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Häuserverteilung Nord- und Südhalbkugel etc.

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Schrödingers Katze, 30. April 2006.

  1. Werbung:
    Hi Ihr Lieben,

    nachdem vorhin das Thema in einem anderen Thread kurz aufgetaucht ist , möchte ich ganz gern dieses Thema zur Diskussion stellen.

    Fallbeispiel: Jemand ist in Neuseeland geboren und im Kindesalter zieht er/sie mir seinen Eltern nach Europa - oder auch später (ist ja eigentlich egal).

    Angekommen in Europa haben sich seine Hauptachsen komplett verschoben. Transite verlaufen nun - angekommen auf der Nordhalbkugel - komplett anders als in seiner Heimat.

    Kann man in so einem Fall überhaupt noch Häuser als Messlatte anlegen? Ich meine JA - und zwar die, die jetzt in der neuen Heimat gelten. Zur Persönlichkeitsanalyse würde ich natürlich das Geburtsradix aus Neuseeland hernehmen, würde aber, wenn es um Ereignis-Astrologie geht, auf jeden Fall den neuen Wohnort nehmen. UND dann würde ich das Ganze mal vergleichen.

    Vielleicht merkt derjenige mit zunehmenden Alter, dass er sich in der neuen Heimat unwohl fühlt, alles für ihn schief läuft...Dann mal eine Synastrie der Orte (Radix Geburt und Radix Wohnort) machen und in der Astro-Landkarte mal gucken, wo denn der stärkste Einfluss da ist. Ich find das schwierig. Ich hab einen sehr guten Freund, der aus Westafrika kommt, aber schon lange in Europa lebt. Wenn er von mir was wissen wollte - über Job, oder sonstwas:
    ich würde nicht nur einen Vergleich mit seinem Geburtshoroskop machen (mal abgesehen davon, weiß ich von ihm eh nur, dass er bei Sonnenaufgang geboren wurde :stickout2

    Noch 'ne Frage: Und was bitte ist mit den Menschen vom Polarkreis?

    Es gibt zum Thema Astro-Kartografie ja sehr interessante Forschungen. Muss mal gucken, was ich da auftreiben kann.
    Vielleicht kann ja jemand von euch schon was beisteuern.

    Liebe Grüße :liebe1:
    v-p
     
  2. Simi

    Simi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2005
    Beiträge:
    5.768
    Hi venus-pluto :)

    Ich möchte bei der Gelegenheit meinen Lehrer empfehlen:
    Oskar Adler - Das Testament der Astrologie (4 Bände)

    Der schreibt zu dem Thema, dass der Fötus während der Schwangerschaft die Raum- und Zeitqualität der Örtlichkeit aufnimmt, wo die werdende Mutter lebt. Er sagt dazu, dies müsse man berücksichtigen, wenn ein Kind z.B. in einem Zug oder in einem Flugzeug geboren würde. Ausschlaggebend für den Geburtsort sei dann, wo sich die Mutter die überwiegende Zeit während der Schwangerschaft aufgehalten habe.

    Ich persönlich hab' da noch nie drauf geachtet, kommt wohl auch nicht so häufig vor. :)

    Tja, das hab' ich auch schon überlegt. Ich hatte am Anfang mal ein Buch über die technische Seite astrologischer Berechnung in der Hand, um herauszufinden, welches Häusersystem das richtige ist. Der Autor behauptete, Placidus sei schon deshalb falsch, weil das System in Richtung Polarkreis versagen würde, bestimmte Häuser würden sich auf Null Grad reduzieren. Ich hab' das gestern mal mit meinem Horoskop ausprobiert. Es stimmt. Die Häuser 4, 5 und 6 und die gegenüberliegenden verschwinden. Hm, ich weiss auch nicht. Ich denke, da wird eh keiner geboren, is' viel zu kalt. :D

    Man kann das aber auf die Spitze treiben. Was ist, wenn die Raumfahrt Fortschritte macht und der Mars besiedet wird? Was für ein Horoskop hätte jemand, der auf dem Mars geboren wird? :clown:

    liebe Grüsse :liebe1:
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
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    Die Auseinandersetzung um das "richtige" Häusersystem ähnelt streckenweise astrologischen Glaubenskriegen ... für alles, was zwischen den Polarkreisen liegt, kommen wohl alle Häusersysteme in Frage, wobei in der Regel mit den jeweiligen Systemen auch unterschiedliche astrologische Schulen und Sichtweisen verbunden sind. Wenn die, die lieber mit Schrauben verbinden, ein Schraubendreher-System verwenden, ist das (so seh ich es) ebenso nützlich wie für jene, die lieber nageln, ein Hammer-System. Wenn dann allerdings jemand daherkommt und meint, Schraubendreher sind das Hinterletzte, weil sich damit nie und nimmer ein Nagel einschlagen ließe...

    Jenseits der Polarkreise wären äquale Häuser anwendbar (aber eben innerhalb eines astrologischen Bezugsrahmens, der mit solchen Häusern arbeitet) oder man probiert es einfach mal ohne Häuser... auch das kann schon einiges bringen, etwa auch über die Verkettung der Zeichenherrscher, wenngleich der Verlust der Individualität natürlich evident ist. Andererseits werden jenseits der Polarkreise auch relativ wenig Menschen geboren. Astrologie ist eine Disziplin, die aus der praktischen Beobachtung geboren wurde und historisch auch so gewachsen ist, da waren idealtypische Überlegungen wie die Stimmigkeit für polnahe Bereiche nicht gefragt (wie auch, mit einer Vorstellung der Erde als Scheibe...!?).

    Ich würde mich freuen über ein Häusersystem, das für alle AstrologInnen und alle Orte passt - und kann gut damit leben, dass wir das nicht haben (werden). Im Einzelfall muss ich halt genauer hinschauen und sehen, ob und wie ich damit umgehe. Ich kann ja bei uns auch mit einem Magnetnadelkompass navigieren, was in Polnähe zunehmend schwierig wird.

    Zur Frage der Änderungen bei Aufenthaltsorten: Ich habe speziell bei divinatorischen Verfahren festgestellt, dass das "Hier & Jetzt" wohl den entscheidenden Bezugspunkt darstellt. Es macht ja einen nachvollziehbaren Unterschied, ob ich mich zu einem bestimmten Zeitpunkt meiner Biographie gerade in Graz oder in New York aufhalte ... wenn ich da zum Beispiel an eine Deutung eines Horoskops für 9/11 dächte...

    Wobei das Radix mitsamt Achsenverteilung sich nicht ändert. Es geht um den Moment des Einklinkens in die raumzeitlichen Dimensionen, das "Hier & Jetzt" der Geburt, und da ist das "Hier" so bedeutsam wie das "Jetzt". Wenn also jemand in Neuseeland geboren wurde und dann nach Hamburg zieht, bleibt das auf Neuseeland gerechnete Radix, und auch Transite ziehen durch die "Neuseeländer" Häuser. Wenn ich hingegen ein Solar für den gleichen HE berechne, dann würde ich das auf Hamburg tun. Lässt sich eh gut an der Realität überprüfen: einfach beide Varianten ansehen für zwei, drei metagnostische Eckpunkte der Biographie, und schon zeigt sich, was stimmiger aussieht.

    Das Problem der Geburt im Flugzeug oder im Zug trag ich mit Fassung ... auch dort gilt, dass es einen Geburtszeitpunkt zu einem eindeutigen Hier & Jetzt gibt, die Schwierigkeit liegt nur darin, diesen raumzeitlichen Punkt festzustellen. Es werden aber immer relativ passende Näherungswerte verfügbar sein ("im Zug zwischen München und Salzburg" ... "auf dem Flug von London nach Rio, ca. 1 Stunde vor der Landung"), und den Rest erledigt eine vernünftige Geburtszeitkorrektur...

    Alles Liebe,
    Jake
     

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