Erlebnisse vom und beim Geistheiler

lourdes8e

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Die, die es beruflich machen erzählen manchmal aus ihrer Praxis.
Auch wenn es aus zweiter Hand stammt können wir hier davon berichten, was dort an Weisheiten und Begrenzungen gesehen wird.
 
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Also gebe ich mal die Ansicht von einem vor über 10 Jahren verstorbenen Handaufleger zum Besten, er war damals 85 und hatte mit seinem Auflegen und Gebeten unter Anderem einen Jahrzehnte alten Heuschnupfen weg bekommen. Er erzählte immer Recht positiv von seinen Hilfe suchenden Besuchern:

"Da war eine Mutter bei mir mit ihrem Sohn, der war ein dummes Kind, aber so richtig dumm, der konnte sich nichts merken. Das war schon so weit, daß er auf die Hilfsschule (Sonderschule) sollte.
Das hatten wir..."
(Mutter und er betend und laut Gebete auch Gott, die Engel, die jenseitigen Schwestern und Brüder, die Geistheiler, Geistführer und Geistlehrer)
"...dann doch erreicht, das wurde viel besser."

Er war der Ansicht, daß guter Wille der Angehörigen und gute Gebete, gutes Vertrauen in positive Änderung viel bringen kann. Auch bei geistig Eingeschränkten.
Er sagte, daß er aber immer die Erlaubnis der Eltern und der betreffenden Kinder braucht, sonst macht er da nichts. Bei Unwilligen bringe das nichts.

"Wir haben da viel gebetet, sie mussten öfters kommen, erst alle paar Wochen, dann seltener."

Er hatte je Sitzung 10DM, später Euro, bekommen für etwa eine Stunde bei ihm und einen weiteren Monat tägliche Gebete.

"Der Junge konnte dann in der Schule bleiben, hat sogar später einen Beruf bekommen und den Moped-Führerschein."

Der Alte lehnte sich dann zurück, zuckte leicht eine Achsel und meinte milde, aber doch detailliert:
"Der kam dann später auch nach seiner Schulzeit noch zu mir und wollte mehr, den Auto-Führerschein. Das war mir nicht so Recht aber er kam öfters und wollte das unbedingt. Den bekam er dann auch, aber er ist bald irgendwo gegen gefahren und dann haben sie ihm beide Führerscheine abgenommen, weil er gesoffen hat."

(Die Autokorrektur meines Tablet ist in Groß/Kleinschreibung nicht sehr gut, ich lasse es einfach Mal so)
 
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Ein anderes Mal erzählte der Alte:
"... Und dann mußte ich ins Krankenhaus zu meinem Bruder. Krebs.
Ich sagte zu ihm "Du weißt doch, daß ich das mache. Warum?" (Warum der Bruder sich nicht an ihn wandte) ...aber der zuckte nur mit den Schultern und meinte: "Ich wollte das nicht."
Da war dann auch nichts mehr zu machen, zu spät."

Von sich selbst erzählte er: "Ja, habe ich auch, schon Jahre. Momentan geht es, bin ja schon alt."

Ich habe dem für mich entnommen, daß Kranke ihre Befindlichkeit oft einfach so akzeptieren als ihren Weg.

Ein Jahr später oder zwei hatte ich wieder bei ihm angerufen, aber es hob niemand mehr ab.
 
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