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Dualität im Vergleich zu Polarität

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Tany, 19. Juni 2012.

  1. Tany

    Tany Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2012
    Beiträge:
    17.465
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    "Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe.
    Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.
    Das Kybalion


    1. Dualität findet man besonders in Prinzipien und Werten.
    So ist ehrlich – gelogen ein duales Gegensatzpaar.
    Die Wurzel der Prinzipien und Werte sind oft zu Grunde liegende Bedürfnisse.
    So steht hinter dem Wert Ehrlichkeit das Bedürfnis nach Vertrauen.
    Wer dual nach dem Sprichwort urteilt:“ Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und auch, wenn er die Wahrheit spricht.“ oder „Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.“, der wird der ganzen Welt misstrauen müssen.
    Das wird die Basis seiner Wirklichkeitskonstruktion, er lebt in einer schlechten und gefährlichen Welt. Überall sieht er Lüge, Betrug und Schändlichkeit, da er alles als entweder ganz wahr oder ganz falsch interpretiert.
    Nur der blinde Fleck hindert ihn zumeist daran, sich selbst als ebenso schlecht oder böse einzustufen. Somit ist er der gute Pol im Gegensatz zu seinem Umfeld. Hat man so ein Elternteil oder Lehrer (Schule als duales System?) gehabt, weiß man um die enormen Belastungen, die ein Kind dadurch erfahren kann. Durch Dualität werden keine menschlichen sondern technische Entwicklungen gefördert.

    2. Polar sind Qualitäten und Bedürfnisse. So ist beispielsweise warm – kalt ein qualitativer Gegensatz, der allerdings weniger ein Gegensatz als vielmehr ein gradueller Unterschied oder verschiedene Ausprägungen einer einzigen Sache, nämlich von Temperatur ist.
    Das persönliche Erlebnis wird allerdings wieder erst einmal situativ dual ausgewertet z.B. warm- angenehm oder kalt-unangenehm. Dadurch entsteht die Verwechslung von dualem und polarem Charakter einer Qualität in der individuellen Bedeutungswelt.

    Dienen und Herrschen sind Falten an ein und demselben Gewand.

    3. Dualität der Gefühle
    Die Wahrnehmung von Gefühlen ist evolutionär und biographisch bedingt (vom Tierreich kommen, von der Geburt aus beginnend) erst einmal von dualem Charakter. Das heißt, zumindest der sehr junge Mensch unterteilt in gute und schlechte Gefühle (dual).
    Das ist auch wichtig, denn wenn das Baby z.B. Hunger eher interessant als schlecht/ falsch finden würde, währe der Fortbestand des Menschen vor neuen Herausforderungen gestellt. Im Erwachsenen- alter hat aber das duale Gefühlsempfinden seine Tücken. Damit wird das Tier unterbewusst gesteuert (Anziehung – Ablehnung, Erfüllung - Vermeidung), für den Menschen reicht ein so einfaches Prinzip jedoch nicht aus, bzw. wird ihm nicht gerecht. Der Widerstand gegen als schlecht empfundene Gefühle führt mit der menschlichen Fähigkeit der Erinnerung und der gedanklichen Erprobung von Chaos- Szenarien zu enormen Stress und Vermeidungsverhalten. Somit ist der Mensch das Wesen, das sich selber traumatisieren kann. Erst im intelligenten und somit polaren Umgang mit Gefühlen entsteht eine neue Stimmigkeit.
    Die direkte Arbeit mit Gefühlen ist allerdings weniger im Polaritätsrad zu finden, als viel mehr mit Methoden wie Emo-Step.

    4. In der Gegenständlichkeit gibt es ebenfalls scheinbar konträre Paare:
    Licht – Finsternis
    Mann – Frau
    Himmel – Erde
    Feuer – Wasser
    Materie - Geist
    einatmen – ausatmen
    Selbst das Gehirn selber scheint wie ein Computer auch durch „Ladung - keine Ladung“ binär strukturiert zu sein. Es gibt sogar digitale Welterklärungsversuche. Für das Polaritätsrad ist dieser Punkt von geringer Bedeutung.

    5. Die Dualität in externen Prozessen durch Zielorientierung
    Wenn man einen Prozess verfolgt, kann man aufgrund der vorhandenen Daten auf das zukünftige Ergebnis schließen. Z.B „Wird diese Konstruktion funktionieren; werden wir dieses Geschäft machen.“ 
    Daraus ergibt sich leicht eine Ergebnisdualität oder Ergebnispolarität, je nachdem. Im Sinne eines Ergebnis-Interesses kann ein bestehender Ablauf durchaus richtig oder falsch, zielführend oder eben nicht sein. Je mehr ein Mensch zielorientiert, und somit „außer sich“ lebt, desto polarer wird sein Denken gelenkt und das innere Erleben verarmt in sekundären Gefühlsabläufen (Stress, Ärger, Schuld, Scham, Depression). Oft ist für eine extreme Zielorientierung ein Dualfehler verantwortlich. Hier bietet das Polaritätsrad gute Orientierung und Hilfe.



    http://www.gfk-mediation.de/polaritaetsrad.html
     
  2. Tany

    Tany Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2012
    Beiträge:
    17.465
    "Nicht-Zwei" bedeutet, dass nichts Unverbundenes gibt, nichts grundsätzlich Fremdes. "Nicht-Zwei" heißt nicht, mit Benennungen aufzuhören; es bedeutet, zu erkennen, dass Bennungen nur Modelle sind, die nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit darlegen.
    "Nicht-Zwei" bedeutet, dass die Phänomene (was ihre Benennung einschließt) bedingt entstehen und vergehen.
    Wir sind so oder so, ob wir wollen oder nicht, in das Beziehungsgeflecht der Wirklichkeit eingebunden.
    Der Mann, der am Straßenrand sitzt und um Geld bittet, um sich Alkohol zu kaufen, ist nichts Anderes als ich. Das impliziert nicht, dass auch ich Alkohol trinken muss.
    Der, der einen Menschen getötet hat, ist nichts Anderes als ich. Das impliziert nicht, dass ich ebenfalls töten muss...
    Die Handlungen (einschließlich Gedanken) und die (damit einhergehende) Gefühle können variieren - das, was wir sind, ist das Selbe - EINs...





    Es klopfte einer an des Freundes Tor.
    «Wer bist du» - sprach der Freund - «der steht davor?»
    Er sagte «Ich!» Sprach der: «So heb dich fort -
    an diesem Tisch ist nicht der Rohen Ort!

    Den Rohen kocht das Feuer «Trennungsleid. -
    Das ist's, was ihn von Heuchelei befreit!»
    Der Arme ging auf Reisen für ein Jahr,
    in Trennungsfunken brannt’ er ganz und gar.

    Reif kam dann der Verbrannte von der Reise,
    dass wieder er des Freundes Haus umkreise.
    Er klopft' ans Tor mit hunderterlei Acht,
    dass ihm entschlüpf kein Wörtlein unbedacht.

    Es rief der Freund: «Wer steht dort vor dem Tor".'»
    Er sagte: «Du, Geliebter, stehst davor!»
    «Nun, da du ich bist, komm, o Ich. herein -
    Zwei Ich schließt dieses enge Haus nicht ein!»


    Von: Dschalaleddin Rumi
     
  3. Hallo Tany,

    ich dachte bisher immer, die Dualität sei Teil der Polarität. Weil letztendlich alles auf zwei sich bedingende-untrennbare Seiten aufgebaut ist bzw. basiert.

    Wegen dem Ich, schrieb ich ja schon im anderen Thread, ob sich das Du auch auflöst, wenn es kein Ich mehr gibt ...

    Und ob es Dualität im Innen wie auch im Außen gibt. Hm.
     
  4. Tany

    Tany Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2012
    Beiträge:
    17.465
    Werbung:

    Hallo :)

    Wenn Du magst, lies mal hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nafs

    und hier:

    http://www.esoterikforum.at/threads/171637


    Freu mich über eine Rückmeldung von Dir, ob Du einige Deiner Frage beantwortet siehst, nachdem Du das gelesen hast und/oder ob ich dazu beitragen kann, dass es Dir klarer wird. :)
     
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