werde mit meiner trauer nicht fertig

Namikwa

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16. August 2006
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Wien, Österreich
Liebe Claudia,
früher hab ich mich immer vor dem Tod gefurchten - im Mai auf den Kapverden, bei einer sehr "haarigen" Busfahrt 10 cm vorm Abgrund überkam es mich plötzlich, dass es mir egal sei, weil ich dann endlich wieder meine Omi (die für mich praktisch Mutterersatz war) wieder sehen würde. Ich war so entsetzt über diesen Gedanken und war fast drauf und dran, mich professioneller Hilfe zu unterziehen.. Aber wie ich sehe, ist dieser Gedanken kein Unikum, sondern etliche der Poster haben eine ähnliche Erfahrung geschildert.

Ich hab meiner Omi auch einen Brief geschrieben, als sie noch lebte und im Spital war. Als ich ihn ihr dann vorlesen wollte, gings ihr an dem Tag plötzlich wieder gut und es hiess, sie könne bald heimgehen. Fühlte mich ganz schön dumm mit diesem Brief und las ich nur die unverfänglichen Passagen vor. Aber es hat doch geholfen und selbst, wenn ich jedes Mal bittere Tränen vergiesse, wenn ich ihn lese, war er doch ungeheim hilfreich und ein Spiegel meiner Seele in dieser ersten furchtbaren Nacht.

Ich wünsch Dir alles Gute und umarme dich

Namikwa
 
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