Zur Klärung: ich bin ein Schüler von Swamiji, der bis vor drei Wochen auch die ganze Litanei von Kann-doch-alles-nicht-sein heruntergebetet hat. Bis er wegen der Liebe zur Wahrheit an echte Menschen geraten ist und in der ganzen Welt herumgeforscht hat. Nach 6 Tagen ist diese alte Welt zusammengeklappt wie es das ganze YidL auch noch tun wird. Das ist nur eine Frage der Zeit und es braucht keinen Chidanand dazu. Die Zerstörung hat Swamiji mit dem ersten sexuellen oder sonst kriminellen Akt selbst in Gang gesetzt. Nichts passiert zufällig.
Chidanand ist inzwischen völlig uninteressant, bis auf dass er das ganze jetzt ins Rollen brachte. Seit drei Wochen weiß ich von drei direkt Betroffenen und aus vielen Gesprächen mit erste Hand-Zeugen so unglaublich viele Geschichten drumherum. Es kommt ein Puzzleteilchen zum anderen. Da gab es einverständlichen und nicht ganz so einverständlichen Sex zwischen Swamiji und Schülerinnen, seit zig Jahren. Und letzteres geht nun einmal gar nicht, wobei wir hier keine Straf- und Persönlichkeitsrechtsdiskussion führen (das ist noch mal ein anderes sehr kompliziertes Feld). Es geht nur darum, was darf ein Meister und was nicht. Und Sex mit Schülern geht jedenfalls in seinem Fall - heimlich, Mönch und erleuchtet wollte er ja auch nur sein - nicht. Nicht ein einziges Mal. Da kann dann jeder seine persönliche Meinung zu haben.
Und ehrlich, ich hatte wie viele, aber ganz klar nicht alle bei YidL, in meiner YidL Zeit nie auch nur ein Gerücht gehört. Das alles hat mich umgehauen und es ist eine lange Geschichte. Mir ist jetzt klar, wie so eine Sache auch fast dreissig Jahre unter demn Teppich liegen bleiben konnte, was ich vor drei Wochen für unmöglich hielt. Dazu später.
Nun zu deiner Frage - ganz einfach: Swamijis Meister kann kein verwirklichter Meister gewesen sein. Siddhis, übernatürliche Kräfte kommen lange vor der Verwirklichung (siehe Patanjali Yoga Sutras Kap. 3, wo es nur darum geht). Swamiji nannte das immer die zweite Stufe der Maya, die zweite Stufe des großen Egotests. Wenn man Siddhis hat, kann man die - vereinfacht, ich habe da auch keine Erfahrung mit - positiv oder negativ nutzen. Dazu gibt es viele Geschichten.
Wenn also sein Meister verwirklicht gewesen wäre, hätte er das nicht zugelassen. [remember: Spiritualität ist kristallklare Reinheit, es gelten u.a. die Patanjali Prinzipien des Nicht-Verletzens, der Wahrheit und Wahrhaftigkeit und der Brahmacharya, was für Swamis ganz klar ZÖLIBAT bedeutet. Und da muss der Meister auch leben, was er selber predigt!!!] Da hört einfach der Spass auf. Da sein Meister aber nichts getan hat, ist es belanglos, ob er Siddhis hatte oder nicht - er hat sich zumindest passiv hinter seinen Schüler gestellt und ist damit im Grunde nicht besser.
Und jetzt kann kein noch-Swamiji-Anhänger anfangen und sagen, dass Swamijis Meister davon nichts wusste, denn dass ist ja gegen die offizielle Doktrin und damit ein Widerspruch. Aber andere können das: Nach den Gesetzen der Logik war er entweder ein Scharlatan und hat nichts gewusst oder er hatte irgendwelche Siddhis oder wusste vielleicht auch einfach so ohne Siddhis, aber unternahm nichts. Oder er hat sich auch seinen Spass gegönnt, das kann ich mir inzwischen übrigens auch vorstellen, selbst wenn das extrem schwer fällt. Denn gerade in dieser Geschichte gilt offenbar, was ja Swamiji auch immer wieder sagte: in diesem Universum ist nichts unmöglich!