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Verlust des Urvertrauens

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Linking, 10. April 2011.

  1. Linking

    Linking Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2009
    Beiträge:
    611
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    Hallo liebe Mitforisten,

    wie nach dem Titel nicht unschwer zu erraten beschäftigt mich zur Zeit das Thema "Verlust des Urvertrauens" - und Wege zu ihm zurück.

    Ich bin in dieser Hinsicht selbst gebranntes Kind, bei meiner Geburt und in den Stunden und Tagen danach verlief vieles nichtmal annähernd optimal. Ich war ein Kaiserschnittkind, meine Mutter wurde vollnarkotisiert. Die Betreuung im Krankenhaus zur damaligen Zeit war bescheiden, sprich man hat mich in meiner Verzweiflung und in meinem Schrecken durch das plötzliche ins Leben gerissen werden mit mir alleine gelassen. Ich habe durchgängig geschrien, was aber nicht interessierte, ich wurde einfach schreien gelassen. Die einzige Anmerkung dazu im Nachhinein war die Besorgnis einer Krankenschwester darüber, ob meine Eltern in einem Neubau wohnen. Mein kindliches Verlangen nach Fürsorge und Zuwendung wurde rigoros ignoriert, mein Vetrauen in die Menschen um mich herum erschüttert. Das ganze erste Lebensjahr war ich ein absolutes Schreikind, besonders dann wenn man mich alleinlies, nach Schilderungen meiner Mutter habe dann geschrieen bis ich blau anlief und irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen bin.
    Erst in den letzten Jahren habe ich verstanden, dass viele der Probleme meines bisherigen Lebens auf diesen Bruch im Urvertrauen zurückzuführen sind. Die gefühlte Trennung von den mich umgebenden Menschen und das verlorene Vertrauen konnte ich bis heute nicht überwinden. Das macht mich sehr traurig, denn ich habe zwar in den ersten Monaten meines Lebens gelernt mit mir alleine zu sein, trotzdem sehne ich mich nach der Verbindung nach außen.
    Vielleicht klingt meine Schilderung nicht sonderlich schlimm, für mich war (und ist) es das aber.

    Daher meine Frage: wie kommt man emotional wieder in einen ausgewogenen Zustand? Wie kann man die abgerissene Verbingung zur Welt wieder aufbauen? Jenseits einer Therapie?

    fragende Grüße
    Linking
     
  2. Coldmirror

    Coldmirror Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    499
    Um's mal ganz salopp zu sagen... Man braucht eigentlich "nur" gute Freunde. Nur ist es nicht besonders leicht, Gute zu finden, wenn man sie nicht schon aus der Jugend kennt.
     
  3. johsa

    johsa Guest

    meiner Meinung nach bist du gerade genau auf dem richtigen Weg dazu

    du beschaust dein Leben objektiv aus der Entfernung
    bis jetzt plagen dich noch heftige Emotionen dabei, aber diese werden mit der Zeit immer schwächer,
    bis du plötzlich die Dinge in einem anderen Licht siehst und erkennst, daß alles so sein mußte wie es war
    und das das nun Vergangenheit ist
    (so wie der Alptraum seinen Schrecken verliert, wenn man sich dem Ungeheuer entgegenstellt, statt vor ihm davonzulaufen)

    nimm dir Zeit für dich und zum Nachdenken, lenk dich nicht mit Geschäftigkeiten ab,
    dann kommst du bald zuerst in Verbindung mit dir selbst und danach auch wieder mit der Welt,
    die du dann mit neuen Augen siehst
     
  4. Silvermedi

    Silvermedi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. März 2010
    Beiträge:
    4.014
    Also ich hatte vor Jahren ein Burn Out und war deshalb in Therapie.
    Meine Therapeutin war und ist ein unwahrscheinlich einfühlsamer Mensch und während der Therapie sind wir natürlich auf einiges draufgekommen und sie erklärte mir das mit dem Urvertrauen.
    Diese Therapeutin kommt ursprünglich aus der Kinder- und Jugendfürsorge und während ihres Jobs kam sie drauf - ohne Psychologiekenntnisse ist der Job verantwortlich gegenüber den Kindern und Eltern nicht durchzuführen.
    Deshalb holte sie alles nach und mittlerweile schult sie sogar... also deshalb halte ich sehr viel von ihrer Meinung im Bereich Kindheit und Jugendzeit....
    Also so wie ich das mit dem Urvertrauen verstanden habe hat das (in meinem Fall!) nichts mit einer Geburt zu tun, sondern mit meiner Kindheit. Meine Grenzen wurden permanent überschritten und mir dieses Vertrauen sozusagen entrissen.... weg!
    Sie sagte mir auch dass man dieses Urvertrauen schwer bis gar nicht mehr zurück erlangen kann und wenn doch dann dauert das Jahre und ist mit harter Arbeit verbunden.
    Man kann aber lernen auch gut damit zu leben... es gibt da bestimmte Verhaltensweisen die man sich ...usw..
    Für mich hat es sich nicht so angehört das man fehlendes Urvertrauen wieder zurück bekommt wenn man auf einmal gute Freunde oder einen tollen Partner hat...
     
  5. skadya

    skadya Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Dezember 2008
    Beiträge:
    10.268
    Ort:
    wasserkante
    deine erlebnisse während und nach der geburt und später auch die kindheit ,denke ich sind schon sehr einschneidend,auch wenn sie dir nicht bewußt sind.
    wie kannst du an etwas anknüpfen,was du eigentlich garnicht kennst ?
    aber trotzdem kannst du an dir arbeiten.
    der weg ist nur etwas steiniger.
    du wirst wahrscheinlich viel therapie machen und persönlich an dir arbeiten müssen.
    solche erfahrungen können dich aber stärken und du kannst deine erfahrungen,die du gemacht hast ,weitergeben.
    ansonsten immer der intuition vertrauen....
     
  6. Linking

    Linking Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2009
    Beiträge:
    611
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    Ihr Lieben, ich danke Euch für eure Antworten. Ich möchte jetzt nicht einzeln darauf eingehen, dazu fehlen mir im Moment einfach die Nerven.

    Ganz Deiner Meinung, und trotzdem fällt es mir zur Zeit unwahrscheinlich schwer mich nicht abzulenken :tomate:
     
  7. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde
    #
    Der Verlust des Urvertrauens, was ist das wirklich?

    Ist es nicht so, dass ein Geschehen "schlecht" verläuft? Und man dann daraus für sich ableitet, dass es immer "schlecht" laufen müsse?

    Was dann zu einer geistigen Prägung führt, die defensiv, also auf Abwehr, eingestellt ist.

    Nun ist aber nicht so, dass Alles "schlecht" laufen wird, nur weil es in der Vergangenheit so war.

    Was hilft?

    Das Beste wäre, mit Hilfe eines Therapeuten, gleich welcher Richtung, den Auslöser dieser geistigen Prägung zu betrachten. Und neu zu bewerten.

    Was aber auch hilft, allerdings eher langfristig, ist nicht immer von Vornherein das "Schlimmste" anzunehmen. Sondern manche Geschehen einfach erstmal in Ruhe in ihrer Entwicklung zu betrachten.

    Dann wird man auch feststellen, dass eben nicht zwangsläufig das "Schlimme" eintrifft.

    Und je mehr solche Erfahrungen macht, desto mehr stellt sich auch Vertrauen ein.

    :)

    crossfire
     
  8. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Die Frage ist gar nicht so sehr, wie man dahin kommt, denn Glücksmomente kennen wir mit Sicherheit alle ... sondern eher, wie kann man das für sich (er)halten?
    Dein Gefühl ist, da wäre eine Verbindung abgerissen. Das ist eine Sicht, die könnte man schon mal angehen das zu relativieren.
    Du atmest, schreibst, machst dir Gedanken- also offenbar scheint es da ein lebendiges Selbst in dir zu geben. Diesem gilt es, mehr und mehr Raum zu zugestehen.
    In dem Masse, wie du dich spüren lernst, darfst du dich am Leben erfreuen.
    Es wird immer gern gesagt, das und das stimmt nicht.
    Wie du siehst, ist mein Ansatz ein anderer. Schau dir an, was stimmt und arbeite gezielt daran. Geniesse, was du geniessen kannst. Damit schaffst du dir ein Fundament, auf dem du aufbauen kannst.
    :)
     
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