begrifflich-kommunikative Findung unwissenschaftliches religiösen Anhängens an "Wissenschaft"

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"Der protestierende Szientismus weiß nicht schon genug und gewiss nicht zu viel über Klimawandel und Umweltkrise. Jedenfalls zu wenig aber weiß er über die Komplexitäten im Geflecht von Wissenschaften, pluralistischer Gesellschaft und demokratischer Politik."
Strohschneider, Peter. Wahrheiten und Mehrheiten: Kritik des autoritären Szientismus

Natürlich. Sonst bräuchte es keine Ambiguitätstoleranz, um mit dem Thema gleichzeitig breit, tief und differenziert umgehen zu können. Z.B. dass man mit "ganz oder gar nicht"-Lösungen nicht weiter kommt, ist den meisten Menschenbewusst, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Niemand ernst zu nehmendes fordert die gefürchtete deindustrialisierte vegane Ökodiktatur, die Klimaschutzgegner an die Wand malen, und die sie "den Grünen" gerne als Forderung in den Mund legen.


Verständigung ist gut. Dann mach mal verständlich, was Du meinst.

So kommt es gelegentlich zur Findung kommunikativer Begrifflichkeit in ihrem Kontext im Unterschied zu autoritaerer Wortverwendung als universelle.

Zum Beispiel?

Wenn also die Zahl religioes/politische Führung hat: Gute Nacht Lebensgeister.

Hä?
 
Ein solches religioese Anhaengen zeigt sich u.A, in einfacher Beantwortung (mehr Hoerigkeit auf Wissenschaft) auf komplexe politische und lebensweltliche Fragen.
 
Ein solches religioese Anhaengen zeigt sich u.A, in einfacher Beantwortung (mehr Hoerigkeit auf Wissenschaft) auf komplexe politische und lebensweltliche Fragen.

Zum Beispiel?

Da ist das Thema Klimawandel ja immernoch ein sehr gutes Beispiel.

Richtig ist, dass die Lage äußerst komplex ist, und wir eben nicht einfach mit einem kompletten sofortigen Stopp der Industtie etc. es lösen können. Niemand ernst zu nrhmrndes fordert die deindustriealusierte vegane Ökodiktatur.

Richtig ist und bleibt aber auch: Wenn wir zu langsam sind mit einem Umstieg auf klimafreundliche Technologie, wird der Klimawandel stark zuschlagen und das Leben hier für unsere Nachkommen unbequem machen. Auch DAS ist lebensweltlich.

Mit Ambiguitätstoleranz müssen wir da nun einen Weg finden, der sowohl den Klimaeandel brauchbar einschränkt als auch anderweitig nicht größeren Schaden anrichtet.

DAs ist denke ich fast jedem bewusst, der auch die Ambivalenz der Lage kennt.
 

Der Gitarist von Queen Brian May ist nicht nur Musiker, sondern auch mittlerweile promovierter Astrophysiker. Nun hat er auch ein künstlerisches Buch mit Galaxie-Bildern mit-herausgegeben. Hier spricht er über kurz über das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft in seinem Leben.
Reiligiöses Anhängen an Wissenschaft?
 
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Drei berechnete Bilder aus dem mathematischen Feld der Fraktalen Geometrie.

Ich persönlich finde u.a. diese Bilder äußerst ästhetisch, und es macht mir Spaß sowas zu programmieren und zu generieren.

Aber das ist nicht der einzige Anwendungszweck dieser Mathematik. Die übergeordnete Chaos-Theorie in der Mathematik behandelt vielfältige verschiedenartige Prozesse; z.B. das Wetter oder Aktienkurse.

Religiöses Anhängen an Wissenschaft?
 
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Drei berechnete Bilder aus dem mathematischen Feld der Fraktalen Geometrie.
Ich finde vor Allem das Mittlere wunderschön. Fraktale sind klasse 😀
Ich persönlich finde u.a. diese Bilder äußerst ästhetisch, und es macht mir Spaß sowas zu programmieren und zu generieren.
👍
Aber das ist nicht der einzige Anwendungszweck dieser Mathematik. Die übergeordnete Chaos-Theorie in der Mathematik behandelt vielfältige verschiedenartige Prozesse; z.B. das Wetter oder Aktienkurse.
Wow, das wusste ich nicht.. 😊
 
Ich finde vor Allem das Mittlere wunderschön. Fraktale sind klasse 😀

👍

Finde ich auch.

Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren war das Thema ziemlich en vogue in der Mathematik. Es gab damals auch eine Wanderausstellung mit Fraktalbildern, die von zwei Seiten Kritik bekam. Da gab es Leute, die bemängelten: "Das ist keine Mathematik, das ist Kunst.", und andere, die schimpften: "Das ist keine Kunst, das ist Mathematik." Ich denke: Warum muss es entweder das eine oder das andere strickt getrennt sein?

Wow, das wusste ich nicht.. 😊

Das ist in der angewandten Mathematik ein zwiemlich weites Feld: Chaostheorie, Komplexitätstheorie, Katastrophentheorie ...
Und behandelt werden darin sog. dynamische Systeme, die in unserer Welt und unserem Alltag sehr vielfältig vertreten sind. Ein Merkmal solche dynamischen Systeme im Chaos ist, dass winzig kleine Änderungen in Anfangsbedingungen das Endergebnis drastisch beeinflussen können - der sog. Schmetterlingseffekt. Man könnte jetzt daher gehen uns sagen, das Fazit wäre: "Alles unberechenbar!", aber das ist nicht ganz richtig. Die Theorie umschreibt dann, was unberechenbar ist, und was man dann doch noch berechnen und draus schließen kann... was alsotrotz Chaos berechenbar bleibt (und auch das ist so einiges).

Beispiel, das Wetter. Unser Wetter-System ist so stark im Chaos, dass Vorhersagen länger als einige Tage äußerst unsicher bis fragwürdig werden. Gelegentlich gibt es aber Wetterlagen, deren Vorhersage nicht so empfindlich auf Änderungen der Startbedingungen reagiert. Da werden dann Vorhersagen über zwei bis drei Wochen durchaus möglich, auch bei wechselhaftem Wetter.

Anderes Beispiel: Unser Sonnensystem. Wenn man die Gravitationswechselwirkung von einem System von mehr als zwei Körpern betrachtet, kommt man ziemlich automatisch ins mathematische Chaos und auf Zeitskalen über Jahrmillionen unberechenbar (für kurze Zeitskalen von Jahrzehnten ist es noch sehr gut berechenbar, falls jemand hier nachhakt). Unser Sonnensystem scheint aber ziemlich stabil zu sein. Woran liegt das? Hat das Sonnensystem eine sog. Insel der Ordnung im Chaos eingenommen? Mit solchen Fragestellungen beschäftigte sich beispielsweise u.a. auch der Wissenschaftsjournalist und -Kommunikator Florian Freitstetter während seiner Zeit, als er noch selbst in der Forschung aktiv war.
 
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