Hier ein Schwank aus meiner Arbeitszeit dort damals:
Als ich ehrenamtlich in einem Secondhandshop arbeitete, fand ich es immer furchtbar, wenn Leute ihren Müll abgeben wollten. Einmal fanden sich nebst diversen Flecken noch Plastikschläuche von Infusionen in einem Bademantel...
Und tatsächlich hört man manchmal wenn man Müll ablehnt: "Anstatt dankbar zu sein, (...)
Aber wir mussten Unverkäufliches schließlich entsorgen lassen.
Traurig fand ich es, als einmal eine blasse junge Frau sämtliche Löffel (pro Stück 20 Cent) kaufte.
Eine andere kam einmal die Woche, suchte sich die engsten Teile aus und befand stets, sie wäre fett. Sie war so mager dass ich immer befürchtete, sie würde zusammenklappen. Einmal fragte sie mich auch, wie viel sie wohl abnehmen müsse, um in die von ihr gewählte Jeans (Kindergröße) zu passen. Was ich denken würde? Meine Antwort, dass sie nicht abnehmen, sondern einen Arzt aufsuchen sollte, passte ihr natürlich nicht. Aber ich verlangte von ihr (als sie immer wieder ähnlich fragte) mich da rauszuhalten.
Eine alte Dame sammelte Porzellantassen. Sie sagte uns, nach ihrem Ableben würde ihr Sohn die Sammlung wieder dem Laden spenden.
Ein sichtlich eingeschränkter junger Mann kam auch einmal die Woche in den Laden. Er suchte Dinge mit Samt - egal was es war. Und dann bat er andere Kunden ihn vorzulassen, weil er damit "ganz schnell nach Hause muss". So nett war die Kundschaft in der Regel. Eine Frau empörte sich zwar mal, das wäre ja kein zweckdienlicher Verkauf. Aber der Mann hat schließlich bezahlt und zu welchem Zweck ihm die Sachen dienen, bleibt ihm überlassen."