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Pflanzen schneiden, Unkraut jäten

Dieses Thema im Forum "Natur und Spiritualität" wurde erstellt von Enigmata, 15. März 2008.

  1. Enigmata

    Enigmata Guest

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    Hallo!

    Seit diesem Frühling habe auch ich angefangen zu Gärtnern. Mir macht die Arbeit in der Natur sehr viel Freunde und es ist schön, zuzuschauen, wie alles wächst und gedeiht.

    Nun mache ich mir aber schon seit längerem Gedanken, wie es für Pflanzen ist, wenn man sie zurückschneidet. Ich rede jetzt nicht von unnatürlichem Kleinhalten wie bei Bonsaibäumen, sondern davon, die Pflanzen in Form zu schneiden udn auszulichten, so dass die Pflanze wieder von innen heraus kräftiger nachwachsen kann. Auf der einen Seite verletze ich die Pflanze bei dem Schnitt, aber auf der anderen Seite helfe ich ihr beim Wachsen. Ich überlege mir, ob das moralisch gerechtfertigt ist.

    Das zweite Thema ist Unkraut. Mir tut es irgendwie in der Seele weh, wenn ich Unkraut aus dem Gemüsegarten herausreißen muss oder wenn ich das Blumenbeet frei davon halte. Kleinere wildwachsende Pflanzen, die den Blumen nicht schaden, lasse ich wenn möglich stehen und reiße nur Wicken und höhere Plfanzen heraus, die die Blumen und Sträucher eben überwachsen würden.

    Ich bin schon seit Jahren Vegetarier - aber auf der anderen Seite sind Pflanzen doch genauso Lebenwesen und ich töte sie doch genauso.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Ansichten und Meinungen zu dem Thema schreiben würdet. Einfach was ihr darüber denkt.

    Lg, Enigmata:liebe1:
     
  2. LichtSpieler

    LichtSpieler Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juli 2007
    Beiträge:
    196
    Ort:
    München
    Liebe Enigmata, das ist ein sehr interessanter Beitrag. Bevor man z.B. über die Ethik des Baumfällens redet, sollte man sich mal genau darüber Gedanken machen. Eine "Unkraut"- Pflanze ist ja genauso ein Wesen wie ein Baum oder Strauch, wenn auch der Baum ökologisch wertvoller ist.
    Wir können es wahrscheinlich kaum vermeiden zu töten solange wir leben. Denk nur an die vielen Mikroorganismen, die durch unser blosses Sein sterben müssen. Es gibt eine Religion, die Jainas, die versuchen, so gut es geht töten zu vermeiden. Sie essen nur tagsüber, um nicht versehentlich kleine Tiere zu verschlucken und laufen bei Dunkelheit auch nicht herum.
    Da ich beruflich selbstständiger Landschaftsgärtner bin, habe ich mich schon seit langem mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe schon manchen Baum gerettet, den ein Kunde fällen wollte und gärtnere grundsätzlich ohne Gift. Allerdings habe ich auch schon etliche Bäume gefällt (kranke, sturmgefährdete, zu nah ans Haus gepflanzte etc.) und ich mähe auch Rasen und jäte Beete. Der Baumschnitt im Winter muss so ähnlich sein wie eine OP unter Narkose, da der Saft ja vollständig aus dem Baum gewichen ist.
    Trotz alledem macht mir mein Beruf grossen Spaß, und ich sage mir auch, was ist die Fällung eines Baumes gegen die Planung einer Industrieanlge, der vielleicht 1000 Bäume zum Opfer fallen. Oder jemand arbeitet für die Bundesregierung, die Milliarden Euro in die Rüstung steckt. Und auch für eine Parteizentrale der Grünen, oder ein Infozentrum von Greenpeace musste irgendwann Natur weichen.
    Ethik ist auch immer eine sehr individuelle Frage, was man eben mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Auch ich bin Vegetarier, und würde nie in einem Schlachthof o.ä. arbeiten.
    Wenn man alles Töten vermeiden will, bleibt fast nur der Weg des Sadhu, oder man kann z.B. von seiner Kunst (Malerei, Musik etc.) leben.
     
  3. Enigmata

    Enigmata Guest

    Hallo LichtSpieler!

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja, ich sehe es auch so, dass eine "Unkraut-Pflanze" genauso ein Lebewesen ist wie eine Kulturpflanze mit genau dem selben Daseinsrecht.

    Na ja, wenn ich von Kunst und Malerei leben würde, dann müsste ich ja mein Essen auch kaufen und für das gekaufte Essen wird ja Unmengen an Pestiziden, chemischem Dünger etc verwendet und auch viel getötet.
    Da würde ich dann halt "töten lassen" statt es selbst zu tun. Aber moralisch besser ist das denke ich nicht. Im Gegenteil, denn in meinem Garten kann ich auf Chemie und Gift verzichten.

    Was ist denn der Weg des Sadhu?

    Die Religion der Jaina gefällt mir im Ansatz sehr gut - das Prinzip so wenig wie nur möglich zu töten, nach dem lebe ich eigentlich schon seit Jahren.

    Liebe Grüße :liebe1:

    Enigmata
     
  4. Allan Wegan

    Allan Wegan Mitglied

    Registriert seit:
    15. September 2007
    Beiträge:
    37
    Hallo Enigmata,

    Ob man Pflanzen oder Menschen tötet ist im Prinzip einerlei. Aber Menschen zu töten ist mit einer recht großen Gefahr verbunden - nicht unbedingt von dem, den man tötet, sondern eher von den "anderen", die einen dann suchen... Ich esse zwar viele andere Tiere, aber keine Menschen. Ist einfach zu gefährlich.

    Was die Pflanzen angeht, machts wohl keinen Unterschied, ob ich einer Fliege ein Bein rausreiße oder einem Kraut ein Blatt. Ich käm nicht auf die Idee, eine Pflanze zu beschneiden, nen Rasen zu mähen oder gar Unkraut zu jäten. Allerdings nicht wegen moralischer Bedenken, sondern weils einfach unnötig ist. Ich habe zwar Efeu als Nutzpflanze in meinem Garten angesiedelt, aber dem scheint die Anwesenheit anderer Pflanzen wurst zu sein. Die Brennesseln wachsen ebenfalls ohne meine Hilfe bestens.
    Generell gilt, dass man entweder das anpflanzen sollte, was für den Standort geeignet ist oder Standort präparieren muss. Aber am besten ists immer noch, wenn man sich überhaupt nicht um die Pflanzen kümmern muss. Wenn die einfach so vor sich hin wachsen und andere Pflanzen schlicht verdrängen, weil sie selbst die sind, die an den Standort am besten angepasst sind.


    Die Moralfrage ist für mich klar: es ist moralisch verwerflich, Pflanzen, Pilze oder Tiere zu töten oder zu quälen. Ich tus natürlich trotzdem, denn es ist einfach und ich hab mich daran gewönt. Übrigends bin ich davon überzeugt, dass die Pflanze an sich zwar vieleicht nicht immer optimal wächst, dass das andererseits aber auch ihre Sache ist - wenn die nicht wachsen will dann eben nicht.
     
  5. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Das Leben ist - Werden und Vergehen - es existiert nur mit Geburt (Schöpfung) - und wo geboren wird wird auch gestorben - man kann kein Leben "erhalten" - alles biologische Leben stirbt auch irgendwann - lediglich der Todeszeitpunkt ist veränderlich und dann geht es um die Frage - wer bestimmt den Todeszeitpunkt und warum.

    Selbst in unserem Körper wird ständig Leben vernichtet, z.B. durch die Ernährung (kauen, Magensäure etc.) oder auch z.B. durch andere lebende Wesen wie Darm-Bakterien - auch unsere eigenen Zellen sterben in zyklischen Perioden ab, d.h. wir töten uns partiell auch ständig selber.

    Wenn ich einer Fliege ein Bein ausreiße oder ob ich einem Baum einen Ast abschneide ist etwas völlig verschiedenes, da der Fliege das Bein nicht nachwächst, der Baum aber an der Schnittstelle zu verstärktem Wachstum angeregt wird.

    Zu unserer Natur - es gibt in Deutschland kaum noch Stellen, wo der Mensch noch nicht eingegriffen hat, wo also die Natur noch in ihrem natürlichen Rhytmus wächst. Und einen Garten anzulegen, heißt ja nicht nur Pflanzen zu entfernen (töten) sondern heißt auch neue Pflanzen zu setzen - nicht nur Leben nehmen, sondern auch Leben geben. Ich arbeite als Züchter und habe für einige Sorten die Verantwortung im Nachbau - diese Kulturpflanzen würde es so nie geben, wenn nicht in einer Zusammenarbeit von Mensch und Pflanze diese Evolution von Pflanzen ermöglicht worden wäre, nur so enststanden die vielfältigen Nahrungspflanzen, die unsere Kultur durch den Wechsel vom Jäger-Sammler-Dasein zur Ackerbaukultur erst ermöglichten.

    LGInti
     
  6. snoopelius

    snoopelius Mitglied

    Registriert seit:
    29. Dezember 2006
    Beiträge:
    283
    Ort:
    Wien
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    Liebe Enigmata,

    mir geht es genauso wie dir. Hatte schon mal eine Zeit in der ich mich kaum auf Gras zu treten getraute, Ich habs jetzt weggeschoben, was soll ich machen, ich muss ja gehen und irgendwo hintreten.

    Ständig mache ich mir Gedanken, wenn ich Unkraut entferne, Rasen mähen ist ganz fürchterlich. Ich entschuldige mich jedesmal aber ich will einfach nicht, dass mein Gras so hoch wird wie bei meinem Nachbarn wo die Leute glauben, das Grundstück ist verlassen nur weil er zu faul ist um zu mähen.

    lg
    Snoopelius
     
  7. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    11.870
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    Wien
    Hallo,

    das hab ich mir gestern auch gedacht, als ich "meine" Pflanzen von Unkraut befreit habe. Man kommt bei dem Leben und Töten einfach auf keinen grünen Nenner.
     
  8. Enigmata

    Enigmata Guest

    Hallo euch allen und danke für die vielen Antworten!
    Am liebsten hätte ich schon so einen Naturgarten, wo man alle Pflanzen einfach wachsen lassen kann. Aber leider kommen wir ums Gras abmähen nicht herum, da wir im Süden leben und immer die Gefahr von Waldbränden besteht. Denn das Gras vertrocknet ja im Sommer.

    Ja, es stimmt, man kann hier auf der Welt nicht leben ohne zu töten. Das ist mir schon vor Jahren klar geworden. Unweigerlich heißt Leben auch immer Töten.
    Man kann eigentlich nur sinnlosos Töten vermeiden und so wenig Leben nehmen wie möglich.

    Lg, Enigmata
     
  9. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

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    4.673
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    Bayern
    Von wegen Rasenmähen...macht ihr euch auch soviele Gedanken um eure Haare, wenn ihr zum Frisör geht? Was anderes ist das nicht.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  10. LichtSpieler

    LichtSpieler Mitglied

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    17. Juli 2007
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    196
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    München
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    Ein Sadhu ist ein orange gewandeter Bettelmönch, der nur von dem lebt, was die Menschen ihm geben.......
     
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