Und auch die haben sich nicht eindeutig geäußert.
Ganz einfach ...
die Experten, die nicht vor Ort beim Wal waren, haben dem Wal praktisch keine Überlebenschancen ausgerechnet.
Und diejenigen, die den Wal persönlich untersucht haben, sahen bzw. sehen das gänzlich anders.
Lehmann hat meine ich ganz am Anfang auch mal für "sterben lassen" plädiert.
Weil er sich - wie die meisten - zuerst auf das Urteil der "Experten" verließ, die von einer geringen Überlebenschance ausgingen ...
... und immer noch ausgehen ...
Dann war er doch dabei, retten zu wollen.
Weil ihn - laut eigener Angabe - seine Freundin und Kollegin Ingrid Visser dazu ermutigte.
Lehmann änderte seine Meinung über den Wal, nachdem er ihn persönlich in Augenschein genommen hatte.
Danach gab er zu, sich geirrt zu haben (
Quelle) und räumte dem Wal eine höhere Lebenschance ein, weil er ein zugewandtes, aufmerksames Tier voller Energie angetroffen habe.
Wie weit seine Erfahrungen auf Buckelwale übertragbar sind, ist unklar.
Immerhin hat man es gerade mit seiner Hilfe wenigstens ein Mal geschafft, den Wal aus seinem Dilemma zu befreien.
Und dann hat man Lehmann unterstellt, er wolle sich als YouTube-Star aufspielen, und hat ihn kalt gestellt.
Daher stieg er aus. Und wieder strandete der Wal und blieb dann wieder länger liegen.
Seine Mentorin Ingrid Visser - auch eher auf Orkas spezialisiert - hat ihm zwar gesagt, er solle es versuchen, aber gegenüber der Presse, die sie anrief, meinte sie, die Chancen schätze sie gering ein, den Wal in die Nordsee zu geleiten.
Da war die Presse wohl nicht ganz ehrlich zu der Biologen-Kollegin Visser.
Denn Lehmann äußerte seine Aussage, er würde den Wal - wenn es sein muss - durch die ganze Ostsee delegieren, in einem Moment des Frustes und meinte das mit Sicherheit nicht wirklich ernst.
Jenna Wallace - meines Erachtens die kompetenteste in dem ganzen Zirkus, wenn nicht gar die einizige im Team, die wirklich da alle nötige Ahnung hatte, das Tier vor Ort untersuchen zu können - musste aus Hawaii anreisen und musste um ihren aktuellen Job fürchten, wenn sie länger geblieben wäre.
Wie ich hier schon zig mal schrieb, hat Jenna Wallace den Wal vom ersten Tag ihrer Untersuchung an bis zu seiner Freilassung für gesundheitlich ausreichend stark und für transportfähig genug gehalten.
Sie hat sich bis zuletzt täglich mit dem Ärzte- und Walretter-Team beraten, hat sich hoch auflösende Bilder und Videos schicken lassen.
Im übrigen kann Jenna Wallace Lehmanns Entschluss, die Gruppe zu verlassen, gut verstehen.
Ich hab ein bisschen den Verdacht, dass Du hier auch nicht alles lesen und wahrnehmen willst, was bisher im Zusammenhang mit den Tierärzten und den ausländischen und erfahrenen Walrettern geschrieben wurde.
Immer wieder präsentierst Du Argumente, denen schon mehrfach widersprochen wurde und die sich widerlegen lassen.