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Neues zum Ausverkauf Griechenlands - Streikrecht!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Amant, 15. Januar 2018.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    6.814
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    Griechen streiken gegen neues Streikrecht

    Zehntausende waren schon am Freitag Sturm gelaufen: Die Regierung in Athen will Forderungen der internationalen Geldgeber umsetzen. Doch viele Menschen im Land sehen dadurch Verfassungsrechte bedroht.


    Höhere Hürden


    Hintergrund der Proteste ist vor allem die drohende Einschränkung des Streikrechts. Eine Arbeitsniederlegung soll künftig nur noch zulässig sein, wenn mehr als die Hälfte der Gewerkschaftsmitglieder zugestimmt hat. Bisher reichten 20 Prozent; in manchen Fällen genügte allein der Beschluss des Vorstandes.

    Mit der Neuregelung werde das verfassungsmäßige Streikrecht faktisch abgeschafft, beklagen die Gewerkschaften. Die Regierung hatte erklärt, das Gesetz sei notwendig, damit das finanzschwache Land weiter Hilfen internationaler Geldgeber erhalte. Diese erwarten, dass weniger Streiks sich positiv auf die Produktivität in Griechenland auswirken.


    http://www.dw.com/de/griechen-streiken-gegen-neues-streikrecht/a-42149668

    Und wer hat´s erfunden? Die EU-Kommission als verlängerter Arm internationaler Geldgeber?


    Rechnungshof wirft EU-Kommission Fehler bei Griechenland-Hilfen vor

    Bislang wurden drei Hilfsprogramme bereitgestellt, das aktuelle läuft bis Mitte 2018 und hat ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro. Im Gegenzug muss das Land weitreichende Reformen und Einsparungen umsetzen. Dennoch weist Griechenland laut der Statistikbehörde Eurostat nach wie vor die höchste Arbeitslosigkeit in Europa auf (21,2 Prozent, Stand Juni 2017). Auch die Schuldenquote - also das Verhältnis der Staatsschulden zur Wirtschaftsleistung - ist mit 175 Prozent die höchste in Europa.


    https://www.focus.de/finanzen/news/...r-bei-griechenland-hilfen-vor_id_7856219.html

    Griechenland-Hilfe ist ja auch nicht die korrekte Bezeichnung für die Rettungsschirme. Wenn das wirklich gewollt wäre, hätte man es anders angefasst. Und soll das Streikrecht faktisch per Daumenschraube abgeschafft werden.

    Was sagt Ihr dazu?
     
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  2. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    8.359
    Ort:
    Wien
    Ist ein schwieriges Thema. Die Menschen in Griechenland wehren sich natürlich gegen Veränderungen und Einsparungen, genauso wie das in jedem anderen Land auch passieren würde. Dadurch steigt natürlich die Streikquote, und bringt noch eine zusätzliche Verringerung der Staatsleistung mit sich. Ein Aussetzen bzw. sinnvoller eine Erschwerung von Streiks wäre natürlich sinnvoll. Wobei auch eine derartige Lösung ziemlich lang aktiv wäre, weil Grichenland nicht so schnell positiv werden wird.

    Andererseits kann das aber, wenn man es sauber machen will, keine dauerhafte Einrichtung sein, da es eben ein Verfassungsrecht beschneidet. Und genau da kommen natürlich die Lobby-Interessen innerhalb der EU ins Spiel ... dass hier dem Volk ein Mittel zum Kampf gegen Misstände genommen wird - und zwar dauerhaft. Gewinner sind die Unternehmen und Investoren, Verlierer das Volk.

    Die Rettungsschirme - egal wo - sind sowieo eine Farce der EU. Denn es geht dabei nur um den Schutz von Banken und Investoren. Zurückzahlen muss diese Schulden aber das Volk, und nicht diejenigen die das Volk ausbeuten.
     
  3. Emillia

    Emillia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.893
    Ort:
    Wien
    O, ja!!!
    Mag die Typen nicht!
    Kommen mir sehr weltfremd vor.
    Wenn ich
    höre, denke ich an gutes Essen und an:

    Lasst uns essen, trinken, tanzen!

    Aber im Ernst mal;
    man kann sich ausrechnen, um wie viel weniger Demos es geben wird.
    Jetzt bin ich vielleicht nicht mit jeder Forderung jedes Demonstranten einverstanden,
    aber das Demonstrationsrecht ist schon wichtig, extrem wichtig!
    Gegen so einen drastischen Einschnitt würde womöglich auch ich demonstrieren.
    :welle:
     
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  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    6.814

    Ja, ein zunehmender Abbau der Demokratie, wobei dieser Akt sogar ganz offensichtlich ist. In unserem Fall z.B. , also in D funzt das viel schleichender und subtiler.
     
  5. KassandrasRuf

    KassandrasRuf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2013
    Beiträge:
    2.329
    Die "Maßnahmen" der Troika (EZB, EU-Kommission, IWF) sind und waren alles andere als überhaupt geeignet Griechenland (oder irgend ein anderes betroffenes Land) aus der Krise zu führen.
    Mit dem "Rettungsschirm" wurden deutsche und französische Banken und Investoren finanziert und hat erlaubt, dass großzügig Kapital aus dem Land abgezogen wurde, dann wurde Griechenland gezwungen, Staatseigentum weit unter Wert an internationale Investoren zu verschleudern und die Bevölkerung durch "Sparmaßnahmen" zu verelenden (und gibt gleichzeitig den Griechen Schuld, wenn sich ihre Wirtschaft nicht erholt... es ist zum Kotzen).
    Daneben profitieren die wirtschaftsstarken Länder der EU (allen voran Deutschland) von der Schwäche Griechenlands (und Portugals, Spaniens...).
    Ein Hohn, wäre es nicht so dramatisch könnte man ja über diese "Rettungs-Blendgranaten" lachen, wer aber die Situation der griechischen Bevölkerung sieht, dem ist eher zum Weinen.
    Und nun möchten die "Geldgeber" auch noch die demokratischen Grundrechte des Landes aushöhlen!
    Bei TTIP und CETA ist das große Schreien über die Macht der Konzerne und internationalen Multis ausgebrochen, nebst Abgesang auf die Demokratie - trifft es Griechenland herrscht nur gleichgültiges Schulterzucken...
     
  6. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Völlig bei dir. Wobei natürlich die griechische Regierung auch den Fehler gemacht hat, in Euroland zu bleiben. Und damit nach wie vor keine Kontrolle über die eigene Währung zu haben. Ein Rückschritt auf die Drachme hätte ermöglicht, den Währungskurs anzupassen und damit landesintern zu entschärfen und nur mehr Geld im Tourismus und Export einzunehmen, gleichzeitig aber die Ausgaben zu verringern. Und damit das Land wirklich eine Chance bekommen hätte, wieder zu gesunden.

    Aber das steckt halt viel Erpressung durch die EU dahinter, mit den Investoren und deren Lobbyarbeit im Hintergrund. Wie diese Erpressungen funktionieren, sieht man ja auch am Beispiel England wieder. Neben der Medienarbeit die zusätzlich geleistet wird, um die europöischen Völker in der Ideologie zu halten.
     
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