich fühlen? Ich fühle mich gut, wenn es angenehme körperliche oder geistige Gefühle gibt - Körperliches und Geistiges fühle ich, aber mich selber fühle ich nicht. Kann ich mich verstehen? Ich kann die geistige Struktur verstehen mit den Neigungen und Fähigkeiten, aber mich selber kann ich nicht verstehen. Von demjenigen das erfährt, kann ich nur die Eigenschaft erkennen, dass es erfährt. Wie ist es mit dem Willen? Ich will mich selber erfahren, aber alles was ich erfahre sind Sinneswahrnehmungen, Gefühle und Vorstellungen. Die versuche ich so zu arrangieren, dass ich mich gut fühle, aber bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass es nur Gefühle sind, ich fühle mich nicht selber. Ich mache mir Vorstellungen über mich, aber kann mich damit nicht selber erfassen, es sind nur Vorstellungen.
Des Rätsels Lösung ist, dass ich glaube etwas zu sein, das ich nicht bin. Erfahren ist nur erfahren und das Erfahrene ist nur das Erfahrene. Das Ich ist ebenfalls ein Objekt der Erfahrung, kein "Ich bin", sondern "Ich ist". Was ist es? Eine Vorstellung, eine geistige Gestaltung, die durch den Willen entsteht, etwas zu sein. Wie ein Sog der alles auf einen imaginären Punkt konzentriert, der existentielle Bedeutung erlangt: "Ich". Es gibt Milliarden Ich's, aber nur dieses eine scheint unbedingt nötig zu sein, als würde nichts existieren, wenn es nicht wäre.
Was wird da für ein Theater gemacht um das Ich, es ist im Grunde alles Unwissenheit. Der blinde Wille etwas zu sein und zu haben, was doch wieder vergehen wird, setzt die Welt in Brand. Es gibt einen Frieden jenseits des sinnlichen Glücks, aber der erschließt sich nicht durch Nachdenken, nur durch Meditation.