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Der Weg ohne Ziel

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Gail, 18. Juni 2006.

  1. Gail

    Gail Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2005
    Beiträge:
    217
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    (DAO meets SCHILLERSTRASSE :) )

    Der Anfang
    Dao, der Weg. Der Weg? Einen Weg finden, den man gehen soll? Nein. Der Weg ist genau unter deinen Füssen. Er ist dort wo Du bist, in jedem Augenblick. Fange an nach Erkenntnis zu suchen, nach "dem Weg" - und Du entfernst Dich Lichtjahre von ihm.
    Deinen Weg zu suchen ist wie deinen Schatten an Deine Seite zu bringen.
    Enttäuscht? Fein. Wolltest Du nicht die Täuschung beiseite schieben? Also.

    Mag sein das dieser - Dein - Weg Dir nicht gefällt und Du deshalb einen anderen suchtest.
    Ende der Illusion. Es gibt nur den Einen. Warum ihn also nicht einfach einmal gehen?

    "Ich möchte im Fluß mit dem Sein sein, "sprach der Heftzweck, "und eins mit dem Michumgebenden! Siehst Du die Blätter dort draussen wie sie mit dem Winde einhertreiben, eins mit ihm sind? So möcht auch ich sein!"
    "Du bist eins mit mir, "sprach die Wand, "genauso wie das Dao-Poster, welches Du an die Wand haften läßt!"
    "Erreiche Vollkommenheit im Heftzweck-Sein, so wie die Blätter vollkommene Blätter sind, ich eine vollkommene Wand bin. Du solltest...."
    "Oh Du gepriesene vollkommene Wand, lehre mich, wie Du eine vollkommene Wand wurdest, auf dass auch ich eine werde! Lehre mich das Dao!"
    "Halts Maul und pinn einfach!"

    Die Vögel fliegen, der Regen tropft und Autos fahren auf der Straße.
    Vollkommener Dao.

    Der Fortschritt
    Ich ahne dass ich träume. Ich spüre den Kokon der Illusion. Alte subjektive Klarheit schwindet. Mein Universum ist ein Fragezeichen. Ich weiss nicht mehr was Meditation ist und Erleuchtung hat für mich mehr mit Glühbirnen zu tun denn mit Wissen.
    Nicht-Wissen.
    "Ach Du grüne Neune! Von wegen erstrebenswerter Zustand - hör mir bloss mit diesem Eso-Geschwafel auf!"
    Schimpft die Krähe und kackt dem Fuchs auf den Kopf.
    "Jetzt hast Du Dir selbst aufs Hirn gekackt denn Du und ich wir sind ja eins!"
    Kommentiert der Fuchs.
    Empört fliegt die Krähe auf und davon - gegen die Wand - klatsch!
    "Manno, ich wollt aber jetzt eigentlich nicht eins mit dieser Krähe werden!"
    Beschwert sich die Wand.
    "Ein-wand zwecklos!"
    Weiss nun der ehemalige Heft-Zweck weise zu ergänzen, "Es ist nun mal wie es ist!"
    ...und alle nicken still.

    Einfach ziemlich wahr. Nicht-Wissen. Nicht-Handeln. Nicht-Denken. Heisst nicht nichts zu wissen, nichts zu handeln, nichts zu denken. Heisst nur:
    Es ist, wie es ist. Es ist, was es ist.


    Das Wesentliche
    Was ist, wenn alles mit allem verbunden ist, Eines ist, das Wesentliche? Alles.

    "Aber auf irgendwas muss ich bestimmt besonders achten!"
    Kommentiert die Krähe.
    Der Fuchs: "Wenn Du auf irgend etwas besonders achtest wirst Du zweifels ohne auf irgend etwas anderes weniger achten und dann hats ausgeschissen mit dem Dao!"
    Der Heftzweck: "Lieber Fuchs: Wenn Du ein Huhn siehst hats auch ausgeschissen mit dem Dao!"
    Die Wand: "Nein, er ist ein vollkommender Fuchs!"
    Nun gut, Du magst an dieser Stelle fragen, was denn dieses "Alles" ist. Es ist all das, was Du siehst, riechst, fühlst, schmeckst, denkst und wahrnimmst. Und das alles bist Du. Diese Zeilen sind jetzt z.B. ein Teil von Dir. Unser "Ich" ist keine Konstante - allenfalls in unserer sehr eingeschränkten Vorstellung - und somit ist das "alles" ebenso in beständigem Wandel. Was sei also hier wesentlich?
    Den Wandel zu sehen? Indem ich den Wandel betrachte mache ich ihn zum Mittelpunkt meiner Wahrnehmung.
    Wie nimmt ein Fisch die Strömung (Wandlung) des Wassers wahr? Er schwimmt.
    Wie können wir im Einklang mit dem Dao sein? Indem wir leben. Und wir tun es in jedem Augenblick. Das meinte auch Buddha, als er Erleuchtung erfuhr und ausrief:
    "Oh, wie wunderbar! Alle Wesen und alle Dinge sind von Anbeginn erleuchtet!"
    "Ja dann ist doch alles klar!"
    Oh hättest Du doch geschwiegen!

    Das Unwesentliche
    Was ist unwesentlich wenn alles wesentlich ist?
    Alles.
    Wenn wir unsere Nase darauf richten. Indem ich die Vase dort vorne ergreife, lasse ich das gesamte Universum fallen - UND - das gesamte Universum ist in der Vase.
    "Kannst Du mir nicht beibringen wie man das macht? Ich meine das alles so zu checken wie Du das so machst!" Fragte die Krähe.
    "Ich meine, wie hast Du das selber alles so gerafft? Hast Du meditiert, in welchem Tempel hast Du gelebt? Sag doch mal!"
    "Das ist doch eben das Unwesentliche!" Argumentierte der Fuchs.
    "Ich fühle mich so unvollkommen wenn ich Euch zuhöre!" Jammerte der Heftzweck.
    "Achtung Leute, da nimmt jemand gerade das Dao-Poster ab!" Beschwerte sich die Wand.
    "Sterbe ich jetzt?" Fragte der arbeitslose Heftzweck.
    "Aber nein, "sprach der Fuchs, " Du heftest jetzt nur nicht mehr. Jetzt bist Du nur Zweck - und der Zweck heiligt die Mittel!"
    Der Zweck: "Ach Du Scheisse!"
    Die Wand: "Jetzt hat ers!"

    Erst wollen wir die Freiheit unbedingt erlangen, die Frage ist allerdings: was machen wir mit ihr, wenn wir sie haben?

    Der Anfang
    Dao, der Weg. Einen Weg finden, den man gehen soll? Nein. Der Weg ist genau unter deinen Füssen. Er ist dort wo Du bist, in jedem Augenblick. Fange an nach Erkenntnis zu suchen, nach "dem Weg" - und Du entfernst Dich Lichtjahre von ihm.
    Deinen Weg zu suchen ist wie deinen Schatten an Deine Seite zu bringen.
    Enttäuscht? Fein. Wolltest Du nicht die Täuschung beiseite schieben? Also.

    Mag sein das dieser - Dein - Weg Dir nicht gefällt und Du deshalb einen anderen suchtest. Ende der Illusion. Es gibt nur den Einen. Warum ihn also nicht einfach einmal gehen?

    Die Vögel fliegen, der Regen tropft und Autos fahren auf der Straße.
    Vollkommener Dao.

    etc..........................
     
  2. Gail

    Gail Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2005
    Beiträge:
    217
    Der Reissnagel, der Cousin der Reisszwecke
    steckte fest in der Sohle einer Birkenstocksandale
    und träumte von seiner heimlichen Freundin,
    der eleganten und sehr schlanken Büroklammer.

    Die eingebildete Klammer
    fixierte ein Stück vergilbtes,
    kariertes Papier in einem stark zerlesenen
    Buch mit ehemals gelbem Einband.

    Auf dem Zettel stand in krakeliger Schrift:

    Die kleine Gail liest viel lieber eine kleine Fabel als 10 Seiten philosophisches, schwerverständliches, tiefgründiges (Dünn)pfiffiges, ..., ups, ...
    ...
    der Rest war nicht leserlich,
    die Tinte zerflossen, übergossen mit grünem Tee.
     
  3. Gail

    Gail Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2005
    Beiträge:
    217
    "Laß einfach los," sagt der Weise.

    "Wenn Du in Frieden sein willst,
    wenn Du die Liebe Gottes in Deinem Herzen fühlen willst,
    wenn Du den gegenwärtigen Augenblick genießen willst,
    dann laß einfach alle Beschränkungen los, die Du Dir auferlegt hast."

    "Das ist das ganze Geheimnis."

    "Einfach, nicht war?"


    WIE SCHWIERIG DAS ABER IST.


    Jahre persönlicher Erfahrung zusammen mit Jahrhunderten kultureller Entwicklung haben uns gelehrt,
    wie wichtig es ist festzuhalten.

    Wir halten fest an unseren Bedürfnissen.
    Wir halten fest an den Dingen, die wir meinen zu brauchen.
    Wir halten fest an dem, was uns Glück verspricht.

    Wir halten fest an unseren Besitztümern.
    Wir halten fest an den Bildern, die wir über uns selbst haben.
    Wir halten fest an unseren Ideen über das, was richtig ist.

    Wir halten fest an unseren Theorien.
    Wir halten fest an unseren Glaubenssätzen.
    Wir halten fest an unseren Einstellungen.
    Wir halten fest an unseren Urteilen.

    Wir halten fest an der Vergangenheit.
    Wir halten fest an der Zukunft.

    Wir halten fest an unseren Bedenken.
    Wir halten fest an unseren Ängsten.
    Wir halten fest an unserer Liebe.
    Wir halten fest an unseren Geliebten.

    Wir halten fest an unserem Geld.

    Wir halten fest an unseren Gedanken.
    Wir halten fest an unseren Illusionen.

    Wir halten fest an unseren Göttern.
    Wir halten fest an unseren Körpern.
    Wir halten fest an unserem Leben.


    Aber warum halten wir fest?


    Warum halten wir fest?


    Vielleicht glauben wir, unsere Sicherheit liegt im Festhalten,
    wenn wir unseren Griff lösen, bricht das Chaos aus,
    oder wir glauben vielleicht, daß Festhalten der Weg zur Erlösung ist.

    Aber wissen wir wirklich, ob es sicherer ist festzuhalten?
    Ist Loslassen wirklich so schlimm?
    Gewinnen wir wirklich durch Festhalten?
     
  4. Gail

    Gail Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2005
    Beiträge:
    217
    Werbung:
    bewege dich vorsichtig unter

    *heilige maenner*
    und *gerechte taten*
    lenken vom inneren ab

    *gelehrte menschen*
    lenken ab
    von natuerlicher weisheit
    berufsmaessiges koennen
    macht abhaengig von erdachtem
    und aeusserlichem

    sei hoeflich und mitfuehlend,
    aber bewege dich vorsichtig unter

    gelehrten
    heiligen maennern
    doktoren
    regierungsbeamten
    reportern
    verlegern
    religions-fuehrern
    psychologen
    reichen leuten
    sozialwissenschaftlern
    frauen mit schoenen gesichtern
    kuenstlern und schriftstellern
    stadtmenschen
    filmemachern
    menschen, die dir helfen wollen
    menschen, die wollen, dass du ihnen hilfst
    christen und juden

    denn diese,
    so gut sie es meinen moegen,
    stellen DICH auf ihr schachbrett
    machen DICH abhaengig von ihren spielen
    lenken DICH ab
    vom TAO in dir

    die botschaft des TAO ist weit eher
    zu finden unter

    gaertnern
    einsiedlern
    gebirgsbewohnern
    laechelnden exzentrikern
    maennern, die sich ihr heim selber bauen
    kindern
    eltern, die von ihren kindern lernen
    gammlern
    amateurmusikern
    gelassenen psychotikern
    tieren
    menschen, die sonnenuntergaenge betrachten
    menschen, die die waelder durchstreifen
    schoenen frauen
    koechen
    maennern, die an feuern sitzen
    wanderern
    leuten, die brot backen
    paaren, die seit jahren in liebe vereint sind
    unbeschaeftigten menschen
    und
    laechelnden maennern mit schlechtem ruf ​
     

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