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Macht und Hierarchie - ein paar Gedanken

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Azdak, 15. Dezember 2007.

  1. Azdak

    Azdak Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    402
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    Ich möchte hier einer komischen Intuition folgend unbedingt ein paar (persönliche) Gedanken bezüglich Macht, Besitz und Reichtum äußern.
    Es basiert eigentlich alles nur auf Spekulationen und dem was die Spatzen so von den Dächern pfeifen...

    Wenn man auf die Welt kommt, wird man unwillkürlich mit seiner Wahrnehmung konfrontiert. Man sieht Dinge, die man für real hält, man sieht wie Andere damit umgehen, lernt daraus und im Nu ist man Teil dieser Umwelt. Vieles an grundsätzlichen Regeln wie "Der Stein ist hart" oder "ich kann diesen Ast mit meiner Hand aufheben, ihn mit der Kraft meines Armes bewegen" aber auch etwas komplexeren Regeln die das Zusammenleben betreffen (etwa: "wenn ich jemanden bestehle, und er es merkt wird er sauer") scheinen unumstößlich. Man lernt dazu, verknüpft Sachen miteinander und stößt dabei unmittelbar auf seine Grenzen. Manchmal scheint es unlösbar weil es einfach zu kompliziert wird. Manchmal findet man über irgendwelche mysteriösen Eingebungen einen Weg, hat in manchen Fällen Erfolg und lernt daraus. Im Idealfall hat man hin und wieder Zeit so auf seinen Lebensweg zurückzublicken und sich den einen oder anderen Gedanken dazu zu machen. Man beobachtet sich und seine Umwelt durch den Wandel der Zeiten mit "reiferen Augen" und gelangt so zu Perspektiven, die einem sonnst vor lauter Problemen die es zu lösen gilt verschlossen bleiben. Man denkt über sich nach, seine Ziele, seine Vorgehensweisen, manche nennen es Selbstreflexion.

    Man denkt so hin und her und manche die schon "vorgedacht" haben sind zum allgemeinen Schluss gekommen, dass Glücklichsein doch das eigentliche Ziel eines jeden Menschen sein sollte. Selbst wenn man es nicht bewusst anstrebt, handelt man doch grundsätzlich in diesem Interesse. Nach allem was uns die Geschichte gelehrt hat man sich davon Distanziert von Himmel und Erde, Schöpfung, Ursprung und Jüngstem Gericht zu predigen. Nach dem Motto "seien wir uns mal ehrlich, keiner weiß was vorher war, keiner weiß was nacher sein wird - also, what the hell, tun wir unser Bestes um glücklich zu sein".
    Doch das Nächste Problem ist: Was ist Glück? Ist es der Moment wo man sein Denken abschalten kann, und sich etwas hingeben kann? Ist es das Nachhausekommen nach der Arbeit, zu seiner Familie? Oder sind es Endorphine? Geld? Macht?

    Manche verfallen gänzlich etwas, halten eben Hormonschübe , Geld oder Macht für das Wahre, ihre Suche endet oft in der Sucht.

    Andere halten die Tugend der Weisheit für das höchste Gut. Die Selbsterkenntnis und die der Umwelt. Durch Denker und Wissenschaftler wurden hier Wege beschritten, die völlig unabhängig voneinander Parallelen aufweisen. Es scheint oft als würden sich Denkstrukturen, die schon vor Tausenden Jahren Menschen beeinflusst haben in der heutigen Wissenschaft wiederfinden. Erkenntnisse die aus den tiefsten Zuständen fernöstlicher Meditationstechniken herrühren haben gewisse Ähnlichkeit mit Erkenntnissen der Chaos- oder Relativitätstheorie (sagt mir, wenn ich mich irre). Wenn ein Schamane im Geist in den Patienten des Kranken eindringt, so dringen heute Wissenschaftliche Instrumente, Sonden und Injektionsnadeln ein und wollen so den Heilprozess begünstigen.
    Alles in allem geht es dabei jedoch um die Suche nach sich selbst. Welcher Weg besser ist, ob der "westliche" Weg des professionellen Forschens einfach konsequenter, oder die Alternative dazu (sei es fernöstlich oder Schamanisch oder was auch immer) nicht so zerstörerisch ist sei dahingestellt.
    Andere widmen sich gänzlich ihrem Schaffensdrang, sicher nicht zuletzt um etwas Distanz zu dieser Suche zu gewinnen. Es werden Familien gegründet, Töpfe gemacht, Bilder gemalt, Staudämme oder Raketen gebaut. Das Umformen und umbauen von Objekten aus dem Umfeld zu nützlichen Dingen, das verfeinern der Techniken dabei, das spielerische Beherrschen der Naturgewalten übt auf viele große Faszination aus, obwohl heutzutage wie es oft scheint, bedenkliche Ausmaße erreicht werden.
    Künstler, die es irgendwie immer wieder schaffen ihren Weg zu gehen, unbeirrt ihrem Schaffensdrang zu folgen und sei er auch noch so fremdartig scheinen da irgendwie einer inneren Berufung zu folgen. Es ist mir einfach ein Rätsel wie und warum es solche Menschen immer wieder schaffen von Kunst zu leben und Weltweit verehrt zu werden. Aber alles dieses, Musik, Malerei und Tanz, es scheint irgendwo ganz wichtig und elementar zu sein.

    Wenn jemand viel Enttäuschung erfahren hat, kann seine Suche auch zur Sucht werden. Und süchtig kann man nach fast allem werden. Man ist blind, man will und kann nicht mehr sehen und verstehen. Mit jedem mal, wenn man sich dem Objekt der Begierde hingibt, beraubt man sich eines Stückes seiner geistigen Freiheit. Man Spürt sich selbst einen verzweifelt kurzen Moment, und verleugnet sich selbst gleichzeitig. Ist es nicht überall derselbe Fehler? Macht man sich nicht durch den Irrglauben und die Verblendung die Entsteht wenn man auf den oberflächlichen, äußeren Glanz reinfällt zum Sklaven dieses leuchtenden Glanzes? Und davon gibt es doch, sind wir uns ehrlich, genug bei uns. Der Kokainsüchtige genau wie der Millionär, der einfach nicht genug von Geld und Besitz bekommt (nicht selten haben superreiche oder Mächtige Menschen bekannterweise insgeheim viele andere Süchte, oder ganz abartige Gelüste die einen Ausgleich schaffen sollen) ? Sie müssen scheinbar leiden, sie sind arme, rastlose Seelen, so hat es das Schicksal beschlossen.

    Es erscheint mir als krasser Gegensatz wenn jemand sein Heil beispielsweise in Meditation, in dem konsequenten Befassen mit dem eigenen Geist und dem Loslassen von materiellen Werten zu finden glaubt. Zwar ist auch hier eine gewisse Rastlosigkeit der innere Motor aber man irrt nicht gar so verzweifelt ziellos kurzen Räuschen nach.

    Jetzt ein gewagter Sprung zwischen Politik und Spiritualität: Ist der grausame Tyrann so betrachtet nicht ein Märtyrer? Also jemand der alle Reichtümer und Macht (und das damit verbundene Laster und Leid) auf sich nimmt und gerade die, die ausser ihm diesen Werten allzu verfallen sind eben durch seine Grausamkeit davon unwissentlich "befreit" und sie, ob sie wollen oder nicht, lehrt, sich von irdischen Dingen zu trennen (so wie es der Dieb im kleinen Stil macht. Denn "Eigentum ist Diebstahl" besagt ein Sprichwort von Proudhon, der die Gedanken der Revolutionen aufgegriffen hat)?
    Vielleicht haben sich vor allem in unseren Breiten deshalb so viele Menschen (Bauern, Sklaven...) über Jahrhunderte hinweg die Schikanen ihrer Herrscher auf religiösen Grundlagen basierend gefallen lassen.

    Noch im frühen Mittelalter war es nicht so leicht zu trennen ob der Herrscher gut oder böse ist, denn manche Könige und ihr Hofstab waren zweifellos auch Weise und erfahren. Aber Aufklärung, Alkohol, Geld und Befehlsgewalt über unzähliche Menschen gewannen zunehmend die Oberhand. Die Gier nach Materiellem ergriff auch das Volk, und die Revolutionären Bewegungen entstanden - ist das vielleicht ein Zeichen dafür dass man Selbstverantwortung einfach nicht so leicht aus der Hand geben sollte und jeder für sich einen gewissen Lernprozess zur Entscheidung zwischen Materiellem und Spirituellem Glück durchmachen sollte?

    Natürlich ist Hierarchie auch ein grundlegender Bestandteil. Wenn man einen Rat von jemandem bekommt, der ähnliches durchgemacht hat kann man ihn entweder annehmen oder dagegensein, und bei wirklich weisen Ratschlägen kann man in der Praxis nicht selten anhand der eigenen Erfahrungen nachvollziehen was ursprünglich mit dem Ratschlag gemeint war.
    Oft entsteht einem (scheinbar) wirklich Weisen gegenüber das Gefühl starker Verbundenheit. Man fühlt sich hingezogen, man möchte seine Verantwortung am besten ganz abgeben, und sich in die Hände des vermeintlichen Weisen begeben. Ich denke aber, dass ein echter wirklicher Weiser solchen Ambitionen sehr kritisch gegenübersteht.
    Genau dieses innige Gefühl, seine Verantwortung abgeben zu wollen, was im Christentum meines Erachtens nach fälschlicherweise als Glaube einem Gott dargebracht wird, ist ein Schutzmechanismus. Wenn man sich zu sehr in Gedanken um die Unendlichkeit und den Tod verstrickt hat, scheint ein starker, allmächtiger Gott als der rettender Anker und man wird von einem innigen Gefühl der Verbundenheit diesem "wesen" gegenüber ergriffen. So ähnlich muss sich das Stockholm-Syndrom anfühlen, wenn man plötzlich seinen Kidnapper so schrecklich verehrt und nicht weis warum.
    Diese form der Hierarchie ist jedoch auf komplett freiwilliger Basis, und Stellt die vermeintliche Spitze der Pyramide laufend auf die Probe.


    So, ich wollte diese Gedanken einfach loswerden, vielleicht weis noch jemand etwas besseres dazu, oder sieht die Dinge ganz anders.

    Die Kurzfassung für alle die nicht alles lesen wollen sollte jedoch sein:

    -> Fight the Power! <-
     
  2. rainbowchild

    rainbowchild Guest

    omg, ich will ein Märtyrer sein. Bringt mir all euer Geld, damit ihr vom Materiellen befreit seit.
    Ich bin bereit diese Bürde auf mich zu nehmen. *kicher*

    LG

    Jenny
     
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