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Ursprünge des Tarot

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von FIST, 9. Februar 2006.

  1. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Schalom ihr Kartenmischler

    die Geschichte des Tarot ist wohl ein interessanter Krimi - gehen wir also ein wenig auf Spurensuche....

    Die Esoterische Überlieferung in bezug auf den Tarot geht auf die Ägypter zurück und auf Hermes Trismegistos... nu ja... für die Hermetiker unter uns ist es sher bequem alles auf Hermes Trismegistos, bzw Thoth abzuwälzen - genau so tun es die Hebräer mit der Kabbala und machen Abraham zu ihrem Urheben - und verschliessen sich so der ernsthaften Spurensuche...

    wie sieht die Geschichte denn nun wirklich aus...

    die Ersten bekannten Tarots stammen aus den Jahren zwischen 1430 und 1470 und wurden von der Familie Visconti in auftrag gegeben... es exisiteren noch Fragmente von 16 Spielen, auffindbar in verschiedenen Universitätsbibliotheken und in Priphatbesitz... das bekannteste und noch am Volsständigsten Erhaltenen (74 Karten, ohne Teufel, Turm, Ritter der Schwerter und 2 der Schwerter) ist, mit Ergänzenden Karten im Handel als "Visconti - Sforza - Tarot" Erhältlich.
    kann man annehmen, dass der Tarot wirklich in dieser Zeit und an diesem Ort entstanden ist? Was macht das Norditalien der Rainesance so speziell um darin ein Tarot zu erfinden.

    wollen wir die Grundlagen betrachten...

    In der Rainesance in Italien, der zeit der Grossen Fürstenhäuser, durchtränkt mir dem Geiste Dantes und der "Aufklährung", der Revormatorischen Gedanken hatte man plötzlich wieder den Zugang zum Altertum gefunden, also zu den Griechen, aber auch zu den Hebräern... Willhelm Postel übersetze das Sepher Jezira, den Sohar, die Alchemisten machten sich vermehrt auf, den stein der Weisen zu suchen, die Astrologie war in aller Munde - und noch etwas - Triumpfzüge - Allegorische Darstellungen von "Philosophischen" und "politischen" Umstände (so ähnlich wie heute die Fastnacht - nur etwas ernster und Pompöser - man hatte ja schliesslich Geld).... die Reichen Familien wetteiferten, wer den besten, schönsten, üppigsten Zug durch seine Stadt organisieren konnte - wer hat die Treffenderen Bilder zurhand... beliebt war natürlich die Darstellung der Stände - da Schritt ein Hohepriester und sein Gefolge an der ersten Stelle, gefolg von König und Königin und Hofstab - dann die Händler mit ihrem Geld - gefolg von den Bauern - dann von den Ausgesossenen, den Narren, den Gauklern und natürlich am schluss, die Verräter, die Gehenkten...
    Aber auch Kosmische Umstäden waren sehr beliebt darzustellen : Da Folgt der Mond der Sonne, umrankt von den Sternen - man sah eine Frau die am Spinnrad drehte - oder Religiöse darstellungen : Man sah die Weltschöpfung, das Jüngste Gericht und natürlich das reich Gottes ... usw...

    kommen wir zu einem anderen wichtig Faktor : Raimundus Lullus und Mantegna... Der erste suchte eine Philosophische Maschiene, mit der er, durch Zufall auf eine Philosophische Erkenntnis kommen konnte... er suchte also nach "Absoluten" Begriffen, wie Gott, Welt, Gut, Böse usw und suchte sie zu Kombinieren...
    der andere Mantegna hatte einen Ähnlichen Gedanken, er suchte aber nicht nach einer Maschiene, sondern er zeichnete ein "Gelehrtes Buch in Bildern"... 50 Karten, je 5 * 10 die verschiedene Ebenen des Lebens darstellten - also Philosophische Qualitäten, Religiöse, Menschliche usw. auch er Kombinierte durch den Zufall, mischelte, würfelte durcheinander und suchte im Ergebniss nach Erkenntniss....

    Zu dieser Ganzen Suppe kam noch ein neues SPiel aus dem Sarazenischen Spanien - auf Karton gedruckte Symbole mit verschiedenen Werten - anderst ausgedrückt - das noch heute Bekannte Kartenspiel....

    fügt man dies alles zusammen - kommen wir unweigerlich auf den Tarot, der sowohl Allegorische Bilder verwendete, die an Antike Götter angelehnt sind - ebenso aber Gesellschaftliche und Geistige Gegebenheiten Zeigen - dazu die Kabbala und die Astrologie, das Kartenspiel und die Gedanken eines Lullus und eines Mantegna... Der Tarot ist also ein Produkt der Rainesance, die Quintesenz der Damaligen Esoterik und Philosophie, vieleicht sogar der wirkliche Stein der Weisen nachdem damals überall gesucht wurde...

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    Visconti - Sforza Tarot - Faksimileausgabe

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    Kombinationsmaschiene von Raimundus Lullus

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    "Tarot" von Mantgna

    mfg by FIST
     
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  2. MaTrixx

    MaTrixx Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2005
    Beiträge:
    2.139
    Ort:
    Ganznah
    Sehhr schöner Beitrag Fist :zauberer1

    Das die Tarotkarten erstmalig 1430 erwähnt wurde ist bekannt. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen. Das dies auch durch ein wachsen durch die Jahrhunderte geschah. Erst seit sich Künstler mit der Umsetzung der Aussagen beschäftigen und künstlerisch aussagekräftige Karten schufen, wurde es immer beliebter und bekannter. Legungen wurden auch schon in alten Ägyten zelebriert und gedeutet. Wahrscheinlich mit Steinchen oder Holzstäbchen ähnlich dem I Ging oder Runendeutung.

    Alles Liebe
    ________
    Ute
     
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