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Effektiv vs. Ineffektiv

Dieses Thema im Forum "Magie" wurde erstellt von SYS41952, 25. Februar 2010.

  1. SYS41952

    SYS41952 Guest

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    Ineffektiv:

    Moin ist ein regional in Teilen Norddeutschlands und dem Süden
    Dänemarks (Südjütland) verbreiteter Gruß, der prinzipiell zu jeder Tages- und
    Nachtzeit verwendet werden kann.[1] Es gibt allerdings regional
    unterschiedliche Konventionen zur Verwendung, was etwa die Tageszeit, den
    formellen Aspekt oder die Verdopplung („Moin, moin“) betrifft. Moin wird als
    Gruß auch in anderen Teilen des deutschen Sprachraums benutzt, allerdings
    dort häufig fälschlicherweise als Guten Moin verwendet oder mit einem
    klassischen Guten Morgen verwechselt.

    Inhaltsverzeichnis


    * 1 Herkunft
    * 2 Verwendung
    * 3 Verbreitungsgeschichte in Norddeutschland
    * 4 Literarische Belege
    * 5 Siehe auch
    * 6 Einzelnachweise
    * 7 Weblinks

    Herkunft

    Die meisten Linguisten nehmen an, dass Moin dem Angeredeten
    sprachökonomisch „einen Guten“ (moien) wünscht, was erklären würde, dass Moin zu jeder Tageszeit gebraucht wird.

    Gegen die Herleitung von Moin aus dem ostfriesisch-niederdeutschen mōj
    spricht allerdings die Tatsache, dass Moin das einzige Wort dieser Sprache
    ist, das den kurzen oi-Diphthong aufweist, der aufgrund phonologischer
    Gesetzmäßigkeiten nicht aus -ōj- hergeleitet werden kann. Im Übrigen
    scheint Moin eine relativ junge Sprachschöpfung zu sein, und manches
    spricht für die Annahme, dass es sich hier um die Übernahme und später
    eigenwillige Umformung eines Morjen (Guten Morgen) preußischer
    Verwaltungsbeamter in Ostfriesland handelt.


    Für eine Herkunft aus dem Friesischen spricht hingegen die Tatsache, dass
    Moin, moin als Grußformel bis in die 1970er Jahre nur in Ostfriesland, dem
    Emsland, Hamburg, im Oldenburgischen und in den nordfriesischen Regionen
    Schleswig-Holsteins sowie in Flensburg verbreitet war, während in den
    anderen Regionen Schleswig-Holsteins die übliche informelle Grußformel
    „Tach!“ verwendet wurde.


    Moin, moin ist vielleicht direkt aus dem friesischen moi moren entstanden. Der
    letzte Teil morn (Morgen) bekommt in dieser Verwendung dann also die
    Bedeutung Tag, oder, wie der Norddeutsche gerne zu grüßen pflegt, Tach.
    Vielfach wird – wie gesagt – argumentiert, dass – anders als viele zunächst
    vermuten – das Wort nicht von Morgen oder Guten Morgen abstamme. Es
    wird aber von Nicht-Friesen meist als Bildung aus Guten Morgen (→ Morgen → Morjen → Mojen → Mojn → Moin) empfunden.


    Die meisten (älteren) Ostfriesen selbst sind jedoch von folgender Variante
    überzeugt: „Moin“ ist die abgekürzte bzw. zusammengezogene Form von dem
    Gruß: „Moi’n Dag!“ = „Schönen/guten Tag!“ , zumal das „Moi“, für: schön
    bzw. gut („Dat is moi“) – ein oft und gern gebrauchtes Wort im
    ostfriesischem Platt ist und mit derselben Bedeutung auch in den
    Niederlanden gebraucht wird, mit deren Sprache – zumal im Groningerland –
    zumindest das ostfriesische Platt sehr eng verbunden ist.

    Verwendung

    Im Gegensatz zum niederdeutschen goden Morgen wird Moin in den meisten
    Regionen Norddeutschlands den ganzen Tag über verwendet, selbst um
    Mitternacht, in anderen aber wiederum nur am (frühen) Morgen.


    Inzwischen wird umgangssprachlich auch Moinsen verwendet. Die Herkunft ist
    unklar. Möglicherweise entstand Moinsen durch Anhängen des dänischen
    Namenszusatzes -sen (für Sohn des [Vorgenannten]), wie er sich auch in
    üblichen norddeutschen Familiennamen wiederfindet, und bei dem Versuch,
    eine Verkleinerungsform wie Tach – Tachchen zu finden. Vielleicht klingt
    Moinsen „origineller“, „besser“ und „nordischer“ als Moinchen. Möglich ist
    auch die Zusammenführung aus dem hier landschaftlich oft gehörten Gruß
    Morgens [mo'gä:ns] anstelle von: Guten Morgen mit Moin.


    Moinsen scheint sich in der Verwendung von Moin abzuheben, wenn


    * mehrere Leute auf einmal angesprochen werden (Moinsen als Kurzform
    für „Moin zusammen“)

    * das Moin besonders betont werden soll („ich grüße Dich besonders
    herzlich“)

    * auf ein Moin geantwortet wird („Moin zurück“).


    Wahrscheinlich von gleicher Herkunft wie Moin ist das Luxemburgische Moien
    als Begrüßung, das ebenfalls nicht nur „guten Morgen“ heißt, sondern im
    ganzen Tagesverlauf verwendbar ist.


    Moin und Moin, moin sind international im gesamten friesischen Sprachraum
    verbreitet: Auch im Osten der Niederlande, ausgehend von Westfriesland,
    und im Süden Dänemarks, ausgehend von Nordfriesland (Mojn) werden sie
    benutzt. Mojn steht jedoch nicht im dänischen Wörterbuch und ist regional
    auf das deutsch-dänische Grenzgebiet (Nordschleswig) begrenzt. Hier wird
    Mojn auch zur Verabschiedung genutzt. In Norddeutschland wird in einigen
    Gegenden „Moin“ und „Moin, Moin“ analog dazu ebenfalls auch zur
    Verabschiedung benutzt. Die Begrüßung „Moinsen“ hingegen wird vor allem
    unter der jugendlichen Bevölkerung verwendet.


    Moin ist auch in der Deutschen Marine als halbformelle Grußformel anerkannt.
    So kann man häufig anstatt des oft als sperrig empfundenen Guten
    Morgen/Tag/Abend, Herr... ein Moin, Herr ... hören. Unter Marinesoldaten
    verbreitet ist die Meinung, dass gerade dies zu einer weniger gespannten
    Atmosphäre in der Marine führt und den Kameradschaftsgeist stärkt.


    In manchen Teilen Norddeutschlands wird den Begriffen Moin und Moin, moin
    weiterhin eine unterschiedliche Bedeutung zugesprochen; Während Moin
    lediglich als Grußformel betrachtet wird, enthält Moin, moin zusätzlich eine
    gesprächsanbahnende Komponente, sozusagen eine Aufforderung zum
    Smalltalk oder Norddeutsch Klönschnack. In Ostfriesland wird analog zu der
    pragmatischen Verwendung des „Moin“ zu jeder Tag- und Nachtzeit für die
    Verwendung des „Moin, Moin“ eher die Ansicht vertreten, dass derjenige, der
    „Moin, moin“ sagt, einfach nur mehr Zeit hat.


    Sprachgeschichtlich verwandt ist der norwegische Gruß morn, der nach
    Ansicht vieler Skandinavisten aus dem Mittelniederdeutsch der Hanse
    stammt. Im Gegensatz zu god morn oder god morgen (guten Morgen), das
    nur vormittags angebracht ist, ist morn informeller und kann den ganzen Tag
    bis in die Nacht (z. B.: statt god aften: guten Abend) verwendet werden.


    In Finnland sagt man moi bzw. moi, moi, das aber ein stark
    umgangssprachliches Begrüßungswort ist.


    Im Rheiderland gibt es häufig sowohl bei Älteren als auch unter Jugendlichen
    die Variante „Mui“, die sich unter Einfluss der niederdeutschen Variante aus
    den angrenzenden Niederlanden entwickelt hat. Diese Form gibt es vereinzelt
    auch als „moi“ (wie in den Niederlanden und Finnland), „mai“ oder „mäi“.

    Um das Wort „Moin“ im deutschen Sprachgebrauch zu erhalten, hat der
    private Bremer Radiosender Energy Bremen eine Wortpatenschaft beim
    „Verein deutsche Sprache“ für das Wort „Moin“ übernommen. Die
    Morgenshow des Senders wurde im August 2006 in „Moin!“ umbenannt.

    Umgangssprachlich wird das Wort „Moin“ sowohl als Begrüßung als auch als
    Verabschiedung verwendet.


    Weitere Abwandlungen: Moiner, Moiners
    Verbreitungsgeschichte in Norddeutschland

    Moin war zunächst nur bei den Friesen und dann in Südschleswig bis zur
    Ostseeküste in Angeln und Flensburg (dort hatten sich im 18. Jahrhundert
    viele Nordfriesen niedergelassen) üblich. Während Moin also im
    mehrsprachigen Flensburg schon sehr lange fest eingebürgert ist, findet es
    sich im übrigen niederdeutschen Sprachraum als neue Sprachform in der
    Umgangssprache jüngerer Leute. Beispielsweise gehört es nicht zum
    niederdeutschen Dialekt in Holstein und wird dort von den älteren
    Einheimischen zwar verstanden, aber eben als eine Art Morjen (berlinerisch)
    und nicht zu einer anderen Tageszeit als morgens erwartet, wie Tach.

    Regional unterschiedlich ist die Verwendung nach Tageszeit, die aber auch
    bei den weit südwestlich der Nordfriesen ansässigen Ostfriesen von jeher
    rund um die Uhr erfolgt. In zwischen- und drumherumliegenden Stämmen
    erfolgt der Gruß teilweise nur morgens oder tagsüber und wird mit Einbruch
    der Dunkelheit z. B. durch N'ohmt ersetzt.


    Inzwischen wird der Gruß von vielen Deutschen verstanden.[2] Auch bei
    Führungskräften aus Wirtschaft und Politik wird der Gruß benutzt.[3] Der
    frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm bezeichnete
    Moin als „die genialste Wortschöpfung aller Zeiten“,[4] auch die ehemalige
    „Landesmutter“ Heide Simonis verwendet den Gruß auffallend oft, so
    Sprachforscher. Auch im Duden ist er inzwischen zu finden,[5] seit der 23.
    Auflage.[6] Die Rechtscheibkorrektur von Microsoft Office hat es ebenfalls in
    ihre Datenbank aufgenommen.[7] Mittlerweile ist Moin bis in den Süden
    Deutschlands verbreitet.[8] Jedoch wird es im äußersten Süden des
    deutschen Sprachgebiets (zumal größtenteils in der Schweiz und in ganz
    Österreich) allenfalls passiv verstanden.


    In Teilen der deutschsprachigen Südostschweiz (im Kanton Graubünden),
    verwendet man in der Umgangssprache das Wort Moi, um eine Einzelperson
    zu begrüßen oder sich von ihr zu verabschieden. Für mehrere Personen
    benützt man die Zusammensetzung Moi-zäme, wobei der Wortteil zäme
    Dialekt ist und ins Hochdeutsche übertragen zusammen heißt. Moins ist eine
    Ableitung von Moi und bedeutet, dass man mehrere Personen anspricht, also
    eine weitere Variante der Mehrzahlform.

    Literarische Belege

    In der Literatur des 19. Jahrhunderts sucht man vergeblich nach dem Gruß
    „Moin“ oder „Moin, moin“. Dagegen lässt Arno Holz in seiner Komödie
    „Sozialaristokraten“ (Berlin, 1924) seine Figur Wilhelm Werner, genannt
    „Elefantenwilhelm“, den Gruß mehrfach verwenden. Werner spricht einen
    breiten hochdeutschen Berliner Dialekt. (Quelle: Projekt Gutenberg).
    Dementsprechend muss der Gruß in den 1920er Jahren in Berlin gebräuchlich
    gewesen sein.


    Moin, moin ist des Weiteren der Name eines im niederdeutschen Raum
    bekannten Liedes der Gruppe Godewind, das 1980 auf der gleichnamigen
    Platte erschien.
    Quelle:Wiki




    Effektiv

    Moin.


    ;)
     
  2. ALnei

    ALnei Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2007
    Beiträge:
    10.182
    *g*

    moin :p
     
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