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  1. Dieses waren Gedanken zu einem früheren Zeitpunkt.
    Ich lasse sie so stehen in alter Ausdrucksweise.​


    :)
    -


    Wer sich in dieser Zeit mit den Themen Esoterik und Lebenshilfe befasst, oder auch


    nur beginnt, das Leben aufmerksamer zu beobachten und dabei zu bemerken, dass

    sich gerade jetzt Vieles verändert, hat vielleicht auch schon davon gehört, dass

    alles zu einer größeren Einheit führen soll.



    Vielleicht begegnen dir gerade jetzt viele Menschen, die du nur schwer in deiner

    Nähe haben kannst. Die du aus unerklärlichen Gründen nicht magst, und die große

    Wut und großen Widerstand in dir auslösen.

    Gerade jetzt ist die Vorstellung schwer, mit anderen zu verschmelzen, eins zu

    werden und vielleicht auch noch seine Persönlichkeit dabei aufzugeben.



    Aber, es wird nicht nur zur Einheit kommen, sondern zugleich auch zu einer
    vollkommenen persönlichen Freiheit und


    Verwirklichung.

    Es ist so, dass die Menschen, die dir jetzt begegnen, Teile spiegeln aus deinem

    Inneren, die du im Moment aber in dir nicht wahrnehmen kannst.

    Verhalte dich einfach ganz ruhig. Je mehr du dir bewusst wirst, dass dir gerade

    jetzt Teile von dir selbst gespiegelt werden, umso mehr kannst du dich für dich

    selbst und dein gesamtes Wesen öffnen.



    Aber verwechsle hier nichts. Es geht nicht darum, mit dem Menschen, der dir von

    außen begegnet, zu verschmelzen, sondern ganz im Gegenteil. Je mehr du seine

    Entsprechung in dir selbst wiederfindest, umso mehr wirst du von diesem

    Menschen frei werden. Zumindest wird er dich nicht mehr ärgern. Und du selbst

    wirst einen neuen freien Weg des Umgangs finden.



    Also geht es nicht darum, uns selbst zu vergewaltigen, indem wir glauben, wir

    müssten nun mit allem verschmelzen und harmonische Einheit finden, sondern wir

    weiten uns in uns selbst, finden den Anderen in uns, und werden zugleich im Außen

    frei von ihm.



    -
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  2. -


    Stell dir vor, du bist ein Maschinist in einem Maschinenraum, zum Beispiel eines

    Schiffes. Du bist Fachmann und kennst die Maschinen gut. Und sie tun genau, was

    immer du von ihnen verlangst.


    Jetzt stell dir vor, du kennst dich nicht aus. Dann tun die Maschinen auch, was du


    verlangst. Nur kannst du das nicht erkennen. Du weißt selbst nicht, was du eigentlich

    einstellst, und was du mit der Betätigung der einzelnen Schalter bewirkst.

    Aber trotzdem tun die Maschinen doch, was du von ihnen forderst. Nur deine

    Forderungen stimmen in diesem Fall nicht mit deinen wirklichen Wünschen überein.



    Und jetzt stellst du dir vielleicht noch vor, dass diese Maschinen leben und daher


    Verständnis für dich haben müssten. Du glaubst, sie müssten weil sie dich lieben

    und verstehen, ganz automatisch alles so tun und genauso funktionieren wie du es

    dir vorstellst.


    Aber so ist es nicht. Du musst schon selbst wissen was du willst, es fordern und

    verlangen und dann auch noch in der Lage sein, die richtigen Knöpfe an den

    richtigen Stellen zu drücken, um am Ende zu erreichen, was du genau willst.

    Die Maschinen sind nicht gegen dich. Sie sind einfach nur neutral. Und genauso

    ist es auch in unserem Leben. Du bist der Herr deiner Welt, deiner Energien, um

    es genau auszudrücken. Und wenn du nicht weißt was du willst, und es nicht

    verlangst, wird dir niemals irgendetwas entgegenkommen.



    Ich will damit nicht sagen, dass deine Mitmenschen Maschinen seien.
    Es geht um deine ENERGIE, um deine ganz eigenen Strukturen
    und Lebensmuster. Und entsprechend deiner Lebensmuster werden genau die
    Menschen um dich sein, die eben dazu passen, weil sie selbst auch entsprechende
    Lebensmuster haben.



    Du bist immer von deiner eigenen Energie umgeben, von deinen Lebensmustern,

    die bestimmen, auf welche Art du die Welt interpretierst. Aber diese Energie ist

    eigentlich neutral, und du selbst musst bestimmen, was du haben willst.


    Weder werden dir diese Kräfte voller Verständnis entgegenkommen, noch setzen

    sie sich von alleine überhaupt irgendwie in Bewegung. Alles hast du selbst in

    Bewegung gesetzt, auch wenn dir das nicht bewusst sein sollte.

    Lerne zu fordern. Denn wenn du die Energie nicht benutzt, benutzt sie ganz

    einfach dich. Du gibst dann anderen die Möglichkeit, über dich zu bestimmen.

    Und diesen Anderen ist das meistens selbst gar nicht bewusst.


    Und glaubst du, dass die Maschinen in einem Maschinenraum wüssten, wie sie

    sich bewegen sollen, um sinnvoll zusammenzuarbeiten? Das wissen sie

    vielleicht schon. Aber den Knopf, der alles in die richtige Bewegung setzt, den

    müsstest du schon selbst betätigen.


    Und je mehr du selbst bestimmst, wie deine Energien sich formen sollen, umso

    authentischer wird dein Leben sein. Und erst dann können auch andere Menschen,
    von deiner Sicht und Leben aus,
    besser ihre eigenen Wahrheiten sehen.

    Sei bereit zu bestimmen über dich und dein Leben.
    Denn nur du weißt, was du willst und wie du bist.

    Die Maschinen, die Energie, werden dir nicht verständnisvoll entgegenkommen
    und alles von alleine machen.


    Es ist zwar so, dass alles von alleine laufen wird, wenn du einmal den richtigen

    Befehl gegeben hast. Aber das ist der Schritt, den du auch wirklich selber tun musst.



    Und je mehr du dabei ganz du selbst wirst, umso mehr dienst du


    damit zugleich allem Leben!





    .
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  3. Einst hatte ich einen Tagtraum.

    Ich stellte mir vor,


    ich sei an einem wunderschönen Strand.


    Das Meer rauschte


    und die Wellen rollten sanft ans Ufer.



    Aber plötzlich begann der Traum,


    sich selbstständig zu machen.




    Ein großer schwarzer Rabe kam geflogen,


    riss mir mit seinem Schnabel


    ein Kleidungsstück vom Leib


    und flog damit fort.





    Nach einer Weile kam er zurück


    und tat das Gleiche nochmal.



    Immer und immer wieder


    kam dieser schwarze Rabe zurück


    und riss mir jedesmal ein weiteres

    Kleidungsstück vom Leib.




    Schließlich war ich nackt und bekam große Angst


    vor dem scharfen Schnabel des Raben.


    Ich hatte Angst vor Schmerz und Verletzung,


    und fühlte mich vollkommen ungeschützt.





    Aber als der Rabe dann wiederkam,


    flog er direkt zu mir


    und kuschelte sich mit seinen


    schwarzen Federn


    an mich !





    . - .
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  4. Dafür musst Du Dich ganz auf Dich selbst konzentrieren und in Dich

    hineinfühlen. Tief in Deinem Inneren findest Du dieses Lächeln, von

    dem eine enorme Kraft ausgeht. Spüre es in Dir und lasse es wachsen.


    Fühle dabei, wie es größer und größer wird. Zunächst umfängt es von

    innen her Dich selbst ganz und gar mit großer Zärtlichkeit, und Du

    fühlst Dich tief geborgen und wunderbar aufgehoben.


    Dann beginnt es, aus Dir hervor zu strömen und sich in die Welt, in das

    Universum und in Alles was ist, zu ergießen.

    Denke bei allem was Du tust und wo immer Du bist an dieses zärtliche

    innere Lächeln. Denn es geht eine enorme Kraft von ihm aus, wenn Du

    Dir seiner bewusst bist. Und dafür reicht es, dass Du alleine nur daran

    denkst. Achte darauf und Du wirst es bemerken.


    Alles, was Du mit diesem inneren Lächeln betrachtest, wird von Dir

    geliebt. Ob Du das nun weißt oder nicht. Alles was Du in Deinem Leben

    nicht wolltest und das dennoch ungebeten eingetreten war, wird durch

    dieses Lächeln nun gehen. Und alles was Du Dir schon immer gewünscht

    hast, wird durch dieses Lächeln verstärkt zu Dir kommen. Versuche

    nur immer daran zu denken. Es ist da und geht mit Dir, wo immer Du

    auch hingehst.


    Und dass Du, der Du Dieses hier liest, es schaffst, diese besondere

    Kraft, dieses besondere Lächeln in Dir, mit Dir, und aus Dir selbst

    heraus wirken zu lassen,


    Das wünsche ich Dir !





    .
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  5. Der Körper, jegliche Materie, und deine gesamte

    Erfahrung, die du vielleicht als Schicksal bezeichnest, sind

    nichts anderes als Verdichtungen oder Kristallisationen

    deiner eigenen Gegenwart. Sie erscheinen dir nur sehr

    materiell und vielleicht manchmal auch feindlich, weil du

    sie nicht mit deiner gesamten dir zur Verfügung stehenden

    Aufmerksamkeit wahrnimmst und erfasst.


    Negatives ist so etwas wie eine Verkrustung von Etwas,

    das irgendwann einmal deine Aufmerksamkeit und

    Wachheit nicht erhalten hatte. Jetzt wartet es nur darauf,

    von dir gesehen und erkannt zu werden. In den Tiefen

    deiner Körperzellen ist so viel von dir selbst, wie du gar

    nicht ahnen kannst. Aber sobald du einmal etwas nicht

    wirklich durchschaust, sind Kräfte von dir gebunden

    und du kannst das Nächste noch weniger erkennen.


    Das ist eigentlich gemeint mit Verdichtung. Wenn du dich

    ganz in dein Jetzt und in deinen Körper begibst, kann sich

    eins nach dem anderen allmählich lösen. Und jedes Mal

    werden Kräfte frei, die dich für das Nächste noch fähiger

    und wacher werden lassen. Und irgendwann kann nichts

    mehr deiner Erkenntnis und Erlösungsfähigkeit

    widerstehen.



    -
  6. Im Jahre 2005 schrieb sich Isabella eine Geschichte über Jesus auf, die ganz auf eigenem Denken beruhte.

    Meine Mutter hatte früher manchmal Visionen, besser gesagt, konnte sie in innere Bereiche reisen, so auch ferne Vergangenheit beispielsweise.
    Ich fragte sie einmal, wie das war mit Jesus und Maria.
    Und sie erzählte mir bzw. erfuhr sie, dass Maria schwanger war von einem großen Herrscher.
    Dieser Herrscher das Kind aber nicht wollte, sie sollte abtreiben.

    Maria aber wollte das Kind, versteckte sich und brachte es heimlich zur Welt.
    Josef war ein alter Mann, der ihr sehr zugetan war und ihr deshalb half.

    Ich sage nicht, dass ich heute noch die Dinge so sehe, es waren Isabellas Gedanken, so wie sie es damals auffasste und für sich umsetzte. :)



    Es trug sich vor etwa 2ooo Jahren zu.

    Ein sehr junges Mädchen namens Maria arbeitete zu dieser Zeit bei einem


    großen und mächtigen Herrscher als Magd.


    Als solche war sie wohl eine von vielen Tausend Mägden und Dienern. Es


    mögen auch Leibeigene und Sklaven gewesen sein.



    Dieser Herrscher nahm damals die blutjunge Magd Maria zu sich ins Bett, um


    sein Herz und Empfinden an ihr zu erwärmen. Ob sie nun seine einzige


    Geliebte war, oder nur eine von unendlich vielen Bettgenossinnen, vermag


    ich hier nicht genau zu sagen. Denn Manches wird wohl immer ein Geheimnis


    bleiben.



    Auf jeden Fall wurde Maria schwanger, und voller Freude und Naivität lief


    sie zu ihrem Herrscher und erzählte ihm davon. Dieser Herrscher aber (war es


    vielleicht Herodes?) wollte, dass sie das ungeborene Kind niemals zur Welt


    bringen sollte. Denn er fürchtete sich sehr vor Nachkommen, die irgendeinen


    Anspruch auf sein Erbe und seine ganze, ihm eigene Macht erheben könnten.



    Maria aber wollte dieses Kind um jeden Preis. Ihre Liebe für das ungeborene


    Leben in ihrem Leib war schon sehr groß, und sie bat in ihrem Herzen um Rat.


    Es war so, dass sie eine tiefe Verbindung hatte zur Natur und ihren


    geheimen inneren Kräften. Sie konnte mithilfe ihrer Hände und


    mithilfe von Kräutern und Naturmitteln heilen.


    Und sie besaß eine innere Verbindung zu den sogenannten höheren


    Kräften.



    Also erhielt sie den Rat, dieses Kind auf jeden Fall zu bekommen. Ihr wurde aber


    auch gesagt, dass es nicht einfach sein würde, und dass sie fliehen müsse und


    sich gut verstecken. Ein alter Mann namens Josef, der ihr sehr zugetan war, half


    ihr, so hochschwanger wie sie inzwischen war, ein gutes Versteck zu finden und


    ihr Kind dort zu gebären.



    Sie fanden schließlich eine einsame Höhle im Wald, und dort brachte Maria


    dann ihren Sohn zur Welt, den sie Jesus nannte.



    Aber von nun an waren sie stets auf der Flucht, mussten sich stets und überall


    verstecken. Denn der leibliche Vater des Jungen trachtete ihm und auch seiner


    Mutter und allen, die ihnen halfen, nach dem Leben.


    Ihr werdet euch vielleicht wundern, aber damals war es durchaus üblich, dass


    hohe Herrscher ihre Nachkommenschaft auf recht unmoralische Weise


    reduzierten, um sich dadurch ihre eigene Macht zu erhalten.



    So wuchs der Junge also in großer Liebe und Verbundenheit zu seiner Mutter


    auf, aber auch in stetiger großer Angst vor seinem Vater und um das Leben derer,


    die er liebte. Und man kann sich ja vorstellen, was dadurch für ein Trauma in


    ihm entstehen musste.



    Durch seine Mutter aber war er sehr mit der Natur verbunden und er hatte


    gewisse innere Kräfte von ihr geerbt. Aber in seiner großen Sehnsucht nach


    Heilung seines Lebens und der Umstände in denen er lebte, zog er schließlich


    aus, um sich auf die Suche zu machen nach den wahren Kräften des Lebens.



    Er wollte in seinen Tiefen verstehen, warum sein Vater mordete und warum


    ihm Macht über alles ging. Also zog er aus in die Berge des Himalaja und


    und suchte die Kraft des Göttlichen, und die Wahrheit über Macht und Liebe.


    Es war ja klar, das die Hauptthemen seines Lebens Liebe, Macht und die Kraft


    des Vaters darstellten.



    In den hohen Bergen aber fand er heilige wissende Kräfte. Er fand einen alten


    Einsiedler, den er fortan als seinen Meister begriff. Einen der wusste, worum


    es geht und der ihm viel Wissen und innere Kräfte vermitteln konnte.


    Er war für Jesus wie ein mächtiger Vater, und er nannte ihn deshalb Christus


    (den Gesalbten).



    Ich muss dazu sagen, dass früher alle Könige Christus genannt wurden. Sie


    wurden als Götter behandelt und Gott gleichgesetzt.


    Man könnte eigentlich sagen, dass Jesus hier an diesem Ort, vielleicht war es


    auch „nur“ in einer tiefen Meditation, das Höhere himmlische Selbst und die


    Weisheit seines irdischen Vaters wiederfand



    Nach einer großen inneren Heilung und mit all diesem Wissen kehrte Jesus


    schließlich, vereint mit viel innerer Kraft und Fähigkeit, an den Ort seiner


    Geburt zurück.


    Und er gab sich zu erkennen. Er sagte niemals, ich bin der Sohn


    Gottes, sondern er sagte immer, ich bin der Sohn des Menschen.



    Aber eigentlich liegt darin kein Unterschied. Er sprach einfach von seinem Vater.


    Und was sagte er von ihm?


    Er sagte, mein Vater hat viele Wohnungen in seinem Reich, und für jeden von


    euch stellt er eine bereit.


    Und hier kommt es darauf an, mit was für Augen wir hinsehen.


    Entweder sieht man den Vater alle Nachkommen verfolgen und ermorden, oder


    aber man sieht, dass er jeden an seinen eigenen Platz verweist in seinem


    unendlichen Reich.



    So dass jeder in seiner eigenen Welt vollkommene Macht, aber zugleich auch die


    absolute Liebeskraft und Ordnung besitzt.


    Und wenn man sagt, Jesus wird zur Rechten Gottes sitzen, zu richten die Toten


    und die Lebenden, so hat das genau die gleiche Bedeutung.


    Licht ist Ordnung, aber es ist auch Liebe, es ist Freiheit und vollkommene Macht.


    Die Wohnungen Gottes, die für jeden bereitstehen, bedeuten das Reich jedes


    Einzelnen. Um darin zu herrschen und darin vollkommen frei zu sein.




    - - - - - - - - - - :blume:
  7. .


    Der Baum der Göttin ist der Baum des Lebens

    Seine Blätterkrone ragt weit in den Himmel

    Seine Zweige berühren alles was ist

    und seine Blätter singen und tanzen

    ein ewiges Lied

    Sein Stamm ist stark

    Seine Rinde reich von Leben

    Stark steht er im Schatten seiner Krone

    und er atmet tiefe Geborgenheit.

    Seine Wurzeln reichen tief in das Erdreich hinab

    und ernähren ihn mit ewigem Wissen,



    mit ewigem Sein.



    -​
  8. .


    Wir alle tragen in uns eine tiefe Sehnsucht. Einigen ist sie bewusst, anderen eher
    weniger. Es ist die Sehnsucht nach Liebe und Wahrheit. Nach unserer
    eigenen Wahrheit. Und die befindet sich tief in unserem Inneren.

    Aber irgendwann haben wir alle diesen Teil in uns „verlassen“ und sind
    vorübergehend blind für ihn geworden. Und jetzt vermissen wir etwas und wissen
    nicht mal genau, was das eigentlich ist.

    Viele Menschen bekommen Depressionen, Angst- und Panikzustände. Und wissen
    nicht mehr ein noch aus. Wir alle sind auf dieser Suche nach unserem Inneren.
    Doch es ist uns nicht bewusst. Also versuchen wir, mit anderen Mitteln und Wegen
    dieses innere schreiende gähnende Loch zu füllen und zu überbrücken.

    Weil die äußeren Dinge, auf die wir uns dann aber ersatzweise einlassen, uns
    nicht wirklich geben können, was wir brauchen, kommen wir nicht wieder von
    ihnen los. Ständig fehlt etwas, ist etwas noch unerledigt, der „Kick“ noch
    nicht vollständig erfüllend. Und wir probieren es wieder und wieder.


    So entstehen Abhängigkeit und schließlich Sucht.
    Wir benutzen etwas, damit es unser inneres Loch füllen kann, die Lücke über-
    brücken. Aber wir sind uns dessen nicht wirklich bewusst. Und wir benutzen
    es wieder und wieder. Und ich muss es hier mal sagen, gegenüber dem, was wir
    für diese Zwecke benutzen, ist das was wir tun, ganz klarer Missbrauch.

    Ich missbrauche die Schokolade, ich missbrauche die Droge, ich missbrauche
    den Alkohol, und was auch sonst immer noch als Suchtmittel dienen könnte.

    Dazu gehören auch extreme Sexualität, extreme Arbeit usw.


    Der einzige Weg daraus kann nur sein, dass ich den Mut habe, meine Sehnsucht
    in der Tiefe anzusehen und sie wirklich zuzulassen. Dann erst kann ich erkennen,
    dass diese tiefe Sehnsucht in mir zugleich auch schon ihre Erfüllung ist. Denn
    wenn ich einmal den Mut habe, wirklich hinzusehen und bewusst werden zu
    lassen, löst sich diese Sehnsucht in Wahrheit auf.


    Denn sie konnte nur leben, weil sie nicht beachtet wurde. Sie konnte nur leben,
    weil sie weggedrückt wurde. In Wahrheit ist sie der innere Wegweiser zu unserer
    Wahrheit und Erfüllung von innen her. Denn alle wahre Erfüllung kann nur von
    innen, und zwar nur aus unserem eigenen Inneren kommen.

    Wenn du diesen Ort in dir gefunden hast, und er ist nicht schwer zu finden,
    denn du bist in Wirklichkeit bereits in ihm, wenn du also diese innere Erfüllung
    gefunden hast, dann kannst du auch alles „Äußere“ erst wirklich genießen.


    Und genau das ist der Unterschied zwischen Missbrauch und Genuss.

    Wir müssen nämlich in Wirklichkeit nicht die Sucht überwinden und von

    nun an verzichten, sondern wir müssen in uns gehen und die wahre Erfüllung

    unserer Sehnsucht begreifen und annehmen.


    Und dafür müssen wir nicht erst umständliche Wege gehen. Wenn du weißt,
    dass alles nur von innen kommen kann, wirst du den Frieden in dir finden, und
    dann kannst du wahrhaft genießen, was immer du willst, ohne davon abhängig
    zu werden. Es ist nämlich nur der geheime Gedanke, dass man wenn man nach
    innen geht, auf alles „weltliche“ verzichten müsse, und seine Freuden
    sozusagen überwinden.


    Aber das stimmt so nicht. Vielleicht habt ihr ja schon mal gehört, dass selbst

    Jesus sagte, findet zuerst das Himmelreich Gottes, dann könnt ihr das andere

    auch alles haben. Ich habe es jetzt vielleicht nicht genauso ausgedrückt, aber

    dem Gedanken nach kommt es hin.

    Von innen her kannst du alles haben, und es ist dann kein Missbrauch mehr,
    sondern Liebe. Und auf diese Weise kannst du etwas miteinander verbinden,

    von dem man bisher glaubte, dass es ganz verschieden sei, nämlich Liebe,


    Rücksichtnahme und absoluten Genuss.


    -
  9. .




    Stelle dir einen Fernseher vor. Du siehst gerade einen Film. Es sieht alles sehr


    lebendig aus, die Abläufe sind fließend und die Handlungen spannend.

    Plötzlich aber wird die Geschwindigkeit stark heruntergedreht.

    Alles läuft viel langsamer. Immer langsamer und noch langsamer.

    Plötzlich kann keine Handlung mehr erkannt werden. Es sind jetzt nur noch

    ein Haufen stiller ja fast toter Bilder da. Erst sieht man vielleicht noch eine

    Verbindung, aber dann wird es noch langsamer und es kann keine

    Beziehung mehr zwischen den Bildern erkannt werden.


    Oder du stellst eine Schallplatte oder einen CD-Spieler ganz ganz langsam.

    Zuerst werden die Töne eines Liedes immer dunkler und tiefer werden. Aber

    wenn es so langsam wird, dass zum Beispiel jeden Tag nur ein einzelner Ton

    käme, dann würde eine Verbindung nicht mehr erkannt werden können.




    Und schon gar nicht irgendein zusammenhängendes Lied.


    Plötzlich entstehen Zwischenstufen des Lebens, die sonst


    nicht wahrgenommen werden müssten, und vermeintlich


    tun sich zwischen zwei Schritten tiefe Abgründe auf.




    -
  10. S c h ö p f u n g



    Alles was lebt, ist auch zugleich Schöpferkraft

    Du bist ein Schöpfer von deinem ersten Atemzug an.

    Erst ist es ein Wunsch in deinem Herzen,

    dann wird es Wahrheit in deinem Leben.



    Aber weil es in deinem Herzen war,

    hat es zugleich auch an deine Tür geklopft.

    Es war in deinem Herzen, weil es bei dir sein wollte,

    weil auch du der Wunsch deiner Schöpfung warst.

    Hat sie dich erschaffen oder du sie?

    Ihr schaut euch staunend an und fließt ineinander.

    Erst seht ihr euch vielleicht als Materie,

    als nicht so leicht zu verstehen, weil ihr euch „fremd“ seid.



    Aber dann erkennt der Schöpfer sich selbst

    und Bewusstheit fließt ein in seine Schöpfung.

    Er selbst fließt in sie hinein, und genauso fließt sie in ihn.

    Ist das nicht die allerschönste Liebesgeschichte,

    die man sich überhaupt vorstellen kann?


    .​
  11. Es war einmal eine alte abgehärmte Frau.

    Sie war eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, aber sie spürte, dass

    irgendetwas Entscheidendes fehlte. So saß sie eines Tages an ihrem

    Fenster und sah hinaus. Eine Art Ahnung und Sehnsucht überkam sie

    und sie fühlte, dass eine Veränderung kommen würde. Sie konnte noch

    nicht sagen, was es war, aber es lag deutlich etwas in der Luft.


    In der nächsten Zeit bekam sie dann eine wunderschöne Tochter, die sie

    über alles liebte und für die sie von Herzen sorgte. Aber es ergab sich,

    dass sie selbst schließlich gehen musste, genaugenommen löste sie

    sich auf und wurde zu ihrer eigenen Tochter. Und dieses war für sie wie

    ein neuer Anfang in einer neuen Dimension.


    Sie war jetzt Tochter, von ihrer liebenden Mutter verlassen und ganz auf

    sich selbst gestellt. Stattdessen hatte sie nun eine Stiefmutter, eine dunkle

    Göttin, die stets hart und unnachgiebig mit ihr umging. Also zog sie sich

    schließlich ganz aus ihrem Leben zurück und tauchte tief ein in ihr

    Innerstes.

    Sie durchstreifte ihre eigene Seelenlandschaft und inneren Werte, und

    begann von hier aus allmählich, alles in neue Zusammenhänge zu stellen.


    Dabei ging sie tief in sich und lebte wie ein freies wildes Tier im Wald.

    Aber ihr wurden Herz und Leber genommen, das heißt sie hatte keine

    Herzensverbindung mehr und auch keine Freiheit. Sie bewegte sich in

    ihrer eigenen inneren Welt und hatte hier sieben Aufgaben zu erfüllen,

    sieben Einweihungen zu überstehen und sieben Probleme zu lösen.


    Und in jeder dieser sieben Welten musste sie eine Weile leben, sozusagen

    von allem ein wenig kosten. Alles kennenlernen, alles wissen und

    schließlich an jedem Ort eine entsprechende Eigenschaft mit sich nehmen.

    Und diese Eigenschaft und Kraft war der jeweilige Schatz, den sie

    gewissermaßen aus den Tiefen ihres inneren Landes mitnehmen konnte.


    Ihre Stiefmutter jedoch hatte einen besonderen Spiegel, in dem sie sich

    selbst und dadurch auch ihre Stieftochter sehen konnte. Denn die Beiden

    waren eigentlich ein- und dieselbe Person, zwei Seiten,

    die zusammengehörten. Und darum sah auch die eine stets die andere,

    wenn sie in ihren Spiegel blickte.


    Und schließlich schaffte unsere Stiefmutter es eines Tages ,

    Schneewittchen dazu zu verführen, von einem wunderschönen roten

    Apfel ein Stückchen abzubeißen.

    Aber wie ihr ja sicher wißt, kann man von dieser Apfelsorte nicht nur

    ein Stückchen abbeißen, nicht nur einfach von ihm kosten. Wenn wir uns

    einmal auf ihn eingelassen haben, werden wir am Ende ganz in ihn

    hineingezogen und eine tiefe Verwandlung beginnt.


    Also, um zu unserem Schneewittchen zurückzukommen, dieser Apfel-

    bissen blieb ihr natürlich zunächst im Halse stecken, denn sie war noch

    nicht wirklich fähig, ihn ganz zu verarbeiten und dann hinunter zu

    schlucken.

    Es war wie eine Idee, die ihren Weg noch nicht bis zur Erde finden konnte.

    Und unser Schneewittchen war fortan eher tot als lebendig. Sie lebte wie

    in einem Glaskasten voller Empfindlichkeiten und Ängste, und fristete

    ihr Leben von nun an mit großen Schwierigkeiten und mehr schlecht als

    recht.


    Aber es muss uns allen klar sein, dass jedwede Entwicklung niemals stehen

    bleibt. Und irgendwann kam auch für Schneewittchen die Zeit der inneren

    Reife. Sie wurde nun fähig, den Apfel wirklich hinunter zu schlucken, zu ver-

    dauen, zu verstehen und zuzulassen.


    Sie begriff ihre Wurzeln und ihre Kraft, und mit einem Schlag erwachte

    sie aus ihrem künstlichen Tiefschlaf. Jetzt erinnerte sie sich wieder an ihr

    gesamtes Wesen. Und jede Empfindlichkeit und jede Schwäche fielen von

    ihr ab.


    Ein vollkommen neues Leben tat sich ihr plötzlich auf. Denn nun war sie

    ihre Mutter, sie war ihre Tochter und sie war auch die alte weise Frau,

    die zuvor mit der undankbaren Aufgabe ihrer Stiefmutter betraut gewesen

    war. Der Spiegel und die Wünsche und Ahnungen vereinten sich nun

    wieder. Und Neues, Aufregendes und Schönes trat in ihr aller Leben;


    nie zuvor Geahntes, nie zuvor Gewusstes.



    Und wenn sie also nicht gestorben sind, dann leben sich auch heute

    noch , glücklich und zufrieden .



    -
    Leopold o7 gefällt das.


  12. In den Geschichten unserer Ahnen liegt alle urtümliche Kraft und Wahrheit, wenn


    wir nur den Mut haben, genau hinzusehen.

    Das ist natürlich schwer zu verstehen, wenn die alten Geschichten scheinbar so

    negativ aussehen. Aber es geht gar nicht wirklich um den Inhalt dieser Geschichten,

    sondern nur um die Blutlinie, aus der wir kommen. Und wenn wir nicht hinsehen

    können, schaffen wir Lücken, und unsere Verbindung zu uns selbst ist unterbrochen.



    Als ich mich jetzt noch einmal geöffnet hatte für die Geschichte meiner Mutter,

    wurde mir etwas klar. Die Wurzeln der Vergangenheit geben uns den Boden unter

    den Füßen zurück, egal wie sie aussehen mögen. Und wenn wir nicht hinsehen,

    schweben wir fortan nur noch in der Luft, ohne jeden Halt und ohne jede Sicherheit.



    Aber durch dieses Hinsehen und innere Annehmen wurde mir noch etwas klar. Die

    Wurzeln liegen schlussendlich nicht wirklich in den Ahnen, sondern eigentlich direkt

    in uns selbst. Aber erst durch das Hinsehen und Annehmen kann man beginnen, es

    wirklich zu verstehen.



    Also sehe ich mir die alten Geschichten an, ohne Urteil, lasse sie einfach an mir

    vorüberziehen, und erkenne darin meine eigenen Kräfte.

    In Wahrheit bin ich wie ein Stern. Ich selbst bin der Mittelpunkt, und von diesem

    Mittelpunkt aus bilden sich die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.

    Die Wurzel ist in mir selbst und auch die Baumkrone. Und dazwischen liegt der

    Stamm, gerade und stark, um Krone und Wurzel zu verbinden.



    Und je höher wir nach oben wachsen wollen, umso tiefer müssen wir uns nach unten

    in der Erde verankern, um bei all dem den Halt nicht zu verlieren. Aber dafür

    müssen wir unsere sogenannte Vergangenheit ansehen können. Denn in all dem

    liegt unsere wahre Kraft, egal wie sie im Moment aussehen mag. (Sie sieht eigent-

    lich nur hässlich aus durch das Wegsehen), denn alles was wirklich angesehen wird,

    muss sich schließlich in Schönheit verwandeln.



    Ich weiß, dass dieses vielleicht schwer zu verstehen ist. Aber genau das glaube ich.

    Erst nach dem Hinsehen kann sich alles verwandeln. Denn wie soll ich ein altes Haus

    umbauen, wenn ich es nicht einmal ansehen mag. Wenn ich es aber ansehe, und

    zwar wirklich ansehe, wird es sich vor meinen Augen völlig umstrukturieren.

    Dann kann ich nicht sagen, es war vorher hässlich und jetzt ist es schön. Sondern

    ich sehe jetzt erst, wie es wirklich aussieht und immer ausgesehen hat.

    Wir entwurzeln uns, wenn wir uns von unserer Familie lösen wollen.

    Aber durch das wahrhaftige Annehmen lässt sie uns los.



    Dann haben wir es geschafft. Denn die Kraft bleibt uns erhalten und will sich von

    uns nun wieder neu formen lassen. Wir sind die Herren unserer Herzen und die

    Schöpfer unserer Welt.


    Alles was wir erschaffen,

    ist bereits da und hat schon immer existiert.

    Und wir holen es in unser Leben,

    weil es unseren Herzen entspricht.



    .
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