1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Curanderos und der Einbruch der westlichen Welt

Dieses Thema im Forum "Andere Völker und Kulturen" wurde erstellt von Yoyo, 18. August 2010.

  1. Yoyo

    Yoyo Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2007
    Beiträge:
    125
    Ort:
    Wien
    Werbung:
    Jeronimo M. Munoz: Ayahuasca and the gringos - The clash between western psychonauts and traditional practitioners.

    3. Amazonian Shamanism Conference - Iquitos, 2007

    http://http://deoxy.org/video/1471567783918794440

    Sehr interessante Gedanken über den Einbruch westlicher Menschen in traditionelle Kulturen und im speziellen über die eigenartige geistige Konstitution des modernen Menschen.

    Es geht hier nicht um Ayahuasca: das ist nur der Aufhänger!
    Im empfehle, das Video von Anfang bis zum Ende anzusehen, da es durchgehend spannend bleibt.

    Zwar in englischer Sprache, aber in gut verständlichem Englisch.

    Gedanken und Kommentare erwünscht!!
     
  2. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2009
    Beiträge:
    12.206
    Ort:
    zu südlich, zu östlich von dort wo mein Herz ist
    So sehr geht es vermutlich gar nicht um den modernen Menschen an sich, wenn es sich wohl so auf den ersten Blick darstellen mag.
    Das Grundprinzip ist seit Kolumbus, seit den ersten Entdeckern ident: Der westliche, weiße Mensch zerstört alles, was mit ihm in Berührung kommt. Ob durch Missionierung, die Gier nach Bodenschätzen, ob durch Tourismus, die kulturelle und damit auch geistige Zerstörung ethnischer Systeme ohne Waffen, aber nicht minder effektiv. Und so ist wohl auch esoterischer, spiritueller Tourismus letztlich, weil auf der eigenen Gier in Verbindung mit der eigenen inneren Leere basierend, eine destruktive Kraft. Die, wie üblich, andere Scheingründe vorschiebt.

    Eigentlich ist dieses Prinzip noch etwas älter. Ca. 7.500 Jahre alt. Selbst Europa wurde erst weiß durch Invasionen. Die eigentliche europäisch-native Bevölkerung war klein, dunkelhäutig und dunkelhaarig. (Nicht Negroid, eher wie Roma und Sinti heute.) In Indien und Vorderasien geschah etwas ähnliches. Mit unterschiedlichen Resultaten.

    Damals entstanden die ersten Kriege. Krieg gab es vorher nicht. Nicht unter Menschen. Heute brauchen wir anscheinend nicht einmal mehr Waffen. Zumindest nicht überall. Da genügen Cola und McDonalds manchmal völlig. Und ein paar Bestseller, die genügend Massenwahn erzeugen.

    Danke für den Clip!
     
  3. keins

    keins Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2009
    Beiträge:
    262
    Da die Menschen wohl keine eigene Inspiration haben versuchen sie in den Kulturen zu finden was sie vermissen. Sicher kann man einige Techniken lernen aber der versuch ein Weltbild zu übernehmen.... ::lachen:

    Absolute Dummheit führt leider zu einem nicht gewünschten Ergebnis obwohl der Mensch es gar nicht schlecht meinte. Man kann schon einiges Lernen nur das was man vermisst findet man nicht durch übernahme von Kulturen.
     
  4. Yoyo

    Yoyo Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2007
    Beiträge:
    125
    Ort:
    Wien
    Hi Faydit,

    unter dem modernen Menschen meinte ich hier den aufgeklärten, beinahe allwissenden Menschen, der sich sooo erhaben dünkt. Lernt man es nicht schon in der Schule, von Kindesbeinen an?
    Wenn so ein Mensch auf eine andere Kultur blickt, die nicht in derselben Weise entwickelt ist, so denkt er erst gar nicht lange nach, er weiß von vorne herein, wer der Überlegene ist. Die Erziehung und all das ... das ist alles so tief in uns drinnen.

    In Wahrheit kennt der moderne Mensch weder sich selbst noch den anderen, und wenn beide zusammentreffen, kann dies nur desaströs enden (für den anderen), unabhängig davon, ob es in friedlicher oder in kriegerischer Absicht geschieht. Ob gut gemeint oder nicht. Und ich glaube, dieser Punkt kommt in dem Vortrag ganz gut zum Ausdruck.

    Apropos "allwissend": Ein Nomade aus der Mongolei sagte dies:

    "Vielleicht sind wir Menschen, die nicht viel wissen;
    Aber alles, was wir wissen und ganz verstehen, ist einfach und natürlich."


    Einfach und natürlich ist auch der Ratschlag, den J. Munoz am Ende seines Vortrags gibt:
    Wenn man mit einer anderen Kultur in Verbindung tritt, soll man leise sein und nicht laut, hinhören und nicht aufschneiden, wirken lassen und nicht schauen, was es zu holen gibt.

    LG,
    Yoyo
     
  5. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2009
    Beiträge:
    12.206
    Ort:
    zu südlich, zu östlich von dort wo mein Herz ist
    Werbung:
    Ich stimme dir ja völlig zu. Nur, wir "Weiße" waren schon immer so. Unseligerweise. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Durch die modernen Möglichkeiten wurde das leider noch effektiver.

    Es gab, gibt diesen Zusammenprall der Kulturen übrigens auch in Europa.
    Überall dort, wo über Jahrhunderte gewachsene Strukturen, regionale, weitgehend autarke Kleinsysteme, z.B. wie in den Alpen durch Tourismus und seine Folgen ausgehöhlt werden/wurden und die Region wirtschaftlich zu beleben. Nur als ein Beispiel.
     

Diese Seite empfehlen