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Viktor Frankl

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Zauberin, 3. Juli 2005.

  1. Zauberin

    Zauberin Guest

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    Hallo!

    Es wurde Viktor Frankl vorgeworfen, dass er mehreren (vielen?) jüdischen Selbstmördern, die aus Angst vor KZ lieber in den Tod flüchteten, das Leben gerettet hat und die dann auf viel grausamere Weise in KZ gestorben sind.
    Er selbst hat KZ überlebt, seine Eltern und seine erste Frau ( glaube ich) nicht.

    Heute musste ich darüber nachdenken, ob es richtig oder falsch war diese Selbstmörder zu retten.
    Ich würde gerne wissen, wie viele es waren und ob manche (wie viele?) doch das KZ überlebt haben.

    Wenn alle diese Menschen wie er gewesen wären, dann wäre es auf jeden Fall
    richtig gewesen, sie zu retten. Aber Viktor Frankl war eine außergewöhnliche
    Persönlichkeit und darum kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand von
    diesen von ihm geretten Menschen auch diese Chance gehabt hätte durch
    seine persönliche Kraft und Willen im KZ zu überleben.

    Ich werde gerne wissen, wie Ihr darüber denkt.
    Würdet Ihr auch lieber dem KZ durch Selbstmord ausweichen?
    Würdet Ihr solche Selbstmörder retten, wenn Ihr wüsstest, was sie höchst-
    wahrscheinlich erwartet?

    Alles Gute :)
    P.
     
  2. Hekate

    Hekate Mitglied

    Registriert seit:
    6. Oktober 2003
    Beiträge:
    548
    Ort:
    Essen/Werlte
    Huhu Du Liebe,

    nimm Dir mal folgendes Beispiel:

    Ein Bekannter von Dir leidet an einer schweren Depression, er ist stark suizid-gefährdet.
    Du bemerkst sein seelisches Ungleichgewicht und arbeitest mit ihm, solange bis er psychisch wieder stabiler ist.
    An einem Tag hörst Du nun, dass er Geisel eines Banküberfalles geworden ist und man ihn nun seit Wochen quält - schlussendlich sogar umgebracht hat.

    Würdest Du Dir die Frage stellen, wäre es nicht besser gewesen, ihm seinen suizid zu lassen, damit er die Geiselnahme im Anschluss nicht erdulden muss?

    Liebe Grüße
    Hekate
     
  3. Zauberin

    Zauberin Guest

    Hallo Hekate!

    Das ist nicht das Gleiche. Er und sein Retter haben nicht gewusst, dass er
    ein Geisel sein wird.
    Ich würde es eher mit Sterbehilfe vergleichen. Wenn jemand weißt, dass er
    bald mit fast 100% Sicherheit unter großen Schmerzen an seiner Krankheit
    sterben wird.

    Alles Gute :)
    P.
    P.S. Und die zweite Frage: Würdest Du das auf sich nehmen: von Deinen Nächsten, Deinem Zuhause weggerissen und ins KZ eingeliefert zu sein?
    Eigentlich glaube ich, ERST wenn man es selbst auf sich nehmen würde,
    hat man bestimmtes Recht über die Anderen zu entscheiden.
    Z.B. Viktor Frankl hatte die Möglichkeit zu flüchten, aber weil es diese
    Möglichkeit nicht für seine Eltern gab, entschloss er sich ihr Schick-
    sal zu teilen.
     
  4. Hekate

    Hekate Mitglied

    Registriert seit:
    6. Oktober 2003
    Beiträge:
    548
    Ort:
    Essen/Werlte
    Hi,

    ist das denn hier nicht die Frage, für andere darfst Du niemals entscheiden,
    Du entscheidest für Dich ganz allein,
    alles, was Du tust, tust Du für Dich, (um Dich gut zu fühlen, Dich aufzuwerten, Dir selbst auf die Schulter klopfen zu können, Dich selbst noch im Spiegel ansehen zu können usw.) auch wenn mitunter andere Menschen daran beteiligt sind.

    Dieser Jemand stand vor der Frage, darf ich sehenden Auges Menschen in den Tod gehen lassen, solange ich etwas dagegen tun kann. Kann ich dieses oder jenes mit meinem Gewissen vereinbaren oder nicht. Er hat für sich entschieden, das nicht mit sich und seinem Gewissen vereinbaren zu können. Also hat er step by step geholfen, so wie er glaubte seinen Weg gehen zu müssen. Er hat im Hier gelebt und weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.

    LG
    Hekate
     
  5. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hmm

    Ob es richtig war, das Frankl die Menschen vor dem Selbstmord bewahrt hat? Darüber liesse sich streiten...

    Betrachtet man den Mensch von der Humanistischen Seite her, dann sicher nicht, dann kann man sogar sagen, das es verwerflich ist

    Betrachtet man den Menschen als ein Religiöses Wesen, dann war was es absolut richtig... den im Jüdischen Glauben ist, wie im Christlichen der Selbstmord eine Sünde und derjenige, der Sich selber umbringt kann nicht Gott schauen... man könnte also sagen, das Frankl dadurch versuchte die Seelen der Selbstmörder zu retten.

    Wie dem auch sei... ich kann Frankl nichts vorwerfen, denn er lebte unter extremen Bedinungen und hat versucht, sein bestes zu geben.

    by FIST
     
  6. Zauberin

    Zauberin Guest

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    Hallo Hekate!

    Und wer hält sich daran?
    Die Frage ist, von was wurde sein Gewissen geprägt?

    Das ist nur eine Vermutung, beweisen kannst Du es nicht oder?

    Vielen Dank für Deine Antworten. :danke: Und ich freue mich auf Deine
    weiteren Gedanken.

    Alles Gute :)
    P.
     
  7. Zauberin

    Zauberin Guest

    Hallo Fist!

    Was meinst Du mit: der Mensch als ein Religiöses Wesen? Welcher Unterschied
    besteht zu einem "normalen" Menschen?

    Z.B. Ramakrishna sollte behaupten, wenn sich jemand wegen Gott (Gottes
    Schau) umbringt, tut gut und wird belohnt. Ich glaube, dass Ramakrishna
    auch sehr religiös war.

    Alles Gutes :)
    P.
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hugh

    mit Religiöses Wesen meine ich, das der Mensch eingebunden ist in ein Glaubenssystem, einen Kulturkodex usw..

    Und in genau so einem handelte Frankl. Seine Mitleidensgenossen waren ja nicht einfach nur Menschen fü ihn, sondern es waren auch Glaubensgenossen von ihm, die an das gleiche glaubten wie er.. also "musste" er sie, innerhalb deses Glaubens vom Selbstmord abhalten, da die Juden ja auch gegenüber Gott verplichtet sind und ihren Bund zu halten haben..

    Das passt auch wunderbar zur "und trotzdem Leben" einstellung von Frankl.. er gab seine Vorstellungen nicht auf, er blieb was er warx, er wurde nicht gebeugt...

    by FIST
     
  9. Zauberin

    Zauberin Guest

    Hallo Fist!

    Das ist es auch, worum es geht: Er hat es geschafft = überlebt, aber die Anderen offensichtlich nicht. Die Frage ist für mich: Hatten sie je Chance
    zu überleben gehabt, oder NUR er, weil er so eine besondere Persönlich-
    keit war?
    Weißt jemand zufällig, wie Viktor Frankl zu diesen Vorwürfen stand?

    Alles Gute :)
    P.
     
  10. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    16. September 2001
    Beiträge:
    15.218
    Ort:
    Oberösterreich
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    Ich denke nicht dass man in so einem Fall das Wort "Vorwurf" in den Mund nehmen sollte.

    Wer sich ernsthaft dafür interessiert dem empfehle ich das Buch von Viktor Frankl:

    ...trotzdem Ja zum Leben sagen
    Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager

    Ein Buch das einen packt und nicht mehr los lässt, fern jeder Sensationssucht....
     

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