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  1. Aus welchem Grund oder mit welchem Ziel gibt es in diesem Forum die Rubrik BLOG?

    Kann eine einzelne Person wie ein Troll mit seinen kaum nachvollziehbaren Gedankengängen, die anscheinend niemand interessieren, alles zukleistern?
  2. Träumen – der Blick hinter den Schleier

    Inhalt:
    Das nächtliche Parallelleben
    Wer oder was träumt?
    Im Schlaf
    Wenn man sich an Träume nicht erinnert
    Was ist von Albträumen zu halten?
    Traumdeutung
    Träume praktisch nutzen

    Alles was im Traum geschieht - ob wir fliegen, ob wir uns selbst als Kind sehen, ob wir uns mit Verstorbenen treffen, ob wir in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen oder uns an Orten aufhalten, die es gar nicht gibt - alles das tun wir wirklich!
    Wir tun es genauso wirklich und wahrhaftig, wie wir den wachbewussten Teil unseres Lebens wahrhaftig erleben.
    Das bedeutet, dass wir eben nicht nur dieses eine Leben, unser Wachleben, haben. In einer jeden Nacht, in den behütetsten Phasen unseres Schlafs, führen wir sozusagen ein Parallelleben.

    In dieser Parallelexistenz verwirklichen die inneren Teile unseres Bewusstseins völlig andere Vorhaben und Zielsetzungen, als das am Tage der Fall ist. Hier können wir mit Menschen in einer engen und persönlichen Verbindung stehen, die wir im Wachzustand eventuell nie kennenlernen werden.

    Wer oder was träumt?
    Wir haben ein zweigeteiltes Bewusstsein, das man das äußere Ich und das innere Selbst nennen kann. Tatsächlich sind es nur verschiedene Funktionen unseres ungeteilten Bewusstseins. Es gibt keinen Punkt, wo das eine aufhört und das andere anfängt.
    Mit diesem scheinbar zweigeteilten Bewusstsein existieren wir dann in einer zweigeteilten Welt.
    Für die Bewältigung des Wachlebens ist das äußere Ich zuständig, das sich aber als einzige Instanz in unserem Bewusstsein versteht und vorgibt, von einem inneren Selbst nichts zu wissen.

    Das innere Selbst aber lebt im eigentlichen Sinn unser Leben. Es hat unseren Lebensplan entworfen, es weiß, warum wir hier sind und welche Erfahrungen wir machen wollen. Dazu führt es uns in unsere Probleme hinein und auch wieder heraus.
    Das innere Selbst schläft nie. Es steht nur am Tage hinter dem äußeren Ich zurück, damit die Trennung des Bewusstseins funktionieren kann.

    Rein wissenschaftlich gesehen dürfte es das Träumen als solches gar nicht geben. Unser Gehirn (der Träger des wachbewussten Geistes) müsste doch nachts genauso schlafen wie unser Bewusstsein. Der Körper schläft und mit ihm der Geist des Menschen. Im Schlaf sind wir nicht ansprechbar, sind unsere Sinne außer Kraft gesetzt, wer oder was träumt also?
    Diese Frage stellt man sich nicht, zumindest nicht öffentlich.
    Es ist der nicht-physische Teil unseres Bewusstseins, das innere Selbst, das träumt. Ein solches inneres Selbst gibt es aber für die Wissenschaft nicht.

    Unser inneres Selbst verfolgt am Tag die selbst gewählte Lebensabsicht. Also die eigenen Vorhaben und Pläne, die das äußere Ich kennt, wonach es handelt und meint, dass das alles wäre, was „mein Leben“ heißt.
    Nachts verfolgt das innere Selbst aber genau so eigene Interessen, die weit über die Beschränkungen der irdischen Existenz hinausgehen.

    Unser inneres Selbst schläft also nie. Es verfolgt viele Interessen, pflegt vielerlei Beziehungen, von denen unser Ich nichts weiß.

    Natürlich sind wir im Traum auch mit den Problemen unseres Wachlebens beschäftigt. Wir sammeln und absorbieren aus dem Bereich der Ideen Lösungsmöglichkeiten für die Probleme des Tages. Wir kleiden die gefundenen Problemlösungen (es sind meist mehrere) in verschiedene Träume, um sie so auszuprobieren. Und unabhängig davon, ob wir uns an diese Träume erinnern oder nicht, wird der Traum wahr werden, indem wir plötzlich eine Idee haben oder zufällige Begegnungen mit anderen Personen den Dingen eine andere Wendung geben.
    Nachts in den Träumen lösen wir die Probleme des Tages. Und das auch dann, wenn wir uns an keinen einzigen Traum erinnern. Die Lösung ist drin in unserem Bewusstsein.

    Wir träumen jede Nacht mehrmals. Erinnern werden wir uns in der Regel aber nur an den letzten Traum, den wir kurz vor dem Erwachen hatten.
    Das aber, diese Möglichkeit der Erinnerung, ist die wesentliche Bedeutung des Träumens. Es ist der Einblick in die wahre Natur des Seins.
    Wenn wir verstehen könnten, dass einfach der Fakt, dass wir träumen können, uns tatsächlich unsere wahre Natur zeigt.
    Das Erinnern der Träume ist eine Seinserfahrung!

    Im Schlaf
    durchwandert unser Bewusstsein vom Beginn des Einschlafens an insgesamt fünf unterschiedliche Bewusstseinsstadien:
    1. Die Abkehr des Bewusstseins von den Sorgen und Ereignissen des Tages.

    2. Zwischen Wachen und Schlafen schließt sich eine ruhige, passive und empfangende Phase an. Hier können wir verschiedene Körperempfindungen haben und auch erste, leichte Träume, die sich mit der direkten Verarbeitung der Angelegenheiten des Tages befassen. Unser Ich hat sich quasi schon zur Ruhe gelegt und unser Bewusstsein befindet sich in einem undifferenzierten Zustand, in dem es sich treiben lässt. Manchmal nur für Augenblicke, manchmal aber auch bis zu einer halben Stunde lang. Ein Zustand, aus dem wir immer mal wieder zurückkehren können. Manchmal wachen wir aus dieser Phase des Einschlafens wieder auf, weshalb die meisten Menschen sich dieses Bereiches bewusst sind. Suggestionen, die wir uns in diesem Bewusstseinsstadium erteilen, sind äußerst wirksam.

    3. Unmittelbar nach dem Einschlafen, wenn unser Ich weg ist, folgt eine tiefere Bewusstseinsebene, in der sich unser Bewusstsein langsam einstimmt auf die Wellenlängen seiner nicht-physischen Dimensionen. Es nimmt Stimmen und Bilder anderer Realitätsebenen wahr und muss sich entscheiden, auf welche dieser Ebenen es sich einklinken will in der nächstfolgenden Phase. Wir nehmen eventuell Kontakt auf mit anderen Schläfern oder mit Verstorbenen oder Personen, die wir von anderen Leben her kennen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch hier gestalten wir aus den Mitteilungen und Kontakten leichte Träume.

    4. Daran schließt sich unmittelbar die behütetste Phase des Schlafes an, der Tiefschlaf. Hier befinden wir uns in Bereichen des Bewusstseins, wo Raum und Zeit keine Bedeutung haben. Im eigentlichen Sinne verlässt unser Bewusstsein den Körper und kann Tätigkeiten nachgehen, Ziele und Absichten verfolgen, die mit unserem physischen Leben in keinerlei Zusammenhang stehen müssen.

    5. Es folgt die wissenschaftlich untersuchte REM-Phase, in der wir wieder träumen. Aus dem Erleben des vorigen Tiefschlafs kreieren wir einen Traum als schöpferisches Kunstwerk. Danach kehren wir in die tiefsten, verborgensten und behütetsten Bereiche unseres Bewusstseins zurück.
    Die beiden letzten Zyklen wiederholen sich.

    Im Tiefschlaf verlässt unser Bewusstsein den Körper, und das in jeder Nacht. Diese Phase des Schlafes ist wissenschaftlich kaum untersucht worden. Die Wissenschaftler haben sich nur für die Traumaktivitäten interessiert; im Tiefschlaf, meinen sie, passiert nichts weiter, da schlafen wir eben nur. Im EEG können sich aber der Austritt sowie der Wiedereintritt dieses Bewusstseinsteils abzeichnen.

    Nachts, wenn sich unser äußeres Ich zur Ruhe gelegt hat, erledigt das innere Selbst seinen Teil der Arbeit: Es organisiert unser Leben, schafft die Grundlagen für dessen reibungslosen Ablauf.
    Im Tiefschlaf kehren wir heim zum Ursprung, zu unserer Quelle, aus der wir trinken und neue Kraft schöpfen. In diesen Momenten gestalten wir unseren Körper und erfüllen ihn mit neuem Leben. Wir erschaffen ihn immer wieder neu nach den Mustern unserer Bewusstseinsinhalte, der Charakteristik unserer Persönlichkeit und unseren mentalen und emotionalen Eigenschaften.
    Wir beschäftigen uns auch mit den Problemen und Erfahrungen des vergangenen Tages und wählen eine der vielen möglichen Lösungen, die wir in die Zukunft projizieren. Das heißt, unser innerster Bewusstseinsteil absorbiert zu diesem Zweck gewisse Ideen aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Wahrscheinlichkeiten.
    Aus all diesen Aktivitäten werden dann Träume gebildet.
    Damit ist ganz klar ausgedrückt, dass die eigentliche Aktivität unseres schlafenden Bewusstseins nicht im Traum stattfindet, sondern in der vorhergehenden Phase des Tiefschlafs. Träume mit all ihren intensiven und emotional bewegenden Geschehen sind das Ergebnis, der nachfolgende Ausdruck der Heimkehr unserer inneren Bewusstseinsteile.

    Unsere fantastischsten Träume sind allerdings nur ein Abklatsch der tatsächlichen Erfahrung, die dahinter steht. Nichtsdestotrotz kann man die Träume mit einem schöpferischen Kunstwerk vergleichen, einer Kunst, in der alle Träumer Meister sind!


    Wenn man sich an Träume nicht erinnert
    Das ist das Ergebnis einer freien Wahl, wie alles im Leben.
    Wir wählen uns nicht zu erinnern, weil wir diese Bewusstseinserfahrung abwerten. Das ist in etwa so wie bei Dingen, die wir im Wachzustand sehen und denken, dass sie nicht wert sind, sie groß zu beachten.
    Oder wir wählen uns nicht zu erinnern, weil wir meinen, diese nächtliche Träumerei ist eher störend als hilfreich.

    Wir wollen unsere Träume auch deshalb vergessen, weil ihr bloßes Vorhandensein, ihre so ganz andere Realität unserer logisch-rationalen, vernünftigen Denkweise so sehr widerspricht. Wer die physisch-materielle Realität des Wachlebens als einzige Wahrheit annimmt, könnte sich in dieser Annahme gestört fühlen durch allzu intensive Traumerlebnisse.

    Es sind besonders die logisch denkenden Verstandesmenschen, die sich stolz auf ihre klare Vernunft berufen, die von sich selbst sagen, sie würden selten bis nie träumen.


    Was ist von Albträumen zu halten?
    Wer öfter unter so genannten Albträumen leidet, der hat Angst vor sich selbst, vor der eigenen Kraft und Energie, die – das ist die Befürchtung - womöglich zerstörerisch sein könnte.

    Wem im Traum Schreckliches passiert, wer etwa von dunklen Gestalten verfolgt wird, wer von Haien gefressen wird, wem Hexen oder sonstige Monster begegnen usw., der ist in seinem Wachleben nicht etwa das Opfer irgendwelcher Vorgänge oder Gegebenheiten, wie oft angenommen wird. Nein, er selbst ist dabei, sich und seine Umgebung, sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen zu zerstören. Er zerstört es, weil er auf seiner Opferrolle beharrt und die Handlungsmacht grundsätzlich anderen Menschen oder einfach dem Schicksal zuweist.
    In ihren Träumen werden sie dann gefressen, bedroht und verfolgt von der eigenen Kraft, vor der eigenen Entscheidungs- und Handlungsmacht, vor der sie sich so sehr fürchten. Diese Personen ahnen eine Kraft und Energie in sich, die, wenn sie einmal freigesetzt würde, eine so enorme und unter Umständen zerstörerische Wirkung hätte, dass man sie lieber bedeckt hält und besser gar nicht erst zur Kenntnis nimmt – bei sich selbst. Sie kann dann nur projiziert werden auf andere Menschen oder dem Schicksal allgemein.

    Menschen, die unter Albträumen leiden, können daher in ihrem konkreten Wachleben anderen eine klar definierte Schuld zuweisen. Sie selbst sind dabei das vollkommen unschuldige Opfer.
    Von daher haben viele Menschen sich wiederholende Albträume nach einem traumatischen Erlebnis, in dem sie tatsächlich Opfer waren. In ihren Träumen durchleben sie nun wieder und wieder das traumatisierende Geschehen. Sie glauben dann - und man sagt es ihnen auch so und bestärkt sie damit in diesem Glauben - dass sie diese Träume haben, weil sie ihr traumatisches Erlebnis noch nicht überwunden hätten.

    Wenn ein einmaliges traumatisches Erlebnis eine Person lange Zeit in Bann hält, dann deshalb, weil sie nicht verstanden hat, warum ihr so etwas geschehen ist. Sie versteht nicht, dass es ihr absichtlich geschah, dass sie es selbst herbeigeführt hatte. Sie glaubt, dass es zufällig geschah, und dass es ihr deshalb jederzeit wieder geschehen könnte.
    Diese Annahme und das damit verbundene Gefühl der Wehrlosigkeit, des Ausgeliefertseins an ein blindes Schicksal - das ist tatsächlich das, was diese Person nicht überwinden kann. Wie denn auch, solange diese Grundannahme bestehen bleibt?

    Albträume, die meist sehr deutlich und in allen Einzelheiten erinnert werden, sind als Selbsttherapie zu verstehen. Der Betreffende zwingt sich so, sich selbst anzuschauen und sein eigenes Denken und Fühlen zu hinterfragen.
    Aber nicht nur Albträume sondern alle Träume, die deutlich erinnert werden und den Träumenden meist emotional tief berühren, haben die Funktion einer Aufklärung. Die klare Erinnerung erweckt das Bedürfnis, sich mit dem Trauminhalt beschäftigen zu wollen.

    Als so genannte Aufklärungsträume sind auch die Träume zu verstehen, die sich in ihrem Inhalt oder auch mit den immer gleichen Symbolen wiederholen. Viele Menschen kennen das Phänomen, immer wieder das Gleiche oder zumindest etwas Ähnliches zu träumen. Diese Träume verraten manchmal den selbst gewählten Lebensplan.
    Oft zeigen sie aber einfach Glaubensüberzeugungen, Gedanken und Gefühle, die den eigenen Absichten und Zielen entgegenwirken.
    Und jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens hin und wieder einen Traum, in dem er etwas über seine früheren Leben erfährt, in dem er erkennt, dass und woher er seine Familienmitglieder kennt, warum er gerade diese Eltern oder diese Kinder hat usw.


    Traumdeutung
    Patienten, die sich wegen psychischer Probleme einer Therapie unterziehen, werden manchmal aufgefordert, ihre Träume zu notieren und zur Therapie mitzubringen. Dort werden sie dann vom Therapeuten gedeutet mit der Absicht, so dem Patienten eigene innerseelische Vorgänge aufzudecken. Dabei entsteht häufig das Phänomen, dass der Patient nach zwei, drei derartiger Traumbesprechungen nichts mehr träumt. Das heißt, er kann sich nach dem Aufwachen an seine Träume nicht mehr erinnern.

    In solchen Fällen kann man vermuten, dass sich das Bewusstsein des Träumers vor den Deutungsversuchen des Therapeuten schützen will. Der Therapeut deutet die Träume natürlich mit seinen auf Logik gegründeten und allgemein verbindlichen Regeln für Traumdeutung, für die wissenschaftliche Kriterien gelten. In der wissenschaftlichen Traumdeutung aber sind Träume lediglich ein unbeholfener, ungeschickter Versuch der Psyche, dem Träumer gewisse sachliche Rückmeldungen über seine geistige oder körperliche Gesundheit zu erstatten.
    Trauminhalte werden auf die Ebene der praktischen Vernunft hinunter gebracht, sie werden zu einer ernsten Angelegenheit. Träume sind aber Spiele. Im Traum schöpft der Geist des Menschen aus dem Überfluss seiner Möglichkeiten, wie sie gegeben sind, wenn er den Bedingungen von Raum und Zeit nicht unterliegt.
    Wer die menschliche Psyche mit Hilfe der praktischen Vernunft erforschen will, dem wird sie verschlossen bleiben. Träume sind der unmittelbare Einblick in die Natur der menschlichen Psyche – sie ist grenzenlos, spielerisch und schöpferisch und geradezu maßlos und mit der eingleisig-linearen Logik nicht zu erfassen.

    Traumdeutung gewinnt in der Gegenwart an Bedeutung, nicht zuletzt in diesem Forum.
    Viele Leute sind begierig darauf, aus den unverständlichen und deshalb geheimnisvoll anmutenden Bildern etwas Besonderes, Geheimnisvolles über sich und das eigene Leben heraus zu lesen, das sie sonst womöglich nie erfahren hätten. Oftmals erfüllt sich diese Hoffnung auch. Wer auf seine Träume achtet, erfährt durchaus auch die eine oder andere tiefere und umfassendere Wahrheit, sein Wachleben betreffend.

    Wenn wir fliegen können oder uns übergangslos plötzlich an einem anderen Ort befinden, wenn wir auf einem Pferd reiten und das Pferd plötzlich ein Bär ist, wenn die Wände des Zimmers sich auftun oder wenn wir selbst durch die Wand gehen können usw. - dann sehen und erleben wir die wahre Natur unserer Psyche, die wahre Natur des Seins.
    Träumen ist eine Seinserfahrung. Diese Erkenntnis ist der tatsächliche Nutzen der Traumdeutung.

    Eine wirkliche Traumdeutung, also ein umfassendes Begreifen und Verstehen der Traumbilder und des Traumgeschehens, ist sowieso nicht möglich. Zumindest nicht mit unserem rationalen Verstand, der an Ursache und Wirkung glaubt, der den Sinn von Ereignissen nur dann versteht, wenn sie in logischer Abfolge geschehen.

    Könnten wir unsere Persönlichkeit erfassen in all ihren - wie wir es verstehen - früheren als auch zukünftigen Existenzen und weiter in all ihren wahrscheinlichen Realitäten, dann und nur dann können wir unsere Träume umfassend deuten und verstehen. Denn im Tiefschlaf bereisen wir all diese verschiedenen Realitätsebenen und Dimensionen unseres Bewusstseins. Wir erfahren uns selbst in all unseren Wahrscheinlichkeiten. Und aus diesen Erfahrungen und Aktivitäten bilden wir dann Träume.
    Das heißt: Träume sind so multidimensional, dass wir rational immer nur einen Zipfel davon erfassen!


    Träume praktisch nutzen
    In jeder Nacht sind wir also mit unseren inneren Wesensteilen verbunden und wir schöpfen aus dieser Quelle. Hat man das erst einmal verstanden und akzeptiert, kann man diese Tatsache auch ganz praktisch nutzen. Dazu stellt man sich vor dem Einschlafen eine Frage zu einem konkreten Problem des Wachlebens.

    Ich sage mir also: „Ich habe dieses besondere Ziel vor Augen. Das ... ist es, was ich erreichen will in der nächsten Zeit. Wie kann ich es schaffen? Was muss ich tun oder wie muss ich mich verhalten, um es auf direktem Wege zu verwirklichen? Ich will eine Antwort.“ Entweder erinnert man sich danach tatsächlich an einen Traum, den man als Antwort, als Hinweis verstehen kann. Vielleicht erinnert man sich aber nicht an seine Träume, sondern hat in den darauf folgenden Tagen eine Idee oder eine Erkenntnis, die scheinbar aus dem Nichts auftaucht und die sich in der Folge als außerordentlich nutzbringend erweist.

    Das Erinnern der Träume sowie das bewusste Nutzen der Traumfunktion sind nur erste, kleine Schritte. Mit etwas Übung kann man aber die Schranke zwischen der einen und der anderen Realitätsebene aufheben.
    Diese Personen nehmen ihr Ich, ihr Wachbewusstsein mit in den Traum hinein und agieren vollbewusst in der Traumrealität. Das heißt, sie sind sich während des Träumens bewusst, dass sie in der Traumrealität sind und lernen diese Dimension ihres Bewusstseins vollbewusst kennen.

    Wer sich wachbewusst in seiner Traumrealität umschauen kann, der lernt seine eigene Natur und damit die wahre Natur der Realität zu verstehen.
    Glitzerfee und Waagemutig gefällt das.
  3. Der Tod
    Die Zusammenfassung zum Thema Tod, im weiteren Loslösung genannt, beinhaltet folgende Themen:
    Teil 1
    Werterfüllung oder warum wir das Leben haben
    Wir sterben um zu leben.
    Vor dem Tod / der Übergang
    Zeitpunkt des Todes
    Unter welcher Voraussetzung kommen wir an den Punkt, uns loslösen zu wollen?
    Wie verwirklicht man seine Wahl zu sterben?
    Selbstmord
    Im Moment des Sterbens

    Teil 2
    Der erste Moment nach der Loslösung
    Was nach der Loslösung geschieht / der Übergangsbereich
    Manche gestorbenen Menschen glauben nicht an ihren Tod
    Kontakt mit Verstorbenen
    Im Jenseits
    Die Selbstprüfung
    Die Ruhezone - der Übergang in ein neues Leben


    Der erste Moment nach der Loslösung

    In diesem ersten Moment nach dem körperlichen Tod erleben (erleben!) wir eine kurze Zeit der Beschaulichkeit/Ruhe. In diesen Momenten haben wir keine Wahrnehmung von Form. Wir empfinden unser eigenes Bewusstsein nicht, wir haben kurzzeitig das Menschsein vergessen. Es gibt nur Ruhe, nur unfassbar leichter Friede und »Nichts«.
    Diese Momente vergehen aber. Wir erinnern uns wieder...


    Was nach der Loslösung geschieht / der Übergangsbereich
    Manch Einer sieht sich selbst als Toter liegend im Sarg. Und es ist abhängig von seinen Glaubenssätzen, seinen bisherigen Vorstellungen über »tot sein«, ob er das als traumatisch empfindet.

    Wir sind es zu Lebzeiten so sehr gewohnt, mit einem Körper in einer Umgebung von Raum und Zeit zu existieren, dass wir uns eine andere Existenzform nicht vorstellen können. Deshalb müssen wir uns erst einmal an das Nicht-Physische anpassen. Wir müssen uns akklimatisieren.
    Das Nicht-Physische ist aber nur ein anderer Bereich innerhalb unseres Bewusstseins.
    In diesen anderen Bewusstseinsbereich ziehen wir um. Wir vereinigen uns damit.
    Das ist ein Lernprozess. In Wirklichkeit ist es ein Erinnerungsprozess. Ein Prozess deshalb, weil es meist nicht unmittelbar geschieht.

    Dieser sich an den körperlichen Tod anschließende Übergangsbereich ist die direkte Fortsetzung des mentalen Übergangs zu Lebzeiten (siehe oben).

    Mit diesem Wechsel im Bewusstsein ändert sich unsere Wahrnehmung. Wir wissen noch um unser objektives Gewahrsein, wo wir die Welt als getrennt von uns selbst gesehen haben. Nun integrieren wir mehr subjektives Gewahrsein, wo es weder Form noch Farbe oder Material gibt, wo wir uns selbst erfahren als Geist, als geistige Wesen. Dies ist das Wiedererkennen eines größeren Wissens über uns selbst. Ein Wiedererkennen – wir wussten es vor der Geburt natürlich und wir wussten es eigentlich auch unser Leben lang, auch wenn wir dieses Wissen sorgsam verborgen gehalten hatten vor uns selbst.

    Aber die Erinnerung an gewohnte Aktivitäten bringen wir mit. Unsere bisherigen Gedanken und Gefühle nehmen wir mit. Die Unterscheidung in richtig oder falsch fällt aber weg. Die Gefühle sind einfach.
    Hierbei werden die Gefühle verstärkt, da sie reiner erfahren werden. Was wir mit dieser Verstärkung erleben, ist ein Sturzbach der Gefühle.

    Unmittelbar nach dem physischen Tod durchlaufen wir also erst einmal eine Phase der Neuorientierung. Dieses erste Stadium ist je nach unserem spirituellen Reifegrad mehr oder weniger problematisch. Manche erfahren zum ersten Mal die Beweglichkeit ihres Bewusstseins, andere sind sich über ihre Lage völlig im Klaren und brauchen nur eine kurze Ruhepause, bevor sie weiter reisen in neue Erfahrungsebenen.


    Manche gestorbenen Menschen glauben nicht an ihren Tod
    Seit der Aufklärung glauben viele Menschen nur noch an das, was sie sehen und anfassen können (diesen Glauben nennen sie Wissen), und ihr Bewusstsein halten sie für ein Produkt der biochemischen Prozesse ihres Gehirns. Damit ist es für sie unmöglich, dass dieses Bewusstsein unabhängig vom Gehirn existieren könnte. Ein Leben nach dem Tod ist damit praktisch ausgeschlossen.

    Zum Lebensende erschafft sich ein solcher Mensch– natürlich völlig unbewusst - die Situation, in der er meint: Oh jetzt sterbe ich. Er hat sich diese Situation selbst erschaffen, wie er alles selbst erschaffen hat, ohne das je zu erkennen. Er hat seine Loslösung gewählt.
    Er löst sich von seinem Körper und sollte nun eigentlich tot sein. Ist er auch, aber er empfindet sich noch genau so lebendig wie eh und je. Er sieht sich in einem Körper, sieht um sich herum die gewohnte Umgebung, sieht eventuell seine Angehörigen und meint, doch nicht gestorben zu sein.
    Wer glaubt, dass mit dem Tod alles vorüber ist, dass man dann ausgelöscht ist und nur der leblose Körper übrigbleibt, der vergisst manchmal, dass es sich losgelöst hat. Ihm kann es passieren, dass er sich im ersten Moment gar nicht für tot hält.
    Er sieht wie zu Lebzeiten weiterhin eine Bilderwelt um sich herum, ohne zu verstehen, dass er – ebenso wie zu Lebzeiten – diese Bilderwelt selbst erschafft. Es braucht einige Erfahrung, diesen Zusammenhang zu verstehen.

    Das macht er solange, bis er erkennt, dass er nicht wirklich direkt mit der Energie anderer Menschen interagiert, dass andere also nicht wirklich auf ihn reagieren. Nicht nur die scheinbaren Dinge, auch sämtliche Personen sind ja das Produkt seiner Imaginationen. Und weil das so ist, weiß er zuvor, wie die Reaktion der anderen sein wird, denn er erschafft ja diese Reaktion ebenfalls selbst.
    Bevor er also versteht, dass er seine Bilderwelt selbst erschafft, bemerkt er so nach und nach bestimmte sonderbare Elemente seiner Realität: Es gibt keine Überraschungen, alles ist sehr vorhersehbar, und die Erwiderungen Anderer sind ein bisschen flach.

    Das deutlichste Indiz dafür, dass er mit seinen Gedanken und Gefühlen seine Erscheinungswelt selbst erschafft, ist aber: Wenn er seine Aufmerksamkeit in verschiedene Richtungen bewegt, verändert sich seine Bilderwelt dementsprechend. Denkt er an einen bestimmten Menschen, ist er sofort bei diesem Menschen. Denkt er an das Meer, ist er dort. Er kann sich sozusagen in Nullzeit an verschiedenen Orten aufhalten. Denkt er an seine Kindheit, ist er wieder dieses Kind.
    Er beginnt nun, seine Bilderwelt bewusst zu manipulieren. Er spielt mit dieser Fähigkeit. Dabei erkennt er, dass er wohl tot ist.

    Menschen, die an ein Leben nach dem Tod nicht geglaubt hatten, machen zum ersten Mal bewusst die Erfahrung, dass sie mit ihren Gedanken und Gefühlen ihre Realität gestalten. Sie erleben sich hin und her geworfen zwischen den unterschiedlichsten Orten und Zuständen, ohne dass sie verstehen, was da vor sich geht und was sie so umtreibt. Das Bewusstsein erschafft jede Realität, das ist die Natur des Bewusstseins.
    Nach dem Tode realisiert sich nun jeder Gedankenfetzen sofort und unmittelbar. Das betreffende Individuum muss diesen Zusammenhang erst einmal begreifen und danach lernen, seine Gedanken und Vorstellungsbilder zu kontrollieren und zu koordinieren.

    Manch ein Verstorbener lebt also in der Illusion, noch am Leben zu sein. Er erschafft sich eine Projektion seiner bisherigen physischen Realität und agiert damit wie zu Lebzeiten. Er erschafft sich auch eine Projektion seiner Hinterbliebenen und agiert damit. Das ist aber nicht dasselbe wie eine wirkliche Kontaktaufnahme mit seinen Hinterbliebenen, denn dazu muss er verstanden haben, dass er gestorben ist.

    Er hält sich in einer Umgebung auf, die die gleiche zu sein scheint wie zu Lebzeiten.
    Bildlich gesprochen gibt es jedoch in dieser Umgebung einige winzige Löcher. So wie man Bilder an der Wand hat, so bemerkt er in der Luft verschiedene Löcher, in denen es anscheinend irgendeine Helligkeit gibt. Das zieht seine Aufmerksamkeit an.
    Er blickt auf die Löcher. Er beginnt zu untersuchen, was hinter diesen Löchern ist. Er sieht eine andere Energie darin, er hat dabei keine Angst zu experimentieren.

    Aber nun, wo er verstanden hat, dass er gestorben ist, wendet sich seine Aufmerksamkeit erst recht der physischen Realität zu.
    Für die Menschen, die an ein Leben nach dem Tod nicht glauben konnten, ist die Erfahrung, immer noch »da« zu sein ein ungeheuerlicher, unfassbarer, geradezu sensationeller Fakt. Das wollen sie ihren Hinterbliebenen unbedingt mitteilen. Weil die das ja in aller Regel auch nicht glauben...
    Sie versuchen nun, denTrennungsschleier zu durchdringen. Anfangs mag es nicht erfolgreich sein, weil die Energiehandhabung zum Durchdringen der Schleier noch ungewohnt ist. Aber auch das lernen sie.


    Kontakt mit Verstorbenen
    Zu allen Zeiten wurden Verstorbene wahrgenommen. Manchmal war es nur ein geistiger oder innerseelischer Austausch, manchmal erschienen sie bildlich. Meist hat man nicht darüber gesprochen, weil eine solche Wahrnehmung zu allen Zeiten im Gegensatz stand zur allgemeinen Vorstellung über den Tod. Tote sind weg, entweder einfach ausgelöscht, bestenfalls im Jenseits bei Gott bzw. in der Hölle.
    Wenn gegenwärtig recht selbstverständlich Verstorbene wahrgenommen werden, dann weil viele Menschen das im Unterschied zur Lehrmeinung für wahrscheinlich halten.
    Die Verstorbenen aber, die sichtbar werden, gehören zu den Wesen, die ihren eigenen Tod zwar verstanden, aber – noch – nicht akzeptiert haben. Diese Verstorbenen halten an ihrem objektiven – also auf die äußere Erscheinungswelt gerichteten - Bewusstsein fest. Sie wollen mit den Lebenden interagieren.

    Verstorbene, die den Kontakt halten, sind also noch nicht in dem oben beschriebenen Übergangsbereich, der für viele Menschen bereits in der letzten Zeit vor ihrem körperlichen Tod beginnt in Form von Senilität. Sie richten ihre Aufmerksamkeit weiter auf die physische Realität. Denn das scheint für sie nach wie vor das Einzige zu sein, was es gibt. Sie erinnern sich noch nicht an den jenseitigen Bereich in ihrem Bewusstsein.

    Der Tod konfrontiert aber den Betreffenden mit der wahren Natur des Seins. Die erste Änderung ist, dass er nicht mehr den Beschränkungen von Raum und Zeit unterliegt. Jeder Gedanke, jeder Impuls verwirklicht sich umgehend. Der Verstorbene muss also nur sehen wollen, wie es seinen Angehörigen geht, und schon ist er bei ihnen. Kontakt mit ihnen aufnehmen kann er allerdings nur, wenn der lebende Verwandte dies für möglich hält und dessen Bewusstsein die entsprechende Nach-innen-Wendung gewohnt ist.
    Manchmal kommt in den Momenten des Aufwachens bzw. Einschlafens ein flüchtiger Kontakt zustande, wenn das Bewusstsein der Lebenden die äußere Sinneswahrnehmung weitgehend ausgeschaltet hat. Und oft erscheint der Verstorbene im Traum, wo man dann ohne jede Zensur des wachbewussten Verstandes miteinander sprechen kann.

    Wer also Verstorbene sieht oder sonst wie wahrnimmt, ist offen dafür. Verstorbene erkennen jene mit dieser Offenheit.
    Aber sie sind nie aufdringlich. Sie erscheinen uns nicht gegen unseren Willen.
    Ob man Verstorbene sehen kann oder nicht ist einfach eine Wahl. Viele Menschen wollen diese Offenheit, diese Erfahrung nicht machen. Sie verneinen bewusst eine solche Möglichkeit. Wenn dann aber ein nahestehender Mensch stirbt, sind sie doch bereit, diese Art von Interaktion zulassen zu wollen.


    Gegenwärtig läuft ein Wandel, eine Umschaltung im Bewusstsein der Menschheit insgesamt.
    Mit diesem Vorgang werden Kontakte mit Verstorbenen häufiger möglich sein. Sie werden letztlich die normale Regel sein. Wir lassen zunehmend den Schleier fallen.
    Heißt, wir werden erstmal das wahrnehmen, was wir glauben, wahrnehmen zu können. Wir werden Verstorbene so sehen, wie wir uns vorstellen, das sie uns erscheinen. Das, was wir aufgrund dieser Vorstellung wahrnehmen, wird aber in erster Linie ein Ausdruck von Projektion sein.
    Aber auch der Verstorbene wird seine Kommunikation diesem Bewusstseinswandel anpassen. Er wird sie so gestalten, dass sie – erstmal - den Glaubenssätzen der Lebenden entspricht. Dafür muss er seine Aufmerksamkeit verengen.


    Im Jenseits
    Schließlich und endlich werden auch die Verstorbenen, die erstmal verstehen mussten, dass sie verstorben sind, bereit sein, sich mit ihrem Bewusstsein von der physischen Realität abzuwenden. Sie schauen dorthin, wo der jenseitige Bereich wie Wetterleuchten auf sich aufmerksam macht.
    Die Verstorbenen aber, die eine festgefügte Vorstellung hatten von Leben und Tod, wenden sich ohne große Verzögerung ihrem eigenen Bewusstseinsbereich zu, der sich neben – also jenseitig - ihrer wachbewussten Wahrnehmung befindet. Sie schauen einfach in die andere Richtung, die den Lebenden scheinbar verschlossen ist. Nur scheinbar.

    Wo werden wir nun sein nach dem Tod? Der irrigste Gedanke in Zusammenhang mit einer jenseitigen Existenz ist der, dass dieses Jenseits ein fest umrissener, in sich geschlossener Ort oder Zustand sei, der für alle Menschen gleichermaßen gilt und wo alle Menschen sich nach dem Tod einfinden werden.
    Jeder Mensch hat sein eigenes Jenseits. Das heißt nicht, dass wir uns alle verlieren werden. So wie das irdische Leben ein Gemeinschaftsunternehmen ist, so schließen sich auch im nichtkörperlichen Zustand viele Individuen zusammen, um sich zu helfen und um sich in diesem Zustand zurechtzufinden.

    Es gibt also kein Hinübergehen, weil wir nicht in irgendein flüchtiges anderes Reich übersetzen. Wir bewegen lediglich unseren Standort im Bewusstsein. Wir wenden unsere Aufmerksamkeit in eine andere Richtung.

    Das Jenseits ist also ein Vorgang in unserem Bewusstsein. Es bezeichnet keinen Ort. Wir wechseln vom Bewusstsein als Mensch zu existieren hin zum Wissen, diese Form der Existenz hinter sich gelassen zu haben.
    Damit verändert sich unsere Wahrnehmung, unser Gewahrsein. Das objektive Gewahrsein wird als begrenztes, begrenzendes Gewahrsein erkannt. Damit konnten wir nur die äußere Erscheinungsform sehen. Der direkte Zusammenhang zwischen Gedanken und Gefühlen, den Glaubenssätzen eben, bleibt uns in der Welt der Dinge verschlossen. Nicht, weil das so sein muss, sondern weil wir eben glauben, dass das so wäre.

    Im jenseitigen Bereich unseres Bewusstseins integrieren wir mehr subjektives Gewahrsein. Wir offenbaren uns die innerseelischen Zusammenhänge unserer in der physischen Realität gemachten Erfahrungen.
    Wir erkennen, dass sämtliche Erfahrungen, sämtliche Umstände und Gegebenheiten das direkte Resultat unserer Glaubenssätze war. Alles, was uns geschehen war, existierte zuvor in unseren Gedanken, bevor wir es dann in der Realität wahrgenommen haben.

    Dieses Erkennen bzw. Wiedererkennen kann ruckartig von einem Moment zum anderen das Bewusstsein erfüllen. Meist aber ist es ein Prozess. Wir erlauben uns das Erinnern.

    Aber: Das Jenseits ist ein Nachhause-Kommen. Wir vereinigen uns mit unserem geistigen Ursprung.
    Alte Menschen sprechen in der letzten Zeit vor ihrem Tod oftmals davon, dass sie nach Hause wollen. Auch wenn sie zu Hause in ihrem Bett liegen.
    Was erwartet uns also nachdem wir gestorben sind?
    Darauf gibt es nicht nur eine einzige verbindliche Antwort. Nach dem Tode erwartet uns erst einmal das, was wir selbst erwartet haben.
    Zu Lebzeiten haben wir uns eine Vorstellung vom Leben nach dem Tode gebildet. Diese Vorstellung bzw. dieser Glaube oder Überzeugung bildet den Einstieg in eine jenseitige Welt. Wer insgeheim die Hölle fürchtet, dem wird sie begegnen; wer glaubt, er hätte Schlechtes und Strafwürdiges getan und sich selbst zu Lebzeiten kritisiert und verurteilt hat dafür, dem ist es durchaus möglich, dass er seine Anfangserfahrung vorübergehend als höllische Bilderwelt äußert
    Wer hofft, im Himmel vor Gott zu stehen, der wird ein solches Erlebnis haben...

    Wir erleben genau das, was wir erwartet, gehofft oder befürchtet hatten. Genau wie in der irdischen Existenz unsere Erfahrungen unseren jeweiligen Gedanken und Gefühlen entsprechen, genau so erfahren wir die Realität nach dem physischen Tod. Nur hier begreifen wir die Beweglichkeit unseres Bewusstseins. Wir lernen seine Möglichkeiten, seine Freiheit kennen. Und so wird uns bald klar, dass wir das Höllenfeuer oder auch das Paradies samt Engeln und Gottvater selbst imaginiert und damit hervorgerufen haben. Deshalb gehen diese Halluzinationen allesamt vorüber.

    Wir sind gestorben und haben unseren Körper auf Erden zurückgelassen, und doch erleben wir uns in jenseitigen Sphären in einem körperlichen Zustand. Das nicht etwa deswegen, weil es immer und überall nur körperlich zugehen muss, sondern weil uns das Dasein einfach nicht anders vorstellbar ist. Wir können die Existenz nur begreifen, wenn sie physisch erscheint. Ein körperlich erscheinendes Jenseits ist das einzige, was dem gegenwärtigen Menschen fassbar ist.
    Nach dem physischen Tod sind wir also keine irgendwie schwebenden Geister. Wir erleben uns nach wie vor in körperlicher Gestalt.

    Der Nach-Todes-Leib wird dem vorhergehenden noch recht ähnlich sein. Wir erleben aber in der Folge, dass wir unsere Gestalt entsprechend unseren Gedanken und Gefühlen jeweils verändern oder neu hervorbringen. Begeben wir uns in Gedanken in unsere Kindheit zum Beispiel, dann erscheinen wir als das damalige Kind.
    Allgemein aber wählen wir aus den verschiedenen körperlichen Erscheinungsbildern unseres vergangenen Lebens eines aus, mit dem wir uns insgesamt am meisten identifizieren wollen. Das kann die vitale Gestalt unserer Jugend sein oder auch eine reifere Gestalt, die einem Höhepunkt unseres vergangenen Lebens entspricht.

    Aber eine der dringlichsten Fragen ist doch, ob man nach dem Tod seine ebenfalls verstorbenen Freunde bzw. Familienmitglieder wiedersieht?
    Wir sehen sie, wenn wir das wollen, wenn es uns darauf ankommt. Das Rollenspiel aber – Mann/Frau, Vater/Mutter/Kind, Bruder/Schwester, Täter/Opfer... – das ist beendet.
    Das mag manch Lebenden erschrecken. Die verstorbene Mutter zum Beispiel wird, nachdem sie im jenseitigen Bereich angekommen ist, uns nicht mehr als ihr Kind betrachten.
    Ein Gefühl liebevoller Verbundenheit aber hat Bestand.

    Ehepartner, die sich nach der Loslösung begegnen, werden sich ihrer wahren Gefühle zueinander bewusst. So tun als ob sie sich lieben, das funktioniert nicht mehr.
    Das subjektive Gewahrsein, das auf die innerseelischen Zusammenhänge gerichtet ist, offenbart auch das Wissen darüber, was der Andere tatsächlich über mich denkt und gedacht hat, welche Gefühle er tatsächlich hat – und er weiß das auch von mir! Es wird beiden offenbar sein, dass sie möglicherweise zu Lebzeiten Liebesgefühle sich selbst und dem anderen vorgetäuscht haben. Das werden wir dann einer vom anderen und jeder von sich selbst wissen.
    Oder wir erkennen, dass Derjenige, der uns hier mit seinem Hass verfolgt und uns das Leben schwer gemacht hat, uns tatsächlich geliebt hat. Und dass wir selbst allen Grund haben, ihn zu lieben.
    Seinen Feind lieben? Wohlgemerkt, hier steht nichts von paradiesischen Zuständen, in denen wir unsere Feinde lieben. Uns werden einfach nur unsere wahren Gefühle - und zwar in jeder Hinsicht - offenbar sein. Mit dem Tod haben wir das irdische Tarnungssystem überwunden.

    Und damit, mit dem Ende des Versteckspiels, wissen wir nicht nur, wie unsere Angehörigen und Freunde über uns tatsächlich denken, was sie von uns halten und wir von ihnen, wir lernen uns vor allem selber kennen: Es steht uns dann klar und deutlich vor Augen, warum wir das eine oder andere getan haben.
    Wer sich vielleicht auf Erden bemüht hatte, ein guter Mensch zu sein, der wird jetzt wissen, warum er das sein wollte. Vielleicht sollte es ihm die dringend benötigte Anerkennung bringen.
    Wer sich hat scheiden lassen, der wird begreifen, dass es keinesfalls der Partner war, der ihn zu diesem Schritt bewogen hat, auch dann nicht, wenn dieser Partner alle seine Fehler tatsächlich hatte, die man ihm vorwerfen konnte. Ganz gleich, was einem Menschen zu Lebzeiten widerfahren ist, er wird es als die direkte und unmittelbare Folge seiner eigenen Gedanken und Gefühle verstehen.
    Das bedeutet aber nicht, dass wir weiser und klüger sind. Grundsätzlich bleibt jeder Mensch so klug – oder dumm – wie er es zu Lebzeiten gewesen ist! Wir verstehen nur jetzt die Natur der Realität.
    Indem wir uns mit unseren Glaubenssätzen auseinandersetzen, setzen wir uns automatisch auch mit den Menschen auseinander, mit denen wir zu Lebzeiten zu tun hatten. Dabei begegnen sie uns halt.

    Wir sehen also unsere ebenfalls verstorbenen Angehörigen und Freunde wieder. Aber wir kennen jetzt auch alle unsere anderen Inkarnationen; wir hatten ja nicht nur das eine Leben, das wir eben beendet haben.
    Und so es ist wahrscheinlich, dass wir mehr an Menschen interessiert sind, die wir aus diesen früheren Leben kennen als an den Angehörigen des unmittelbar vergangenen Lebens.


    Die Selbstprüfung
    Als Mensch leben wir in dieser Welt mit einer ganz bestimmten Absicht, mit Plänen und Zielen. Haben wir dieses Leben beendet, geben wir uns Rechenschaft darüber, wie wir unseren selbst gewählten Lebensplan erfüllt haben.
    Wir müssen uns selbst - und nicht einer höheren Instanz oder Jüngstem Gericht - Rechenschaft geben!
    Es ist allein diese Abrechnung mit sich selbst, die uns »himmelhoch jauchzend« oder »todunglücklich« machen kann.

    Da eine solche Selbstprüfung nicht ohne eine gehörige Portion Selbstkritik möglich ist, wird es für Diejenigen schwierig, denen es zu Lebzeiten an Selbstkritik mangelte. Wir sind ja, wie gesagt, durch den Eintritt ins Jenseits nicht klüger oder weiser geworden. Wir sind nach wir vor die Person, die wir zuvor auch waren, mit allen Eigenschaften.
    Für Menschen mit mangelnder Fähigkeit zur Selbstkritik stellt die Selbstprüfung deshalb ein Problem dar.
    Wir setzen uns in jedem Fall auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem jeweils vergangenen Leben auseinander. Wir können auch – wer hätte das gedacht - nachträgliche Verbesserungen vornehmen. Das tun wir, indem wir Teile unseres vergangenen Lebens noch einmal erleben.
    Das gelebte Leben ist ja drin in der eigenen Psyche. Wir müssen uns nur in das eigene Bewusstsein hineinbegeben und schon können wir unser Leben noch einmal anschauen, aber nicht so, wie man etwa einen Film anschaut. Wir können uns im Unterschied dazu an jeder beliebigen Stelle hineinbegeben in die Handlung und unsere Entscheidungen und Taten ändern. Auf diese Weise korrigieren wir Fehler, nachträglich. Manch ein Perfektionist absolviert die Selbstprüfung in dieser Form.

    Im Tod finden wir also nicht die ewige Ruhe. Wir sind höchst aktiv und verfolgen nach wie vor unsere eigenen Absichten.

    Der tatsächlich Sinn der Selbstprüfung ist aber die Erkenntnis, wie das gesamte Leben eins zu eins erschaffen wird anhand der Vorstellungen, die jeder Mensch hat darüber, wie das Leben in Raum und Zeit ist.
    Diese Vorstellungen darüber, wie das Leben ist, erwerben wir uns in der Kindheit von unserer unmittelbaren Umgebung. Ein Mensch, der beispielsweise glaubt, das Leben sei voller Widerstände und Hürden, der erschafft damit diese Widerstände und Hürden. Er erlebt und erfährt sie bei allem, was er tut. Das Leben gibt uns ständig Recht!
    Unsere Glaubenssätze bewahrheiten sich tagtäglich, sie bestärken immerzu den einmal gefassten Glauben über die Dinge des Lebens. Und deshalb erkennen wir unsere Vorstellungen nicht als bloße Vorstellung.
    Wir meinen zu wissen, wie das Leben so ist, von welchen Regeln und ungeschriebenen Gesetzen es bestimmt wird, denn wir haben unsere entsprechenden Erfahrungen gemacht. Wir erfahren das Leben so, wie wir glauben, dass es sei!

    Wir halten unsere Überzeugungen über die Realität des Lebens für die Realität des Lebens an sich.
    Alles, was wir für die Wahrheit über das Leben halten, ist tatsächlich nur Glaube an diese Wahrheit, ist eine zum Glaubenssatz erhobene persönliche Überzeugung.
    Das Leben an sich hat keine unumstößlich geltenden Eigenschaften und Regeln. Keine einzige erforschte und belegte Gesetzmäßigkeit über das Leben des Menschen in dieser Welt besteht objektiv, auch wenn sie sich in der Vergangenheit hundert- oder millionenfach bestätigt haben sollte.
    Das Leben hat keine vorgegebenen Eigenschaften, es kann aber jede denkbare Eigenschaft annehmen.

    Diese Selbstprüfung einschließlich der Erkenntnis, wie wir mit unseren eigenen Glaubenssätzen sämtliches Geschehen des eben beendeten Lebens erschaffen haben, ist der Höhepunkt, der Gipfel, um dessentwillen wir überhaupt gelebt haben. In diesem Moment erfahren wir, welchen Sinn unser Leben hatte. Wir begreifen, wie unsere Gedanken und Gefühle die Ereignisse und Erfahrungen unseres Lebens herbeigeführt haben.

    Erst dann, wenn wir diese Arbeit geleistet haben, wenn wir das unmittelbar vergangene Leben verstanden haben, erfahren wir unsere wahre Identität. Dann stehen wir vor unserer Wesenheit, die uns ausgesandt hat in dieses Leben, unserem geistigen Ursprung, unserem persönlichen »Gott«. Und dann sehen wir uns auch im Kontext aller Leben, die wir bereits gelebt haben.

    Nach dem physischen Tod bleibt die Persönlichkeit weiter bestehen. Nach unseren Begriffen für immer, aber ohne die Glaubenssatzsysteme, die wir ihr in der physischen Realität angehängt haben. Sie hat dann die Freiheit, jedwede Dimension, die sie sich aussucht, der Erfahrung halber zu erkunden.


    Die Ruhezone - der Übergang in ein neues Leben
    Wer seine Selbstprüfung absolviert hat, ist bereit für neue Erfahrungen. Das wird meist die Wiedergeburt in die irdische Welt sein – muss es aber nicht.
    Wer sich grundsätzlich für die physisch-materielle Realität entschieden hat, muss einen Reinkarnationszyklus durchlaufen, also eine bestimmte Reihe von Wiedergeburten. Wir brauchen sozusagen mehrere Durchgänge, um unsere Fähigkeiten soweit zu entwickeln, wie es innerhalb des physischen Systems möglich ist. Ein solcher Zyklus kann wenige Leben oder auch sehr viele Wiedergeburten umfassen, je nachdem, wie uns die physische Existenz behagt.
    Wer mit dem physischen System nicht so gut zurechtkommt, wird eine Welt, ein Wahrscheinlichkeitssystem wählen, in dem das Ordnungsprinzip zum Beispiel auf Assoziationsvorgängen beruht.

    Diese Entscheidungen finden statt in einer Art Ruhezone, die sich an die Selbstprüfung anschließt. Wir werden uns unserer anderen Reinkarnationsselbst bewusst, kennen unseren bisherigen Werdegang und werden bei der weiteren Gestaltung von unserer Wesenheit beraten.
    Wer zum Beispiel auf Erden als kleiner oder größerer Gauner sein Leben gelebt hat, der wird nun nicht als geläuterter Wohltäter der Menschheit zurückkehren. Er wird da weitermachen, wo er aufgehört hat - und unter anderen Umständen neue, andere Erfahrungen erwerben. Das ist der Sinn des Ganzen.
    Nicht im Jenseits, hier in diesem Leben lernen wir und verändern uns.

    In diesem Stadium der Entscheidungen wird das neue Leben geplant wie ein Schriftsteller seinen neuen Roman plant. Absprachen müssen getroffen werden mit den Personen, die an der neuen Existenz teilhaben werden, die zukünftigen Eltern beispielsweise und auch die zukünftigen Kinder sowie Menschen, mit denen man bestimmte Erfahrungen machen will. All das geschieht aber nicht in der Art einer großen gemeinsamen Sitzung, sondern auf telepatischem Wege.

    Der Glaube, nach dem Tod für immer im Himmel zu sein, kann jedoch die Entscheidung und Planung eines neuen Lebens verzögern. Menschen, die meinen, nach dem Tod für immer und ewig im Paradies bei Gott zu sein, könnten sich weigern, zu Arbeit und Lernen zurückzukehren. Sie werden im Himmel bleiben wollen, bis sie verstanden haben, dass sie sich diesen Garten Eden erstens selbst erschafft haben und zweitens, dass er auf Dauer höchst langweilig ist.
    Wer überzeugt war, in der Hölle zu landen, besinnt sich meist schneller.

    Wie lange dauert es, bis wir zurückkehren?
    Hier sind die individuellen Unterschiede groß. Manche Menschen kommen schon nach ein paar Jahren wieder zur Welt, andere setzen ein paar Jahrhunderte aus.
    Die meisten Menschen aber sind der physisch-materiellen Welt – und den zwischenmenschlichen Bindungen, die sie eingegangen sind - so sehr verhaftet, dass es sie schnell wieder zurückzieht. Sie wollen dabei sein bei dem großen gemeinsamen Vorhaben Mensch sein in Raum und Zeit.
    Manche Menschen aber werden fast unverzüglich wieder geboren, sie erfahren die jenseitige Realitätsebene kaum. Das ist meist dann der Fall, wenn diese Personen ein bedeutsames Vorhaben weiterverfolgen wollen.

    Also: Erst sterben wir, dann durchlaufen wir mehrere jenseitige Stationen, um danach wiedergeboren zu werden. Wir erfahren also auch jetzt immer noch einen linearen Ablauf der Zeit.
    Das ist einfach deshalb so, weil unser Bewusstsein, unser Geist auch nach dem physischen Tod grundsätzlich der bleibt, der er zu Lebzeiten war. Wir können gar nicht anders, als uns selbst immer und unter allen erdenklichen Umständen nur in einem Körper wahrzunehmen; und auch die Realität um uns herum kann nur die einzige Form annehmen, die wir bisher kennengelernt und verstanden haben.

    Es sind nach wie vor die Inhalte unseres Bewusstseins, welche die jeweilige äußere Umgebung gestalten. Und so erfahren wir alle, die wir hier und heute leben, ein Jenseits, das weitestgehend unserem Bild von Raum und Zeit entspricht. Raum und Zeit erscheinen uns aber nicht mehr als objektiv vorgegeben. Wir erschaffen uns den Raum so wie wir ihn erschaffen wollen. Und wir erleben die Zeit simultan, das heißt, Vergangenheit und Zukunft überlappen sich, sind austauschbar.

    Der einzige große, beglückende Unterschied ist der, dass die Trennung unseres Bewusstseins aufgehoben ist. Wir wissen und kennen jetzt unsere tatsächlichen Beweggründe für so manche Entscheidung und Tat zu Lebzeiten. Und wir kennen unsere eigenen Gedanken und Gefühle anderen gegenüber und deren Gedanken und Gefühle uns gegenüber. Das Versteckspiel, die Grundlage der irdischen Existenz, ist im jenseitigen Bereich der Psyche nicht mehr möglich.

    Wir erfahren auch unmittelbar die Beweglichkeit unseres Bewusstseins, indem wir erleben, wie jede Vorstellung sich sofort, ohne Zeitverzögerung, verwirklicht. Wir treffen Personen, mit denen wir in früheren Leben verbunden waren und wir wissen um unsere Wesenheit, die uns aussendet in die verschiedenen Existenzen...


    Das Diesseits ist ein spezieller Bereich unserer Psyche, den sich das Bewusstsein als Illusion geschaffen hat. Das Jenseits ist ganz genauso einfach ein Bereich der Psyche des Menschen.
    Und so sieht und sah sowohl das Diesseits als auch das Jenseits in allen geschichtlichen und kulturellen Epochen jeweils so aus, wie die Psyche des Menschen sowie sein Begriffsvermögen gereift und entwickelt ist und war.
    ä
    Glitzerfee und Waagemutig gefällt das.
  4. Der Tod
    Es gibt keinen Tod.
    Der Tod ist die Loslösung von der Realitätsebene, auf der wir unser irdisches Leben verbringen. Wir öffnen eine Tür und gehen in eine andere Umgebung.
    Diese »Tür« befindet sich im eigenen Bewusstsein. Es gibt keinen anderen Ort, zu dem wir hinüberwechseln. Das so genannte Jenseits ist ein Ort im eigenen Bewusstsein. Im Moment der Loslösung bewegen wir lediglich unseren Standort im Bewusstsein. Wir wenden unsere Aufmerksamkeit in eine andere Richtung. Damit haben wir dann eine andere Art der Wahrnehmung.


    Die Zusammenfassung zum Thema Tod, im weiteren Loslösung genannt, beinhaltet folgende Themen:
    Teil 1
    Werterfüllung oder warum wir das Leben haben
    Wir sterben um zu leben.
    Vor dem Tod / der Übergang
    Zeitpunkt des Todes
    Unter welcher Voraussetzung kommen wir an den Punkt, uns loslösen zu wollen?
    Wie verwirklicht man seine Wahl zu sterben?
    Selbstmord
    Im Moment des Sterbens

    Teil 2
    Der erste Moment nach der Loslösung
    Was nach der Loslösung geschieht / der Übergangsbereich
    Manche gestorbenen Menschen glauben nicht an ihren Tod
    Kontakt mit Verstorbenen
    Im Jenseits
    Die Selbstprüfung
    Die Ruhezone - der Übergang in ein neues Leben


    Werterfüllung oder warum wir das Leben haben
    Wir sind geistige Wesen, die einen freien Willen haben. Wir haben immer und in jedem Moment die freie Wahl.
    Als Akt der Selbstbestimmung wählen wir geboren zu werden. Weil wir mit dieser irdischen Existenz eine Absicht verfolgen. Dazu haben wir uns einen Lebensplan aufgestellt. Unser Leben ist eine Erkundungsfahrt, für die wir uns selbst die Richtung vorgeben, in der wir forschen und Erfahrungen machen wollen.

    Erfahrungen sind das, worum es in erster Linie geht im Leben. Über diese Erfahrungen gestalten sich unsere Eigenschaften und Fähigkeiten, unsere Charakteristik. Das ist der Wert, den das Leben hat für uns.
    Werterfüllung nennt man die Erfüllung der eigenen Lebensabsicht.

    Wir kommen also freiwillig in diese Welt, weil wir als physische Wesen in einer physischen Realität Erfahrungen machen wollen. Und wir gehen absolut freiwillig, wenn wir meinen, unsere Lebensabsicht erfüllt zu haben.


    Wir sterben um zu leben
    Ist diese Werterfüllung einigermaßen erreicht, wählen wir, die irdische Existenz nicht länger fortzusetzen. Wir streben die Möglichkeit einer weiteren Forschungsreise an, in einem anderen Leben, unter neuen Voraussetzungen. Dafür müssen wir die gegenwärtige Existenz beenden, damit das Leben irgendwie, irgendwo, irgendwann weitergehen kann.
    Wir sterben um zu leben.

    Wir sprechen vom Trieb zum Überleben, der allen Menschen und Tieren biologisch eingepflanzt sei. Aber der Trieb zu leben bedeutet tatsächlich, dass wir sterben wollen! Nur so kann das Leben weitergehen.

    Kein Mensch muss sterben. Jeder Mensch, der aus dem Leben scheidet, hatte die Absicht zu sterben bzw. war er dazu bereit. Auch ein Kind, auch dann, wenn er durch einen scheinbar unerwarteten Unglücksfall, eine Naturkatastrophe oder eine Gewalttat zu Tode kam.
    In ein Flugzeug, das abstürzen wird, steigen nur Menschen ein, die - jeder für sich - in ihrem Innersten bereit sind, ihr Leben an diesem Punkt zu beenden und den Tod anzunehmen. Diese Unfallopfer sagen nicht mehr: Ich will leben, leben, leben. Sie empfinden in etwa: Ich will leben oder sterben, wie es gerade kommt...
    Wäre ihnen ihre innere Haltung aber bewusst, könnten sie das Flugzeug nicht besteigen.

    Die meisten Menschen nähern sich der eigenen Absicht sterben zu wollen aber schrittweise an. Wir bewegen diese Wahl über einen längeren Zeitraum in unserem Gemüt hin und her.


    Vor dem Tod / der Übergang
    Wir sterben freiwillig und wir bereiten uns vor auf die Loslösung von der physischen Realität. Deshalb durchlaufen wir vor dem Tod eine Zeit des Übergangs. Die kann recht kurz sein, meist aber dauert sie Jahre.
    Dieser Übergang vom Bereich des physischen Daseins in den Bereich der nicht-physischen Existenzform erstreckt sich auf die Zeit sowohl vor dem Tod als auch danach.

    Das wesentliche Merkmal dieser mentalen Vorbereitung ist die subjektive Empfindung des Nicht-Getrenntseins. Wir empfinden uns zunehmend nicht mehr eingeschlossen und beschränkt auf unseren Körper. Wir sehen uns auch nicht mehr so klar getrennt vom Geist und Körper anderer Menschen, wie das unser Leben lang selbstverständlich so zu sein schien. Wir sehen uns sowie die Menschen um uns herum als ein zusammenhängendes Ganzes.

    Das wird von anderen Menschen als Senilität gedeutet.
    Der geistige Übergang in den nicht-physischen Bereich ist das, was wir als Senilität oder Alzheimer verstehen.
    Der senile Mensch erlebt den Übergang im Wesentlichen vor dem Tod. Dazu blendet er sich immer häufiger und immer länger aus und kehrt immer weniger in die physische Realität zurück. Er nähert sich dem Weitergehen immer mehr, und schließlich blendet er sich völlig aus. Ist er dann gestorben, findet er sich problemlos zurecht im Dasein ohne die Beschränkungen von Raum und Zeit. Er hat sich darauf vorbereitet, er hat sich entsprechend akklimatisiert.

    Wenn wir den Menschen in diesem Zustand zuhören würden, statt alles was sie sagen herabzusetzen, könnten wir ziemlich viel über den Tod von ihnen lernen. Aber wir werten ihre Erfahrungen ab, weil sie nicht dem entsprechen, was wir als die Normalität des Lebens verstehen.

    Sie erleben ihren Zustand als ein immer weiterführendes wundervolles Abenteuer. Es fällt ihnen schwer, diese Abenteuer zu erklären, da die Leute ihnen ihre Geschichten nicht glauben. Es sind keine Geschichten sondern Erlebnisse.

    Würden wir sterbende Menschen nicht so strikt ausgrenzen aus unserem Erfahrungsbereich, dann könnten wir beobachten, wie ein sterbender Mensch sich dem Tod bewusst zuwendet, wie er ihm mit offenen Armen entgegen geht. Es ist nicht so, wie manchmal behauptet wird, dass der bedauernswerte und natürlich unglückliche Sterbende eine Hand braucht, an der er sich festhalten kann im Angesicht des Todes, dass ein Mensch ihm beistehen und Trost geben muss in den doch so schrecklichen letzten Minuten seines Lebens. Das erscheint nur Denjenigen so, die angesichts des Todes selbst vor einem unfassbaren, im Grunde unheimlichen Rätsel stehen.

    Aber auch Menschen, die scheinbar unerwartet durch einen Unfall/Gewalttat aus dem Leben scheiden, haben sich zuvor auf dieses Ereignis vorbereitet. Das aber ebenso kurz wie der Tod schnell über sie kam.

    Der Übergang in Form von Senilität muss aber nicht sein. Man kann sehr wohl den anstehenden Übergang auch bewusst wahrnehmen, also verstehen, was gerade passiert. Dann weiß man aber auch, dass man seinen Tod beschlossen hat. Wer kann diesen Gedanken aushalten...?


    Zeitpunkt des Todes
    Es gibt Theorien, wonach der Zeitpunkt unseres Todes vorherbestimmt wäre. Und manche Menschen wollen diesen Tag auch erkennen an bestimmten Zeichen.
    Wer einen solchen Tag genannt bekommt und tatsächlich an diesem Tag stirbt, der hat diese Theorie für sich als wahr angenommen. Er wählt dann, an eben diesem Tag tatsächlich zu sterben. Das ist ein Konzept, mit dem wir spielen.

    Einen solchen vorherbestimmten Zeitpunkt gibt es aber nicht wirklich. Wir sterben in dem Moment, wo wir in die Möglichkeit einwilligen, jetzt im Moment tatsächlich zu sterben.
    Diesen Zeitpunkt können wir uns selbst vorgeben – oder ihn uns vom Arzt nennen lassen - wir können ihn sehr wohl auch wieder verwerfen, was auch oft geschieht in solchen Fällen.

    Im Laufe unseres Lebens nähern wir uns viele Male der Wahrscheinlichkeit zu sterben. Wir »sterben« auch viele Male, das heißt, wir werden dann ein anderer Mensch und leben ein anderes Leben. Irgendwann ist diese Fähigkeit zur Änderung aber nicht mehr gegeben bzw. ist die erwünschte Änderung so genereller Natur, dass wir uns auf eine andere Stufe beziehungsweise Realitätsebene begeben müssen, damit das Leben weitergehen kann.
    Der Todestag eines Menschen ist nicht vorherbestimmt, auch wenn es Lehren gibt, die genau das Gegenteil erklären und diesen von Geburt an festgesetzten Todestag erkennen wollen.

    In dem Augenblick, in dem wir die Loslösung mittels welcher Methode auch immer wählen, sind wir uns momentan dieser Wahl gewahr. Wir wissen im Moment des Todes, dass wir sterben wollen, nicht müssen.
    Aber die Wahl der Loslösung ist eine Wahl des Augenblicks. Wir erschaffen also eine Situation, in der wir sowohl weiterleben als auch sterben können, und wählen dann den Tod.


    Unter welcher Voraussetzung kommen wir an den Punkt, uns loslösen zu wollen?
    Man wählt die Loslösung, wenn man seine Werterfüllung erfüllt hat bzw. sie nicht länger erfüllen kann.
    Wir haben eine selbst gewählte Absicht für unser Leben, aber nicht, um Dinge zu tun oder zu besitzen. Wir wollen erforschen, unser Bewusstsein und seine Potentiale erkunden. Wenn das vollbracht ist, leben wir gern und zufrieden noch ein bisschen weiter, so wie man einen angenehmen Feierabend genießt.
    Wer aber bestrebt ist, seine Werterfüllung zu erreichen und es nicht tut, löst sich los. Wer also für sich keine Möglichkeit sieht, gewisse Ideen und Pläne zu verwirklichen, wer meint, an eine Grenze gekommen zu sein, der empfindet sein physisches Leben als hinderlich.
    Wer als Kind stirbt, möchte meist sein unbeschwertes heiteres Gemüt bewahren, unbelastet von den als beschwerlich empfundenen Belastungen des Erwachsenenlebens.

    Natürlich gibt es noch weitere individuelle Beweggründe, sich loslösen zu wollen von der physischen Existenz. Aber wie gesagt, die Loslösung ist immer die freie Wahl des Menschen.


    Wie verwirklicht man seine Wahl zu sterben?
    Jeder Mensch wählt die Methode seines Ausscheidens aus der physischen Existenz. Das gilt in jedem Fall.
    Warum stirbt der eine im Bett und der andere bei einer Massenkatastrophe? Warum fällt der eine einfach tot um und ein anderer quält sich mit Schmerzen bis zum letzten erlösenden Atemzug?
    Wir sterben, wie wir gelebt haben. Jeder erfährt das Sterben so wie es seiner persönlichen Art und Weise entspricht, das Leben zu erfahren.
    Wer immer alles sofort und ganz und gar will, der wird auch sterben bei vollem Bewusstsein, im Zustand höchster Aktivität. Kurz und schmerzlos.
    Wer ein wohlbehütetes Leben gewählt hat, in dem die Eltern oder der Partner für alles sorgten, der wird »sich sterben lassen«, indem ein anderer etwas tut, absichtlich oder zufällig, was den eigenen Tod verursacht.
    Wer das Berühmtsein im Leben nicht geschafft hat, der kann es jetzt durch die besonderen Umstände seines Todes vielleicht werden.
    Wer ein zurückgezogenes und unauffälliges Leben bevorzugt hat, der wird sich genauso unbemerkt von dieser Welt verabschieden und eventuell dadurch seine Isolation noch einmal ausdrücklich demonstrieren.
    Ein Mensch, der in seinem Leben viel Leid und Schmerz hingenommen hat ohne sich je darüber zu beklagen, der wird vielleicht einen sehr leidvollen Sterbevorgang wählen, der niemandem verborgen bleibt und bei dem er einmal laut und deutlich sein Leid zeigen kann.

    Manche Menschen wählen einen emotionalen Staudamm, eine Konzentration von Ereignissen, die allesamt als schlimmes Geschehen empfunden werden. Das deshalb, weil sie glauben, dass schneller besser wäre. Heißt, manche Menschen wählen einen »schrecklichen« Tod, um in den Tod hineinzufinden.

    Andere haben still für sich beschlossen, nicht mehr leben zu wollen, was sie aber weder vor ihren Angehörigen noch vor sich selbst zugeben können. Sie legen sich eventuell eine schwere Krankheit zu. Es gibt diverse Krankheiten, die fast immer zum Tode führen. Lebenserhaltende Maßnahmen werden dann abgelehnt.

    Fürsorgliche und verantwortungsbewusste Menschen - Mütter etwa, aber nicht nur, - die für sich selbst an einen Punkt gelangt sind, an dem es nur auf der nächsten Stufe weitergehen kann, wählen oftmals eine Todesform, bei der sie sich zum Sterben regelrecht zwingen. Sie ringen mit dem Impuls, bleiben zu müssen und der Erkenntnis, gehen zu wollen. Sie kämpfen, für alle deutlich sichtbar, mit dem Tod und zwingen ihn sich durch ein körperliches Desaster letztlich auf.

    Manche Menschen forcieren ihr Bewusstsein regelrecht, aus dem Körper zu flüchten. Das geschieht mit Hilfe von Schmerzen. Der Schmerz wird sozusagen bewusst eingesetzt als Befreiung. Menschen, die in früheren Zeiten infolge einer schmerzhaften Krankheit gestorben sind, haben diesen Schmerz erstens nicht lange ertragen müssen und zweitens war der Schmerz – so unverständlich das klingen mag – mit lustvollen Gefühlen verbunden. Weil sie so erleben konnten, wie ihr Bewusstsein den Körper verlässt. Sie erfuhren ganz bewusst die Erlösung.
    Wir glauben selbstverständlich, dass wir einem an einer schweren und unheilbaren Krankheit sterbenden Menschen zumindest seine Schmerzen nehmen müssten - als humane Geste sozusagen. Dabei verstehen wir nicht, dass es den Schmerz nicht etwa überflüssigerweise gibt, sondern - wie alles, was den Menschen betrifft - absichtlich und mit einem tieferen Sinn.
    Wird kranken Menschen der Schmerz mit Hilfe starker Drogen genommen, dann betäubt man ihnen damit auch ihr Bewusstsein. Sie geraten in einen Dämmerzustand, in dem sie dann über Wochen und Monate und Jahre! bleiben, bis sie endlich doch sterben. Diese Verlängerung des Lebens wird ebenfalls verstanden als Akt der Humanität. Das Leben muss solange erhalten bleiben, wie es irgend geht. Auch wenn diesen Menschen das Leben zur Hölle auf Erden wird, egal, das körperliche Leben muss mit allen heute zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden erhalten werden.
    Die Schlussfolgerung aber, einen Kranken an seinen starken Schmerzen leiden zu lassen, ihn auf dese Weise geradezu in den Tod zu treiben, dieser Gedanke scheint heute menschenverachtend zu sein...


    Selbstmord
    Selbstmord ist dann ein Hilfeschrei, wenn er nicht wirklich vollzogen wurde.
    Aber jeder Tod ist ein Selbstmord, da wir den Tod in jedem Fall selbst wählen. Wir erschaffen lediglich eine sprachliche Unterscheidung.

    Der Mensch hat sich für sein irdisches Dasein natürlich die Regel aufgestellt, das Leben unbedingt erhalten zu wollen. Und so gesehen ist Selbstmord ein Tabubruch. Nichts scheint deshalb so sehr mit Schuld und Strafe belastet zu sein wie die Selbsttötung.
    Es gibt aber keine höhere und nachfolgende Strafe für Selbstmörder, ihre Situation unterscheidet sich durch nichts von der anderer Verstorbener. Sie werden wiedergeboren und lernen, mit den Herausforderungen – den selbst gewählten! – umzugehen. Sie lernen das nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen.

    Selbstmord kann ein Zeichen eines persönlichen Versagens sein, wie es heute allgemein verstanden wird. Der Betreffende war nicht imstande, seine Probleme zu lösen. Oftmals ist das auch so. Wer Selbstmord begeht, tut das in aller Regel mit dem Gedanken, unter den gegebenen Bedingungen sein Leben nicht weiterführen zu wollen. Aber letztlich handelt ein Selbstmörder in etwa wie ein Autor, der seinen Roman umschreiben will und dazu einige Kapitel löscht, um mit seiner Geschichte noch einmal von vorn beginnen zu können.

    Wir neigen zum Glauben, dass wir andere am Selbstmord hindern können. Aber meist können wir nichts verhindern, was jemand zu tun wählt.
    Aber natürlich sollten wir diese Absicht bemerken. Die Betreffenden erleben sehr viel Verwirrung, sind objektiv gequält und erleben Trauma. In Anerkennung dieser Situation kann Hilfe oder Unterstützung deshalb hilfreich sein. Die gewählte Handlung mag das letztlich oftmals nicht verhindern.


    Im Moment des Sterbens
    Im Moment des Sterbens weiß man, dass man die Loslösung gewählt hat, und zwar bevor es passiert. Man stirbt also mit dem Gewahrsein: Jetzt sterbe ich.
    Der Tod überrascht uns nicht, auch wenn die äußeren Umstände des Todes diesen Eindruck erwecken.
    Die Trennung vom Körper führt dazu, dass das Körperbewusstsein nicht länger Anweisungen vom subjektiven Bewusstsein bekommt. Es wird aufhören, innerhalb der bestehenden physischen Form zu funktionieren. Es funktioniert noch einige Zeit (Haare und Fingernägel wachsen noch etwas), ohne Koordination des Bewusstseins entsteht aber bald Chaos.
    Aber auch ohne physischen Körper ist der Verstorbene nicht sofort weg in einem jenseitigen Nirgendwo. Ob man ein langsames Sterben wählt oder ob man vielleicht erschossen wird oder von einer Klippe stürzt oder in einem Unfall stirbt, man kann die ganze Zeit über präsent sein, bis der Körper zu funktionieren aufhört. Das ist eine Wahl.
    Man schaut also seinem Tod von außen zu.

    Ein vorübergehendes Schweben und das Sehen des eigenen Körpers ist für sehr viele Menschen beim Loslösen üblich. Es ist eine Wahl, aber keine Regel. Viele Menschen wählen diese Erfahrung. Sie lösen sich vom physischen Körper los und untersuchen vorübergehend ihre Wahl, wie sie sich vom physischen Körperbewussteins losgelöst haben.

    Es ist nun ein allgemein angenommener Glaubenssatz, es gäbe im Moment oder unmittelbar nach dem Tod einen Rückblick auf das Leben, so dass sich das eigene Leben abspult vor dem inneren Auge wie ein Film. Wer das so glaubt, der erwartet dann auch, dass der Tod genau so geschieht. Deshalb geschieht er halt auch so. Es ist aber nur ein Glaubenssatz.
    Wem aber vor der Loslösung bewusst war, dass er sterben will, der entfernt sich problemlos von seinem Körper.
    Glitzerfee und Waagemutig gefällt das.
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