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Isabella . . . Die etwas andere Geschichte von Schneewittchen .. :)

Eintrag von Terrageist im Blog Terrageist's blog. Ansichten: 176

Es war einmal eine alte abgehärmte Frau.

Sie war eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, aber sie spürte, dass

irgendetwas Entscheidendes fehlte. So saß sie eines Tages an ihrem

Fenster und sah hinaus. Eine Art Ahnung und Sehnsucht überkam sie

und sie fühlte, dass eine Veränderung kommen würde. Sie konnte noch

nicht sagen, was es war, aber es lag deutlich etwas in der Luft.


In der nächsten Zeit bekam sie dann eine wunderschöne Tochter, die sie

über alles liebte und für die sie von Herzen sorgte. Aber es ergab sich,

dass sie selbst schließlich gehen musste, genaugenommen löste sie

sich auf und wurde zu ihrer eigenen Tochter. Und dieses war für sie wie

ein neuer Anfang in einer neuen Dimension.


Sie war jetzt Tochter, von ihrer liebenden Mutter verlassen und ganz auf

sich selbst gestellt. Stattdessen hatte sie nun eine Stiefmutter, eine dunkle

Göttin, die stets hart und unnachgiebig mit ihr umging. Also zog sie sich

schließlich ganz aus ihrem Leben zurück und tauchte tief ein in ihr

Innerstes.

Sie durchstreifte ihre eigene Seelenlandschaft und inneren Werte, und

begann von hier aus allmählich, alles in neue Zusammenhänge zu stellen.


Dabei ging sie tief in sich und lebte wie ein freies wildes Tier im Wald.

Aber ihr wurden Herz und Leber genommen, das heißt sie hatte keine

Herzensverbindung mehr und auch keine Freiheit. Sie bewegte sich in

ihrer eigenen inneren Welt und hatte hier sieben Aufgaben zu erfüllen,

sieben Einweihungen zu überstehen und sieben Probleme zu lösen.


Und in jeder dieser sieben Welten musste sie eine Weile leben, sozusagen

von allem ein wenig kosten. Alles kennenlernen, alles wissen und

schließlich an jedem Ort eine entsprechende Eigenschaft mit sich nehmen.

Und diese Eigenschaft und Kraft war der jeweilige Schatz, den sie

gewissermaßen aus den Tiefen ihres inneren Landes mitnehmen konnte.


Ihre Stiefmutter jedoch hatte einen besonderen Spiegel, in dem sie sich

selbst und dadurch auch ihre Stieftochter sehen konnte. Denn die Beiden

waren eigentlich ein- und dieselbe Person, zwei Seiten,

die zusammengehörten. Und darum sah auch die eine stets die andere,

wenn sie in ihren Spiegel blickte.


Und schließlich schaffte unsere Stiefmutter es eines Tages ,

Schneewittchen dazu zu verführen, von einem wunderschönen roten

Apfel ein Stückchen abzubeißen.

Aber wie ihr ja sicher wißt, kann man von dieser Apfelsorte nicht nur

ein Stückchen abbeißen, nicht nur einfach von ihm kosten. Wenn wir uns

einmal auf ihn eingelassen haben, werden wir am Ende ganz in ihn

hineingezogen und eine tiefe Verwandlung beginnt.


Also, um zu unserem Schneewittchen zurückzukommen, dieser Apfel-

bissen blieb ihr natürlich zunächst im Halse stecken, denn sie war noch

nicht wirklich fähig, ihn ganz zu verarbeiten und dann hinunter zu

schlucken.

Es war wie eine Idee, die ihren Weg noch nicht bis zur Erde finden konnte.

Und unser Schneewittchen war fortan eher tot als lebendig. Sie lebte wie

in einem Glaskasten voller Empfindlichkeiten und Ängste, und fristete

ihr Leben von nun an mit großen Schwierigkeiten und mehr schlecht als

recht.


Aber es muss uns allen klar sein, dass jedwede Entwicklung niemals stehen

bleibt. Und irgendwann kam auch für Schneewittchen die Zeit der inneren

Reife. Sie wurde nun fähig, den Apfel wirklich hinunter zu schlucken, zu ver-

dauen, zu verstehen und zuzulassen.


Sie begriff ihre Wurzeln und ihre Kraft, und mit einem Schlag erwachte

sie aus ihrem künstlichen Tiefschlaf. Jetzt erinnerte sie sich wieder an ihr

gesamtes Wesen. Und jede Empfindlichkeit und jede Schwäche fielen von

ihr ab.


Ein vollkommen neues Leben tat sich ihr plötzlich auf. Denn nun war sie

ihre Mutter, sie war ihre Tochter und sie war auch die alte weise Frau,

die zuvor mit der undankbaren Aufgabe ihrer Stiefmutter betraut gewesen

war. Der Spiegel und die Wünsche und Ahnungen vereinten sich nun

wieder. Und Neues, Aufregendes und Schönes trat in ihr aller Leben;


nie zuvor Geahntes, nie zuvor Gewusstes.



Und wenn sie also nicht gestorben sind, dann leben sich auch heute

noch , glücklich und zufrieden .



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