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bannrituale und verpflöckungen

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von trollhase, 6. Oktober 2014.

  1. trollhase

    trollhase Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2014
    Beiträge:
    5.447
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    Angesichts der vielfältigen Bedrohungen durch Geister, die sich nicht nur draußen, sondern auch in den Häusern aufhalten, wird verständlich, dass Hilfe nicht nur durch Weihwasser, Gebete und hl. Messen gesucht wurde, sondern auch durch magische Handlungen und Zeichen wie Bannrituale und Verfpflöckungen. Man rief einen Geistlichen oder wandte sich ans nächste Kapuzinerkloster. Besonders den volksverbundenen Kapuzinern sprach man die Fähigkeit zu, selbst den hartnäckigsten Schattenwesen mit Gebeten und geweihtem Wasser beschwören und bannen zu können. Manchmal wurden Geister in Räume gesperrt, die vortan niemand mehr betreten durfte. Viele Bauernhäuser des Luzerner Hinterlandes hatten bis in die neueste Zeit Kammern, die sowohl für Bewohner wie für Besucher tabu waren. Das Betreten, hieß es, brächte Unglück über Haus und Hof. Damit die Geister nicht durch Unkenntnis oder Fahrlässigkeit befreit würden, vernagelte man die Räume oder übertäfelte sie.

    Häufiger als Hohlräume sind Verpflöckungen, die bei der Renovation alter Bauernhäuser noch immer entdeckt werden. Sie belegen den Glauben, wonach die unerlösten Seelen schuldhaft verstorbener Menschen umgehen müssen. In manchen Türpfosten stecken daumendicke Holzzapfen, an dessen Unterseite manchmal, miteingepflöckt, ein Büschel Haare wie ein Bärtchen herabhängt. Diese Zapfen stehen ca. um einen Zentimeter über die Oberfläche hervor. Anstelle von Haaren wurden auch Hanfstricke verwendet.
     
  2. hnoss

    hnoss Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
    Beiträge:
    5.962
    Ort:
    Berlin
    also wir werden ja sicher dem zustimmen können, das wir "einen Geist" haben, der meist recht ungezügelt nicht mal in der lage ist, 5 min den Mund zu halten^^

    nun können wir allerdings nicht mit bestimmheit sagen, was denn nun eine Seele ist, und was wir schon gar nicht sagen können ist, wer nun genau mit umherwandernde geister gemeint ist?!

    Ist es nicht so, das der Geist des heutigen Menschen, ständig unkontrolliert rastlos "umherwandert" ewig getrieben von sehnsucht, nie zur Ruhe kommend...heimatlos?
     
  3. Syrius

    Syrius Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2009
    Beiträge:
    5.188
    Ort:
    Schweizer Mittelland
    Das stimmt so - ich verweise auf die Bücher von Anton Styger - Geisterjäger.

    Es stimmt, dass die Seelen der Verstorbenen häufig noch jahrelang sich bei den Menschen aufhalten, weil sie ihren Weg nich kennen oder nicht gehen wollen. Nicht zwingend jedoch geht von ihnen eine Gefahr aus, weil eben nur wenig Menschen für deren Einflüsse empfänglich sind.
     
  4. Dhiran

    Dhiran Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2013
    Beiträge:
    5.236
    Ort:
    Oberösterreich


    Nein, dem stimme ich nicht zu.
     
  5. hnoss

    hnoss Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
    Beiträge:
    5.962
    Ort:
    Berlin
    aha,Du meinst also, Ruhe im Kopf zu haben^^?

    also Du kannst deinen Gedanken erklären, nicht zu denken, :)
    und hast somit Ruhe im Kopf, oder wie genau darf ich deinen Einwand begreifen?
     
  6. Häschen

    Häschen Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2014
    Beiträge:
    501
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    Wir verstehen heute die Zusammenhänge von Geist nicht mehr so, wie es früher war. Im ganzen Alpenraum, den Karpaten und am Balkan gab es ähnliche Vorstellungen. Das Bedrohliche war wohl das Erfühlen oder Sehen oder Hören von Energie, die nicht materiell greifbar und verständlich war. Man könnte meinen, in den Bergen sammeln sich mehr "Geister".

    Wiederum andere uralte Bräuche lassen den Sinn verstehen, der mit Empfindungen, aber auch mit "Umtrieben" zu tun hat. So wird am Balkan, ich glaub an Allerseelen, ein Brauch praktiziert, dass die ganze Familie die schlechten Taten (Vorstellungen) und Sorgen in ein Tuch packt. Das wird dann tief vergraben. Darüber wird dann nie mehr gesprochen.

    Ich bin in einem Bergdorf aufgewachsen. Dort erzählten die Leute abends am Dorfbrunnen Geschichten um den "Dorfgeist". Ganz schön gruselig erschien es uns Kindern, und, vielleicht war das alles einfach nur erfunden, wie manche Erwachsene das behaupteten. Erlebt hatten sie den "Geist" nicht, aber sie gaben vor, es besser zu wissen. Als Kind spielte ich gern weitab in den Wäldern. Das durfte ich eigentlich nicht, aber beim Erkunden von dies oder jenem passierte es schon mal, dass ich weiter weg kam. Dort hörte ich hinter ein paar Felsbrocken jenes wütende Geräusch, von dem die anderen sprachen. Ob es nun ein nie gesehenes und vielleicht gefährliches Tier war - oder jener Geist: ich musste sofort heimlaufen, das war klar. Doch das Rennen half nicht, denn kaum hatte ich an den "Geist" gedacht, war er - trotz vorheriger Entfernung, neben mir. Er sprach freundlich, wusste wer ich war und wo ich wohnte. Zwar konnte ich seine Anliegen nicht richtig verstehen, denn von Geschäften hatte ich keinen Schimmer. Eines verstand ich - dass es um mehr ging, als um irgendwelche Sensation. Er erwähnte ungerechteste Vermögensverhältnisse im Dorf und Streit. Unrecht waren immer schlimmer geworden, unter anderem durch "Gesetzesschleicherei",aber auch durch Machtverhältnisse. Keiner richtete "recht". Wir zogen weg. Erst im Alter erfuhr ich von meiner Mutter etwas mehr über Verwandte im Dorf und deren Schicksale, und es war Derartiges passiert.

    Die "ungerechten" Sorgen gehen immer noch weiter und sind weiter zum Brüllen. Eine Müllverbrennungsanlage entstand und erzeugte giftige Gase. Die Ärzte hatten mehr Arbeit. Die Krankenkassen summieren riesige Abrechnungen. Die Städte wuchsen, das Land entvölkerte sich. Die verbliebenden Landwirte hatten gewaltige Maschinen, mehr Land, Schulden und Produktionssorgen. Land ist nicht wie Geld vermehrbar. Die Böden sind nicht mehr wie früher, das Essen schmeckt nicht mehr so. Der Rest der Bevölkerung "hat wenig Arbeitsplätze", wie das so lapidar gesagt wird.

    Es erstaunt, dass sich nicht mehr rumbrüllende Geister zu Wort melden. Doch in dem allgemeinen Lärm von Zügen, startenden Flugzeugen und lauten Autobahnen ginge wohl das Geschrei unter. Geister haben selten eine Stimme. Viele schaffen es nicht, die "himmlischen Pforten" zu betreten, weil die Vorstellung dazu fehlt, oder weil sie noch Etliches zu erledigen haben.

    Ich glaube nicht, dass ein "Bannspruch" das aufheben kann.
     
  7. hnoss

    hnoss Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
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    5.962
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    Berlin
    Häschen,
    das wirkt ein bisschen so, als würdest Du Bücherinhalt wiedergeben.
    was meint, ist das "deine" Sicht?, also direkt bezogen auf das was Du siehst?, oder ist das mental aufgenommen, und aus der Vorstellung heraus wiedergegeben?

    also noch direkter gefragt, bist du schon mal so einem Geist begegnet, von dem Du hier sprichst?
    das Du so genaue Angaben, über Geister machst?
     
  8. hnoss

    hnoss Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
    Beiträge:
    5.962
    Ort:
    Berlin
    Im Grunde ist nicht mal klar, was ein Bann überhaupt ist.

    wie sollte man eigentlich ein Thema besprechen, wo man wichtige Punkte der Klarheit über das, was überhaupt beredet wird, selbstverständlich überspringt, so als sei es allen schon klar, was das überhaupt sein soll >ein bann
    bleiben wir doch einfach mal bei den tatsachen.

    um einmal leise darauf hinzuweisen, wollte man tatsächlich einen Geist, so wie sich das hier vorgestellt wird, bannen, oder sonst was machen,

    ist das schon eher mit grausamkeit zu vergleichen.


    ein Bann ist eine Folge, keine willentlich angesetzte Tat.
     
  9. Häschen

    Häschen Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2014
    Beiträge:
    501
    Hellsichtige Menschen erleben so etwas.
    Für andere werden daraus die "erzählten Geschichten".
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2014
  10. trollhase

    trollhase Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2014
    Beiträge:
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    @häschen: du hast geschrieben, du bist in einem bergdorf aufgewachsen.
    was gab es da für bräuche?
     

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