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Ich habe Angst um meine Reiseleiter

Dieses Thema im Forum "Der Heilkreis" wurde erstellt von Anthum, 8. März 2013.

  1. Anthum

    Anthum Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2010
    Beiträge:
    316
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    Hallo,

    ihr betet doch hier für bestimmte Anliegen. Und ich bekomme schön langsam wirklich Angst um meine Reiseleiter! Sie haben mir im August 2012 eine Woche lang Nordkorea gezeigt. Es sind freundliche Menschen, die auch durchaus mitdenken, was in ihrem Land passiert. Aber sie sind Gefangene des Systems.

    Ein Foto von ihnen kann ich leider nicht einstellen, weil ich nicht weiß, ob ihnen das recht wäre. Bitte betet trotzdem für sie.

    Danke

    Anthum
     
  2. Lichtwelle

    Lichtwelle Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Oktober 2011
    Beiträge:
    16
    Ort:
    Eggendorf
    Das mach ich gerne!
    Wie ist es denn in diesem Land und vor allem, wie sind die Menschen?

    Liebe Grüsse, Toni
     
  3. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Amnesty International schlägt Alarm. Massive Verletzungen der Menschenrechte, Folterlager und Hinrichtungen etc.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechtssituation_in_Nordkorea

    Ich hatte mal in einem Forum Kontakt zu einer Userin, die jahrelang Soldatin in Nordkorea war. Sie war höchst traumatisiert, zog eine Spur der Gewalt durch das gesamte Forum.



    Kerze brennt, im Gebet in Nordkorea.

    LP
     
  4. Anthum

    Anthum Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2010
    Beiträge:
    316
    Hallo Lichtwelle,

    danke für deine Antwort. Zur politischen Situation hat Lichtpriester ja schon etwas geschrieben. Es ist traurig, dass es so ist. Man kann aber ein Land natürlich nicht auf seine gegenwärtige oder ehemalige Regierung reduzieren. Das mit dem Widerstand, das ist immer leichter gesagt als getan.

    Auf einer solchen Reise durch Nordkorea wird man mit schönen klimatisierten Bussen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen gefahren. Das sind oft patriotische Denkmäler, z.B. der Veteranenfriedhof oder das Mansudae Monument (Statuen von Kim Il Sung und Kim Jong Il im Stadtzentrum von Pyongyang), wo wir dann Blumen niedergelegt und uns verbeugt haben. Es ist fast wie ein Schauspiel - es wird einem gesagt, was man nun zu tun hat, und man beobachtet sich selber dabei, wie man das tut. Ich fand es interessant.

    Die Reiseroute ist vorher in etwa festgelegt, und am Vortag stimmen die koreanischen Reiseleiter sie mit den westlichen Reiseleitern ab. Das geht also alles nach Plan, und es ist nicht vorgesehen, dass man mal irgendwo länger bleibt, weil es einem gefällt oder so etwas. Auch muss die Gruppe immer zusammenbleiben. Und die Reiseleiter beherrschen die Kunst, eine Handvoll Individualisten durch ein solches Programm zu schleusen, ohne dass sie einem lästig fallen.

    Wir hatten ansonsten nur wenig Kontakt mit der Bevölkerung. Mal Blickkontakt aus dem Bus oder mit den Soldaten, die die Grenze bewachten. Wir waren ja immer in Eile, und das Problem ist auch, dass nur ganz wenige Leute in Nordkorea eine Fremdsprache sprechen. Und Koreanisch, das ist nicht so einfach. Unsere Reiseleiterin hat sich ja durchaus bemüht, uns wenigstens die Begrüßungsformel beizubringen, "Annyonghashimnika". Tja, am letzten Tag hatte ich mir das dann gemerkt. ;-)

    Allerdings sprach eine der Angestellten in einem Museum Französisch (normalerweise sprachen die nur Koreanisch und unsere Reiseleiter haben es gedolmetscht), und so habe ich dann in Pyongyang meine etwas verschütteten Französischkenntnisse wieder ausgegraben und sie gefragt, ob man in diesem Museum (es war ein technisches Museum) wohl den Laptop aus nordkoreanischer Produktion sehen könnte. Leider konnte man das nicht, der war in einem anderen Museum. ... Also so ein bisschen Smalltalk war das halt.

    So, jetzt muss ich meine Eltern zum Flughafen fahren, vielleicht schaue ich nachher nochmal rein.

    Schöne Grüße

    Anthum
     
  5. Anthum

    Anthum Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2010
    Beiträge:
    316
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    So, hier der zweite Teil. Wie sind die Menschen. Wir hatten ja nur mit wenigen Kontakt. Was mich überrascht hat, war die Freundlichkeit. Ich wusste ja vorher, dass wir da ständig von unseren Reiseleitern "bewacht" werden würden, aber ich hatte mir das ganz anders vorgestellt. Ich habe gedacht, dass das anstrengend und etwas unangenehm werden würde, und dass ich abends bei der Rückkehr ins Hotel froh sein würde, sie erstmal wieder loszuhaben. So war es aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich denke nun oft an sie zurück.

    Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass diese Freundlichkeit nur gespielt war. Im Jahr davor war ich auf einer Kreuzfahrt, und war auch auf dem Schiff von einer freundlichen Crew umgeben - aber mit unseren Reiseleitern in Nordkorea kann man das nicht vergleichen. ... Ich denke, die haben sich auch gefreut, dass jemand sie "besuchen" kam. Und wir hatten auch gute Reiseleiter; es gibt da wohl auch andere.

    Auch an den Zollbeamten bei der Ausreise kann ich mich gut erinnern. Der kam in unser Abteil und hat dann zuerst unsere Fotos stichprobenartig kontrolliert. Dann hat er das gesamte Gepäck manuell durchsucht. Dabei hat er die E-Book-Reader ausprobiert, fast so wie man das bei uns macht, wenn man mal zum Media Markt geht. Er ging sehr vorsichtig mit den Geräten um. ... Er fand dann bei einem Mitreisenden Insulin und hat sich besorgt erkundigt, ob derjenige sich das denn selber spritzen muss.

    Das war mehr als nur eine Zollkontrolle. Durch unser Gepäck hat sich dieser Beamte ein Bild von der Welt da draußen gebildet. Auch ihn habe ich in guter Erinnerung.
     
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