Hallo La Dame
Sich selbst zu lieben und zu vertrauen, ist manchmal nicht so einfach, denn davor steht erstmal die Selbsterkenntnis und das "sich selber verzeihen", was man alles so "verbrochen" und anderen angetan hat, ob nun bewußt oder unbewußt ist letztendlich egal, wobei das bewußte Verletzen vermutlich bedenklicher ist und von diesen Menschen meist obendrein gerechtfertigt wird. Aber auch das ungewollte, unbewußte Verletzen, weil man nicht erkannte, wie schlecht und egoistisch man handelte, ist nicht gerade prickelnd, wenn man es bei sich selbst entdeckt.
Sich diese Dinge selbst zu verzeihen und das, was daraus an anderen für Schaden entstand, ist eine schwere Aufgabe. Sich dann wieder selbst zu lieben, ohne ungesund selbstverliebt zu sein oder gar selbstgerecht, ist eine schmale Gratwanderung. Man unterliegt einer ständigen Selbstüberprüfung der eigenen Motive und erwischt sich tatsächlich immer wieder in Erleuchtungsfallen, so geht es mir zumindest manchmal.
Sich dann gar auch noch selber zu vertrauen, ist die Vervollkommnung dieser gefundenen Selbstliebe und daran hapert es bei mir oft ganz gewaltig, besonders, wenn ich grad mal wieder so ein Tal wie gestern durchwandere und mich bei Selbstbetrug erwische. Worauf ich bei mir vertrauen kann, ist, daß ich bemüht bin, mich stetig selber zu verbessern und nach Antworten zu suchen... ist ja schon mal was.
Übrigens, den Spruch, daß man einen Nackten nicht ausziehen kann, fand ich sowohl treffend, als auch irgendwie amüsant, obwohl es eigentlich traurig ist. Aber am Meisten wohl für ihn selber!! Wie elend muß ein Leben sich anfühlen, wenn man keine Liebe empfinden und geben kann????
LG,Puma