Ich denke dass unsere Sprache niemals "transportieren" kann was wir wirklich meinen.
Jeder hat für das selbe Wort andere Bilder im Kopf gespeichert, andere emotionelle Verknüfungen.
Glaubst du dass wir alle eine Chance haben über den "Kanal der Intuition"
uns endlich nicht mehr misszuverstehen und nicht mehr
Gegeneinander sondern Miteinander leben können?
Wenn wir dafür bereit sind, dann JA. Allerdings ist da erstmal ein gnadenlos-totales Urvertrauen nötig und bei mir war es so, dass ich mich mit sehr vielen Altlasten zu konfrontieren hatte, die nicht sehr angenehm waren. Ich hab gestern irgendwo gesagt, dass ich sehr viel Disziplin und Übung an den Tag zu legen hatte, bis ich wirklich erfühlt habe, wo mein Herz und "Hirn" ist. Wo die wahre "Schaltzentrale" meines Lebens sitzt - ganz sicher nicht im Kopf. Sondern viel weiter "unten" - Ich weiß nicht, wie es Dir ging, für mich war es eine sehr steile Wanderung zu einem sehr steilen Berg. Auch wenn ich mich heute da teilweise auf "sonnen" darf, so weiß ich aber doch recht genau, wo ich her komme.
Wir können nur miteinander leben, wenn wir bereit sind uns selbst so anzunehmen wie wir sind. Für mich gehört da auch die Integration der inneren Dunkelheit auch dazu. Ich bin nicht nur Licht, ich bin auch Schatten. Aber ich kämpfe weder gegen das eine, noch gegen das andere. Ich bin es einfach.
Lasse aber auch mich in meinen dunkleren Gefielden sein. Ich habe den Kampf aufgehört, etwas sein zu wollen, was mein Ego will und ich nicht bin. Ich Bin, nicht mehr und nicht weniger. Und was ich bin erfühle, erspüre und ertaste ich in mir. Und weil ich mich erfühlen kann, kann ich sagen oder erkennen, welcher Impuls etwas in mir auslöst und welches Muster eventuell grad wieder hochschiesst.
Weil ich mich also kenne, bin ich relativ neutral. Was bedeutet, dass so Dinge, wie gestern passiert mich nicht mehr aus meiner inneren Ruhe bringen.
Sprich, was mir gesagt wird. - Ich würde, um das nochmal auf den Tisch zu bringen, niemals jemand "fremden" beauftragen, um Dich zu massregeln. Das mache ich selbst. Aber heute REAgiere ich nicht mehr, ich agiere. Was in unserem Fall von gestern bedeuten würde, ich schaue was Dein Post mit mir macht. - Dann schaue ich, ob es irgendwelche Verletzungen in mir trifft oder mich irgendwie in irgendeiner Form berührt. Dann erfasse ich diese Situation im Ganzen und frage mich, wieso "einer" wohl das schreibt. Wenn ich dann erst mich und dann die Situation erfasst habe, dann gebe ich eine Antwort oder keine Antwort.
Früher hätte ich sehr scharf zurückgeschossen und heute setz ich mich erstmal auf den Kinosessel, eben mit der Frage, was macht es mit mir, was war es für eine Situation und weiter, sag ich was oder sag ich nichts. Aber wenn ich etwas sage, ist es für mich gefühlt, aus einem Kanal der offenen Herzensenergie. Was bedeutet, ich komme DANN in eine Aktion, aber reagiere nicht mehr blind.
Und das ist für mich ein gewisser Grad der Bewußtheit. Dass ich eben erstmal für mich sorge, dann den anderen erfasse und dann agiere oder es einfach SEIN lasse.
Wären alle so bewußt, dann wäre das Miteinander natürlich sehr leicht und flüssig. - Aber die Grundvoraussetzung ist erstmal die, dass ich mich mit mir selbst auseinandersetze. Meine eigenen Wunden, die ich habe erstmal erkenne und versorge.
Das ist Übung, Arbeit und in der Kommunikation mit Menschen ein permanentes bei sich selbst sein.
Was es uns hier oder im Leben oft schwer macht ist, dass wir aus einem unbewußten Anteil, einer Verletzung in uns, die noch da ist: reagieren.
Reagieren verbraucht Kraft und ist ein ewiges sich selbst hinterherlaufen.
Ich weiß es, weil ich ja über Jahre hinweg selbst so gelebt und gehandelt hab.
Da beginnt für mich im Kleinen die Sorge und das Schöpfertum. Wenn ich agiere erschaffe ich, wenn ich reagiere zerstöre ich.
Aber lieber Erwin, das ist eine Übung, das ist eine Disziplin, das muß "man" wollen. Und ob den Weg der Konfrontation mit sich selbst jeder gehen möchte, keine Ahnung.
Maybe ist das Stufe 6, aber in den Stufen kann ich nicht mitreden - meine Lieblingszahl ist die 7, vielleicht kann uns Regen... aufklären, was es da dann zu tun gibt.
Grüsse