Über diesen Blog

Im Palikanon, der überlieferten Lehre des Buddha, gibt es viele esoterische Themen, die nach traditioneller Auffassung aus seiner eigenen Erfahrung stammen. Esoterisch nicht in dem Sinn, dass sie geheim und nur einem ausgewählten Personenkreis zugänglich wären, sondern es handelt sich um Phänomene, die dem Menschen gewöhnlich verborgen sind.
In der indischen Philosophie gibt es sechs Sinne, die fünf physischen, mit denen physische Objekte wahrgenommen werden und einen geistigen, mit dem geistige Objekte wahrgenommen werden. Der Geistsinn hat zunächst nichts Geheimnisvolles, jeder Mensch nimmt geistige Objekte wahr, nämlich die eigenen Gedanken, Gefühle und Willensregungen. Durch das Praktizieren des buddhistischen Weges, dem achtfachen Pfad, kann sich der Geistsinn entwickeln bis zur Wahrnehmung vieler vergangener Leben, der Wirkungsweise des Karmagesetzes, sowie jenseitiger, himmlischer und höllischer Welten und deren Bewohner. Außerdem können sich außergewöhnliche Fähigkeiten einstellen, wie durch Wände oder auf dem Wasser gehen, in der Luft schweben, Entferntes hören oder sehen. Solche Fähigkeiten sind für die Erreichung des höchsten Zieles, der vollkommenen Befreiung von Leiden und Unzulänglichkeiten, dem Nirvana (Pali:Nibbana), nicht unbedingt notwendig. Sie können nebenbei auftreten oder auch willentlich angestrebt werden. Bei mir ist da nicht viel los und heutzutage wird es kaum mehr jemand geben, der diese Dinge vollkommen beherrscht, in der alten Welt waren sie, zumindest der Glaube daran, wesentlicher Bestandteil der Kultur. Als nun der Buddhismus in den Westen kam, traf er auf eine Gesellschaft, die von der sogenannten Aufklärung geprägt ist. Viele wenden sich auf der Grundlage moderner Wissenschaft dem Buddhismus zu, lassen den esoterischen Teil weg oder interpretieren ihn auf ihre Weise.

In meiner Jugend sind dringende Fragen aufgetaucht: Wer bin ich? Woher komme ich? Was geschieht nach dem Tod? Wo kommt diese Welt her? In der etablierten Wissenschaft fand ich keine Antworten, also habe ich in Religion, Philosophie und Esoterik danach gesucht, bis ich sie endlich in der Lehre des Buddha vollständig gefunden habe. Aufgrund von Vertrauen, Nachdenken und Erfahrung gehe ich davon aus, dass diese Lehre zur Wahrheit führt, zum Erwachen. Obwohl sie über zweieinhalb Jahrtausende alt ist, scheint sie mir im Wesentlichen erhalten zu sein und den esoterischen Teil halte ich nicht für unwesentlich. Wenn z.B. der Geist ein Produkt des Gehirns und nach dem Tod alles zu Ende wäre, hätte der Buddha nur gelehrt, wie man ein möglichst angenehmes Leben führt. Das ist aber nicht die ganze Lehre des Buddha, sondern des Epikur und so mancher, der sich als Buddhist bezeichnet, ist in Wirklichkeit Epikuräer. Es gibt sogar Bemühungen, den Buddhismus in diesem Sinne umzugestalten und eine andere Lehre im Namen des Buddha zu etablieren.

So habe ich mich in einem esoterischen Forum registriert, wo auch Religion ein Thema ist und der Buddhismus gilt ja als eine Weltreligion. Betrachtungen gehören zu meiner täglichen Praxis und das Schreiben hilft mir, auf eine geordnete Weise beim Thema zu bleiben. Die Veröffentlichung zwingt zu mehr Präzision, in dem Bestreben, verstanden zu werden und hat auch den Vorteil, dass ich nicht nur für mich alleine schreibe. So beginne ich also damit, einiges in diesen Blog zu schreiben, wie oft und wie viel wird sich zeigen. Wenn ich das richtig sehe, sind die Blogs nur für Forumsmitglieder sichtbar, vielleicht setze ich das Ganze irgendwann auf einem allgemein zugänglichen Blog fort. Obwohl es mir eigentlich nicht besonders wichtig ist, wie oft der Blog gelesen wird oder ob er überhaupt gelesen wird, es ist eben vor allem meine Übung in der Betrachtung.

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vimutti
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