Gestrandeter Wal in der Ostsee

Am 1. Tag hatte er 23 Tauchgänge, bis zu 150m tief. Das ist die Tiefe, die für ihn nötig ist und dort befindet sich auch die "Autobahn", also die Strecke für Wale, zur Orientierung und für die Nahrungssuche. Er taucht und kommt wieder hoch, so wie es sein muss.

Er sendet in unregelmäßigen Abständen "Pings" durch den Sender und Frau Walter-Mommert ist sehr zuversichtlich, ich auch übrigens, dieser Teufelskerl. 🥰

Sie gibt weder bekannt, welches Gerät verwendet wird, noch werden sie zum Schutz des Wals Geodaten veröffentlichen. Mit Herrn Backhaus ist sie regelmäßig in Kontakt und gibt ihm Updates.

Es wäre erfreulich, wenn es das Ministerium auch offiziell bestätigt würde. Es geh nicht um die genauen Daten oder den Aufenthaltsort (das geht die Öffentlichkeit und den Instituten nichts an), aber ein offizielles Statement wäre fein, um die aktuellen Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen.
 
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Es wäre erfreulich, wenn es das Ministerium auch offiziell bestätigt würde. Es geh nicht um die genauen Daten oder den Aufenthaltsort (das geht die Öffentlichkeit und den Instituten nichts an), aber ein offizielles Statement wäre fein, um die aktuellen Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen.

Wie soll es das denn bestätigen? Es hat bisher keine Daten bekommen.
 
Wie soll es das denn bestätigen? Es hat bisher keine Daten bekommen.

Eben! Deshalb meinte ich ja, es wäre wünschenswert, wenn es auch das Ministerium offiziell bestätigen würde. Er ist aber im Austausch mit der Initiative (lt Aussage von Herrn Backhaus) und so werden ihm die Daten hoffentlich bald zur Verfügung gestellt.
 
Ich finde die ganze Sachlage extrem merkwürdig, nach wie vor.
Erst hieß es in den beiden NDR-Interviews mit Walter-Mommert bzw. Backhaus (bei ihm mit dem durchgeknallten Journalisten), man habe telefoniert, also Walter-Mommert habe Backhaus angerufen und ihm die Sachlage mit den Daten erklärt, man sei wieder im guten Kontakt, beide bestätigten dies in den Interviews. Das war Ende letzter Woche oder in dem Dreh. Also müsste Backhaus nun wissen, dass das eben länger dauert, rein technisch, wenn es denn so ist.

Und jetzt liest man wieder haufenweise sowas hier:
"Auch am heutigen Montag hat die private Rettungsinitiative diese Daten offenbar immer noch nicht zur Verfügung gestellt. Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums dem Tagesspiegel auf Nachfrage bestätigte, ist „der Sachstand nach dem Wochenende leider unverändert“."Sie konkretisierte: „Keine Daten. Keine Rückmeldung auf unser Schreiben.“
Aktuell prüfe man im Ministerium immer noch, ob das zuvor vereinbarte Rettungskonzept als Grundlage ausreicht, „um die Herausgabe der Daten möglicherweise doch einzuklagen“, wie die Sprecherin bereits vor dem Wochenende mitgeteilt hatte." (Tagesspiegel)

Wenn klar kommuniziert ist, dass die Datenübermittlung nur aus technischen Gründen so lange dauert, verstehe ich dieses Verhalten nicht, das UM könnte das offiziell so erklären, wie es Walter-Mommert im NDR-Interview erklärt hat.
Wieso drohen sie mit Klagen und beklagen unbeantwortete Schreiben, wenn doch angeblich höchstpersönlich mit Minister Backhaus auf direktem Wege alles erklärt wurde.
Geduld- ich weiß nicht....da stimmt was ganz gewaltig nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch die haben sich nicht eindeutig geäußert.
Ganz einfach ...
die Experten, die nicht vor Ort beim Wal waren, haben dem Wal praktisch keine Überlebenschancen ausgerechnet.
Und diejenigen, die den Wal persönlich untersucht haben, sahen bzw. sehen das gänzlich anders.

Lehmann hat meine ich ganz am Anfang auch mal für "sterben lassen" plädiert.
Weil er sich - wie die meisten - zuerst auf das Urteil der "Experten" verließ, die von einer geringen Überlebenschance ausgingen ...
... und immer noch ausgehen ...

Dann war er doch dabei, retten zu wollen.
Weil ihn - laut eigener Angabe - seine Freundin und Kollegin Ingrid Visser dazu ermutigte.

Lehmann änderte seine Meinung über den Wal, nachdem er ihn persönlich in Augenschein genommen hatte.
Danach gab er zu, sich geirrt zu haben (Quelle) und räumte dem Wal eine höhere Lebenschance ein, weil er ein zugewandtes, aufmerksames Tier voller Energie angetroffen habe.

Wie weit seine Erfahrungen auf Buckelwale übertragbar sind, ist unklar.
Immerhin hat man es gerade mit seiner Hilfe wenigstens ein Mal geschafft, den Wal aus seinem Dilemma zu befreien.
Und dann hat man Lehmann unterstellt, er wolle sich als YouTube-Star aufspielen, und hat ihn kalt gestellt.
Daher stieg er aus. Und wieder strandete der Wal und blieb dann wieder länger liegen.

Seine Mentorin Ingrid Visser - auch eher auf Orkas spezialisiert - hat ihm zwar gesagt, er solle es versuchen, aber gegenüber der Presse, die sie anrief, meinte sie, die Chancen schätze sie gering ein, den Wal in die Nordsee zu geleiten.
Da war die Presse wohl nicht ganz ehrlich zu der Biologen-Kollegin Visser.
Denn Lehmann äußerte seine Aussage, er würde den Wal - wenn es sein muss - durch die ganze Ostsee delegieren, in einem Moment des Frustes und meinte das mit Sicherheit nicht wirklich ernst.

Jenna Wallace - meines Erachtens die kompetenteste in dem ganzen Zirkus, wenn nicht gar die einizige im Team, die wirklich da alle nötige Ahnung hatte, das Tier vor Ort untersuchen zu können - musste aus Hawaii anreisen und musste um ihren aktuellen Job fürchten, wenn sie länger geblieben wäre.
Wie ich hier schon zig mal schrieb, hat Jenna Wallace den Wal vom ersten Tag ihrer Untersuchung an bis zu seiner Freilassung für gesundheitlich ausreichend stark und für transportfähig genug gehalten.
Sie hat sich bis zuletzt täglich mit dem Ärzte- und Walretter-Team beraten, hat sich hoch auflösende Bilder und Videos schicken lassen.
Im übrigen kann Jenna Wallace Lehmanns Entschluss, die Gruppe zu verlassen, gut verstehen.

Ich hab ein bisschen den Verdacht, dass Du hier auch nicht alles lesen und wahrnehmen willst, was bisher im Zusammenhang mit den Tierärzten und den ausländischen und erfahrenen Walrettern geschrieben wurde.
Immer wieder präsentierst Du Argumente, denen schon mehrfach widersprochen wurde und die sich widerlegen lassen.
 
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Und jetzt liest man wieder haufenweise sowas hier:
"Auch am heutigen Montag hat die private Rettungsinitiative diese Daten offenbar immer noch nicht zur Verfügung gestellt. Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums dem Tagesspiegel auf Nachfrage bestätigte, ist „der Sachstand nach dem Wochenende leider unverändert“."Sie konkretisierte: „Keine Daten. Keine Rückmeldung auf unser Schreiben.“
Aktuell prüfe man im Ministerium immer noch, ob das zuvor vereinbarte Rettungskonzept als Grundlage ausreicht, „um die Herausgabe der Daten möglicherweise doch einzuklagen“, wie die Sprecherin bereits vor dem Wochenende mitgeteilt hatte." (Tagesspiegel)
Ehrlich gesagt, die Medien versuchen das Thema aktuell am Laufen zu halten und käuen es daher immer wieder.
Da es keine neuen Infos gibt, haben sie sozusagen keine andere Wahl, wenn sie ihre neu gewonnenen Timmy-Leser weiterhin bei der Stange halten wollen. :D
 
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