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Was haltet ihr von Mohammed?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Marku, 12. April 2012.

  1. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

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    3. April 2012
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    Hi Leute!

    Ich bin ja christlich erzogen worden(katholisch), stehe aber mittlerweile ausserhalb jeden Glaubens. Bin zum Spiritualisten geworden, glaube aber dass man in jeder Glaubensrichtung, gute und sehr weise Dinge finden kann.
    Was mich beschäftigt, ich setze mich auch mit dem Islam ernsthaft aussernander, weil eben auch dort bestimmt weise Dinge stehn. Fernab des Fundalismus wie wir ihn hier im Westen von den Medien präsentiert bekommen.
    Mohammed gilt ja als Prophet und damit eigentlich auf einer Stufe mit Buddah und Jesus und eben anderen Religionsstiftern zu sehen.
    Ich lese immer wieder gute Dinge über Mohammed, aber eben auch, dass er selbst Kriege geführt und zum Teil auch befürwortet hat. Genau so, die Art und Weise wie er mit Frauen umgegangen sein soll, stimmt mich nicht so fröhlich. Angeblich waren das teilweise noch Kinder.
    Allerdings sind das oft Berichte die über Vorurteile nicht erhaben sind. Würde gerne wissen was ihr hier dazu sagen könnt.
    Ich hoffe ich verletze jetzt keinen Islamisten der das hier liest, aber ich würde mich wirklich freuen mehr über die historische Person Mohammed zu erfahren.

    Danke im vorraus für eure Beiträge
     
  2. 0bst

    0bst Guest

    In der Türkei ist der religiöse Unterricht nur den Personen erlaubt, die eine staatliche Erlaubnis inklusive erweiterter Bildung haben.

    Fundamentalisten müssen sich in D oder sonstwo ein Forum suchen, wo es solche Auflagen nicht gibt, die Fundamentalisten können dort ihre Schüler so dumm halten wie sie möchten.

    Das hatte für mich in der Türkei zur Folge, daß der im Winter an einer Uni studierende Reiseleiter aus einem erweiterten Blickwinkel augenzwinkernd Gebote und Verbote seines Glaubens kommentieren konnte: "Schweinefleisch verdarb in der Wüstenhitze schneller, darum sollte man damals möglichst kein Schweinefleisch essen." Oder: "Es gab nicht viel Wasser zum Waschen, darum diente die linke Hand als Klopapier, die rechte Hand zum Essen." Oder "Die Aliviten beten nicht Mohammed an sondern seinen Bruder Ali". In der Geschichte kam auch ein weißes Pferd (statt einer weißen Taube im Christentum) vor, als Allahs Botschaften übermittelt wurden.

    Auf dem Bauernhof einer alivitischen Familie kamen mir die Leute dort eher gemäßigt vor, etwa so wie gelegentlich zur Kirche gehende Protestanten im Vergleich zu streng konservativen Katholiken oder strenggläubigen Moslems.

    Ob Jesus, Mohammed, Ali oder Bruno Gröning - die Anhänger von Personenkulten haben ein sehr eingeschränktes Weltbild und müssen es halten, damit ihr Glaube den dort geforderten Normen entspricht.
     
  3. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

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    @Giri

    Die meisten Dinge die du hier aufzählst habe ich auch schon von einigen gehört oder gelesen. Mich würde aber eben auch die historische Person Mohammeds interessieren. War er ein Erleuchteter, oder jemand der nur ab und zu Erleuchtung schmecken konnte. Dass weiß ich eben nicht. War er für totalen Frieden, oder hat er tatsächlich selbst Krieg geführt um seinen Glauben zu verbreiten?
     
  4. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

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    @Giri

    Und ganz wichtig, was würde er über den Dschihad denken. Ich bin mir sicher Jesus hätte jeden einzelnen Kreuzzug der Christen aufs schwerste verurteilt!
     
  5. 0bst

    0bst Guest

    Unglücklicherweise beruhen Ansichten zu längst verstorbenen Personen auf zumindest sehr unvollständigen und vielleicht sogar falschen Darstellungen der Person. Und selbst wenn die Darstellungen einigermaßen zutreffend wären, so ist der soziale Kontext nicht mehr gegeben, die Ansichten von damals konnten den jetzigen Zustand nicht berücksichtigen.

    Wenn es nur Fehden wegen ehemaliger oder vermuteter Taten und gar keine Gesetze gibt ist eine Sammlung von Taten, Geboten und Verboten eher wünschenswert als zu späteren Zeiten, wo man wegen anderer Gesellschaftssysteme, stark gestiegener Bevölkerungszahlen und höherem Reichtum an Nahrung nicht nur mehr differenzieren, sondern mehr und andere Gesetze befolgen muß.

    Auch wenn's wegen der Leere weh tut versuche ich ohne Leitbilder auszukommen. Man wird dann auch weniger enttäuscht: Wenn Herr Wulff sich einen Urlaub sponsern läßt tut es weniger weh als wenn Präsident Wulff zugreift. Und wenn lediglich ein Ahmed unter vielen nicht ganz recht hätte wäre es weniger bestürzend, als wenn ein Prophet und Vorbild hinterfragt werden muß.
     
  6. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

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    @Giri

    Geb ich dir recht, aber wenn ich die Grundbotschaft von Jesus und/oder Buddah nehme, gibt es keine Gewalt. Nur Frieden. Halte die rechte Wange hin, wenn dich jemand auf die linke schlägt. Liebe deine Feinde mehr als deine Freunde usw.! Jesus wurde angeblich auch verraten, weil er eben keinen kriegerischen Aufstand anführen wollte. Weil er gegen jegliche Gewalt war. Deswegen kam es nachweislich auch zu keinen größeren Auseinandersetzungen als er verhaftet wurde, obwohl hunderte nur auf seinen Aufruf dazu gewartet haben. Jedoch hat er sich nicht einmal mit Worten gegen seine Verurteilung und Hinrichtung gewehrt, er hat ihnen ja sogar angeblich noch am Kreuz sterbend verziehen.
    Ich behaupte nicht, dass Mohammed nicht so war, ich sage nur, dass man eben auch andere Dinge über ihn liest. Und das zum Teil auch von islamischen Quellen. Dann habe ich aber wieder Moslems kennengelernt die nicht nur vom Frieden gesprochen haben, sondern ihn auch beeindruckend gelebt haben. Und diese meinten, jeder Moslem der zu heiligen Krieg aufruft hat den Koran nicht verstanden.
    Verstehst du meine Verwirrung?
     
  7. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Also erst mal ein paar Korrekturen in der Formulierung. Ein Spiritualist ist jemand, der sich mit Geistersitzungen beschäftigt und ich denke, Du meinst wohl eher, dass Du Dich mit Deiner Spiritualität außerhalb einer Religionsgemeinschaft beschäftigst.

    Dann hoffe ich doch mal, dass Du gegenüber einem gläubigen Muslim nicht das Wort Islamist verwendest, denn das ist falsch. Ein Islamist benutzt die Religion des Islam zu politischen Auseinandersetzungen und im schlimmsten Fall für terroristische Aktivitäten, hat aber eigentlich mit der Religion Islam nichts zu tun. Einen Gläubigen dieser Religion nennt man Muslim und die weibliche Form Muslima.

    Mohammed lebte in einer Gesellschaft, die aus vielen Stämmen bestand, die oft im Klinsch miteinander waren und Blutrache war da so ziemlich das übliche Mittel. Frauen hatten gar keine Rechte, wenn sie verwitwet waren, war keiner da, der sie versorgte, sie mußten sich dann wohl prostituieren oder betteln gehen. Also ziemlich grausame Zustände. Dies versuchte Mohammed dann zu ändern, nur ging das auch nicht ohne Probleme ab, da sich dann einige Stämme auf den Schlips getreten fühlten, sie sahen sich in in ihrer Macht gefährdet. Mekka war damals schon ein Wallfahrtsort, doch in der Kaaba waren viele Götter, die man verehren und anbeten konnte. Und als Mohammed verlangte, dass es nur noch einen Gott geben darf, war das für die Mekkaner unmöglich, denn die Pilger brachten viel Geld. Mohammed mußte die Stadt verlassen. Und die Kriege, die er führte, war oft, weil er und seine Anhänger angegriffen wurden. Sein Ziel war aber, nicht gegen die vielen Stämme Krieg zu führen, sondern sie alle zu vereinen, was ihm dann wohl auch gelang.

    Nur eine Frau von Mohammed war Kind, als er sie heiratete und das war Aischa, seine Lieblingsfrau. Die Geschichte sagt aber, dass sie ihn auch sehr liebte, die Heirat muß nicht gegen ihren Willen geschehen sein. Sie hatte auch viel Einfluß. Die anderen Frauen heiratete er aus verschiedenen Gründen, diese Gründe legt er auch anderen Männern ans Herz, dass sie damit auch Frauen in Not helfen können, indem sie ihnen ein sicheres Leben geben. Und ein Mann darf auch nur unter der Bedingung vier Frauen heiraten, wenn er alle vier auch gleich behandeln kann ( er hatte zwar mehr als vier Frauen geheiratet, doch es waren unruhige Zeiten und da einige von ihnen Witwen waren, teilweise auch durch die Unruhen und Kriege von ihm verursacht, da plagten ihn eventuell Schuldgefühle ).

    Ich würde Dir aber lieber, wenn Du die tieferen Geheimnisse von Religionen suchst, Dir raten, Dich mit dem Sufismus auseinander zu setzen, denn das ist die Geheimlehre des Islam, wird auch von den normalen Theologen des Islam nicht so gerne gesehen. Denn der eigentliche Islam beschäftigt sich mehr mit dem Diesseits, wie ein Mensch hier leben soll, welche Regeln er befolgen soll, um ein guter, moralisch anständiger Mensch zu sein, da erfährst Du nicht viel Spirituelles.

    lg Siriuskind
     
  8. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Ich würde sagen, es gibt ja Einweihungen mit verschiedenen Graden, Mohammed hatte für seinen Zweck schon bestimmte Einweihungen erfahren, die er wohl erhielt, als er sich zurückzog und ihm der Engel Gabriel erschien.

    Das Wort Dschihad wird oft für den Glaubenskrieg benutzt. Dschihad heißt erst mal an sich nur Bemühung, Anstrengung und sollte darauf gehen, Deine Bemühungen auf dem Weg Gottes zu bezeichnen. Ist in erster Linie nicht der Krieg. Man soll natürlich seinen Glauben verteidigen können und zur Not auch mit Waffen. Aber wenn es anders geht, dann ist der friedliche Weg besser.

    Mohammed war nicht der absolute Friedensverfechter wie Jesus, aber wenn Du Dir die Propheten aus dem alten Testament ansiehst, waren die auch zu Kriegen bereit und auch die waren mit Sicherheit Eingeweihte, jeder auf seine Weise.
     
  9. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

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    @Siriuskind
    Danke, dass sind wirkliche großartige Informationen. Genaus solche Dinge wollte ich wissen. Nur das mit den Geistersitzungen als Spiritualist sehe ich anders, es sei den du meinst das Wort selbst bedeutet das. Spirituel, weiß ich nicht was das bedeutdet. Heututage ist es einfach ein Überbegriff. Auf jeden Fall für mich.
    Danke auch für die Information was der Unterschied der Bezeichnung Islamist und Muslime ist. Moslem ist hoffentlich auch ok.
    Und das mit dem alten Testament. Das ist ja nicht mein Glaube. Ich glaube an das neue Testament, an die Lehren Jesus. Aber bestimmt nich wortgetreu, denn an die Kirche glaube ich nicht. Ich habe aber auch nichts dagegen wenn andere das tun.
    Das interessante ist, dass obwohl man durchaus bereit sein kann zur absoluten Not auch Gewalt einzusetzen und trotzdem erleuchtet oder eben eingeweiht sein kann. Den ich denke, die wenigsten Menschen schaffen den totalen Gewaltverzicht, zumindest in bestimmten Situationen, wären die meisten, so wie ich auch wohl zu Gewalt bereit. Von dem her ist Mohammed eigentlich ein für uns leichter erreichbares Vorbild. Mit dem man sich auch leichter identifizieren kann weil er eben nicht perfekt war. Und das finde ich irgendwie sehr schön.
    Auf jeden Fall danke, für diese hilfreichen Informationen!!
     
  10. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Gerne geschehen.:)

    Nochmal zu Spiritualist, soweit ich weiß beschäftigen die sich mehr mit Geistersitzungen über ein Medium, kann auch das Wort Spiritisten sein, doch auf Dich passt da eher das Wort "spirituell". Spiritualität setzt sich mit dem Glauben an Gott oder allgemein mit einer Art Glaube auseinander, aber unabhängig von einer Religion. Und so wie Du es in Deinem ersten Posting beschrieben hast, tust Du das ja momentan.

    Vielleicht ist es leichter, sich mit Mohammed zu identifizieren, da er mit seinen Forderungen an die Menschen vom Alltag noch nicht so weit entfernt ist, er versuchte, den Menschen einen vernünftigen Massstab für den Alltag zu geben, wie man den Alltag mit dem Glauben an Gott integrieren kann. Würde ich jetzt so sehen. Jesus ist da schon einige Stufen höher, woran man arbeiten kann, wenn man die Schwierigkeiten des Alltags gemeistert hat und nun sich den höheren Zielen zuwenden möchte. Natürlich kann man auch Jesus Forderungen so gut es geht im Alltag anwenden, da ist nichts verkehrtes dran. Im Islam ist Jesus übrigens einer der höchstverehrten Propheten ( für die Muslime kann es keinen Sohn Gottes geben, das ist für sie Blasphemie ), seine Aussagen und Taten sind auch sehr wichtig.

    Ja klar, Moslem ist auch ok.:)
     
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