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wer hat erfahrung mit der pflege alter, alzheimerkranker menschen

Dieses Thema im Forum "Österreich" wurde erstellt von evy52, 20. September 2004.

  1. evy52

    evy52 Guest

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    meine großmutter ist seit april diesen jahres bei mir in pflege und sie macht mir es mir nicht gerade leicht, denn sie ist total verwirrt, zeitweise ziemlich aggressiv und manchmal direkt bösartig. sie treibt mich in den wahnsinn, obwohl ich diese frau einmal sehr geliebt habe, sie hat mich großgezogen und ich hatte bei ihr ein wunderschönes leben, das ich aber nicht imstande bin, ihr so zurückzugeben. Wer kann mir erfahrungswerte weitergeben oder auch einfach nur mal mit mir darüber meinungen austauschen. Ich freue mich über jede ablenkung und bin für jede reaktion von eurer seite dankbar :danke:
    grüße an euch alle
     
  2. Kamalaraji

    Kamalaraji Guest

    Liebe Eveline,
    meine Großmutter (sie verstarb 2000) litt auch an dieser Krankheit und meine Mutter hat sie 3 Jahre bei sich zu Hause betreut bis sie zuhause verstarb. Auch sie war von Zeit zu Zeit ungenießbar bis bösartig und es hat meine Mutter, als auch die ganze Familie viel Kraft gekostet und streckenweise gespalten. Meine Großmutter stieß sich manchmal am Bett und hat dann behauptet, wir schlügen sie.....sie war oft hinterhältig und hetzte meinen Großvater gegen uns alle auf. Auch auf meine Kinder (ihre Urenkel) war sie eifersüchtig. Wir haben das alles nur schwer ertragen können. Aber wir haben uns immer vor Augen gehalten, daß sie ja nichts dafür kann. Mal war sie wieder sehr klar und dann hatte sie ihre gewohnte liebenswerte Art, aber das war eher die Ausnahme. Sie machte auch meinem Großvater das Leben zur Hölle und schikanierte ihn. Aber meine Mutter hat es bis zum Schluß durchgehalten und sie ist heute froh darüber. Man kann niemand raten, was er tun soll - aber eines laß mich Dir sagen: Diese Krankheit ist tückig und Du brauchst jede Menge Kraft und bedingungslose Liebe, um Deine Großmutter in ihren letzten Jahren/Monaten/Wochen zu begleiten. Gehe in Dich und höre auf Dein Gefühl. Und wenn Du ein Fünkchen Zweifel hast und Dir das alles zuviel ist, dann sei ehrlich und hole Dir Hilfe. Es ist gut, dankbar zu sein dafür daß Deine Großmutter Dich aufzog, aber niemand kann von Dir verlangen, diese Bürde auf Dich zu nehmen. Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben. Schreib mir ruhig eine PN, wenn der Schuh drückt......Licht & Liebe, Kama
     
  3. evy52

    evy52 Guest

    hallo, liebe(r) kama,
    danke für deine worte, es ist bei mir das gleiche, auch meine oma fällt manchmal hin, neulich hatte sie eine platzwund am kopf und hat im krankenhaus erzählt, sie würde mißhandelt. Die ärzte haben das sogar im befund festgehalten und ich hätte bald die größten schwierigkeiten bekommen, wenn mein hausarzt nicht so gut die umstände und verhältnisse kennen würde. Aber dennoch, ein makel bleibt und ich lebe nur noch in angst, dass sie wieder stürzen könnte, ich komm schon gar nicht mehr zum schlafen, weil ich bei jedem geräusch zu ihr lauf. Sie bleibt ja nicht liegen und nicht sitzen, denn obwohl sie gar nicht mehr gut gehen kann, will sie ständig nur herumlaufen, sie hat einen richtigen bewegungszwang, auch beruhigungsmittel helfen nicht, ie bewirken bei ihr nur das gegenteil, da wird sie nur noch aggressiver. Dazu kommt noch, dass sie ein riesiges karzinom am bein hat, das täglich von den mobilen krankenschwestern verbunden werden muss, jedoch oma reisst sich das mit so einer aggressivität ab, dass es dann fürchterlich blutet und dieses abgestorbene gewebe stinkt auch noch ganz schrecklich
    iund kein arzt will mehr etwas tun, das bein müsste amputiert werden aber sie würde die operation vermutlich gar nicht überleben. Bisher hat oma sowieso jede behandlung und jeden eingriff abgelehnt. Ich hab natürlich auch schon überlegt, ob sie in einem pflegeheim nicht besser aufgehoben wäre, aber irgendwie bringe ich nicht fertig sie wegzugeben, ich möchte ihr die letzte zeit noch ein wenig verschönern (so gut es geht), sie ist 95 und sie war ja eine gute oma, das vergess ich ihr halt auch nicht und was kann sie dafür, dass sie so lange leben muss und sie so krank ist. Morgen fahren wir wieder ins krankenhaus zur befundbesprechung (man hat letzte woche eine gewebeprobe entnommen um zu sehen, ob der knochen schon angegriffen ist). Ich werde dir gerne berichten, wenn es dir recht ist.
    Wünsch dir noch einen schönen abend und danke fürs zuhören :kiss3:
     
  4. Nicie2

    Nicie2 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2004
    Beiträge:
    5
    Ort:
    St. Pölten
    Liebe Eveline!

    Ich arbeite als Ergotherapeutin in einem Pflegeheim und habe deshalb auch Erfahrung mit der Pflege von Alzheimerpatienten gemacht. Ich weiß, dass es etwas anderes ist, wenn man beruflich mit solchen Patienten zu tun hat. Ich kann dir nur raten, die Aggressionen und die Bösartigkeiten nicht persönlich zu nehmen - auch wenn das manchmal richtig schwer ist. Du kannst nur dann wirklich für sie da sein, wenn es dir selber gut geht. Schau auf dich, du brauchst viel Kraft. Um mit der Verwirrtheit deiner Großmutter vielleicht ein bisschen besser zurecht zu kommen, kann ich dir empfehlen, das Buch "Validation" von Naomi Feil zu lesen.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Liebe!
     
  5. evy52

    evy52 Guest

    liebe nicie2,
    danke für deine anteilnahme, ich hab von dem buch schon gehört und werde es mir besorgen.
    Es ist aber nicht die aggression meiner großmutter, die mir zu schaffen macht, sondern die reaktionen der umwelt, wie zum beispiel einer ärztin im krankenhaus, die mich bereits zu einer gewalttäterin abgestempelt hat, als meine oma dort eingeliefert wurde, hat sie denen erzählt, ich würde sie schlagen und diese ärztin, die gerade ihr studium abgeschlossen hat und dort praktiziert, hat dies im befund angegeben, ohne sich vorher mit mir zu setzen und mir mir zu sprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese jumge dame eine ahnung vom wirklichen leben hat. Wenn das alles ist, was sie gelernt hat, dann tut sie mir leid, denn gerade als fachkraft müsste sie ja sehen, dass die alte frau verwirrt ist und sie kann nicht einfach haltlose beschuldigungen aussprechen. Ich bin aus allen wolken gefallen als ich das lesen musste, du kannst dir vorstellen, wie ich mich fühle? Ich habe es sehr schwer mit meiner oma, bin 24 stunden für sie da, ich muss nachts oft aufstehen, weil sie immer herumläuft und ich angst habe, dass sie stürzt und sich die verbände abreisst (das macht sie leidenschaftlich gern), sie hat ein riesiges Basaliom am unterschenkel und das muss täglich verbunden werden, weil es massiv blutet und ekelhaft riecht. In der früh so ab 4 uhr bin ich schon auf den beinen, da steht sie oft in einer urinlacke und blutlacke und ich weiss nicht, soll ich zuerst putzen oder verbinden. Normalerweise kommt das hilfswerk zu verbinden aber wenn das um 4 oder 5 uhr morgens passiert, kann ich nicht bis 11 uhr warten bis die kommen, da muß ich das halt selbst besorgen. Nicht genug die nervlichen und seelischen anspannungen, die ich durchzumachen habe, jetzt lebe ich nur noch in panik. was ist, wenn die oma einmal stürzt und sich massiv verletzt? Muss ich mich dann auch noch zu einer kriminellen abstempeln lassen? womoglich komme ich dann auch noch vor gericht und werde wegen misshandlung (so hat diese ärztin das in dem befund formuliert: ...wird von pflegeperson mißhandelt!) auch noch verurteilt?
    Ich finde das so gemein, denn ich habe vier kinder großgezogen, habe jetzt sieben enkelkinder und ich habe nie gewalt gebraucht. Ich bin kein gewalttäter und schon gar nicht gegen wehrlose, alte leute. Vor allem, die oma hat mich großgezogen und cih will ihr nur das zurückgeben, was ich einst von ihr bekommen habe.
    Liebe grüße - evelin :danke:
     
  6. Augen

    Augen Guest

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    ganz ehrlich, das trifft auf viele Menschen zu. ich würde da gar nicht so viel Unterschied machen. Denn aus welchem Grund du entnervt bist, also, aus welchem Grund ich entnervt bin, ist ja nur sekundär.
    Sagt Dir das was?
     
  7. Judit

    Judit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2004
    Beiträge:
    2
    Hallo liebe Eveline,

    Ich habe dein bief hier gelesen, und weil ich schon ziemlich lange bei alten pflege arbeite, vollte ich meine gedanken dazu fügen.
    Was du beschreibs ist nicht leicht zu ertragen. Aber gegen diese andeutung kannst du dich wehren, der hausarzt kennt euch denke ich sehr lange, da kannst du es eusern, und hilfe bitten, das er ewentuelle kontakte mit diese Arztin aufnehmen und die sache aufklärt. Oder du selbst werschus deine enteusungen in seite legen und mit diese Ärztin sprecen.Nur mut, du bist es wert!! Es ist ins Heime auch nicht sehr anders, weil da kann die schwestern nicht so viel Zeit leisten können-dürfen, und da wird die leute "lam" gestelt.Wenn du Pflege selbst leistes es ist Ehrenhaft...und Hut ab.Diese agression bei die dementen leute, ist versteckte agression von früher, was die mänschen damals nicht ausgelebt haben, Die sele will nicht jede "müll" mit schleppen nach drüben.. und so gibt es treppenstufen mäßig ab. Da können wir nur mit sehr starke liebe und jeder menge geduld und verstendnisch umgehen.Es gibt immer wieder in Krankenhauser, "info abenden, Kurse, Hilfe für pflegede angehörrigen. Was aber sehr wichtig ist ,sich selbst nicht zu vergessen, wenn es irgendwie möglich ist zeit nehmen zu entspannen. Sonnst brichst du irgendwann zusammen. Wünsche ich dir sehr fiel kraft ! Judit
     
  8. Nicie2

    Nicie2 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2004
    Beiträge:
    5
    Ort:
    St. Pölten
    Liebe Eveline!

    Wehr dich gegen diese Anschuldigungen. Mit den Ärzten ist das wirklich oft ein Problem. Verwirrtheit, Demenz oder Alzheimer sind einfach keine Krankheiten, die offensichtlich sind. Ein gebrochenes Bein kann mittels Röntgen diagnostiziert werden und als Therapie gibt es einen Gips und nach ein paar Wochen ist alles wieder in Ordnung. Damit können die "frischen" Ärzte meist viel besser umgehen, als mit einer Krankheit, die man gar nicht wirklich sieht. Trotzdem musst du dir diese Anschludigen nicht gefallen lassen. Vielleicht ist es wirklich eine gute Lösung, mit dem Hausarzt zu sprechen. Sonst gibt es auch noch die Möglichkeiten, einen Patientenanwalt aufzusuchen.
    Auch wenn deine Oma dich großgezogen hat, bist du ihr nichts "schuldig"!!! Du darfst nicht über deine eigenen Grenzen gehen. Sie hat sich damals, aus welchen Gründen auch immer, um dich gekümmert. Das hat sie aber sicher nicht aus der Motivation heraus getan, dass sie es irgendwann wieder zurück bekommt! Du kannst nur dann wirklich für sie da sein, wenn es dir selbst gut geht. Wenn du sie nicht in ein Heim geben möchtest, dann überleg dir vielleicht, ob du sie nicht für 2 Wochen als Urlaubsgast irgendwo anmeldest. Du weißt in diesen 2 Wochen, dass sie gut versorgt ist und kannst dir wieder einmal Zeit für dich nehmen, den notwendigen Abstand gewinnen und dann mit neuer Kraft und Energie wieder für sie da sein!

    Alles Liebe, Tina
     
  9. evy52

    evy52 Guest


    liebe ,,augen",
    leider habe ich nicht verstanden, wie du das gemeint hast, vielleicht kannst du es mir bei gelegenheit erklären, trotzdem, ich bin für jede reaktion auf meine berichte dankbar, das ist für mich ein ausgleich.
    Liebe grüße -evelin :kiss3:
     
  10. evy52

    evy52 Guest

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    Danke, liebe Tina und allen, die sich mit mir über dieses thema unterhalten. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es auf mein schreiben so viele reaktionen gibt, das hilft mir sehr und bringt mich wieder ein wenig auf den boden zurück. Ich muss mir ja jede minute stehlen, die mit euch hier im chat verbringen kann. Aber das ist mir wichtig, überhaupt jetzt, nachdem die anteilnahme von euch erfahren habe.
    vielen dank - evelin
     
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