Wissenswertes zur AfD

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Es ist 2 vor 12. Die deutsche Jugend wird braun.

Etwa 30 Prozent der 12- bis 25-Jährigen hätten mittlerweile eine gefestigt rechtsextreme Weltsicht oder sympathisierten damit, sagt der Soziologe Klaus Hurrelmann, 82, der seit Jahrzehnten die deutsche Jugend erforscht.
"In unseren Studien zeigt sich ein zentraler Grund dafür: Krisenerfahrungen und Zukunftsängste. Das steht an erster Stelle.
" Es herrsche ein Alles-wird-schlechter-Gefühl, das die Jüngeren überfordern könne. "Rechtsextreme Positionen bieten Eindeutigkeit.
Und genau das macht sie für viele junge Menschen in unsicheren Zeiten so anschlussfähig."
Viele Schüler mit rechten Einstellungen übernehmen einfach die Meinung ihrer Eltern. Bei der letzten Bundestagswahl haben hier in der Gegend 51 Prozent die AfD gewählt. Ich sehe manchmal nicht mehr die Kinder in den Schülern. Es fühlt sich dann so an, als seien sie ein rechtes Sprachrohr oder der verlängerte Arm einer bedrohlichen Macht.
Immer sind es die Jungs, die auffällig werden.

Auch das ist ein Thema, das regelmäßig in den Gesprächen auftaucht: die Jungs. Sie bleiben nicht selten hinter den Mädchen zurück, die besser in der Schule sind, ehrgeiziger, eloquenter. "Etwa 30 bis 40 Prozent der jungen Männer sehen sich als soziale Verlierer", sagt der Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Die Folge: Sie greifen auf ein Bild von Männlichkeit zurück, das Kontrolle und Überlegenheit verspricht. Auf dem Schulhof, so erzählen es Lehrerinnen, loben sich Jungs inzwischen gegenseitig mit den Worten: "Das ist männlich von dir!"

Für einige folgt aus dem Ideal der Stärke der nächste Schritt. Sie sehen Gewalt nicht mehr als Grenze, vor der man stehen bleibt, sondern als Möglichkeit, zu beweisen: Ich bin keiner von den Zurückgebliebenen mehr.

Lesenswert:

 
Das Verblaunen in D wird aktiv gefördert - selbstverständlich auf breiter Front: auch Frauen werden zum Target.

Lukreta nutzt gezielt Social Media, um für rechte Politik zu werben. Ein zentrales Thema: angebliche "importierte Gewalt" gegen Frauen - also Gewalt, die von Migranten ausgeht. "Das ist eine rechtsextreme Strategie", erklärt Rechtsextremismus-Forscherin Juliane Lang, "Lukreta hat von Beginn an über sexualisierte Gewalt nur dann gesprochen, wenn es um migrantische Männer als Täter geht", so Lang.
Die Frauengruppe Lukreta ist zudem eng mit der AfD verbunden. Reinhild Boßdorf, die Lukreta-Gründerin, arbeitet für den AfD-Europaabgeordneten Alexander Jungbluth als Assistentin im EU-Parlament. Ihre Mutter, Irmhild Boßdorf, ist AfD-Europaabgeordnete und Teil der ESN - "Europe of Sovereign Nations"-Fraktion. "Lukreta ist eine klassische Vorfeldorganisation", sagt Expertin Lang.

 
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So. Es geht laaaaangsam voran.

 
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