@simi nicht mehr in tagträume zu verfallen beendet nicht die schwierigkeit aus sich herauszukommen
Ausserdem ist es garnicht negativ in tagträume zu flüchten, siehe jd von scrubs, das macht auch unglaublich sympathisch, naja für einen selbst mit saturn in 12 ist es das nicht so
Die Figur des JD aus Scrubs stellt einen Krebs dar, Chia- mit dem 12. Haus hat diese Art von Tagträumen nichts zu tun. Das kannst du schon daran sehen, dass er sie nicht versteckt, er tagträumt ganz offen.
Und natürlich ist es negativ, sich in Tagträume zu
flüchten, weil Flucht die Angst, im Körper gefangen zu sein, nicht auflöst, sondern vergrössert.
Wer sagt denn eigentlich, dass du aus dir herauskommen musst, Chia? Jemand im Sonne, Venus oder Jupiter in 12 muss das nicht, ein solcher Mensch kennt diesen Zwang nicht. Er kommt aus sich heraus, wenn er es für angebracht hält. Er kann, aber er muss nicht. Leute mit Mars, Saturn, Uranus und Pluto in 12, die meinen, sie müssen- und können nicht. Und dann fühlen sie sich in ihrem Nicht-können beobachtet.
@simi was mir noch eingefallen ist zu dem angeschaut werden.
also es geht ja um die blicke an sich, und man interpretiert manchmal zu viel in diese blicke hinein.
Ja. Es ist aber keine Interpretation, sondern mehr so eine Art von telepathischem Gefühl. Man hört/fühlt, was andere über einen denken. Und nicht nur, wenn sie einen direkt anschauen, sondern auch noch später, wenn man allein zu Hause ist. All das ist Einbildung! Das zu erkennen, ist Punkt eins. Es spielt sich alles nur im eigenen Kopf ab.
ChiaDharma schrieb:
so entsteht glaube ich auch der wunsch des 12. haus typus die gedanken der anderen lesen zu können. keine ahnung man denkt halt in seiner phantasie zu viel darüber nach was andere über einen denken könnten. Die Lösung besteht darin, mit den heimlichkeiten aufzuhören. Seit dem ich nicht mehr so verschlossen bin, redet auch niemand mehr über mich. natürlich reden die leute noch und fragen sich was mit einen los ist oder so, aber die kommen dann auch auf dich zu. vorher jedoch ist keiner auf mich zugekommen, die anderen sind dann halt auch auf abstand wenn man sich so verschlossen und komisch zeigt.
Das ist alles theoretisches Gelaber, Chia- keine wirkliche Selbstbeobachtung. Auf mich zugekommen sind die Leute doch gerade dann, wenn ich weggeträumt war! "Ist was? Hast du was? Träum' nicht!" Ich hatte immer das Gefühl, ich dürfe nicht tagträumen- und immer habe ich den Leuten die Schuld dafür gegeben, weil sie waren es ja, die mich nicht ließen! Das machst du auch- du gibst den Leuten die Schuld:
aber das beispiel verdeutlicht schon sehr gut wie welten dazwischen liegen, einerseits überschüchtern, andererseits überhaupt nicht mehr. also die entwicklung.
Aber ich muss ehrlich sagen das ich mich mehr leiden kann wenn ich schüchtern bin, wenn ich extrovertiert bin, ist mit das unangenehm, deswegen bin ich lieber schüchtern. denn als kind und vor einigen jahren war ich total naiv, hab mit fremden geredet wie mit meinen freunden, ich hab einfach keine feinde gesehen, ich mochte einfach jeden menschen. tja aber dann hatte ich das gefühl die leute würden mich auslachen, weil ich so offen war, deswegen hat es sich ins gegenteil gekippt, und jetzt bin ich zu jedem, ob freund oder feind, distanziert. Ich habe das gefühl die gesellschaft wollte mir meine offenheit und naivität austreiben, und das haben die auch erfolgreich geschafft. tja und jetzt aufeinmal sagen mir leute das ich mal lockerer sein sollte, HALLO GEHTS NOCH???!!!!
Wer hat mich denn erst zu dieser person gemacht die ich jetzt bin?!
Heuchlerei bis zum geht nicht mehr. ich habe aber angst das mich das verbittert macht )-:
Du dich selbst, Chia! Nicht die Leute sind schuld, die Verantwortung liegt bei dir!
Du kannst mir nicht erzählen, dass du als Kind offen warst- das warst du ganz sicher nicht. Das ist doch nur eine Behauptung, in Wirklichkeit hast du doch kaum Kindheitserinnerungen, das hast du doch in einem anderen thread deutlich gesagt.
Das hier ist schon besser:
ohja früher wollte ich immer unsichtbar sein weil ich ja nicht aus mir herausgekommen bin und nicht wusste was die anderen so von mir denken, und dann hätte ich das so in erfahrung bringen können
Das habe ich nämlich nicht gemeint, als ich vom unsichtbar sein wollen sprach. Der 12. Haus Typus wäre am liebsten unsichtbar, damit keiner mitkriegt, dass er träumt.
Viel interessanter ist,
warum du wissen willst, was andere über dich reden, wenn du nicht dabei bist. Wie jeder Mensch gehst du von dir aus, Chia- DU redest über andere, wenn sie nicht dabei sind, das nennt man auch Lästern. Und weil du das tust, gehst du automatisch davon aus, dass alle das tun. Ich zB hatte damals eine Freundin, Waage-Sonne mit Venus und Mars in 12, ich Jupiter und Saturn in 12. Unser liebstes Hobby war es, irgendwo abseits zu sitzen, Leute zu beobachten und über sie zu lästern. Wir waren die reinsten Lästerschwestern! "Guck' mal den da, achte auf die Schuhe! Jau ey, und seine Haare erst! *prust, gröhl*." So ging das den ganzen Tag. Wen wundert es da, dass ich voll die Paranoia hatte, wenn ich in der Stadt an einer Gruppe lachender Jugendlicher vorbeiging? Die lachten über mich, da war ich mir völlig sicher! Ich hörte/fühlte es doch genau!
Das war nichts anderes als die Projektion der eigenen Schäbigkeit auf andere- das ist Punkt zwei, den es zu erkennen gilt.
Punkt drei sind die 12. Haus Phantasiegeschichten, die man als wirklich erlebt erzählt, weil man ja kaum etwas anderes zu erzählen hat. Wer ständig nur tagträumt, erlebt ja nix Reales- was soll er sonst erzählen? Blöd ist nur, dass andere das merken- sie können es zwar nicht beweisen, machen sich aber trotzdem darüber lustig, dh sie lästern und lachen aus gutem Grund über einen.
All das beobachte mal an dir selbst, Chia. Die Tagträume verschwinden, je mehr die Selbstbeobachtung zunimmt, dann hast du auch etwas Reales zu erzählen. Und wenn du etwas Reales erzählst, bist du bereits offen- die Schwierigkeit, aus sich herauszukommen, besteht dann gar nicht mehr.