völkermord an den armeniern im jahr 1915 durch die türkei

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Habe ich geschrieben, dass nur Türken die Völkermord leugnen Affengsindl sind? Nö. Ich habe geschrieben "Wer Völkermord leugnet ist Affengsindl" Logisch bestrachtet gilt also, dass alle x die Völkermord leugnen Affengsindl sind, und dieser Allquantor schließt nicht aus und grenzt nicht ein. Also erzähl mir nix davon was dir alles auf die Nerven geht, man wird ja wohl noch auf der Höhe der medialen Aktualität eine Gruppe verurteilen dürfen, die ganz offenbar ein Verbrechen leugnet, weil das dem Ruhm der GrandNation Türkye schaden könnte, ohne sämtliche Verbrechen andere Nationen aufzählen zu müssen. Das macht es sprachlich nicht nur mühsam bis unmöglich, sondern untergräbt auch die Härte und Kompromisslosigkeit der Verurteilung, die absolut angebracht ist. Nebenbei bemerkt bin ich einer der ersten, der auf das Deutschtum schimpft, aber wenn ich dir irgendwie helfen kann damit, der Kaffee besser schmeckt, oder whatever, will ich dir gerne zugestehen was dir so aufstößt und schreibe: "jaaaaaa Kallisto, auch die Deutschen Völkermordleugner sind Affengsindl".

Kurzum, wenn ich mir das nochmal so angucke, dann liegt der PH-Wert deiner Morralinsäure wohl näher an der Null, als der meine.

Seltsam, es liest sich in Deinem Kommentar ganz anders.
Wahrscheinlich hat sich der Allquantor irgendwo zwischen „dieses ganze nationalistische türkische völkermordrechtfertigende Affengsindl, das gestern in Wien demonstriert“ versteckt.
sabbah #34
ich hätte dieses ganze nationalistische türkische völkermordrechtfertigende Affengsindl, das gestern in Wien demonstriert hat zu Zwangsunterricht in Sachen Ethik und Vernunft verdonnert und wer dort nicht erschienen wäre mit einer saftigen Geldstrafe belegt...würde mich interessieren wie viel Geld man bereit ist für seinen Nationalsimus hinzublättern.

shimon #54
warum schreibst du nicht ein extra trade - hier ist diese aufzählung nur fehl am platz und erscheint mir als relativierung! (aber es macht jeder und jede im forum).

Ob Du das als Relativierung wahrnimmst ist gänzlich Deine persönliche Sache.

Das Verbrechen der Türkei an den Armeniern war grausamer Völkermord. Die UN hat endlich 1985 die Vertreibung und Ermordung der Armenier offiziell als Völkermord eingestuft.

Der Grund warum sich viele europäische Regierungen schwer taten (in Deutschland und Österreich hat es ja lange genug gedauert) und tun, dies öffentlich so zu benennen, liegt m.E. unter anderem an der Tatsache, dass in der eigenen Geschichte einige sehr dunkle ähnliche Kapitel gibt und die wirtschaftlichen Interessen nach wie vor (oder schon wieder) sehr innig sind.
Darüber hinaus kann besonders die Rolle Deutschlands bei den Verbrechen an den Armeniern als unrühmliche Beihilfe bezeichnet werden.

Die Türkei (bzw. das damalige osmanische Reich) war am Ende des 19. u. Beginn des 20. Jhdt. ein wichtiger Handelspartner Deutschlands (bzw. des deutschen Kaiserreichs) und Unterstützer im 1.WK, der 1914 an der Seite der Mittelmächte in den Krieg eintrat.

http://www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/$$AllDocs/1915-12-07-DE-001
Das dringende Ersuchen von Graf ***** Metternich, die Deportationen und systematischen Ermordungen öffentlich zu machen wurde von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg kategorisch abgelehnt:
Die vorgeschlagene öffentliche Koramierung eines Bundesgenossen während laufenden Krieges wäre eine Maßregel, wie sie in der Geschichte noch nicht dagewesen ist. Unser einziges Ziel ist, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber „Armenier zu Grunde gehen oder nicht. Bei länger andauerndem Kriege werden wir die Türken noch sehr brauchen“

http://www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/$$AllDocs/1915-11-18-DE-001
Zudem waren deutsche Militärbeamte an der Abwicklung einiger Deportationen mit der Bahn beteiligt.

Wie glaubwürdig ist der Versuch einer Regierung, eine andere Regierung wegen der Anerkennung eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit in die Pflicht zu nehmen und sich gleichzeitig von den eigenen Verbrechen (z.B.: Deutschland und die Hereros und Nama; Belgien und die Gräuel im Kongo…) aus der gleichen Zeit zu distanzieren?

Wie glaubwürdig und vorbildhaft ist ein moralisch erhobener Zeigefinger, an dem das Blut von Millionen von Opfern aus den früheren Kolonien klebt, deren Existenz bis heute unter den Teppich gekehrt wird?
Immerhin hat Bundespräsident Gauck in seiner Ansprache auch die Rolle Deutschlands beim Genozid an den Armeniern angesprochen. Etwas, das 100 Jahre gebraucht hat.

Beides tut m. E. dringend Not! Sowohl die türkische Regierung zum Eingeständnis ihres grausamen, verbrecherischen Vorgehens gegen die Armenier und zur Anerkennung des Völkermordes zu bewegen, als auch die eigenen (kolonialen) Gräueltaten kritisch auf zu arbeiten.
 
Seltsam, es liest sich in Deinem Kommentar ganz anders.
Wahrscheinlich hat sich der Allquantor irgendwo zwischen „dieses ganze nationalistische türkische völkermordrechtfertigende Affengsindl, das gestern in Wien demonstriert“ versteckt.

Beitrag 38, also gleich drunter. Ich kann nix dafür, dass das offensichtlich Türken waren, die letzten Freitag demonstriert haben. Wer türkische Fahnen schwenkt, will anscheinend als Türke wahrgenommen werden.
 
Das Selbstverständnis der heutigen Türkei,
vor allem in Betrachtung ihres Präsindenten der dem alten osmanischen Erbe aus imperialen Gründen nachhängt,
lässt den Begriff eines Völkermordes niemals zu.
Denn das Eingeständnis eines Völkermordes würde dem Selbstverständnis der heutigen Türkei,auch im Bezug wo die Türkei sich selbst in Zukunft sieht,
nämlich rückwirkend in der glorreichen Vergangenheit des osmanischen Reiches,
als reine und saubere Nation für die Zukunft völlig widersprechen.
Denn die Türkei ist eine progessiv-dymanische Nation in der sie sich auch selbst sieht.
Und zu dieser progressiven Dynamik der Türkei gehört eben kein Schuldeingestänniss aus der Verganenheit.
 
Nun spielt die Türkei heute bei der Fußball-EM gegen Spanien.

Frage: Was hat die Türkei denn bei der EM verloren?

Sie gehört weder geographisch (mit einer winzigen Ausnahme) noch kulturell zu Europa.

Und gerade jetzt, wo die Türkei mit absolut widerlicher und widerwärtiger Selbstgerechtigkeit reagiert, wenn sie an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten erinnert wird, hat sie in Europa schon mal GANZ UND GAR NICHTS verloren.
 
Nun spielt die Türkei heute bei der Fußball-EM gegen Spanien.

Frage: Was hat die Türkei denn bei der EM verloren?

Sie gehört weder geographisch (mit einer winzigen Ausnahme) noch kulturell zu Europa.

Und gerade jetzt, wo die Türkei mit absolut widerlicher und widerwärtiger Selbstgerechtigkeit reagiert, wenn sie an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten erinnert wird, hat sie in Europa schon mal GANZ UND GAR NICHTS verloren.

Das seh ich ganz genau so.
 
Übrigens nicht nur Deutschland hat sich an der Ermordung so vieler Armenier mitschuldig gemacht auch Österreich war daran nicht unerheblich beteiligt.

LG
 
Österreich-Ungarn war wie das damalige deutsche Kaiserreich ein Verbündeter der Türkei. Daher.
 
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