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Verbrennungen/Narben!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von xxhiphop4everxx, 13. Dezember 2009.

  1. xxhiphop4everxx

    xxhiphop4everxx Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2009
    Beiträge:
    173
    Ort:
    München
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    Hi möchte gern einfach mal ein Thema schreiben was zum Nachdenken bewegt.

    Ich (24 Jahre alt) habe seit meiner Kindheit Verbrennungen, Dieser Unfall ist mir mit 2 Jahren passiert, es ereignete sich im Bad, bin in heißes Wasser gefallen. Es waren ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit, Sekunden die mein Leben verändert haben!
    Ich selbst kann mich kein bisschen daran erinnern, es ist wie ein Blackout! Ein Teil in mein Leben der nicht wirklich existiert!
    Ich habe von den Unfall 3gradige Narben davongetragen, unzählige Hauttransplantationen, eine schlimme Kindheit bzw. Vergangenheit! Mein Körper is zu 57 % betroffen, also mehr als die Hälfte, es war auch reines Glück überlebt zu haben. Betroffen sind meine Hände, Arme, Beine, Rechte Halsseite und Bauch. Narbe, welche für immer sichtbar sein werden!!
    Meine Kindheit war grausam, es fing im Kindergarten an ausgeschlossen zu werden und ausgelacht zu werden! Ich war allein auf mich gestellt. In der Grundschule folgte die Fortsetzung, doofe Sprüche, komische Blicke, Abwendung anderer Mitschüler von mir! Konnte das damals noch nicht verstehen, was die für ein Problem mit mir haben, war zu klein zu jung! Doch in der Hauptschule/Realschule hab ich es verstanden, sie mochten mich nicht weil ich nicht der Norm entsprach, weil ich Narben hatte. Sie nutzten jede Gelegenheit mich fertig zu machen, haben mich unter anderem geschlagen und auf übelste Weise niedergemacht. Oft fragte ich mich ist das der Preis dafür überlebt zu haben, ohne Freunde dazustehen, ausgelacht zu werden? Ich wollte nicht mehr raus gehen, fühlte mich so allein und ausgeschlossen. Wechselte auf eine Mädchenschule, doch dort war alles noch viel schlimmer: Konkurrenzkampf, Zickenkrieg, jede wollte die Schönste sein. so kam ich gerade recht, mit mein Problem, das ja sichtbar war, Mädels die kein Selbstbewusstsein hatten, haben mich ausgesucht, um ihr geringes Selbstvertrauen aufzu"bauen" sie fühlten sich cool mich bloßzustellen! Auch die Ausbildung zur Krankenschwester war ein harter Weg, hatte eine Freundin dort alle anderen, konnte man vergessen!

    Heute seh ich das alles anders, hab echte Freunde auf die ich mich verlassen kann, ne gute Familie, hatte viele Beziehungen, die mir gezeigt haben sie lieben mich so wie ich bin! Der harte Weg war für was gut, gekämpft zu haben und zu zeigen ich lass mich nicht unterkriegen!

    Einfach zum Nachdenken!....
     
  2. puenktchen

    puenktchen Guest

    kommt mir spontan der Gedanke:
    sind es die sichtbaren Verbrennung- Narben, die schuld waren an Deinem Leid, oder ist es etwas anderes womöglich?
    ich denke mal irgendwann müssen wir lernen uns zu wehren, da geht kein Weg dran vorbei.
     
  3. xxhiphop4everxx

    xxhiphop4everxx Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2009
    Beiträge:
    173
    Ort:
    München
    Ja die sichtbaren! Ich hab mich früher nie gewehrt, das war auch der Fehler! Jetzt bin ich anders, lass mir nichts mehr gefallen!
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Nun ja, es befruchtet sich halt gegenseitig. Wer schon in sich aufgrund seines Äußeren keinen Mut und kein Selbstvertrauen verspürt, der wird dann in diesem Mangelempfinden noch durch die Umgebung bestätigt. Das ist sicherlich ein Teufelskreis, den man als Erwachsene(r) durchbrechen muß/kann.

    @hiphop4ever: danke für's Erzählen. Mich würde interessieren: wie kommt es, daß Du das heute so aufgeschrieben hast? Es freut mich, daß Du dich jetzt akzeptiert fühlst. Es ist schade, daß man erst erwachsen werden muß und in der Lage, sich selber einen Kreis von Menschen zu suchen. Ich glaube Du teilst Dein Schicksal mit vielen vielen anderen Menschen, die durch eine Erkrankung oder durch einen Unfall äußerlich entstellt sind. Ich weiß auch nicht, wie man anders damit umgehen soll als irgendwann festzustellen, "daß Menschen so sind". Die Aufforderung darüber nach zu denken ist natürlich völlig richtig. Merci also!

    lg,
    Trixi Maus
     
  5. xxhiphop4everxx

    xxhiphop4everxx Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2009
    Beiträge:
    173
    Ort:
    München
    Warum ich das hier aufgeschrieben hab, damit Leute sehen die total verzweifelt sind und denken es geht nicht mehr weiter, es geht weiter, man muss nur an sich glauben, selbstbewusst auftreten, und offen auf andere zugehen! Man wirkt ganz anders, auch wenn man Narben oder sonst was hat, was man sieht, die Leute achten nicht mehr so krass drauf! Es hat einfach irgendwann bei mir Klick gemacht, so will ich nich mehr weiterleben, will was erleben, auf Partys gehen, Leute kennenlernen und so kam das, kann es nicht anders beschreiben! Wer mich früher kannte und heute, es würden sicher einige nicht glauben, das ich es bin, früher mehr als schüchtern und zurückgezogen, hab nichts geredet heute das Gegenteil! Ich liebe Partys, Discos, Leute um mich rum, wenn ich das nicht hab, fehlt was! Früher war es anders... da dachte ich lieber nicht rausgehen so kann mir keiner nen blöden Spruch reindrücken!
    Meine wahren Freunde haben mich so gemacht wie ich heute bin ich liebe sie dafür!!!
    Ja es is echt traurig anderen beweisen zu müssen das man genauso normal ist wie alle anderen, nur mit dem Unterschied man hat Narben! ...
     
  6. kokomiko

    kokomiko Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2007
    Beiträge:
    3.147
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    @xxhiphop4everxx

    Bei den meisten Menschen ist das noch nicht mal böswillig - so wie sie auf jemanden reagieren der *anders* ist.

    Ich kenne das von mir selbst.
    Ein Freund von mir leistete damals seinen wehrersatzdienst bei Behinderten ab.
    ..Und der lud mich zu einem Wochende in ein Feriencamp ein, in deren Nähe ich wohnte - wo die mit einer ganzen Gruppe unterscheidlicher behinderten eine woche ferien machte.
    Ich bin da also hingefahren, und war im ersten moment völlig betroffen - einfach weil ich nicht wußte :

    Wie gehst du jetzt mit denen (bzw. jedem einzelnen) um.

    Erst als ich das mal so 2 stunden hab auf mich wirken lassen, und mir die Mühe genommen hatte (ja auch nehmen mußte) so auf jeden einzelnen (mit seiner Behinderung) einzugehen wurde mir auf einmal klar, das die genauso drauf sind wie jeder andere auch.
    Später saß ich mit einem sprachbehinderten zusammen (hochintelligent und sehr wissend) und unterhielten uns über die tollsten themen.
    Es dauerte eben nur eine weile bis ich ihn in seinem *genuschel* auch verstehen konnte - sich auf ihn konzentrieren - ihn in seinem Aspekt wahrnehmen. Dann klappte das hervorragend.

    DA hab ich erst gelernt, selbst damit umgehen zu können

    die meisten menschen schrecken davor zurück, sich darauf wirklich einzulassen, und reagieren dann entsprechen abweisend oder mit *falschem* mitleid.

    Erst letzten war ich wieder auf einem Geburtstag eingeladen, dort war jemand der saß im Rollstuhl und konnte sich nur mit einem Sprachcomputer verständigen und hatte seine körperliche motorik nicht unter kontrolle (weiß nicht wie das genannt wird).
    Der hatte abitur und war daran am arbeiten für sich und seinesgleichen eine Verbessung der Kommunikation herzustellen.
    Wir haben uns den ganzen abend trotzdem gut *unterhalten* können - und haben viel miteinader gelacht.

    Dabei sind es bei dir ja *nur* die Narben - aber die reaktionen der meisten menschen darauf ist auch da - erstmal ein zurückschrecken des ungewohnten.
     
  7. xxhiphop4everxx

    xxhiphop4everxx Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2009
    Beiträge:
    173
    Ort:
    München
    Glaub mir ich weiss wovon ich rede und bei den meisten war es böswillig!
    Sie waren in mein Alter sie konnten denken - naja das Niveau war zwar am Boden - aber trotzdem! Sie haben es mit purer Absicht gemacht mir weh zu tun!!!
    Natürlich gibt es auch Leute die Unsicher sind mehr als genug, aber der ihre Reaktion sieht anders aus! Ich kann das sehr gut unterscheiden ich bin damit aufgewachsen ich lebe damit seit 22 Jahren! Das is nich böse gemeint aber ich mein der wo das hat kann am besten über solche Menschen urteilen und sie einschätzen!
     
  8. BlueJay

    BlueJay Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2009
    Beiträge:
    2.812
    diese erfahrung musste ich auch machen, dass einem nicht
    die behinderung behindert, sondern die die meinen, dass
    man nicht der norm entspricht, die behindern einem....
     
  9. kokomiko

    kokomiko Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2007
    Beiträge:
    3.147
    Ok - ich glaub dir das - ich kann das ja auch nur aus meiner Sicht sehen, da ich dem ja nicht tagtäglich ausgesetzt bin.
    Das es (aber mittelweile schon ?) SO viele sind hätte ich nicht gedacht.
    Naja unsere (leistungs)Gesellschaft verroht - in ihrem ellenbogenverhalten - wohl immer mehr.
     
  10. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

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    Naja, die Leistungsgesellschaft tummelt sich wahrscheinlich nicht gerade in der Realschule. Sie hätte mal lieber aufs Gymnasium gehen sollen. Da hätts solche Hänseleien jedenfalls nicht in dem Maße gegeben.
     

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