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FIST Filmempfehlung zu Weinachten: Dancer in the Dark

Dieses Thema im Forum "Filme/TV" wurde erstellt von FIST, 25. Dezember 2007.

  1. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Hi ihr Kinomatographen

    warum gerade "Dancer in the Dark"? gute Frage, eigentlich scheint ja ein Disneyschmalzstück viel angebrachter. Nuja, wie auch immer, also warum?

    zuerst zum Ästhetischen: Disney ist Kitsch, Dancer in the Dark ist es nicht. Dafür ist er Autentisch, die Menschen die darin vorkommen sind glaubwürdig, ihre Emotionen ebenso, ihr Verhalten auch. Lars von Trier schaft dass, in dem er eine schlichte Handkamera mit grobkörniger Auflösung verwendet und den Personen immer Hautnah auf die Pelle rückt, wodurch der Film eine fast schon Dokumentarische Tiefe erreicht. Und obwohl das Bild wackelt und hin und her schwenkt (Mittendrinn statt nur dabei ;) ) ist das Bild nicht zufällig sondern eine Kompoition, wohldurchdacht, gewollt und dadurch auch schön. Allerdings nicht eine Oberflächliche Schönheit, sondern eine tiefgründige.

    Der Kontrast dazu die Musicalszenen - VIVA und MTV lassen grüssen, Fixe Kamera mit genialen Bildkompositionen, wobei die Kurzen Standbilder, die Perspektiven, die Farben an Moderne Kunstwerke erinnern, Konstruktivismus, Surealer Realismus und wie die Kunstrichtungen sich alle so nennen.

    Die Einheit von Bild und Ton: auch hier, kein Zufall, alles Passt, genau konstruiert, und fast jeder Einrichtungsgegenstand wird zu einem Instrument, sei dies ein Fahrrad, ein Pinsel, eine Lampe, eine Maschine, ein Zug, ein Zeichenstift, ein Besen - schlicht alles.

    Also alleine schon vom reinen Technischen Handwerk sicher etwas, dass sich zu sehen lohnt, eine Ästhetik, die fernab von Hollywoodkitsch und Computeranimationen ihren Charme und ihre Eindringlichkeit beweist

    Die Musik - was muss man zu Björk noch sagen? warscheinlich eine der Besten Sängerinnen die es gibt mit einem Unglaublichen Stimmumfang - aber auch die anderen Sänger/Schaupspieler sind nicht von schlechten Eltern (haben aber gegen Björk keine Chance) - die Musik selber ist durchwegs interessant, aufbauend auf Alltagseräuschen und Versatzstücken von verschiedensten Musiktraditionen entwickelt sie einen ganz eigenen Charme, der aber durchwegs zu einem Musical passt.

    Zum eigentlichen Meisterwerk: normalerweise sind Musicals ja so harmlose Zeittotschlagende Filme in der sich alle Gern haben und die Welt schön ist und am Ende singt Fred Astair und Ginger Rodgers und die Welt ist Glücklich. Nun, nicht bei Lars von Trier, da wird ein Drama zu einem Musical, da ist nicht irgend eine Bühne die Bühne, sondern die Fabrik, der Gerichtssaal, der Todestrakt, da Tanz und singt man nicht im Frack, sondern im Blaumann, im Holzfällerhemd, in der Poizeiuniform. Dabei entwickelt der Film auch durchaus Humor, wenn die Fabrikangestellten oder die Holzfäller im Stil eines Klassischen Musicals Tanzen, eben halt nur nicht im klassischen Musicelbackground.

    zur Story, und darum gehts eigentlich, warum der Film so gut für Weinachten Geeignet ist. Wie auch in anderen Filmen von von Trier zeigt er auch in diesem Film Menschen, die im Grunde genommen Heilige sind. Hier gespielt von Bjökrk und ihrer Passion um ihrem Sohn das Augenlicht zu erhalten. Dafür nimmt sie alles in Kauf, wird zur Mördern, zum Tode verurteilt und Gehängt, aber weicht keinen Schritt von ihrem Weg ab, sie opfert sich für ihren Sohn, mit dem Spruch: ich höhre auf mein Herz.

    Dagegen kommt der ganze Disney-Kitsch und alle anderen sonstigen Weinachtstränendrüse "jö-wie-herzig", "ist das nicht Süss" Filme einfach nicht an. Schlicht und Ehrlich eine Heldin darzustellen, die über keinerlei Heldenatribute verfügt, die von Angst und Trauer geplagt wird, und die es in Kauf nimmt von allen Verachtet und Gehasst zu werden, um ihrem Sohn zu ermöglichen, dass er nicht erblindet. Kurzum, Nächstenliebe vorgelebt, bzw Filmisch Dargestellt, und zwar so, dass den Zuschauer ins Mark trifft, und dass ganz ohne grossen billigen Pathos wie es z.b. The Passion of the Christ versucht.

    Fazit: ein Meisterwerk

    lG und Frohe Weihnachten

    FIST
     
  2. Also zur weihnachtszeit, bin ich froh wenn ich christbäume mit grossen christbaumkugeln im tv sehe, und viele kerzen müssen brennen, im tv, dann passt es, nach weihnachten ist mir das egal.:)
     
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