Ein Fötus ist keine Person

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Krankes Leben gebiert krankes Leben. So ist das.

Jetzt ist die Frage: was ist die menschliche Aufgabe: ist es, krankes Leben zu verhindern? Kranke gar zu bestrafen, die krankes Leben in die Welt setzen?

V0r etwa 70 Jahren hat man diese Frage in Deutschland so gelöst, daß die Kranken, die ein lebensunwertes Leben im Heim oder mit geistiger Behinderung führen mussten, "erlöste". So hieß das. Man ermordete sie, über 70000 an der Zahl. Systematisch. Warum? Weil man Gesundheit schaffen wollte und Krankes verhindern. Vor allem aber auch, weil man Kosten sparen wollte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4
 
Krankes Leben gebiert krankes Leben. So ist das.

Jetzt ist die Frage: was ist die menschliche Aufgabe: ist es, krankes Leben zu verhindern? Kranke gar zu bestrafen, die krankes Leben in die Welt setzen?

V0r etwa 70 Jahren hat man diese Frage in Deutschland so gelöst, daß die Kranken, die ein lebensunwertes Leben im Heim oder mit geistiger Behinderung führen mussten, "erlöste". So hieß das. Man ermordete sie, über 70000 an der Zahl. Systematisch. Warum? Weil man Gesundheit schaffen wollte und Krankes verhindern. Vor allem aber auch, weil man Kosten sparen wollte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4

ich glaube da will keiner zurück...aber Pränataldiagnostik ist eine gute Sache. Und wenn sich früh eine Behinderung abschätzen lässt, dann halte ich eine Abtreibung für sinnvoll und angebracht. Die kritische Frage ist eher was wir als Behinderung anerkennen, bzw. was die Präimplantationsdiagnstik leisten darf und was nicht
 
Können regelmäßige Alkoholexzesse während der Schwangerschaft bestraft werden, wenn das Kind mit schweren Gesundheitsschäden zur Welt kommt? Nein, befand der britische Berufungsgerichtshof am Donnerstag und beendete damit ein fünfjähriges Verfahren, das vielen Briten an die Nieren ging.

http://www.kleinezeitung.at/s/chron...holexzesse-bei-Schwangerschaft-nicht-strafbar

Damit ist geklärt, ob und was ein menschliches Leben vor seiner Geburt wert ist.
Gerichte können ja nicht irren......oder?

Ich glaube, mit dieser Einstellung wird die Welt immer weniger lebenswert.

Was soll es denn bringen, wenn so eine Frau bestraft wird?

Kannst Du mir das erläutern?

Lg
Any
 
Ich denke, dass kommt auf die Drogen an, die jemand nimmt. Bei Alkohol kann man doch einen Entzug machen, der dauert doch gar nicht so lange. Und dann durchhalten, bis das Kind auf der Welt ist. Bei Alkohol zählt der Wille.
Habe leider mal ein Heroin Baby gesehen. Es hat im Kinderwagen so sehr gezittert, das fand ich sehr traurig. Darum denke ich, dass es bei den Drogen einen Unterschied gibt. Von den harten Drogen kommt man nicht so leicht los.
 
Na ja, wenn man bedenkt dass Briten dem Alkohol nicht abgeneigt sind,
wer weiß was deren Mamis bei denen konsumiert haben, und jetzt solche Äußerungen kommen ....

Einer meiner Söhne sagte unlängst, wenn man Alkohol heute erst erfinden würde,
wäre es als extrem gefährliches Rauschmittel verboten.
Am schlimmsten finde ich den Mangel an Beschützerinstinkt der werdenden Mütter.
Dass man nicht, dem Kindes Wohl zuliebe auf Alkohol und sonstige Rauschmittel verzichtet.


Richtig. Und nicht nur das, es fehlt vielen Menschen heute eine Sensibilität, zu erkennen, dass jedes lebendige Wesen mehr als ein Zellhaufen ist.
Da man die geistige Komponente heute ausspart und nur das Physische betrachtet, benimmt man sich so herzlos und egoistisch.

Deshalb schockieren auch solche Parolen in der Öffentlichkeit nicht mehr wie, "mein Bauch gehört mir", oder, "ich bin stolz darauf, abgetrieben zu haben".
Oder die vielen Mastbetriebe, die nach einer ökonomischen Sicht ihre Berechtigung erhält, nicht nach einer menschlich ethischen.

Andererseits, würden jene Menschen die das befürworten, einmal annähernd selbst so behandelt werden, wäre die Empörung riesig.
 
Was soll es denn bringen, wenn so eine Frau bestraft wird?

Kannst Du mir das erläutern?

Lg
Any

Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen ist das Mindeste was passieren sollte, ein Alkoholverbot für Schwangere einführen. Contergan ist auch nicht mehr erlaubt.
Und Alkohol ist eine Droge, das sollte man nicht verharmlosen, sondern an das menschliche Verantwortungsbewusstsein appelieren, wenn es um die Unversehrtheit von anderer Leben geht.
 
Ich arbeite u.a. mit Menschen mit Behinderungen, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkoholmissbrauch betrieben...auf die Welt kommt dann ein Kind, das sofort nach der Geburt einen Entzug machen muß...Willkommen auf dieser Erde!
Diese Menschen sind auch optisch vom mütterlichen Alkoholmissbrauch geprägt und haben oft ein Leben lang mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen...wenn es gut geht, schaffen sie mit Mühe einen kleinen , auf sie abgestimmten Berufsabschluß, der es ihnen aber nicht möglich macht, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen..ist die kognitive Beeinträchtigung größer , bleibt nichts anderes als ein Leben in Einrichtungen für Behinderte...

Und das nur, weil es der Mutter nicht möglich war, neun Monate auf Alkohol zu verzichten...ich finde das tragisch.

Ja, ich hab das auch wahr genommen, ist schrecklich. Aber solches bleibt den Menschen hier i.d.Regel erspart, weil man sie von Leid fernhält. Man hat Heime dafür, wie für andere benachteiligte Menschen auch.
 
Das ein Fötus eine Person ist, sehe ich nicht.

Das die Mutter immer das Hoheitsrecht über ihren Körper hat, sehe ich in jedem Fall als gegeben an.

Das eine Mutter demzufolge das Recht hat, sich für das Kind während der Schwangerschaft zu verhalten, wie sie es für richtig hält, ist eine bedauerliche Folge für ein dann schwerbehindertes Kind, oder auch gesetzt den Fall, es überlebt die Schwangerschaft nicht, die sich aus diesem Hoheitsrecht ergibt.

Drum hat das Gericht aus meiner Sicht richtig gehandelt und die Frau nicht bestraft.

Abgesehen davon sehe ich hier nicht nur die Mutter als alleinig Verantwortliche, denn da gibt es auch einen Erzeuger zu und wenn die Mutter Alkoholikerin ist, war sie es bereits zum Zeitpunkt der Zeugung. Man müsste dann, konsequent weitergedacht, auch den Kindsvater bestrafen. Dafür, dass er wissentlich einer alkoholkranken Frau ein Kind "gemacht" hat. Er hätte nämlich ebenso diese Schwangerschaft verhindern können, z.B. durch die Benutzung eines Kondoms oder auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

LG
Any
 
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Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen ist das Mindeste was passieren sollte, ein Alkoholverbot für Schwangere einführen. Contergan ist auch nicht mehr erlaubt.
Und Alkohol ist eine Droge, das sollte man nicht verharmlosen, sondern an das menschliche Verantwortungsbewusstsein appelieren, wenn es um die Unversehrtheit von anderer Leben geht.


Der Vergleich hinkt.

Contergan ist ein Medikament das verboten wurde, Alkohol ist ein Genussmittel.

Bei einer medizinischen Anwendung darf Alkohol als z.B. Trägersubstanz für eine Arznei, auch keiner Schwangeren verabreicht werden.

Aber Substanzen im Konsum verbieten zu wollen, die einem Fötus unter Umständen schädigen können, wie willst Du das verbieten? Die herkömmliche Küche in jedem Haushalt ist voll mit Substanzen, die einer Schwangeren Schaden zufügen könnten. Ich zähle das jetzt nicht auf, aber es gehört schon zur Allgemeinbildung wenigstens die bekannten gefährlichen Substanzen zu kennen, wenigstens nach der Aufklärung des Arztes im Falle einer Schwangerschaft.

Und ich habe schon Alkoholika gesehen, wo auf dem Etikett darauf hingewiesen wird: nicht für Schwangere.

Nutzt nur nix, wenn die Person bereits alkoholabhängig ist und dann erst schwanger wird.

LG
Any
 
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