Eklat in Paris: PSG-Star Idrissa Gueye boykottiert Regenbogen-Trikot
Paris St. Germain spielte gegen Montpellier in besonderen Trikots. Der Flock ...
Könnte ich jetzt auch dazu nutzen, die Inkompatibilität verschiedener Religionen mit der modernen westlichen Gesellschaft zu unterstreichen.
Und ja, man muss aus meiner Sicht naiv sein, zu glauben, dass Homosexualität dort in den meisten Fällen unterstützt wird.
Andererseits bringt man den Gläubigen damit allerdings auch in eine besch... Lage. Nach seiner Religion würde er damit eine schwere Sünde promoten.
Und das unterscheidet sich von simpler Toleranz. Gueye könnte im Prinzip der Ansicht sein, dass er sich nicht in das Leben anderer einmischen darf, und wenn sie eben nicht an seinen Gott glauben, dann werden sie sich halt auch nicht an die Regeln im für ihn heiligen Buch halten. Wir wissen es nicht, aber das könnte theoretisch seine mehr? oder weniger? tolerante Position sein. Aber selbst zur Sünde aufzurufen durch explizite Unterstützung eines Verhaltens, welches nach seiner Religion verboten ist, ist logischerweise auf einem problematischeren Level. Nun sündigt er nämlich selbst gegen seinen Gott.
Ein Christ kann andere auch mit ihrer Religion allein lassen, aber er wird vermutlich nicht direkt erklären oder unterstützen wollen, dass es genauso korrekt ist andere Götter oder "Götzen" und Idole anzubeten. Ein Jude kann es anderen Juden (gilt ja nur für Juden nach Judentum) zugestehen Schweinefleisch zu essen, aber es ist etwas anderes, wenn man ihn dazu auffordert in einem Werbefilm für Schweinebraten aufzutreten.
Insofern gibt es also einen Unterschied zwischen Toleranz und persönlicher Involvierung. Und aus meiner Sicht ist es ok, wenn man sich nicht selbst daran beteiligt, um dem eigenen Glauben gerecht zu werden, solange man andere nicht zum eigenen Glauben bekehren oder Ungläubige und vermeintliche Sünder gar bestrafen will.
Ich hätte selber kein Problem damit, mit einem Regenbogentrikot aufzulaufen, wobei ich es für eine freiheitliche Gesellschaft aber generell auch nicht unproblematisch halte, wenn Arbeitgeber und Firmen ihre Mitarbeiter (hier Fußballer) zu gesellschaftlichen und politischen Erklärungen nötigen. Man kann sich ja auch denken, dass das letztlich wohl eher dazu dient einen finanziellen Gewinn zu machen.
Ganz allgemein: Toleranz ist es andere ihr Leben so leben zu lassen, wie sie es für richtig halten, und erfordert nicht notwendig, dass man das selber richtig findet oder aktiv propagiert. Ich toleriere zum Beispiel auch, wenn Leute so viel essen, dass sie letztlich 200 kg wiegen. Ich würde es aber selber nicht tun, und würde mich auch nicht an irgendeiner "Schwer ist schön" usw. Kundgebung beteiligen. Nein, ich halte es für ungesund, lasst mich da raus.
Gibt im Prinzip 4 Stufen:
1. Ich tue etwas selber.
2. Ich finde es neutral bis gut, wenn andere das tun, auch wenn ich es selbst nicht tun will. [generell meine Position hier]
3. Ich finde es (eher) nicht gut, aber andere haben ein Recht auf eigene freie Entscheidungen und Überzeugungen.
4. Ich will es den anderen verbieten.
Natürlich könnte jemand auch was tun, und es falsch finden, aber bleiben wir bei Positionen, die logisch konsistent sind.
Und Spezialfälle, wie bei einem orthodoxen Juden, der Schweinefleischkonsum durch Juden eher ablehnen dürfte, während es ihm sonst egal ist, gibt es natürlich ebenfalls.
Weiß nicht, aber ist für mich ok, wenn ein Religiöser sich weigert etwas aktiv zu propagieren, was nach seiner Religion eine Sünde ist. Es steht da im Text, angeblich durch Gott verkündet...Aus seiner Sicht riskiert er sein Seelenheil.
P.S: Ich weiß auch, dass die Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, dass Gueye auf Stufe 4, nicht 3 ist, und die generelle Intoleranz dieser Religion (bzw. ihrer Vertreter) in vielen Fällen ist ja auch ein Grund für meine Position gegen Massenmigration, aber irgendwo geht diese Form von Nötigung zur direkten Involvierung, und damit zur persönlichen Sünde aus seiner Sicht, gegen die Religions- und Meinungsfreiheit.