Der Spiritus vom Spiritus
Einst trank Herr Tsieg Spiritus. Nicht 100% igen und auch unvergällten. Natürlich. War’s ein Birnenschnaps, oder eher Pflaume? Das ist jetzt mal nicht so wichtig. Hauptsächlich zählt, es war Spiritus.
Nicht all zu lange und der Spiritus vom Spiritus tat mit Herrn Meta Tsieg das Seinige und dieser veränderte sich. Er fing zu lallen an, „Nach Ansicht einiger sei ja Spiritus nicht gleich Spiritus. Wie Körper und Seele auch nicht die Selben sein solln. Aber mich hat‘s nun erwischt.“
Er sank langsam und unkontrolliert unter den Tisch. Dort hockten und lagen bereits der Spiritus vom Spiritus und Herrn Tsieg‘s Seele. Er war erstaunt sie so getrennt voneinander zu sehen und glücklich es nicht zu verstehen. Er gesellte sich hinzu und fragte die Beiden, „Na und wer bin nun ich, ihr zwei?“ Der Spiritus vom Spiritus meinte Herr Tsieg sei eine Reinkarnation von Lonahte, einem heiligen Priester aus Ägypten. „Quatsch“, wendete die Seele ein. „Er ist eine Idee meines Schöpfer‘s.“
Herr Tsieg dachte so bei sich, jedenfalls so gut das noch ging, „Ach, wenn selbst die Beiden das nicht wissen, trinke ich noch einen.“
Dann wandelte sich die Szenerie und Herr Tsieg erinnerte sich, dass er doch garnicht getrunken hatte, sondern begonnen hatte zu meditieren. Er erinnerte sich wie er erst luzid klar sah und dann astral zu Reisen begann. Und zwar bis zum Spiritus vom Spiritus und er nun erlebte, das beide ein und das Selbe sind. Er spürte noch wie er fühlte, das seine Vernunft das nicht verstehen würde und begab sich auf die Rückreise.
Als er seine Meditation endete sah er das Glas, gefüllt mit Spiritus, vor sich stehen, welches er zuvor dahingestellt und dachte so bei sich, „Trinke ich‘s, oder nicht?“ Er trank es und dachte dabei, „Ich höre einfach nicht mehr hin und lese nichts mehr mit, wenn Weise, Kluge und erfahrene Gelehrte erklären was Spiritus sei.
Sein Glas war nun halbleer. Oder war es halbvoll? Er lächelte und erkannte die Magie. Das Glas füllte sich zur Hälfte mit Luft und ist sowieso nie leer.