Dass ich in meine Studie meine Meinung nicht reinschreibe, heißt nicht, dass ich mich "nicht festlegen will". Viele klimawissenschaftlichen Studien verlangen einfach nicht danach. Es gibt weitere Studien, auch solche mit direkten Befragungen, von
Doran, 2009, wo es auch ausdrücklich die Auswahlmöglichkeit "
Ich bin nicht sicher" gab. Bei Wissenschaftlern, die mit Klimaforschung zu tun hatten, sagten trotzdem regelmäßig etwa 90% "ja".
Was man bei bisher all diesen Studien findet, ist, dass sie wie zurechtgebogen wirken. Wir hatten diese Diskussion schon mal. Und auch bei der Doran-Studie, wenn diese Seite hier die Wahrheit erzählt was mir so erscheint:
http://wattsupwiththat.com/2013/12/10/an-oopsie-in-the-doranzimmerman-97-consensus-claim/
Zuerst werden die Fragen also an 10,257 Wissenschaftler versendet. Davon antworten jedoch nur 3146. Von denen wiederum werden dann nur 79 in die Studie mit einbezogen. Und sicher, man kann jetzt sagen: Ahaa.. sie wollten eben nur die allerbesten aufnehmen, nämlich jene die mehr als 50% ihrer Veröffentlichungen dem Thema Klimawandel gewidmet haben.
Nur: Warum haben sie dann zuerst mal an über 10tausende verschickt? Warum nicht gleich nur an jene die sie mit einbeziehen wollten? All das wirkt immer wieder, und nicht nur bei dieser Studie, als ob um jeden Preis die magischen 97% herauskommen sollen, die ja interessanterweise auch bei fast jeder Studie herauskommen. Ich glaube da keiner einzigen um ehrlich zu sein.
Plus: Regelmäßig nimmt die ganz große Mehrheit gar keine Stellung. Und ja, Du sagst ganz richtig dass das nicht heißt das sie sich nicht festlegen wollen oder würden. Wir wissen es aber nicht. Wir wissen nicht ob und wenn ja, wie, sie sich festlegen würden.
Ich auch. Da wird er nicht wegen seiner Position zum anthropogenen Klimawandel kritisiert, sondern wegen seiner harschen persönlichen Kritik an einer Journalistin.
Ja, ich sagte ja:
"Er agiert wie ein Ideologe und nicht wie ein Wissenschaftler." Und er war Lobbyist... Munich Re.
Wir müssen Prioritäten setzen. Wir müssen gucken, was wichtig ist. Was, wenn wir durch erheblichen Energieaufwand z.B. bedrohte Arten retten oder Verwüstungen von Landstrichen verhindern können? Was nimmt im Zweifelsfall den Vorrang ein?
Abgesehen davon muss so ein Bewusstsein erstens beim gemeinen Bürger ankommen - und das passiert nicht, solange dem Problem weiter mit Gleichgültigkeit begegnet wird. Außerdem - was am wichtigsten ist - muss auch die Industrie zum Umdenken gezwungen werden. Ein bedeutender Teil der Treibhausgasemissionen gehen z.B. auf Fleischkonsum zurück. Wenn Fleisch aber weiter zu Schleuderpreisen angeboten gibt und das Angebot an Alternativen so rar bleibt, hat der Endkonsument wenig Grund umzusteigen.
Was mich bei der ganzen Debatte ziemlich nervt, ist: CO2 ist so ein riesen Thema, ohne das bisher klar ist ob die Auswirkungen tatsächlich so gigantisch sind. Gleichzeitig wird an jeder Ecke die Umwelt ausgebeutet und verschmutzt ohne das es irgendwelche Zweifel gibt wie destruktiv das ist. Und all das geschieht sogar noch mit dem Argument einer besseren CO2-Bilanz. Selbst Atomkraftwerken wurden schon wegen der besseren CO2-Bilanz beworben. Aber das der gesamte Rest eine einzige Katastrophe ist, ist nun mal deutlich sicherer als das Gerede über CO2.
Insgesamt wird das Thema CO2 meiner Ansicht nach überschätzt, während andere Dinge die glasklar sind, relativiert werden... Etwa Fracking.
Aber grundlegend: Ja.. meiner Ansicht nach sollte Fleisch mehr kosten, dafür qualitativ hochwertiger sein. Und ja, es sollte insgesamt möglichst viel dafür getan werden weniger Energie zu verbrauchen. Und da ist im Grunde jeder einzelne gefragt. Die Debatte wird da aber insgesamt falsch geführt. Denn der Fokus auf CO2 führt immer mehr dazu, das sich die Menschen verarscht vorkommen. Es wirkt wie ein gigantischer Alarmismus und wie Gehirnwäsche, während zu viel herausgekommen ist, das nahelegt, das die Wissenschaftler nicht so wirklich wissen welche Rolle das CO2 spielt. Man muss sich nur die Kommentare unter den Artikeln zum Thema durchlesen. Und wenn die gleichen Zeitungen z.B. "Pro-Fracking" sind, aber im Krieg gegen CO2, dann wirkt das einfach nicht glaubhaft.
Abgesehen davon: Es ist doch sowieso ne gigantische Heuchelei. Denn während hier ein gigantischer Aufwand wegen CO2 gemacht wird, und die große Panik vor Naturkatastrophen durch Klimawandel gemacht wird, sorgen wir doch gleichzeitig dafür das Regenwälder im Super-Tempo kleingemacht werden. Wofür brauchts denn da noch Naturkatastrophen? Vieles, das als ökologisch und mit dem "super-CO2-Bilanz-Label" beworben wird ist es auf den zweiten Blick dann schon nicht mehr. Und da das mittlerweile kein Geheimnis mehr ist, glauben die Menschen vieles auch nicht mehr. Dazu kommen die ganzen Panik-Meldungen der letzten Jahrzehnte die nicht eingetroffen werden, gleichzeitig wird aber eben alles andere unter "Klimawandel" eingeordnet, egal ob mal mehr oder mal weniger Niederschlag oder mehr oder weniger Schnee im Winter etc. Alles ist mittlerweile Klimawandel. Aber die ganz konkrete Umweltzerstörung der Konzerne geht weiter...
Oder nimm "Biosprit"... das ist so krank das es nur noch abartig ist. Gigantische Flächen werden diesem Hype geopfert und alles unter dem Label "CO2-Bilanz". Perverser gehts nicht. Und auf diese perverse Art läuft vieles was oberflächlich grün angestrichen wird.