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Gedanken zum Leid

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von shana, 13. Juli 2005.

  1. shana

    shana Mitglied

    Registriert seit:
    25. April 2003
    Beiträge:
    67
    Ort:
    Zürich
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    Kommt man einmal an den Punkt wo genug gelitten wurde?

    Leiden ist für mich auch ein Prozess, der sich positiv auf unser Leben auswirkt.
    Wachstum entsteht daraus, und Einsichten.
    Auch Glück entsteht aus dem Leiden.

    Zum heutigen Zeitpunkt bin ich für gewisse Leiden sehr dankbar, da ich sonst nicht der Mensch wäre, der ich heute bin.

    Aber gibt es auch den Moment, wo Wachstum und Leiden abgeschlossen sind?
    Ich meine nicht die kleinen Sorgen und Ängste, ich meine den echten, tiefen psychischen Schmerz.
    Der Druck, der einem kaum atmen lässt.
    Der in einem den Wunsch nach sterben wach ruft.

    Ist irgendwann genug?
    Sterben wir dann?
    Warum?

    So viele Fragen, ich weiss, die sind nicht einfach zu beantworten.

    So long!
    Shana
     
  2. Namo

    Namo Guest

    Liebe Shana,

    ich habe dazu etwas geschrieben im Unter-Forum: Religion & Spiritualität.

    Mitakuye Oyasin und

    Alles Liebe

    Namo
     
  3. Taothustra

    Taothustra Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2005
    Beiträge:
    246
    @Shana

    Hi Shana, wer ehrlich fragt, bekommt ehrliche Antworten....

    Kommt man einmal an den Punkt wo genug gelitten wurde?

    Diese Frage ist falsch gestellt, weil sie bereits von festen Voraussetzungen ausgeht, die nicht gegeben sind.
    In diesem Falle, wird unterstellt, daß der Mensch oder gewisse Menschen eine bestimmte festgelegte Menge an Leid zu ertragen hat und demzufolge der Leidensprozess aus logischen Gründen ein festgelegtes Ende findet.

    Jeder Mensch ist jedoch in der Lage, sich durch seinen freien Willen, täglich neue Voraussetzungen für Leid zu schaffen, das Leiden wird erst dann ein Ende haben, wenn er die metaphysischen Mechanismen die zu dem Leid führen erkannt und damit sich selbst als den eigentlichen Hauptverursacher allen Leides erkannt hat.

    Leiden ist für mich auch ein Prozess, der sich positiv auf unser Leben auswirkt.

    Das hast Du gut und richtig erkannt. Freude und Leid sind die Mittel des Schicksales um den Menschen in seinem geistige Reifeprozess voranzubringen.
    Und das ist nichts weniger als der Sinn des Lebens, alles andere ist ihm untergeordnet - bis zu einem bestimmten Punkt sogar der freie Wille.

    Wachstum entsteht daraus, und Einsichten.

    Die man sich, allerdings bewahren und nicht wieder vergessen sollte, da sie es sind welche dem Leid ein Ende zu setzen vermögen.

    Auch Glück entsteht aus dem Leiden.

    Auch dies ist richtig, der seelisch-geistige Reifeprozess, befähigt den Menschen zunehmend Glück überhaupt erst wahrnehmen und erleben zu können. Er lernt worauf es im Leben ankommt und worauf es nicht ankommt.

    Zum heutigen Zeitpunkt bin ich für gewisse Leiden sehr dankbar, da ich sonst nicht der Mensch wäre, der ich heute bin.

    Du zeigst eigentlich Reife und Einsicht, deshalb überrascht es mich ein wenig, daß Du immer noch leiden mußt.
    Vermutlich hältst Du immer noch an falschen Wünschen und Vorstellungen fest, die Du lernen mußt zu erkennen und loszulassen.
    Man kann nur entäuscht werden wo man zur falschen Zeit etwas falsches erwartet.

    Aber gibt es auch den Moment, wo Wachstum und Leiden abgeschlossen sind?

    Natürlich gibt es den und er sollte Dein wichtigstes Ziel im Leben sein.

    Ich meine nicht die kleinen Sorgen und Ängste, ich meine den echten, tiefen psychischen Schmerz.

    Du bist der Verursacher, Deine Wünsche und Vorstellungen, wie Du willst, wie etwas zu sein oder abzulaufen hat.
    Oder auch Ängste die aus Verdrängungsmechanismen und vielerlei Ursachen entstehen können....der Ausgangspunkt bist immer Du.
    Doch bedarf es da schon einer näheren Erläuterung der Zusammenhänge um die Ursachen herauszufinden und abzustellen.

    Der Druck, der einem kaum atmen lässt.

    Das klingt sehr nach verdrängter Gedankenkraft und einer schreienden nicht erkannten Seele.

    Der in einem den Wunsch nach sterben wach ruft.

    Was weißt Du über den Tod und das Sterben, daß Du es als Ausweg ansehen könntest ?
    Dieser Wunsch nach sterben, ist doch immer nur mit Spekulationen darüber gekoppelt, daß man seiner Situation dadurch entkommen könnte.
    Ein großer Irrtum !
    Jedes Problem trägt die Lösung in sich die gefunden werden kann.
    Eigentlich ist das gar nicht schwer, schwieriger wird es erst, weil der Mensch nur Lösungen zu seinen Bedingungen akzeptieren will.
    Daher muß er erst einmal lernen, daß er nie derjenige ist und war, der im Schicksal die Bedingungen stellen kann.
    Die metaphysischem Mechanismen die Du auch "selbsttätige kosmische Gesetze" nennen kannst, können nur erkannt werden, wenn Du die Demut weit genug in Dir entwickelt hast, sie allein ist es, die Dir die geistigen Augen öffnen kann, so daß Du nicht mehr wie blind gegen die Hindernisse in Deinem Schicksal anrennen mußt.
    Denn das ist es, was die Probleme tatsächlich bedeuten "unerkannte Hindernisse" doch nicht um Dir ein Bein zu stellen, sondern um in Dir das Bedürfniss zu erwecken, sehend zu werden und geistig-intuitiv die Zusammenhänge und Deinen Weg darin zu erkennen.
    So wie die Sonne uns jeden Tag die Welt erleuchtet, so mußt Du auch in der geistigen Welt - in der Du Dich allezeit befindest - die geistige Sonne aufgehen lassen....und das Schicksal ist Dir dabei behilflich, wenn es Dich mehr als andere prüft, dann vermutlich weil die Welt Deine Sonne braucht und vermißt. Und weil nur im Geben auch ein Empfangen sein kann.

    Ist irgendwann genug?

    Ja, wenn Du in der Lage bist es selbst bewußt abzustellen.
    Du bist keine Pflanze, die auf Gedeih und Verderb der Witterung ausgeliefert ist. Du hast mehr Möglichkeiten als Du ahnst, Du solltest aber davon Gebrauch machen.....

    Sterben wir dann?

    Nein, wir streifen nur die sterbliche Hülle ab, doch davon allein ist nichts besser oder schlechter als vorher, es sind die gewonnen geistigen Erkenntnisse die wir als Schätze und Hilfen mit hinübernehmen.

    Warum?

    Weil es nur diesen einen Weg zum wahren Menschsein gibt.
     
    Wendezeit gefällt das.
  4. shana

    shana Mitglied

    Registriert seit:
    25. April 2003
    Beiträge:
    67
    Ort:
    Zürich
    @Namo
    Danke für den Hinweis. Werde gleich mal nachlesen!


    @Taothustra

    Ich danke Dir für Deine ehrlichen, direkten Worte, welche mich sehr berührt haben. Werde mir diese sicher aufbewahren und immer wieder zur Hand nehmen. Danke für den wertvollen Beitrag!

    So long
    Shana
     
  5. Taothustra

    Taothustra Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2005
    Beiträge:
    246
    @ Shana

    Es freut mich, wenn ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte.
     
  6. Wendezeit

    Wendezeit Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2004
    Beiträge:
    2.467
    Ort:
    NRW
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    Dem kann ich mich nur anschließen, das ist sehr einfühlsam formuliert
    Liebe Grüße
    Elke
     
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