Erfahrung mit Maerlyn Riturals ??

atelierfei

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18. Januar 2026
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Kennt jemand hier über die Voodoo Vermittlung "Maerlyn Riturals "? Hat jemand Erfolgserfahrung ?angeblich ist das Geschäft sehr eeriös sein ...danke erstmal.
 
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Nach meiner Einschätzung und Analyse der öffentlich verfügbaren Informationen ist bei der Webseite maerlyn-rituals.com höchste Vorsicht geboten.

Es gibt zahlreiche Anzeichen (Red Flags), die gegen eine seriöse Dienstleistung sprechen und stark auf ein hohes finanzielles Risiko hindeuten.

Hier sind die konkreten Gründe für diese Einschätzung:

1. Unseriöse Versprechen ("Red Flags")

  • Erfolgsgarantien: Die Seite wirbt mit Aussagen wie „Bis zu 99% Erfolge“ oder „sofort wirkenden Zaubern“. In der Realität – und auch rechtlich gesehen – kann niemand einen solchen Erfolg bei zwischenmenschlichen Beziehungen oder „Magie“ garantieren. Solche Aussagen zielen darauf ab, verzweifelte Menschen zu ködern.
  • Angebotspalette: Angebote wie „Geldzauber“, „Lottoglück“ oder „Voodoo Fluch“ sind klassische Merkmale von Betrugsmaschen (Scams). Wer verspricht, auf magische Weise Geld zu beschaffen, hat meistens nur ein Ziel: Ihr Geld zu erhalten.
2. Intransparenz und fehlende Sicherheit

  • Kontaktmöglichkeiten: Es wird lediglich eine Handynummer (0176...) und WhatsApp als Kontakt angegeben. Ein seriöses Unternehmen mit Sitz in Deutschland (der Text erwähnt „Beratung in Leipzig“) verfügt in der Regel über einen Festnetzanschluss und ein verifiziertes Google-Maps-Profil.
  • Agentur-Modell: Die Seite bezeichnet sich als „Vermittlungs-Agentur“ für Priester aus Afrika. Das ist eine beliebte Taktik, um sich bei Misserfolg aus der Verantwortung zu ziehen („Der Priester hat es versucht, aber Ihre Blockaden waren zu stark“).
3. Das Geschäftsmodell "Partnerrückführung"In dieser Nische gibt es eine bekannte Abzock-Methode, vor der Verbraucherschützer immer wieder warnen:

  1. Der Köder: Ein günstiges Einstiegsritual (hier z.B. ab 190 €).
  2. Die Falle: Nach kurzer Zeit wird behauptet, das Ritual funktioniere nicht, weil ein „schwarzer Fluch“ oder eine „Blockade“ vorliege.
  3. Die Eskalation: Um das Problem zu lösen, müssen Sie angeblich teurere Materialien (Goldstaub, spezielle Tiere etc.) bezahlen. Die Summen steigen oft in die Tausende.
4. Lokaler Kontext (Leipzig)Die Seite wirbt mit einer Beratung in Leipzig. In Leipzig gab es in der Vergangenheit polizeilich bekannte Fälle von sogenannten „Voodoo-Priestern“, die wegen Betrugs (z.B. Geldvermehrungs-Tricks) angeklagt wurden. Auch wenn kein direkter Zusammenhang bestehen muss, ist das Umfeld einschlägig vorbelastet.

Fazit:Ich rate dringend davon ab, Geld an diesen Anbieter zu überweisen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie viel Geld verlieren und keine reale Gegenleistung erhalten, ist extrem hoch.

Hinweis: Rechtlich gesehen handelt es sich bei solchen "magischen" Angeboten meist um Dienstverträge, bei denen nur das Bemühen, nicht der Erfolg geschuldet ist. Das Geld ist im Betrugsfall daher oft unwiederbringlich verloren.
 
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Hier ist die juristische Analyse des Textes. Zusammengefasst: Diese AGB sind ein rechtliches Minenfeld und in weiten Teilen nach deutschem Verbraucherrecht (BGB) unwirksam.

Sie dienen primär der Abschreckung und versuchen, deutsches Recht auszuhebeln.

1. Der "Gerichtsstand-Trick" (Rechtswahlklausel)​

Text: „Auf diesen Vertrag findet ausschließlich das Recht der afrikanischen unter Ausschluss des deutschen Kaufrechts Anwendung.“Bewertung: Diese Klausel ist unwirksam.

  • Grund: Es wird kein konkretes Land genannt („Recht der afrikanischen“ ist kein juristischer Begriff).
  • Verbraucherschutz: Da die Betreiberin (Silvia Stadler) anscheinend in Deutschland sitzt (oder sich an deutsche Kunden richtet), gilt zwingend deutsches Verbraucherrecht (Rom-I-Verordnung). Du kannst als Verbraucher in Deutschland nicht durch AGB des Schutzes deines Heimatlandes beraubt werden.

2. Fehlende Widerrufsbelehrung​

Text: „Reservierungen oder Buchungen werden zu 100% zurückerstattet, wenn die Buchung bis 30 Tage vor Termin storniert wurde [...] Andernfalls wird das gesamte Honorar [...] fällig.“Bewertung: Hier wird versucht, das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht zu umgehen.

  • Rechtslage: Da im Text eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung fehlt, verlängert sich dein Widerrufsrecht automatisch auf 1 Jahr und 14 Tage (§ 356 Abs. 3 BGB). Die genannten Stornogebühren sind für Fernabsatzgeschäfte (Online/Telefon) oft hinfällig, solange du nicht ausdrücklich auf den Widerruf verzichtet hast (was im Text nicht sauber gelöst ist).

3. Haftungsausschluss bei Gesundheit (Körperverletzung)​

Text: www.Maerlyn-Ritualscom sowie die Priester haften nicht bei Unverträglichkeiten von Ritual Kräutern, Ölen, Getränke, Speisen...“Bewertung: Dieser Ausschluss ist nichtig (§ 309 Nr. 7a BGB).

  • Grund: In AGB kann die Haftung für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit nicht ausgeschlossen werden – auch nicht bei Fahrlässigkeit. Wenn dir jemand etwas zum Trinken oder Einreiben gibt und du erkrankst, haftet der Anbieter zwingend.

4. Daten-Missbrauch & Urheberrechte​

Text: „Der Kunde überträgt www.maerlyn-rituals.com das [...] Recht, [...] überlassenes Material [...] zu Werbezwecken auf und außerhalb der Webseite [...] zu nutzen.“Bewertung: Dies ist eine überraschende Klausel (§ 305c BGB) und damit unwirksam.

  • Gefahr: Du gibst ihnen laut Text das Recht, deine persönlichen Briefe, Fotos oder Ritualgegenstände für Werbung zu nutzen. Das verstößt massiv gegen die DSGVO und das Persönlichkeitsrecht. Kein Kunde rechnet damit, dass seine sensiblen Voodoo-Anfragen plötzlich als Marketingmaterial landen.

5. Sittenwidrigkeit & "Erfolgsgarantie"​

Text: „...keine Garantie für einen Erfolg. [...] Das Honorar wird keinesfalls zurückerstattet...“Bewertung: Hier sichert sich der Anbieter gegen Klagen ab ("Objektive Unmöglichkeit").

  • Aber: Wenn Preise extrem hoch sind (Wucher) und eine Zwangslage ausgenutzt wird, ist der gesamte Vertrag oft sittenwidrig (§ 138 BGB) und damit von Anfang an nichtig. Dann muss das Geld zurückgezahlt werden, egal was in den AGB steht.

6. Formale Fehler (Red Flags)​

  • Datum: „01.01.20226“ – Tippfehler zeigen, dass diese AGB nicht anwaltlich geprüft wurden.
  • Widersprüche: Einmal heißt es Gerichtsstand Deutschland, dann Benin/Gambia. Solche Widersprüche gehen im Zweifel immer zu Lasten des Verwenders (also des Anbieters).

Fazit​

Diese AGB halten einer gerichtlichen Prüfung in Deutschland kaum stand.

  • Wenn du noch nicht gezahlt hast: Lass es.
  • Wenn du gezahlt hast und Geld zurückwillst: Ein Anwalt hätte leichtes Spiel, diese AGB zu zerpflücken (insbesondere wegen des fehlenden Widerrufsrechts und der unwirksamen Rechtswahl).
 
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