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Über den zerebralen Ursprung der Paranormalität

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von Lamia1, 5. Juli 2014.

  1. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
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    Hallo!

    Während die dominante linke Hirnhälfte gemäß dem Hemisphärenmodell für Logik, Sprache, Mathematik, Rationalität, abstraktes und analytisches Denken zuständig ist, sollen in der rechten Großhirnhemisphäre die neuronalen Substrate der Kreativität, der schöpferischen Schaffenskraft, des Raum- und Zeitlosen, der Intuition, der Emotionalität und der Fantasie beheimatet sein. Über das Corpus callosum kommunizieren die beiden Hirnhemisphären miteinander und tauschen so Informationen aus.

    Sollte dieses partiell als überholt geltende Hemisphärenkonzept zutreffen, könnte man spekulieren, ob der Ursprung paranormaler Fähigkeiten (Telepathie, Teleempathie, Präkognition usw.) nicht ebenfalls in der rechten Hirnhemisphäre lokalisiert sein könnte. Denn diese paranormalen Phänomene weisen in ihrem Wesen zweifelsohne Parallelen zur Intuition, zur Raumzeitlosigkeit und zur Empathie auf. Oftmals entziehen sich spirituelle Erscheinungen zudem der Logik. Die Dominanz der linken Großhirnhälfte könnte dazu führen, dass paranormale Potenziale im Menschen unterdrückt werden und daher von vielen nicht mehr angewandt werden können.

    Viele Grüße

    Lamia
     
  2. taftan

    taftan Sehr aktives Mitglied

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    16. November 2013
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    Hessen
    Ich bin zwar kein Hirnforscher oder sowas, aber absolut volle Zustimmung.! Ohne Zweifel, habe ich das Gefühl, dass die linke Hirnhälfte (was ein Begriff) ,
    die Spiritualität unterdrückt. Nicht umsonst wird die Welt als zu Verstandesbetont angesehen.

    Aber wieso soll diese Hemisphären Konzept überholt sein? Also partiell?
    Wieviel Aussagekraft hat dieses partiell?
     
  3. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
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    Meiner Erfahrung nach ist es so, nicht nur dass es sein könnte.
     
  4. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

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    Ich sehe wie Du, dass Logik, Vernunft und Verstandeskräfte in der Welt des Menschen dominieren. Dass der linken Hemisphäre die Dominanz zufällt, erscheint mir aus evolutionärer Sicht vorteilhaft. Denn Rationalität, Sprache und Mathematik haben der Menschheit geholfen, sich zu Kulturen zu organisieren und gemeinschaftlich zu überleben. Gleichzeitig wurde jedoch die rechte Gehirnhälfte unterworfen.
     
  5. taftan

    taftan Sehr aktives Mitglied

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    Hessen
    Nun, aber wir können ja jetzt alle überleben,(Das Thema ist abgehakt) also wird es Zeit für die Spiritualität.:)
     
  6. heugelischeEnte

    heugelischeEnte Sehr aktives Mitglied

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    Diese angesprochene Paranormalität ist ein aktuelles leiden der Menschheit, und es braucht aufklärun und sonderanstrengungen dies zu lindern, umzuwandeln in einen normalzustand, und diesen zu etablieren bzw auszuweiten, was dem erweitern des bewusstseins gleich kommt
     
  7. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
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    1.123
    Die Frage, ob die menschliche Seele ein materielles Substrat besitzt, ist von zentraler Bedeutung für die Menschheit. Das ist zumindest meine persönliche Position. Denn die Beantwortung jener Fragestellung entscheidet meines Erachtens darüber, ob die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode realistischer Natur ist.

    Handelt es sich bei der selbstbewussten Seele eines Menschen lediglich um ein Nebenprodukt zerebraler Aktivitäten, verschwindet selbige samt ihrer Individualität mit dem Hirntod. Das Ableben des Menschen impliziert in diesem Falle die unwiderrufliche Beendigung seiner einzigartigen Existenz.

    Wir müssen demnach die Frage aufwerfen, ob es ein alternatives Konzept der menschlichen Seele gibt, das einerseits wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und andererseits keinen reduktiven Physikalismus zum Inhalt hat. Existiert ein solches Modell? Die Antwort lautet: ja.

    Die Theorie des interaktionistischen Substanzdualismus offeriert uns eine Option, den menschlichen Geist mit seinem phänomenalen und reflexiven Bewusstsein auf wissenschaftlichem Niveau zu beschreiben, ohne dass man dabei einen materialistischen Monismus zugrunde legen muss.

    Die dualistische Interaktion zentralem Nervensystem und Bewusstsein lässt sich widerspruchsfrei explizieren, wenn man eine quantenneurodynamische Betrachtung derselben in Erwägung zieht.

    Von den modernen Neurowissenschaften unbeantwortete Fragen zu den Bewusstseinsaspekten werden geklärt, indem ein selbstbewusster, als autonome Entität existierender Geist mit integrativem Charakter eingeführt wird.
     
  8. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Es ist für eine Erfahrungswelt wie unsere vorteilhaft.
    Es auch vorteilhaft für Dominanzstreben.

    Es gab immer Kulturen auf diesem Planeten, die wenigstens die Ausgewogenheit, ein Spiel von sagen wir es mal zwischen Parasympathikus und Sympathikus lebten oder sogar einseitig Parasympathikus als Grundlage ihrer Lebensweise wählten - sicher nicht so kognitiv, verbal, handlungsorientiert wie wir es uns als Mindestanforderung vorstellen :rolleyes:;).

    Für mich das Erstrebenswerte ist tatsächlich, wenn beides bewußt zusammen kommt, das Richtige, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort getan wird - in den Termini "linke" und "rechte" Gehirnhälfte, wenn man weiß, was wann wie und wo dran ist und es auch einsetzen kann.

    Was nützen mir die indigenen, nativen Ur-Völker, wenn sie nur in der Lage sind, oder nur Willens sind, den natürlichen Status-Quo zu halten? Ist das bereits dem Menschen würdig? Ja, m.E..
    Doch der Mensch kann mehr.

    Dieses Mehr wollten wir, die wir eine Kultur aufbauten und erhalten, wie wir sie hier und heute haben. Doch kommen wir an die Grenzen unserer kulturellen Selbstverständlichkeit, weil zu vieles nicht funktioniert und wir zu viel verlieren: natürliche Resourcen, Fähigkeiten ...

    Ja, eigentlich peinlich, aber wahr: alle von unserer so gepriesenen Kultur erschaffenen Artefakte wie Auto, Telefon, Handy, Smartphone, Computer ... sind nur Geisteskräften nachgebildete Apparate ... wir könnten das selbst, ohne Apparat ... einfach ein paar Leben lang trainieren ... im Ernst ...

    Die linke Gehirnhälfte bedient sich also sehr wohl der rechten Gehirnhälfte, nur darf das nicht rauskommen.

    Das ist gerade so, wie die Gen-Forscher behaupten, die DNS besteht aus 90% Müll-Genen. Das wird behauptet, weil man es nicht versteht. Russische Forscher haben, so wurde mir kolportiert, dieses Paradigma überwunden und sehen in allem, was in der DNS steht, was in den Genen steht, einen Sinn [auch wenn sie ihn nicht jetzt schon verstehen]. Ein würdigerer Ansatz, als den, den ich vom "Westen" kenne. Allerdings auch ein Ansatz, der sehr viel mehr Forschungskapazität und damit Zeit, Geld und Einsatz erfordert um an Ergebnisse zu kommen.

    Der Kurzschluß vieler westlicher Wissenschaftler und der westlichen Gemeinschaft, sich auf Rationalität zu beschränken und den Rest zu verwerfen, ist bekannt und führt zu unseren [positiven] Ergebnissen und momentanen [schnell wachsenden] Problemen.
     
  9. Dhiran

    Dhiran Sehr aktives Mitglied

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    Detto
     
  10. Kallisto

    Kallisto Sehr aktives Mitglied

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    Mit Hemisphärendominaz ist die funktionelle und (zum Großteil) anatomische Verbundenheit von Sprache und Händigkeit gemeint. Die linke Hemisphäre unterdrückt die rechte Hemisphäre nicht. Auch für die Sprachverarbeitung ist die rechte (bzw. nicht-dominante) Hemisphäre wichtig. Je nach Lokalisation können rechtshirnige Läsionen ganz markante Sprachprobleme verursachen.
    Die absolute Zuordnung von Händigkeit und Hemisphärendominanz ist schon seit vielen Jahren obsolet (bei ca. 90% der Rechtshänder und fast 70% der Linkshänder liegt die Sprachdominanz in der linken Hemisphäre; ca. 15 % der Linkshänder sind rechtsdominant, weitere ca. 15% sind bilateral angelegt). Sprachdominanz bedeutet hier nicht, dass die Sprachverarbeitung ausschließlich in der dominanten Seite stattfindet, sondern dass einige Verarbeitungsschwerpunkte in der dominanten Seite liegen.
    Neben dem Corpus Callosum verbinden auch noch die vordere Kommissur und die hippocampale Kommissur die beiden Gehirnhälften des Großhirns.

    Auch die subkortikalen Strukturen haben dank zahlreicher Untersuchungen in den letzten Jahren für die Verarbeitung höherer kognitiver Prozesse an Bedeutung gewonnen. Die Rolle z.B. der Basalganglien, des Hippocampus oder des Cerebellums wird nicht mehr „nur motorisch-koordinativ“ oder „für das Gedächtnis zuständig“ gesehen. Heute weiß man, dass sie an zahlreichen mentalen „Operationen“ wesentlich beteiligt sind (z.T. links, recht, oder bilateral) – z.B. Navigation im realen oder vorgestellten Raum, Objektkonstruktion….

    Nochmals, Hemisphärendominaz bedeutet die schwerpunktmäßige, aber eben nicht ausschließliche Sprachverarbeitung (gilt für Links-wie Rechtshänder).
    Für funktionierende Leistung müssen beide Hemisphären zusammenarbeiten – was sie, sofern die Kommissurenfasern nicht unterbrochen sind auch immer tun. Auch die rechte Hemisphäre ist immer aktiv (wäre sie das nicht, so hätten wir ernstzunehmende Probleme) – und es braucht auch keinen edu-kinestetischen Nonsens, um sie zu aktivieren oder die Zusammenarbeit zu verbessern!

    Dass Sprache, logisches Denken und ähnliche (analytische) Fähigkeiten uns Menschen bei der technischen und organisatorischen Entwicklung unseres Zusammenlebens helfen ist unbestritten. Aber die wesentlichste Leistung für das soziale Zusammenleben in Familien, Gruppen und, wie ich persönlich Meine, auch in einem Staatswesen, ist die Fähigkeit zur sozialen Interaktion und Repräsentation mentaler und emotionaler Zustände unserer Mitmenschen (incl. der Unterscheidung selbst / andere).
    Damit meine ich das Wahrnehmen, Erkennen, Einschätzen und auch das Einstellen oder Reagieren auf die möglichen mentalen Zustände, Emotionen, Bedürfnisse und mögliche Absichten meiner Mitmenschen, das Erkennen von und Einstellen auf neue Situationen… – dazu zählt z.B. die Theorie of Mind und Empathie, einige Exekutivfunktionen...

    Die Interaktions- u. Repräsentationsfähigkeiten ermöglichen es uns erst, in Gruppen strukturiert zusammen zu arbeiten. Diese anspruchsvolle Leistung hat aber auch ihren Preis – sie braucht relativ viel unserer Kapazität! Wie Leistungsfähig ein Gehirn in einzelnen Bereichen sein kann, wenn es nicht mit dieser „ressourcenraubenden“ Aufgabe beschäftigt ist, zeigt sich z.B. bei den Idiot Savants (Autisten mit besonderen Inselbegabungen).

    Paranormale (z.B. außerkörperliche) und spirituelle Wahrnehmungen lassen sich z.B. durch transcranielle Magnetstimulation erzeugen.
    Michael Persinger (Laurentian University) arbeitete mit TMS (transcranieller Magnetstimulation) z.B. an den Temporallappen.
    „Vier von fünf Probanden beschrieben die durch diese Stimulation ausgelösten Empfindungen als übernatürlich oder spirituell: die Gegenwart eines höheren Wesens, eine Berührung Gottes, der Eindruck, den Körper zu verlassen.“
    Diese, durch die TMS hervorgerufenen Entladungsstürme (temporal lobe transients - TLT, sozusagen eine Miniaturversion der Temporallappenepilepsie) , vermitteln das für die Momente des spirituellen Erwachens charakteristische Gefühl der Existenz einer übernatürlichen Macht.
    A. Newberg arbeitete mit meditierenden Buddhisten und betenden Franziskanerinnen.
    Im „Moment des Verschmelzens mit Gott“, des „Auflösens in etwas Größerem“, des „Schwebens im lichten Kosmos“ uäm., zeigten die SPECT-Untersuchungen ein extrem ähnliches zentralnervöses Deaktivierungsmuster.
    Zwar zeigte der Beginn bei den Franziskanerinnen deutliche Unterschiede zur buddhistischen Gruppe – die Nonnen begannen die christliche „Versenkung“ durch stetes Wiederholen von Gebeten und Versen, was zu einem vorwiegend linkstemporalen Aktivitätsanstieg führte – bei Erreichen der Versenkung und der „Wahrnehmung der Gegenwart Gottes“ zeigte sich jedoch auch bei ihnen eine Deaktivierung im rechten OAA (Orientierungs-Assoziations-Areal).

    Die Forschungen von Newberg und Persinger können dabei die Existenz eines Gottes, einer kosmischen Macht oä. weder bestätigen noch widerlegen. Sie zeigen allerdings die neurobiologischen Grundlagen und Abläufe spiritueller oder übersinnlicher Wahrnehmung und wie diese mittels Stimulation künstlich erzeugt werden können.




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