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zweitältestes Gewerbe ;-)

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von °²²°, 27. Mai 2006.

  1. °²²°

    °²²° Mitglied

    Registriert seit:
    27. Mai 2006
    Beiträge:
    366
    Ort:
    im Auto
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    hallo
    wie man sehen kann bin ich neu hier, und hab gleich mal ne Frage, die mir hier herinnen vielleicht beantwortet werden kann.

    ist für die Ausübung astrologischer Beratungstätigkeit in Österreich eigentlich die Anmeldung eines Gewerbes Pflicht oder nicht? ich habe teilweise widersprüchliche und vermutlich auch veraltete Infos gefunden.
    ausserdem, wer kann u.U. Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland in rechtlicher Hinsicht skizzieren, was die Ausübung von Astrologie im Zusammenhang mit Beratung angeht?

    falls jemand Links kennt oder sonstwas sagen kann, vielen Dank schon mal.
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
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    hallo 22!

    es gibt die möglichkeit, in österreich als astrologe mit gewerbeschein zu arbeiten - bei der wirtschaftskammer in wien sind die astrologen inzwischen als eigene gruppe vertreten, hier in der steiermark sitzen wir mit den energetikern im gleichen boot. das gewerbe lautet auf "erstellung und deutung von horoskopen", ist ein freies anmeldegewerbe, für das keinerlei befähigungsnachweis erbracht werden muss, eine beratungstätigkeit ist nicht erlaubt, dafür braucht es wiederum eine spezielle befähigung, etwa den "sozial- und lebensberater" mit nachweis entsprechender ausbildung.

    die überwiegende mehrzahl der astrologen in österreich arbeitet ohne gewerbeschein und schert sich wenig darum, an welcher grenze deutung in beratung übergeht ... das ist eine grauzone. an das finanzamt abliefern müssen die mit und die ohne gewerbeschein, wobei die mit gewerbeschein auch gewerbesteuer und ein paar nebenabgaben zu entrichten haben und der sozialversicherungspflicht unterliegen (was manche als vorteil und manche als nachteil betrachten). grundsätzlich ist jede regelmäßige und mit erwerbsabsicht verbundene tätigkeit als gewerbliche zu betrachten, und die gewerbliche anmeldung ist pflicht ... mit ein paar ausnahmen: schriftstellerisch-künstlerische tätigkeit etwa oder auch unterricht. letzteres ist dann oft ein vehikel für "gewerbefreie" astrologen.

    du darfst also...
    • ohne gewerbeschein unterricht in astrologie erteilen (einzel- oder gruppenunterricht, ganz egal... sogar unterricht in astrologischer beratung...)
    • mit gewerbeschein nur horoskope ausarbeiten und deuten, nicht aber beraten (wohl aber darfst du unterrichten, auch in beratung, auch einzeln... *g*). wobei es sehr unterschiedliche wege geben kann, in welcher weise eine astrologische deutung erarbeitet wird...
    • astrologisch beraten nur dann, wenn du eine entsprechende therapeutische befugnis aufweist und den entsprechenden gewerbeschein besitzt oder psychotherapeut bist.
    zu deutschland kann ich dir nichts sagen.

    alles liebe,
    jake
     
  3. °²²°

    °²²° Mitglied

    Registriert seit:
    27. Mai 2006
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    366
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    im Auto
    hallo
    ja super, vielen Dank für diesen Überblick, das ist tatsächlich viel umfassender und detaillierter als die Sachen die ich gefunden habe.
    daß der Gesetzgeber einen Unterschied zwischen Deutung und Beratung macht finde ich sehr interessant, auch die Regelung mit der SV-Pflicht ist sehr aufschlußreich.

    wenn meine Infos stimmen, muss man in Deutschland nämlich auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden, aber der Passus der Regelmäßigkeit und Gewinnerzielungsabsicht ist auch dort vermutlich das maßgebliche Kriterium.
     
  4. Tintenfisch

    Tintenfisch Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    775
    Hallo,

    genau, wenn du es regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht ausführst, ist es ein Gewerbe. Die wichtige Frage, um die sich die Leute hier streiten, jedenfalls wenn man damit richtig Geld verdient ist, ob astrologische Berater (die Unterscheidung wie in Ö gibts hier nicht) zu den freien Berufen gehören oder Gewerbetreibende sind. Im letzteren Fall wird nämlich noch Gewerbesteuer fällig, wenn der Gewinn eine best. Grenze überschreitet. Hab grad nicht die Zahlen im Kopf. alerdings verdienen nur die Wenigsten Astrologen soviel. Aber auf die Umsatzsteuergrenze muss man auch noch achten, die ist niedriger. Für Hobbyastros aber auch nicht leicht, soviele Beratungen zu haben, dass die überschritten wird. Befähigungsnachweise braucht man hier auch nicht, es gibt aber vom DAV eine Prüfng, die man als Standard nehmen kann. Sieh mal auf den Seiten des dav nach, da hats sogar noch ein Merkblatt der "Blätter zur Berufskunde", Astrologie ist hier mittlerweile bei der Arbeitsverwaltung als ordentlicher Beruf anerkannt :D
    Gruß
     
  5. °²²°

    °²²° Mitglied

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    ja wenn dann die Arbeitsverwaltung auch noch die Umschulung zum staatlich geprüften Astrologen finanzieren würde, wär das ja noch ein Ding...

    die Site der DAV ist ganz lustig, die Prüfungsordnung gereicht ja einem ordentlichen Abschluss zur Ehre.. auch wenn das keiner braucht haben sie dadurch vermutlich der Seriosität der Astrologie alle Ehre getan.

    wahrscheinlich ohnehin relativ egal, die meisten haben ja einen Durchschnittslohn von €2,50 pro Stunde, wenn überhaupt, da ist die Argumentation Liebhaberei gegenüber dem Finanzamt auch nicht wirklich schwer, ist natürlich prinzipiell kein Fehler, in etwa zu wissen, auf welchen rechtlichen Pfaden man da geht...
     
  6. Tintenfisch

    Tintenfisch Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    afaik tut sie das nicht. Aber der DAV spielt ja gerne Lobby, vielleicht schaffen sies ja irgendwann mal. Die Preise für Ausbildungen sind ja ziemlich gesalzen und die Prüfungskosten beim DAV habens ja nochmal in sich.

    Da sind sie auch sehr hinterher. Obwohl ich deren Gebaren mit gemischten Gefühlen sehe. Die astrologische Richtung, die sie vertreten ist m.E. ja in Ordnung, aber so als Lobby aufzutreten und als seien sie der einzige Verein, diese Monopolisierung passt mir nicht so. Da sind mir konkurrierende VEreinigungen wie in Ö oder Ch schon lieber. Aauch wenn der Grund für die Konkurrenz zerstrittenheit ist, jedenfalls in Ö (glaub ich jedenfalls).

    Obwohl, wenn man Verluste macht, kann man die mit anderen Einkünften verrechnen, die meisten Astrologen machen das ja nebenberuflich. Die Kosten für Ausbiildung, Weiterbildung, Bücher, Proggis etc. hat man ja. Warum dann nicht die Steuer aus dem Hauptberuf mit den Verlusten aus freiber./gewerblicher astrologischer Tätigkeit damit mindern? :D

    Wenn man zu lange damit Verluste macht, kanns schwierig werden und in der Tat wieder Liebhaberei draus werden. Dann kann man die Kosten nicht merh absetzen. Da hilft dann nur ein Umzug in einen anderen Finanzamtsbezirk.
    Wobei fraglich ist, ob überhaupt irgendein Astr über die Bagattellgrenze von 500€ pro Jahr an Einnahmen herankommt...
     
  7. °²²°

    °²²° Mitglied

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    ich halte es tendenziell für wahrscheinlich, dass wir in unserer Lebenszeit noch erleben werden, dass die Astrologie bzw. die Tätigkeit als Astrologe in jeder Hinsicht anderen Berufen gleichgestellt wird (noch sind wir ja auf dem Weg dazu und es sieht ja schon ganz gut aus... lustigerweise geht das ja ziemlich in zeitlicher Konkurdanz -- schreibt man das so ;-) ? mit der Anerkennung der Prostitution als normaler Beruf... nicht zuletzt deshalb hab ich auch den Topictitel so gewählt, als kleiner Spaß)
    ich bin Institutionen gegenüber auch ziemlich skeptisch, vor allem Monopolstellungen, aber irgendwer musste die Arbeit ja machen, die Astrologie aus ihrem doch tlw. traurigen 20.Jahrhundert herauszuführen, daß wir in den Finanzämtern angekommen sind, war ja vor zwanzig Jahren fast noch undenkbar so weit ich weiß.
    Umschulen werden sie sicher erst in vielen Jahren, das Thema Astrologie ist den Ämtern sicher noch zu obskur.... aber seitdem zumindest in Deutschland Freiberufler in die Gruppe der HartzIV - Berechtigten zählen, ist durchaus denkbar, dass auch gewerbliche Astrologen in absehbarer Zeit diese Sicherung beanspruchen können.
     

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