1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Schwierigkeiten durch Sensibilität?!

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von wonder, 16. Juli 2007.

  1. wonder

    wonder Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2007
    Beiträge:
    47
    Ort:
    in Hessen
    Werbung:
    Hallo, liebe Forumsmitglieder,

    bin noch recht neu hier, und habe auch nicht in "besonderer Weise" ausgeprägte Fähigkeiten, z.B. Gedanken und Gefühle von Menschen "lesen" zu können, trotzdem belastet mich etwas und mich würden Eure Erfahrungen bzw. Vorschläge interessieren, wie ich besser damit umgehen kann.

    In meinem Beruf unterstützte ich Menschen bei der Durchsetzung ihrer Interessen. Ich habe dabei viel mit Sachbearbeitern von Behörden zu tun. Z.B. braucht ein Empfänger von "Sozialgeld" einen Vorschuß, weil sein Geld schon vor Monatsende aufgebraucht ist, und er ja etwas essen muß. Der Sachbearbeiter ist - wie meistens, bei außergewöhnlichen Situationen - "ungehalten", sagt, Millionen von Menschen müssen mit dem Geld auskommen.
    Dann beginnt, der "Überzeugungskampf", ich "pro" er "contra".
    Mein Problem ist, daß ich manchmal schon aufgrund des Tonfalls, mit dem der Sachberater zu Beginn des Telefonats seinen Namen sagt, eigentlich kein Wort mehr rausbekomme. Ich spüre sein Überfordertsein und das damit verbundene Genervt- oder sogar Aggressivsein und bin sozusagen "ausgenockt". Wenn mir so ein Telefonat bevorsteht, kann ich die Nacht zuvor oft schon nicht mehr schlafen. Ich überlege mir ein sinnvolles Vorgehen bzw. gute Argumente, aber ich glaube, auch der Sachberarbeiter spürt meine Angst, was wiederum meine Position schwächt.
    Wir reagieren beide auf die "andere Ebene". Gibt es einen Ausweg?
    Kann man z.B. trainieren, sich von der "anderen Ebene" nicht so beeinflußen zu lassen?
    Im Voraus schon mal vielen Dank für Eure Meinungen!

    wonder
     
  2. Artemis

    Artemis Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2006
    Beiträge:
    251
    Ort:
    Mittelfranken, nähe Nürnberg
    Hallöchen Wonder,

    da hast ja einen harten job, was genau machst du? Beruflich? Wenn du die interessen anderer vertrittst bzw. hilfst bei der durchsetzung?

    Ich kenne die situation nicht, damit meine ich das ich sie noch nicht erlebt habe, aber ich kenne es, wenn man auf sozialleistungen angewiesen ist vom staat. Scheiß sache.

    In erster linie. Deine Klienten, Kunden oder so, sind Menschen, bist du ein Mensch? Ja, definitiv. Was ist mit den Sachbearbeiter? Roboter? Nein, auch nur menschen. Was kann man da tun, um nicht zum pingpongball zwischen den hilfebedürftigen und den leistungsgeber zu werden?

    Ich bin mir sicher, das du dich in beide Seiten hineinversetzen kannst, wie du es auch geschildert hast.

    Sachbearbeiter in diesem Gebiet. Haben Ihre Vorschriften, die sie einhalten müssen, vielleicht mit ausnahmen, aber die sie nur in einem gewissen ihnen gegebenen Rahmen erteilen dürfen, oder nur folge zu leisten haben, was ihr Vorgesetzer sagt oder nicht sagt. Diese stehen genauso zwischen dir, als Mensch der hilfebedürftigen hilft und zwischen dem Staat, für die sie arbeiten.

    Da ich nicht weiss welchen beruf du ausübst, ob du dem staat unterstellt bist oder so, behaupte ich mal, Sachbearbeiter, haben angst ihren mund aufzumachen, da immer die gefahr bestehen könnte ihren job zu verlieren. Und wenn ihre spezielle ausbidlung in diesem bereich nur in staatlichen einrichtungen vorgesehen sind, finden sie vielleicht keinen job in einer staatlichen einrichtung, wegen, bla bla bla, hat sich seinem vorgesetzten widersetzt und eine leistung erteilt, ausserhalb der gesetzlichen bestimmungen, bla bla, fasel fasel.

    Sachbearbeiter, soweit ich das weiss, cih war selber eine, aber eher nur im autohandel, sind ganz kleine tiere, die man jederzeit abschaffen kann und durch reihenweise neue ersetzen kann, ganz einfach, klamm und heimlich, still und leise.

    Die würden gerne helfen, also ein teil. Aber denen ist meist den händen gebunden.

    Was du beschreibst mit dem Genervt sein, Agressivität, ich will dir nichts unterstellen, aber wie du schreibst, du hast große unsicherheit wie ich so lese, kann es sein das es teilweise so ist, das du anst hast, oh wenn ich was sag reagiert er so oder so, und du etwas interpretierst? Kann ja ganz anderst sein, empfinde ich jetzt so.

    Auf jedenfall ist bei dir eine unsicherheit da, klaro kann man da nicht so direkt sagen, hey, bla bla bla, ich fühle das sie agressiv sind, oder überfordert sind. Das ist nicht so gut, weil die person gleich ausnockt und einhängt.

    Arbeite an deiner unsicherheit, sachbearbeiter sind keine übermenschen. Nur sind ein teil dieser menschen genervt, agressiv wie du schreibst, aber auch andere wieder total zuvorkommend und hilfsbreit und nett. Mit beiden musst du auskommen. Manchmal weiss man nicht, wen man dann an der leitung hat, oder ein persönliches gespräch führt. Aber du kannst ja sicherlich mit netten menschen auskommen. Was ist mit negativen in der gleichen sparte? Das ist übungssache, gewaltfreie kommunikation, neurolinguistische programmierung (gibts tricks um sympatiepunkte zu erhalten, aber ist halt alles manipulation), usw. Abgrenzen musst du dich. Ich weiss nciht wieviel emotionen oder gefühle da eine rolle spielen, aber zum teil können sie sehr hinderlich sein, aber hilfreich sein, gerade wenn du nicht weisst wen du vor dir hast.

    Abgrenzen vor überflutung vor negativen gefühlen kann man folgender maßen, sind aber nur beispiele: Chakrenarbeit, bewusstes öffnen und schlieißen von Chakren. Aurastärken, schutzschilder errichten, am selbstbewusstsein arbeiten, sie stehen ja nicht über dir, sind vielleicht sogar von der statur kleiner als du, selbstachtung, das was du tust, ist sehr wichtig, die leute kommen zu dir, weil du was aufm kasten hast, nicht umsonst bist du da, wo du bist, du kannst es, nur mut.

    Das schaffste schon, ich glaube an dich.

    Artemis
     
  3. wonder

    wonder Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2007
    Beiträge:
    47
    Ort:
    in Hessen
    Liebe Artemis,

    ein ganz liebes Dankeschön, dass Du Dir so viele Gedanken zu meinem Problem gemacht hast. Du hast recht, ein Teil des Problems liegt in meiner eigenen Unsicherheit (leider hab ich die auch durch viele Jahre Psychotherapie nicht "weggekriegt"). Mittlerweile glaube ich, diese Unsicherheit ist ein Teil meiner Persönlichkeit, vielleicht eine "Schattenseite". Meine Unsicherheit, ist aber auch eine Quelle des Verständnises für Menschen die durch die "Maschen unseres Systems" fallen. Du wolltest wissen, was genau ich arbeite: ich kann soviel sagen, ich arbeite als Sozialpädagogin in einer Beratungsstelle. Ich hab Diplompädagogik studiert, da haben wir auch etwas gelernt über die Strukturen auf Ämtern. Es stimmt, Sachbearbeiter haben sehr eng gesteckte Vorschriften und müssen u.U. auch mit Sanktionen rechnen, wenn sie zu viel genehmigen. Aber auch ich bin als Angestellte nicht unkündbar. Wenn meine KollegInnen die jeweilige Stimmungslage des Sachberaters nicht so persönlich nehmen und dadurch mehr für die Klienten erreichen, kann es auch für mich "und tschüß" heißen.
    Ich möchte nicht falsch verstanden werden, auch ich kenne sehr nette Sachbearbeiter, auf der menschlichen Ebene glaube ich sogar, daß die meisten nett sind, und das es die fehlenden Spielräume sind, die sie auf die Dauer verhärten. Es gab mal einen Sachbearbeiter, da "ging mir schon die Flatter", wenn ich nur seine Stimme auf seinem AB gehört hab. Wir haben dann mal länger miteinander gesprochen (er hat das Gespräch am Laufen gehalten, und mir gleichzeitig erzählt, daß dieses Gespräch ihn von der Arbeit abhält, was mir schon wieder ein "scheiss" Gefühl gemacht hat) Auf jeden Fall hat er wörtlich gesagt "Ich bin ein richtiges A****loch geworden, ich kann nicht mehr in den Spiegel gucken". Danach kam ich besser mit ihm klar, obwohl sein Tonfall immer noch großes Umbehagen in mir auslöst.

    Das ist jetzt vielleicht ein krasses Beispiel. Ich glaube, enger werdende gesellschaftliche Spielräume "verformen" die Seele vieler Menschen.
    Dann treffen in so einem Telefonat zwei "geschädigte Seelen" aufeinander.

    Die Ursache für das Problem ist meiner Meinung nach gesellschaftlicher Natur. Aber wir - der Sachbearbeiter und ich - müssen es individuell verhandeln und individuelle Lösungen finden. Dabei läuft das "Psychospiel" ja subtil und für die meisten Menschen sogar unbewußt ab. Das macht es - finde ich - noch schwerer Lösungen zu finden.
     
  4. Ich denke, Du solltest an Deiner Durchsetzungskraft und Überzeugungskraft arbeiten, die fehlt uns sensiblen Menschen recht häufig, denn wir können zu gut immer alle Seiten verstehen. Vielleicht ist das sogar Deine Aufgabe in diesem Job.
    Wenn Du Deinen "Gegner" schon vorher kennst, sagen wir mal, Dir steht ein schwieriges Telefongespräch ins Haus und Du kennst den Sachbearbeiter schon, dann probiere doch einmal folgendes aus:
    Du kannst auf der feinstofflichen Ebene bereits vorher mit der Person Kontakt aufnehmen. Stell Dir die Person vor (auch wenn Du sie noch nie gesehen hast) und dann verbinde Eure beiden Kronenchakras mit rosa Licht. Anschließend verbindest Du Eure Herzchakras mit rosa Licht und Eure Halschakras. Dann versuche mit ihm zu kommunizieren, erkläre ihm Dein Anliegen und warte auf eine eventuelle Reaktion. Oftmals fallen dann die kommenden Gespräche überraschend gut aus.

    Viel Glück
     
  5. Seyla

    Seyla Guest

    G.M. wonder,

    zuerst ein herzliches Hallo.....:welle: Wonder hier im Forum*

    Es gibt mehrere Aus-:) Wege

    Der eine ist dich selbst zu erkennen und herausfinden was dich wirklich blockiert? Das findest du heraus indem du dir selbst Fagen beantwortest. Habe einige für dich zusammen gestellt.

    Mit deinem Know-How das du gelernt hast dürftest du genug Argumente besitzen dich für dich Interessen der Hilfesuchenden Menschen einzusetzen.

    Was hast du selbst für ein Empfinden?
    Bist du selbst von deiner Arbeit überzeugt?
    Wie würdest du dich verhalten, wärst du selbst der Hilfesuchende, hättest kein Geld und wärst angewiesen auf dich selbst als Diplompädagogin, müßtest für dich selbst deine Rechte durchzusetzen? Hättest du dann auch Angst, obwohl du wüßtest, wenn du scheiterst verhungerst du?

    Bist du dir sicher das du dem anderen sein Überfordertsein und das damit genervt sein, das innere Aggressionen auslöst, wahrnimmst?
    Überfordertsein beinhaltet das Wort "Forderung" in sich.


    Oder dir deine eigenen Emotionen gespiegelt werden?

    Was befürchtest du am meisten bei so einem Gespräch?
    Was löst in dir die Angst aus?

    Wie verhälst du dich wenn deine Forderungen für den Hilfesuchenden abgelehnt werden?
    Wie bringst du es dem Hilfesuchenden bei?

    ***********************************

    Wie geht es dir in anderen Situationen wo du für dich selbst etwas FORDERN mußt? Kommst du dir da selbst vor wie wenn du um etwas "Betteln" müßtest und das ist dir zuwieder?
    Vermeidest du in solche Situationen zu gelangen, und sorgst sicherheitshalber vor.

    Was denkst du selbst über Menschen die in eine sozial schwache Lage geraten?

    Weißt du weshalb du dir solch eine Arbeit gesucht hast?

    Erstmal soviel....l-g Seyla***
     
  6. Seyla

    Seyla Guest

    Werbung:
    Hallo MorgainelaFay,

    Bist du dir sicher das dich Wonder versteht?

    L-G Seyla***
     
  7. Orphina

    Orphina Mitglied

    Registriert seit:
    31. Dezember 2003
    Beiträge:
    694
    Ort:
    Berlin
    Wie steht es denn mit deinen Interessen, kannst/konntest du die immer umsetzen?
    Ist denn deine Arbeit definitiv d a s, was du auch wirklich machen willst?
     
  8. wonder

    wonder Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2007
    Beiträge:
    47
    Ort:
    in Hessen
    Seyla, ich glaube ich verstehe schon ungefähr was MorgainelaFay sagen will, ich bin mir nur unsicher, ob der Einfluß meiner Vorstellungskraft groß genug ist, fürchte dass mich spätestens die Stimme des Sahbearbeiters wieder auf meine Angst zurückwirft.
    Zu Deinen Anregungen fällt mir folgendes ein (ich hab noch nie zittiert mal schauen, ob´s klappt, klappt noch nicht wirklich. Hab die Zitate in Anführungszeichen gesetzt, sorry wegen der Unübersichtlichkeit).

    Zitat
    "Mit deinem Know-How das du gelernt hast dürftest du genug Argumente besitzen dich für dich Interessen der Hilfesuchenden Menschen einzusetzen.

    Was hast du selbst für ein Empfinden?
    Bist du selbst von deiner Arbeit überzeugt?
    Wie würdest du dich verhalten, wärst du selbst der Hilfesuchende, hättest kein Geld und wärst angewiesen auf dich selbst als Diplompädagogin, müßtest für dich selbst deine Rechte durchzusetzen? Hättest du dann auch Angst, obwohl du wüßtest, wenn du scheiterst verhungerst du?" (Zitat Ende)


    Ja, ich bin sehr von meiner Arbeit überzeugt, es war immer ein "Traumberuf" für mich, mich für die Interessen anderer Menschen einzusetzen (ich bin dankbar so einen Beruf zu haben, denn ich glaube, gerade heutzutage ist es nicht selbstverständlich in seinem Beruf ein "Herzensanliegen" umsetzen zu können).
    Das Problem könnte folgendes sein: Wie gesagt, ich liebe meinen Beruf und auch die Arbeit mit Menschen finde ich sehr spannend (warum sich jemand wie verhält; zu sehen, wie verschieden Menschen sind; wieviel Kräfte einige gerade in schwierigen Lebenssituationen mobilisieren können - all das finde ich sehr beeindruckend). Anderseits bin ich ein sehr schüchterner Mensch und habe im Alltag manchmal fast Angst im Umgang mit Menschen (fühle mich z.B. oft einsam bzw."fremd" unter Menschen). Vielleicht wäre das ein Grund für einen anderen Beruf, ich wüßte aber keinen, den ich mit genauso viel Leiden(schaft) ausüben könnte. Zumal meine eigenen Unsicherheiten auch eine Quelle des Verständnises für meine Klienten sein können bzw. sind.
    Ja, auch als Hilfesuchender, als Klient hätte ich Angst bzw. Unsicherheit in der Rolle des "Bittstellers". Wobei auch als Hilfesuchender hätte das Verhalten bzw. der Tonfall des Sachbearbeiters großen Einfluß je nachdem würde ich mich als Klient "besser" oder "schlechter" fühlen.
    Die meisten meiner Klienten empfinden auch so. Viele gehen gar nicht erst zu den Ämtern, wir machen das dann für sie bzw. mit ihnen zusammen.
    Ich persönlich habe mich in meinem Leben viel für meine Interessen einsetzen müssen, hatte, da ich mit einer Behinderung lebe, auch "von klein auf" viel Kontakt mit Behördern.
    Auch da ging es mir schon so wie jetzt im Beruf. Je nachdem, wie der Sachbearbeiter "rüberkommt" bzw wie ich ihn erlebe, kann ich mein/das Anliegen gut rüberbringen oder habe trotz guter Kenntnisse und Vorbereitung den "totalen Blackout".


    Zitat
    "Bist du dir sicher das du dem anderen sein Überfordertsein und das damit genervt sein, das innere Aggressionen auslöst, wahrnimmst?
    Überfordertsein beinhaltet das Wort "Forderung" in sich.
    Oder dir deine eigenen Emotionen gespiegelt werden?" (Zitat Ende)


    An die Sachbearbeiter werden ja auch ständig "Forderungen" von allen möglichen Seiten gerichtet. Es wäre komisch, wenn sie nicht überfordert wären.
    Manchmal nehme ich auch Resignation und Erschöpfung, Ungeduld oder Zynismus bei den Sachbeabeitern wahr. Ich glaube, dass ich ein ganz gutes Gefühl für zwischenmenschliche "Schwingungen" habe. Natürlich ist das immer ein Wechselspiel, mein Gegenüber reagiert auch auf mich.


    Zitat
    "Was befürchtest du am meisten bei so einem Gespräch?
    Was löst in dir die Angst aus?"(Zitat Ende)


    In einen Teufelskreis zu kommen. Der geht ungefähr so: Der Sachbearbeiter meldet sich am Telefon, er klingt in meinen Ohren genervt, sagt vielleicht noch, dass er wenig Zeit hat. Ich fühle mich schuldig, dass ich überhaupt anrufe, ihm seine nicht vorhandene Zeit raube. Ich versuche das Anliegen ganz schnell vorzubringen, habe gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, dass ich dadurch die Situation des Klienten nicht angemessen vortrage. Gerate dadurch so unter Druck, dass ich anfange zu stottern bzw. einen "totalen Blackout" bekomme.
    Das wiederum iritiert den Sachbearbeiter, der jetzt für mein Empfinden etwas "mitleidig" auf meine Unsicherheit reagiert. Das wiederum macht mich noch unsicherer, weil ich denke, dass mich das Gegenüber dadurch nicht mehr als Professionelle ernst nehmen kann.


    Zitat
    "Wie verhälst du dich wenn deine Forderungen für den Hilfesuchenden abgelehnt werden?
    Wie bringst du es dem Hilfesuchenden bei?"(Zitat Ende)


    Gegenüber dem Sachbearbeiter meistens ziemlich kleinlaut, weil ich es meistens als mein Versagen erlebe und denke, dass ich bzw. meine Argumente nicht gut genug waren....
    Was die Hilfesuchenden betrifft fürchte ich, dass sie wütend oder entäuscht über mich sind, und das nächste Mal lieber zu meinen Kollegen gehen.
    Ich denke, dass ich es das nächste mal noch besser machen muss (dadurch komme ich natürlich noch mehr unter Druck und der nächste Teufelskreis ist schon vorprogrammiert....)
    Soweit erstmal...
    Liebe Seyla, nochmal ein ganz herzliches :danke: für Deine vielen Denkanstöße!
    Liebe Grüße an Euch alle!

    wonder
     
  9. wonder

    wonder Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2007
    Beiträge:
    47
    Ort:
    in Hessen
    Ich habe von klein auf gelernt, mich Ämtern gegenüber für meine Interessen einzusetzen und war dabei auch meistens erfolgreich! Ich wüßte nicht welchen Beruf ich leidenschaftlicher ausüben würde, es ist mein absoluter Traumberuf! Trotz der schlaflosen Nächte, meiner Unsicherheit und den gräßlichen "Blackouts".
    Manchmal denke ich an´s Aufhören, aber ich würde mehr verlieren als nur einen Job.

    Liebe Grüße

    wonder
     
  10. Seyla

    Seyla Guest

    Werbung:
    Hallo wonder,

    Danke für deine Antworten,....das du MorgainealaFay verstehst vom Sinngehalt meinte ich nicht, sondern das es an der Umsetzung hapert,....also es im Endeffekt halbes Verstehen ist das dir nicht hilft. Jeder Mensch ist individuell und was dem einen hilft, kann nicht automatisch auf den Anderen geschlossen werden, das es ihm auch hilft.

    Wegen dem zitieren,....das was du zitieren willst, markiere und benutze dann den Button /Zitat einfügen(Quote),..dann erscheint es im Kästchen. Der Button dazu ist ein gelbes viereckiges Kästchen(3 von rechts) auf der Leiste über deinem Beitragskasten.

    ******************

    Dein Job dient dir zu lernen deine eigenen Ängste zu überwinden,..indem du dem Klienten hilfst, ein Erfolgserlebnis hast, hilfst du gleichzeitig dir selbst, dich zu heilen.

    Von deinem Beruf bist du überzeugt, doch bist du es auch von dir?

    Was du versuchst ist dein Gegenüber auf deine Empfindungsebene rüber zu ziehen, in ihm sein Herz, seine Menschlichkeit zu öffnen, du weißt es trägt jeder dies in sich. Spürst du bereits am ersten Kontakt, dieser Sachbearbeiter hat diese Ebene abgestellt, wird es dir Angst und Bange...du weißt nicht wie du in diesem Menschen seine Herzgegend öffnen sollst.

    Ich weiß von einer Sozialpädagogin als sie sich um einen Job beim Arbeitsamt bewarb das ihr die Frage gestellt wurde,...sind sie fähig bei sich die emotionale Ebene abzuschalten,...denn Herz und Regeln haben nichts gemeinsam. Sie konnte es nicht und bekam den Job nicht.

    Es gibt Sachbearbeiter die versuchen die goldene Mitte zu finden, doch in erster Linie müssen sie auf ihr eigenes Wohl auch schauen, sonst verlieren sie ihren Job.

    Es ist traurig das zu wissen, und das auch am eigenen Leib zu erfahren,...das Regeln vor dem Mensch stehen....obwohl es um Menschen geht.

    Also wie lösen?

    Versuch genau das was dich ausmacht, die Fähigkeit die du hast spüren zu können wie es dem anderen geht anzuwenden...widme dich am Anfang des Gesprächs deinem Gegenüber, gib ihm das Gefühl das du seine emotionale Lage auch nachvollziehen kannst aber er bitte auch deine berücksichtigen soll, schließlich geht es hier um Menschen, zwar mit Regeln einbezogen aber letztendlich um Menschen* so wie dieser selbst einer ist.

    Wende deine Empfindsamkeit bei deinem Gegenüber an, öffne diesen für deine Belange, dann bekommst du was du möchtest. Bleibst du auf der sachlichen Ebene und argumentierst mit Regeln,...gibt es Konflikt,...der, der besser und härter argumentieren kann, gewinnt letztendlich.

    Im Klartxt, vereine deine Empfindungsebene mit der sachlichen zu einem Nenner. Behalte auf der einen Ebene deine Wahrnehmung vom Anderen und gleichzeitig bleibe auch auf der sachlichen Ebene.

    Weshalb es z.Z. schief läuft ist das du auf der emotionalen Ebene auf Dauerempfang stehst und wenn der Andere nicht auf deiner Ebene ist du vor einer Mauer stehst die du nicht weißt zu überwinden.

    Dann switch um auf dem Gegenüber seine mentale Ebene und hol ihn auf deine emotionale Ebene.

    Ist einer auf der emotionalen Ebene und der andere auf der mentalen....sprechen beide aneinander vorbei,..keine Einigung möglich.

    Probier es mal aus...kannst ja berichten ob es klappt.

    L-G Seyla***
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen