(Serien-)Mörder, Motivation, Anlagen

Dann präzisier ich mal: Mit "nicht in Ordnung" ist psychische und physische Gewalt, Vernachlässigung und beständige Abweisung/fehlende Zuneigung in der Kindheit gemeint. Du weißt, was ich meine: eben nicht so, wie ein Kind aufwachsen sollte

Das heißt nicht, dass jeder, dem das widerfährt, ein Mörder wird - aber es bedeutet im Umkehrschluss, dass auch ein Kind mit schwierigen Anlagen durch eine liebevolle Familie lernen kann, diese als Erwachsener konstruktiv zu entfalten. Niemand ist von Geburt an ein Mörder - da gehören noch entsprechende Erfahrungen dazu.
Ich meinte eigentlich eher die Präzisierung zwischen Totschlag und Mord. Da die Mehrheit der Tötungsdelikte eben Totschläge im Affekt sind, und nicht Morde, stellt sich mir durchaus die Frage, ob "nicht in Ordnung sein" nun auf jene eher ungeplanten/spontanen Totschläge zu beziehen ist oder auf die eher geplanten oder kaltblütig ausgeführten Morde.
 
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Ich meinte eigentlich eher die Präzisierung zwischen Totschlag und Mord. Da die Mehrheit der Tötungsdelikte eben Totschläge im Affekt sind, und nicht Morde, stellt sich mir durchaus die Frage, ob "nicht in Ordnung sein" nun auf jene eher ungeplanten/spontanen Totschläge zu beziehen ist oder auf die eher geplanten oder kaltblütig ausgeführten Morde.

Ach so.

Hm... da kommt es vielleicht auf den Charakter an: heißblütig-schlagkräftig = Totschlag oder kaltblütig-berechnend = geplanter Mord.

Mit Charakter mein ich Veranlagung lt. Horoskop.

Berechnend kann man natürlich auch werden, wenn das einem die Erwachsenen in der Kindheit vorleben. Und Wut kann sich auch über Jahre ansammeln.
 
Es kommen immer 2 Dinge zusammen, Anlage und Umfeld.

Hier mal ein eindrucksvolles Beispiel, es gibt einen englischen Wissenschaftler (Name fällt mir gerade nicht ein) der nachweisen wollte, dass eine zu klein geratene Amygdala (ist ein paariges Kerngebiet des Gehirns im zur Mitte gelegenen Teil des jeweiligen Temporallappens)

welches zum Borderliner Syndrom mit gewalttätigem Verhalten führen kann.

An unzähligen Studien hat es das beweisen wollen, und viel passende Beispiele gefunden.

Dann tauchte das Thema familiärer Anlagen auf.

Er forschte, ob in Familien von Mördern die Nachkommen ebenfalls auch gewalttätiges Potential haben, wenn Anlage das hergaben.

Seine Mutter erzählte ihm, dass ein Onkel wegen eines grausamen Mordes im Gefängnis saß, der in der Familie sonst totgeschwiegen wurde.

Nun war er neugierig geworden und hat auch seine Gehirn mit MRT untersuchen lassen.


Und sieht da, er weist ebenfalls auch viel zu kleine Amygdala (Mandelkerne) auf.

Ergänzend sein erwähnt, in Familie und Kollegenkreis galt dieser bekannte und renommierter Experte als renitent und schwierig. Er explodierte schnell.

Warum ist er nicht zum Gewalttäter geworden?

Er wuchs behütend auf, wurde gefördert, bekam Liebe und Fürsorge und hatte ein solides Umfeld.

Sollte es so einfach sein, seine offensichtlichen Anlagen dann nicht auszuleben?

Das ist die Gretchenfrage.

(…)
Aggression und Gewalt sind pathologische Verhaltensweisen, die auf genetischen, pränatalen und perinatalen Defekten oder Entwicklungsstörungen oder auf postnatal-frühkindlichen Erfahrungen und Schädigungen kognitiver und emotionaler Funktionen beruhen. Eine Früherkennung dieser Defekte beziehungsweise Schädigungen lässt unter Umständen eine Milderung oder Therapie zu; in schweren Fällen muss die Gesellschaft sich vor Gewalttätern schützen, beispielweise durch deren Inhaftierung. (…)


Hier könnte man noch astrologische Anlagen - als Ergänzung - hinzufügen; traurig aber wahr.
 
Ich meinte eigentlich eher die Präzisierung zwischen Totschlag und Mord. Da die Mehrheit der Tötungsdelikte eben Totschläge im Affekt sind, und nicht Morde, stellt sich mir durchaus die Frage, ob "nicht in Ordnung sein" nun auf jene eher ungeplanten/spontanen Totschläge zu beziehen ist oder auf die eher geplanten oder kaltblütig ausgeführten Morde.


Im Endeffekt ist es doch egal, denn auch ein Totschlag zeigt, das Gewaltpotential vorhanden ist.

Totschlag zeigt eine fehlgeleitete Triebnatur, Mord aber auch.

Beim Mord kommt noch das Kalkül hinzu, zu planen und gerissen zu sein, um davon zu kommen.

Psychologisch geht ES um mangelnde Impulskontrolle, beide, Mörder und Totschläger haben eine gestörte Impulskontrolle. Sie denken nicht über die Konsequenz ihres Handeln nach und löschen Leben aus.
 
Im Endeffekt ist es doch egal, denn auch ein Totschlag zeigt, das Gewaltpotential vorhanden ist.

Totschlag zeigt eine fehlgeleitete Triebnatur, Mord aber auch.

Beim Mord kommt noch das Kalkül hinzu, zu planen und gerissen zu sein, um davon zu kommen.

Psychologisch geht ES um mangelnde Impulskontrolle, beide, Mörder und Totschläger haben eine gestörte Impulskontrolle. Sie denken nicht über die Konsequenz ihres Handeln nach und löschen Leben aus.

wenn ich mal bei Astrologie bleibe, dann wäre Kontrolle ja auch Saturn,

unabhängig davon, bin ich mir nicht so sicher, ob manch Mörder nicht doch der konsequenz bewusst ist, aber sich so schlau denkt, das er nicht gefasst werden kann.
das Morden selbst kann ich mir als Trieb vorstellen, auch das manch Menschn kein Gefühl für den anderen entwickelt, .
 
unabhängig davon, bin ich mir nicht so sicher, ob manch Mörder nicht doch der konsequenz bewusst ist, aber sich so schlau denkt, das er nicht gefasst werden kann.


Gut möglich. Dennoch lag seiner Tat ein Impuls zugrunde.


Morden ist nicht selten reiner Egoismus und auch Abspaltung der Tat.

Manche Menschen entwickelt eben kein Über-ICH.

Was ist das Über – ICH??

Das Über-Ich ist ein Begriff aus der Instanzentheorie Sigmund Freuds und

Das Über-Ich wird repräsentiert durch Verbote, Wertvorstellungen und Regeln der Gesellschaft. Konflikte entstehen, sobald ein Impuls aus dem ES im Gegensatz zu dem
Über-Ich steht - und das ICH diesen Impuls nicht bewältigen kann.

Deswegen ist m. E. auch oft der Mond in dem Radices von Tätern beteiligt, weil Mond für die Wahrnehmung steht und repräsentiert auch Werte und gesellschaftliche Vorstellungen, auch Saturn natürlich.

Saturn Über ICH / (Gesellschaft / Vater / Autorität) Mond das ES. Ist aber nur eine Theorie von mir

Instanzenmodell.webp
 
Hier mal die Radix vom Marianne Bachmeier.

Die den Mörder ihrer 6 jährigen Tochter im Gerichtssaal getötet hat.

Leider ist die ganz genaue Uhrzeit nicht gesichert. Daten aus Astroschmid.

Herrscher vom AC und das MC "Merkur" im Quadrat mit Pluto, wieder eine Mond Jupiter Verbindung, wenn auch Nebenaspekt.


Marianne Bachmaier.webp


Marianne Bachmeier
Gastwirtin
3.6.1950
13:04 h
Sarstedt, DE
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier noch ein Link, eines anderen Forums:

https://astrologiewslforum.astrax.de/viewtopic.php?t=365


Die Uhrzeit von Marianne Bachmaier wird vom Amt mit 12:55 angeben, der dortige Astrologe hat sie korrigiert auf 13:01 - vermutlich anhand von den Ereignissen.

was mich ein wenig irritiert ist:
Frau Bachmaier hat ihre ersten beiden Töchter zur Adoption freigegeben,
gerade als sie auch Anna zur Adoption frei geben will, wird Anna ermordet.

Warum erschiesst sie dann den Täter?
ich mein, sie wollte sie doch grad weggeben............

nur eine Überlegung von mir
 
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Im Endeffekt ist es doch egal, denn auch ein Totschlag zeigt, das Gewaltpotential vorhanden ist.
Das ist eben die Frage, da bin ich nicht sicher, dass die Dinge so eindeutig liegen. Gewaltpotential hat jeder Mensch. Aber nicht jeder tötet andere. Und von jenen, die andere töten, tun es nur relativ wenige mit einem Plan oder besonderer Heimtücke.

Deshalb ist die folgende Aussage unbefriedigend:
Totschlag zeigt eine fehlgeleitete Triebnatur, Mord aber auch.
Ausgehend von der These, dass jeder Mensch ein Gewaltpotential hat, aber nicht jeder tötet, ergibt sich dadurch die Frage, was denn den Unterschied macht. Insofern ist es eben im Endeffekt eben gerade nicht egal, ob jede/r, der/die tötet, tatsächlich "nicht in Ordnung" ist.

Ich habe es weiter oben schon gesagt, und wiederhole es noch einmal: Die Menschen lieben solche Diskussionen, freilich nur solange sie sich gemütlich über andere gruseln können. Den Gewalttäter in sich drin zu entdecken und sich damit zu konfrontieren, dass es eben gerade nicht nur kranke/krankhafte Menschen sind, die töten, das ist dann eine ganz andere Dimension. Es ist viel beunruhigender, diesen Schatten in sich zu konfrontieren. Und genau das will eigentlich so gut wie niemand, auch in diesem Thread nicht. Und das ist auch der Grund, warum Argumente aufgeworfen werden wie:
  • "Bei denen ist etwas nicht in Ordnung."
  • "Die sind krank."
  • "Es macht letztlich keinen Unterschied, ob es sich um Mord oder Totschlag handelt."
All diese Aussagen dienen meines Erachtens der Abgrenzung jener Mörder und Totschläger und der Ausgrenzung aus dem eigenen Leben. Wir wollen sie nicht in unserem Leben haben. Genau aus demselben Grund sind in der Fantasie Sexualstraftäter praktisch immer irgendwelche Wildfremden, während in der Realität Sexualstraftäter in der grossen Mehrheit aus der eigenen Familie und dem nahen Bekanntenkreis stammen.

Die angebrachten Argumente entpuppen sich bei nährerer Betrachtung nicht als Sachargumente, sondern als Bollwerk gegen Einsicht, also als Abwehrmechanismus.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Mörder ist nicht irgendwo da draussen. Er ist in dir selbst drin.

Astrologisch ist also die wirklich interessante Frage nicht: Was macht irgendwelche Einzelne zu Mördern und Gewaltverbrechern,. Sondern viel eher: Wo in mir drin versteckt sich der potentielle Mörder und Gewaltverbrecher? Wir sollten unsere eigenen Charts anschauen, nicht jene von Ted Bundy & Co. Klar können jene Auskunft über gewisse Dinge geben, indem sie nämlich ein Extrempotential darstellen, das bei den wenigsten so deutlich angelegt ist. Was aber nicht heisst, dass es gar nicht angelegt ist. Jeder Mensch hat einen Mars, jeder einen Pluto. Jeder hat ein H8 und ein Skorpion, ein H12 und so weiter. Bei jedem Menschen läuft tMars manchmal über rMond. Insofern hat jede/r von uns das Potential, ein Mörder zu sein.
 
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