Historisches - im Bogen z. 21. Jhrdt.

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Amant

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Morjen interessierte Forenuser! :)

Etwas Historie schadet nie, habe ich mir sagen lassen. Man kann durch Betrachtung in der Retrospektive viel lernen und es künftig besser machen. Im Verlauf des Fadens werden wir den Bogen schlagen zur Neuzeit, dem 21. Jahrhundert und der Frage, wer hält heute die Macht in den Händen und wer okkupiert möglicherweise wen?

Beginne mal mit einer arte-Doku (43:46 min.) und Begleitext, somit diskussionswürdig über "Medizin unterm Hakenkreuz"

Di 19.11.2019 | 21:00 | Doku & Reportage
Die Charité - Medizin unterm Hakenkreuz

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Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen begrüßen die meisten Ärzte der Charité - wie der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch - das neue Regime. Der Film begibt sich auf Spurensuche an die Schauplätze der dramatischen Ereignisse. Mit seltenen Archivaufnahmen, historischen Fotos, Experteninterviews und Zitaten aus bisher kaum bekannten Tagebüchern rekonstruiert der Film Verstrickung, aber auch Verweigerung von Ärzten der Charité im Nationalsozialismus.

Die Charité ist Anfang 1933 ein Leitbild für Ärzte aus ganz Europa, ein Mekka für Patienten aus aller Welt. Als die Nazis die Macht übernehmen ruft der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch die jungen Mediziner auf "…das notwendig Neue zu vollbringen". Die national-konservative Gesinnung war Grundkonsens in der Ärzteschaft. Wie die meisten Ärzte der Charité begrüßt er das neue Regime. Nur zwölf Jahre später operiert er Tag und Nacht Kriegsverletzte im engen Bunker unter seiner Klinik, während über ihm, in den Trümmern der Charité, der Häuserkampf tobt.

Zu allen Gelegenheiten schmücken sich die Nazibonzen mit ihren Ärzten. Und die lassen sich gern in Dienst nehmen: Ein Kollaborationsverhältnis, das beiden Vorteile bringt. Von den 20 Ärzten, die im Nürnberger Ärzteprozess nach dem Krieg angeklagt wurden, waren sieben Berliner Hochschulmediziner, darunter auch Ärzte der Charité. Wie verstrickt sind die Forscher oder Gutachter - die Mediziner, die auf ihren alten Positionen neue Funktionen in der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik erfüllen?


https://www.rbb-online.de/doku/die/die-charite---medizin-unterm-hakenkreuz.html

Anmerkung: Zahl der Ärzte im Jahr 2016 (aktuelle Zahlen folgen noch): 378.600 bundesweit.
 
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Die aktuellsten Zahlen, die ich finden konnte zur Anzahl der Ärzte bundesweit bis jetzt sind diese:

2018 - 392.400 Berufstätige Ärzte, 123.200 nicht tätige Ärzte

https://de.statista.com/statistik/d...e/anzahl-der-aerzte-in-deutschland-seit-1990/

Warum verlinke ich das? Um sich ein Bild darüber machen zu können, wie breitflächig die Ärzteschaft in Deutschland verteilt ist und die Frage, die sich anschliesst ist, wer wird in Krisenzeiten angehört, wessen Sichtweisen werden wohldosiert und abwägend berücksichtigt in Anbetracht weitreichender gesundheitspolitischer Entscheidungen. (?)

Natürlich können wir das noch runter brechen auf einzelne Fachgebiete.
 
Hallo Amant :)

Im Verlauf des Fadens werden wir den Bogen schlagen zur Neuzeit, dem 21. Jahrhundert und der Frage, wer hält heute die Macht in den Händen und wer okkupiert möglicherweise wen?

Das ist in der Tat eine interessante Frage, die ich mir auch schon stellte. Was mich schon lange beschäftigt, ist zum Beispiel die Rolle der WHO bei den letzten von ihr ausgerufenen Pandemien und vor allem, welche Rolle sie im Rahmen der "Schweinegrippe" 2009 spielte. In diesem Zusammenhang ist sehr interessant, dass sich damals die BRD mit Medikamenten und Impfdosen auf Anraten der WHO bevorratete und schlussendlich viele nicht verbrauchte Impfdosen entsorgen musste.

Thx für das spannende Thema. :)
 
Aus Versehen habe ich "12. Jahrhundert" gelesen und dachte, es ginge um die Pest im Mittelalter.
In Zeiten von Corona könnte das auch mal ein Thema sein.
 
@Mellnik Pest & Pandemie? - also zu Zeiten der Pestilenz möchte ich besser nicht gelebt haben.

Hallo Amant :)

Das ist in der Tat eine interessante Frage, die ich mir auch schon stellte. Was mich schon lange beschäftigt, ist zum Beispiel die Rolle der WHO bei den letzten von ihr ausgerufenen Pandemien und vor allem, welche Rolle sie im Rahmen der "Schweinegrippe" 2009 spielte. In diesem Zusammenhang ist sehr interessant, dass sich damals die BRD mit Medikamenten und Impfdosen auf Anraten der WHO bevorratete und schlussendlich viele nicht verbrauchte Impfdosen entsorgen musste.

Thx für das spannende Thema. :)

Hi und gerne! :)

Das von Dir erwähnte Thema, es wird hier nicht sorgfältig chronologisch vorgetragen, das ist zu schwierig, eher würde ich sagen thematisch zugeordnet.

WHO World Health Organisation - Finanzierung und Auftraggeber kurz erklärt


Profiteure der Angst

 
Okay. :)

Dann warte ich mal deinen weiteren Vortrag ab.

Hier kann jeder Interessierte etwas beisteuern, sollte kein Vortrag werden. Ich wollte es nur mal anstossen, bekomme unterwegs im Netz eine Menge Literatur und Doku-Empfehlungen sowie du / ihr ja sicher auch und hier können wir das eine oder andere verorten. Für alle, die mehr und tiefer lesen und hören wollen als die Standards aus maximal einer Hand voll Experten :)

P.S. Ich erinnere da an die Schockstrategie von Naomi Klein: "Wem nützt die Krise?"

https://www.nachdenkseiten.de/?p=39971

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Hallo Amant :)



Das ist in der Tat eine interessante Frage, die ich mir auch schon stellte. Was mich schon lange beschäftigt, ist zum Beispiel die Rolle der WHO bei den letzten von ihr ausgerufenen Pandemien und vor allem, welche Rolle sie im Rahmen der "Schweinegrippe" 2009 spielte. In diesem Zusammenhang ist sehr interessant, dass sich damals die BRD mit Medikamenten und Impfdosen auf Anraten der WHO bevorratete und schlussendlich viele nicht verbrauchte Impfdosen entsorgen musste.

Thx für das spannende Thema. :)

Die WHO ist eine Organisation der Pharmaindutrie und Medizin, und dient mehr oder weniger der Absatzförderung von Medikamenten, primär unter Federführung der amerikanischen Pharmaindustrie bzw. deren Investoren. In dem Sinne ist sie nicht ernst zu nehmen, und der Verrat der Menschheit bei Corona hat jetzt dem Fass den Boden ausgeschlagen ... das offizielle Statement die Menschen im Unklaren zu lassen um die Wirtschaft nicht zu schädigen. Da sieht man, aus welcher Richtung in dieser Organisation der Wind weht ... ist genau diese Prämisse doch noch immer offizielle Politik in den USA.
 
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Etwas Historie schadet nie, habe ich mir sagen lassen. Man kann durch Betrachtung in der Retrospektive viel lernen und es künftig besser machen. Im Verlauf des Fadens werden wir den Bogen schlagen zur Neuzeit, dem 21. Jahrhundert und der Frage, wer hält heute die Macht in den Händen und wer okkupiert möglicherweise wen?

Beginne mal mit einer arte-Doku (43:46 min.) und Begleitext, somit diskussionswürdig über "Medizin unterm Hakenkreuz"

Di 19.11.2019 | 21:00 | Doku & Reportage
Die Charité - Medizin unterm Hakenkreuz

size=320x180.jpg


Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen begrüßen die meisten Ärzte der Charité - wie der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch - das neue Regime. Der Film begibt sich auf Spurensuche an die Schauplätze der dramatischen Ereignisse. Mit seltenen Archivaufnahmen, historischen Fotos, Experteninterviews und Zitaten aus bisher kaum bekannten Tagebüchern rekonstruiert der Film Verstrickung, aber auch Verweigerung von Ärzten der Charité im Nationalsozialismus.

Die Charité ist Anfang 1933 ein Leitbild für Ärzte aus ganz Europa, ein Mekka für Patienten aus aller Welt. Als die Nazis die Macht übernehmen ruft der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch die jungen Mediziner auf "…das notwendig Neue zu vollbringen". Die national-konservative Gesinnung war Grundkonsens in der Ärzteschaft. Wie die meisten Ärzte der Charité begrüßt er das neue Regime. Nur zwölf Jahre später operiert er Tag und Nacht Kriegsverletzte im engen Bunker unter seiner Klinik, während über ihm, in den Trümmern der Charité, der Häuserkampf tobt.

Zu allen Gelegenheiten schmücken sich die Nazibonzen mit ihren Ärzten. Und die lassen sich gern in Dienst nehmen: Ein Kollaborationsverhältnis, das beiden Vorteile bringt. Von den 20 Ärzten, die im Nürnberger Ärzteprozess nach dem Krieg angeklagt wurden, waren sieben Berliner Hochschulmediziner, darunter auch Ärzte der Charité. Wie verstrickt sind die Forscher oder Gutachter - die Mediziner, die auf ihren alten Positionen neue Funktionen in der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik erfüllen?


https://www.rbb-online.de/doku/die/die-charite---medizin-unterm-hakenkreuz.html

Anmerkung: Zahl der Ärzte im Jahr 2016 (aktuelle Zahlen folgen noch): 378.600 bundesweit.

Ich finde diese Verbindung zwsichen Medizin und Nazitum nicht wirklich als zielführend.

Es gibt 3 Staatsmächte - die Politik, die Religion und die Wissenschaft (wobei die Wissenschaft historisch ein Ableger der Religion ist). Und alle miteinander werden bereits seit dem europäischen Mittelalter, aber ganz besonders seit dem 2. WK mehr und mehr durch das Kapital geführt (um nicht zu sagen gegängelt).

Dadurch ergibt sich auch immer wieder der enge Zusammenschluss dieser drei Säulen, wenn es um Ideologien geht. Denn eine "staatstragende" Säule würde demontiert werden, würde sie nicht der gängigen Ideologie folgen. Ganz gut zu sehen im Unterschied zwischen 1. und 2. WK, im 1. WK war die katholische Kirche braver Mitläufer während sie im 2. WK nicht so begeistert mit dabei war, und deshalb auch zum Teil politischen Repressalien (zumidnest Ablehnung) ausgesetzt war. Ähnliches gilt für die Wissenschaft, insbesondere da hinter der Wissenschaft ja nur eine eher zahnlose und unkonsolidierte Organisation ("Universitäten") steht, d.h. die Einzelpersonen gegen politische Ideologien kaum etas aurichten können bzw. um sich selber zu retten diesen Ideologien folgen müssen.

Oder wie Heisenberg in seinen Lebensbetrauchtungen sagte ... "sie hätten den Amerikanern nie die Atombombe geben dürfen" ... sie haben's aber damals trotzdem getan, weil sie halt ideologisiert waren. Aber das tangiert eher den Bereich der ethischen Grenzen, und je "wichtiger" jemand ist oder sich fühlen darf, desto leichter werden diese Grenzen halt überschritten.

Auch heute ist es so, dass die Medizin lieber ihre eigenen ethischen Vorgaben an die politischen und Kapitalinteressen anpasst, anstatt den eigenen historischen und gesellschaftlich sinnvollen ethischen Vorgaben zu folgen.
 
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