Seelenverbindung - Die Mehrzahl irrt sich

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Aufgrund einer aktuellen Diskussion im Bekanntenkreis als auch bedingt durch eine gehäufte Anzahl an Geschichten, die ich quer lese, aber ziemlich schnell als abseits einer Seelenverbindung erachte, stelle ich mal folgende These in den Raum:
die menschliche Psyche nutzt Seelenverbindungs-Theorien als Ausweichstrategie.
Um gravierende Verpflichtungen wie Eigenverantwortung, Selbstreflexion und das mitunter schmerzhafte Eingeständnis einer Wahrheit zu umgehen, was nötige Konsequenzen erfordern würde, denen man sich nicht stellen möchte. Stattdessen wird am Leid festgehalten - Alibi dafür ist dann das Drama SV.

Nur ein minimaler Prozentsatz trifft auf seinen Seelenpartner.
Ein noch geringerer auf seine Dualseele.
Alles andere sind Verbindungen, deren Besonderheit sich durch rein psychologische Komponenten erklären lassen.

Was denkt ihr? :love:

Wenn man sich das Geschehene nicht erklaeren kann passen Theorien von Seelenverbindungen und Dualseelen sehr gut.
Ganz egal ob eigene Blockaden, unererfuellte Liebe, Abhaengigkeit oder Beziehungsunfaehigkeit trotz Verliebtsein... diese Theorien lassen sich fast immer passend machen und bilden eine gute "Ausreden" oder Erklaerung.
 
diese Theorien lassen sich fast immer passend machen und bilden eine gute "Ausreden" oder Erklaerung.
Sehr. Zudem bleibt auch die Literatur zu dem Thema größtenteils austauschbar, die Erklärungen lassen sich so auf alles übertragen.
Daraus ergeben sich Abhängigkeitsmuster, die Annahme und das Loslassen (um das es letzten Endes immer und überall geht) werden vermieden, das Leiden gerechtfertigt, die Verantwortung abgegeben.
Wunderbarer Sumpf, Stillstand als Lösung.
Leider erklärt kaum jemand, wie viel langwierige Arbeit, tiefgründiger Schmerz und extreme Veränderung diese Geschichten auslösen.
Weil die meisten vorher flüchten.
 
Ja.

Solche Geschichten sind eigentlich wunderbar um eigene Blockaden und Konflikte zu bearbeiten.
Taeten alle das, wuerden die meisten danach zu dem Schluss kommen: "Es war in Wahrheit gar keine Seelenverwandtschaft oder Dualseelenverbindung, aber hey, es war genau der Schubs den ich gebraucht habe, um an mir selbst zu arbeiten."
Man kann dadurch so viel eigenen Mist aufarbeiten und loesen, dass man danach froh sein kann ueber den Riesenberg Arbeit und die Erkenntnis, dass es doch keine Seelenverwandtschaft war.


Was nicht bedeutet dass eine echte Dualseelenverbindung nicht auch einen riesigen Berg Arbeit mit ich bringt. ^^
 
Man kann dadurch so viel eigenen Mist aufarbeiten und loesen, dass man danach froh sein kann ueber den Riesenberg Arbeit und die Erkenntnis, dass es doch keine Seelenverwandtschaft war.
Genau, WENN man sich traut. Und stellt. Und zulässt.
Was nur ein geringer Prozentsatz überhaupt tut.
Ist es die DS, gibt es keine Ausweichmanöver mehr. Keine. Keine.
Und der Schmerz ist mit nichts vergleichbar (was natürlich auch wieder individuell zu betrachten ist), aktiviert die tiefste Angst und fordert ein, was sonst geschickt umgangen werden kann, in jeder anderen Verbindung.
Seelenpartner sind einander nah.
Eine Dualseelenbegegnung ist absolut. Und eine Vereinigung auf dieser Basis beantwortet alle weiteren Fragen.
Steigerung ausgeschlossen, was sofort tief im Bewusstseit verankert ist.
 
"Es war in Wahrheit gar keine Seelenverwandtschaft oder Dualseelenverbindung, aber hey, es war genau der Schubs den ich gebraucht habe, um an mir selbst zu arbeiten."

Und was ist besser, wenn man an sich gearbeitet hat?
Wozu sollte man an sich arbeiten, was hat man letztlich davon?

Mein Leben war leicht und ich war jahrzehntelang super glücklich und zufrieden.
Dann kam der Seelenpartner wie ein Tornado in mein Leben und hinterlies Chaos, verwüstung und große Verwirrung und Leid.
Es folgte eine Zeit großer Veränderungen.
Nun ist alles wieder ruhig geworden, seit Jahren.

Habe ich den Schubs gebraucht?
Wenn ja wozu genau?
Es war vorher super gut, es ist jetzt auch wieder gut, aber letztlich ...
 
Es war vorher super gut
Dann war es das möglicherweise gar nicht, sonst hätte dich eine Fremde nicht so aus deinen Konzepten bringen können.
Und genau das Ungute möchte in Zukunft vielleicht in Gutes umgewandelt werden.
Mit jemandem, der dich wirklich erkennt und deine Liebe auch erwidert. Und nicht nur Trugbild bleibt.
 
Und was ist besser, wenn man an sich gearbeitet hat?
Wozu sollte man an sich arbeiten, was hat man letztlich davon?

Mein Leben war leicht und ich war jahrzehntelang super glücklich und zufrieden.
Dann kam der Seelenpartner wie ein Tornado in mein Leben und hinterlies Chaos, verwüstung und große Verwirrung und Leid.
Es folgte eine Zeit großer Veränderungen.
Nun ist alles wieder ruhig geworden, seit Jahren.

Habe ich den Schubs gebraucht?
Wenn ja wozu genau?
Es war vorher super gut, es ist jetzt auch wieder gut, aber letztlich ...

Vllt siehst du nur noch nicht wozu es gut war, was du aufarbeiten musstest oder bist noch nicht fertig damit.
 
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Dann war es das möglicherweise gar nicht, sonst hätte dich eine Fremde nicht so aus deinen Konzepten bringen können.
Und genau das Ungute möchte in Zukunft vielleicht in Gutes umgewandelt werden.
Mit jemandem, der dich wirklich erkennt und deine Liebe auch erwidert. Und nicht nur Trugbild bleibt.

Da war nie etwas Ungutes meinem Leben.
Es war dieser eine Mensch mit der unglaublichen Anziehungskraft die den Atem zum stocken bringt.
Für den man sofort alles liegen und stehen gelassen hätte.
Wo man plötzlich zu allem bereit wäre.
Hat nicht sollen sein, oder es war einseitig, wer weiß. Der Grund ist ja auch egal ...


Es muss nichts in Gutes umgewandelt werden, es war ja nichts Ungutes, nie.
Es gibt immer Menschen die meine Liebe erwidern. Schon vorher und auch jetzt.
Welches Trugbild?
 
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