Zerrschmetterling
Neues Mitglied
- Registriert
- 8. Januar 2024
- Beiträge
- 3
Hallo zusammen,
meine Mama ist am 6.1. gegen 6 Uhr gestorben.
Im August hat sie erfahren, dass sie Gebärmutterhalskrebs im Endstadium hat, der auch schon gestreut hat. Man konnte nicht mehr operieren da sie ein Risikopatient war. Sie hatte dann einen schlimmen Virus bekommen, der anscheinend nicht richtig behandelt wurde. Ich bin der Meinung, dass sie den Virus noch hatte, als sie ihre erste Chemo bekam. Drei Tage später nach der ersten Chemo musste sie wieder ins Krankenhaus. Ein paar Tage später ist sie fast an Nierenversagen gestorben. Als sie die Dialyse bekommen hatte, fing sie an, Personen...Teufel zu sehen, mit dem sie wohl einen Packt abgeschlossen hatte. Irgendwann hörte es auf, aber seit dem hörte sie ein "Grunzen" im Ohr. Sie sagte das der Teufel ihr das in ihr Ihr gesetzt hat.
Einige Wochen später durfte die wieder Heim. Leider lief es dort mit der Pflege gar nicht gut, so dass sie ca 4 Wochen später in ein Hospiz eingezogen ist. Ihr ging es anfangs dort richtig gut. Sie fing wieder an zu essen, die konnte gut schlafen, war gut gelaunt. Am 24sten habe ich bei ihr geschlafen, wir hatten einen schönen Heiligabend.
Am 31.12. wirkte sie schon etwas verwirrt im Kopf. Einfache spiele konnte sie nicht mehr spielen. Sie fing wieder an den Teufel und eine Frau zu sehen, wer sich immer die Frau war.
Am 4.1. haben wir telefoniert. Sie musste sich ständig übergeben. Hat mir gesagt dass sie schon dachte, dass sie am Morgen sterben wird. Am 5.1. war ich dann bei ihr. Sie wirkte verwirrt und sehr erschöpft, hustete die ganze Zeit und übergab sich. Sie verstand nicht kaum und ich sie auch nicht. Reden war sehr schwer für sie.
Ich hatte im Hospiz meine Nummer hinterlegt. Sie sollten mich anrufen wenn es schlimmer wird. So war es dann auch gegen 1:30 am Morgen. Mein Vater, mein großer Bruder und ich fuhren hin. Um ca 2:15 waren wir dort.
Und es war schlimmer als gedacht. Also eigentlich war es richtig schlimm. Ich hatte kurz überlegt das Zimmer zu verlassen und nach Hause zu fahren. Sie hing so halb im Bett, Ihre Augen waren verdreht, sie hat sehr schnell geatmet und extrem geröchelt, was wohl normal sein soll. Sie hat versucht "Hilfe" zu sagen und ich bin der Meinung, dass sie einmal "Axel" gesagt hat (Name von Papa).
Wir saßen da, haben ihre Hand gehalten und versucht ihr gut zu zureden. Dass sie gehen darf und wir sie ganz doll lieben. Zwischendurch war sie wieder kurz da. Sie versuchte sich gerade hinzusetzen, versuchte sich an diesem Dreieck vom Pflegebett hochzuziehen und sagte "Ich habe solche Angst!" und war dann wieder kurz weg. Das passierte bestimmt 10 mal.
Es war so schlimm sie so zu sehen.
Irgendwann sagte sie "ich kann nicht mehr!" und das waren ihre letzten Worte. Ihre Atmung wurde immer weniger und weniger, bis sie zwei Mal tief einatmete und dann mit einem Seufzer ausatmete.
Da wussten wir, dass es vorbei war.
Seit dem warte ich auf Zeichen. Wir haben vorher öfters drüber gesprochen. Bei jedem knacken denke ich, dass sie es ist. Manchmal habe ich den Hospizgeruch in der Nase. Mein Zwillingsbruder übrigens auch. Kann sie das sein? Ich weiß es nicht.
Ich möchte nur wissen, ob es ihr gut geht.
Danke fürs Lesen
meine Mama ist am 6.1. gegen 6 Uhr gestorben.
Im August hat sie erfahren, dass sie Gebärmutterhalskrebs im Endstadium hat, der auch schon gestreut hat. Man konnte nicht mehr operieren da sie ein Risikopatient war. Sie hatte dann einen schlimmen Virus bekommen, der anscheinend nicht richtig behandelt wurde. Ich bin der Meinung, dass sie den Virus noch hatte, als sie ihre erste Chemo bekam. Drei Tage später nach der ersten Chemo musste sie wieder ins Krankenhaus. Ein paar Tage später ist sie fast an Nierenversagen gestorben. Als sie die Dialyse bekommen hatte, fing sie an, Personen...Teufel zu sehen, mit dem sie wohl einen Packt abgeschlossen hatte. Irgendwann hörte es auf, aber seit dem hörte sie ein "Grunzen" im Ohr. Sie sagte das der Teufel ihr das in ihr Ihr gesetzt hat.
Einige Wochen später durfte die wieder Heim. Leider lief es dort mit der Pflege gar nicht gut, so dass sie ca 4 Wochen später in ein Hospiz eingezogen ist. Ihr ging es anfangs dort richtig gut. Sie fing wieder an zu essen, die konnte gut schlafen, war gut gelaunt. Am 24sten habe ich bei ihr geschlafen, wir hatten einen schönen Heiligabend.
Am 31.12. wirkte sie schon etwas verwirrt im Kopf. Einfache spiele konnte sie nicht mehr spielen. Sie fing wieder an den Teufel und eine Frau zu sehen, wer sich immer die Frau war.
Am 4.1. haben wir telefoniert. Sie musste sich ständig übergeben. Hat mir gesagt dass sie schon dachte, dass sie am Morgen sterben wird. Am 5.1. war ich dann bei ihr. Sie wirkte verwirrt und sehr erschöpft, hustete die ganze Zeit und übergab sich. Sie verstand nicht kaum und ich sie auch nicht. Reden war sehr schwer für sie.
Ich hatte im Hospiz meine Nummer hinterlegt. Sie sollten mich anrufen wenn es schlimmer wird. So war es dann auch gegen 1:30 am Morgen. Mein Vater, mein großer Bruder und ich fuhren hin. Um ca 2:15 waren wir dort.
Und es war schlimmer als gedacht. Also eigentlich war es richtig schlimm. Ich hatte kurz überlegt das Zimmer zu verlassen und nach Hause zu fahren. Sie hing so halb im Bett, Ihre Augen waren verdreht, sie hat sehr schnell geatmet und extrem geröchelt, was wohl normal sein soll. Sie hat versucht "Hilfe" zu sagen und ich bin der Meinung, dass sie einmal "Axel" gesagt hat (Name von Papa).
Wir saßen da, haben ihre Hand gehalten und versucht ihr gut zu zureden. Dass sie gehen darf und wir sie ganz doll lieben. Zwischendurch war sie wieder kurz da. Sie versuchte sich gerade hinzusetzen, versuchte sich an diesem Dreieck vom Pflegebett hochzuziehen und sagte "Ich habe solche Angst!" und war dann wieder kurz weg. Das passierte bestimmt 10 mal.
Es war so schlimm sie so zu sehen.
Da wussten wir, dass es vorbei war.
Seit dem warte ich auf Zeichen. Wir haben vorher öfters drüber gesprochen. Bei jedem knacken denke ich, dass sie es ist. Manchmal habe ich den Hospizgeruch in der Nase. Mein Zwillingsbruder übrigens auch. Kann sie das sein? Ich weiß es nicht.
Ich möchte nur wissen, ob es ihr gut geht.
Danke fürs Lesen

