Krankheiten - Ursachen

aus: Dr. med. Bruker (1986): Unsere Nahrung - unser Schicksal; emu verlag; Lahnstein.

Wir verwechseln die Symptome unserer Krankheiten oft mit den wahren Ursachen.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sowohl Kranke wie auch Gesunde nicht nur aus mangeldem Wissen oder fehlendem Interesse an den Ursachen vorbeigehen, sondern dass sie ein instinktives Gefühl dazu führt, die Augen vor den Ursachen zu verschließen. Da sie sich natürlich im Klaren sind, dass die Kenntnisse der Ursachen zwangsläufig auch eine Stellungnahme dazu fordert, weichen sie mehr oder weniger bewusst auf eine Vogel-Strauss-Politik aus. Da Wissen Verantwortung mit sich bringt, ist es bequemer, den Dingen gar nicht so tief auf den Grund zu gehen. Nichtwissen bringt den "Vorteil", unbefangener in den Tag hineinleben zu können. Man braucht sich dann allerdings auch nicht zu wundern, wenn später die Rechnung in Form einer Krankheit vorgelegt wird.

Dem kann man nicht mehr viel hinzufügen. Anders ausgedrückt: Wir durchleben oft schwierige Situationen und stehen unter großem psychischen Druck. Aber anstatt sich diesen Problemen mit aller Offenheit zu stellen ist es 'bequemer' sie zu verdrängen. Bruker (1986, S. 82) bringt es auf den Punkt indem er schreibt: "Die Anerkennung der Ursachen ist unbequem, da sie verpflichtet." Ein Anerkennen würde bedeuten, dass wir unsere Lebensumstände ändern müssten, aber nachdem wir vieles verdrängen schlägt es sich auf der körperlichen Ebene nieder und zeigt uns hier, dass wir nicht wahrhaftig mit uns selbst sind.

Weiters heisst es:

Trägheit, liebe Gewohnheiten und mangelnder Wille seien stärker als alle Einsicht, und das bloße Wissen um die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung, d.h. zwischen bestimmten Fehlern im Leben und dem Krankwerden, genüge noch nicht, um den Menschen zur Abstellung seiner Fehler zu bringen.

Das Wissen alleine genügt also noch ist, ist aber eine unerläßliche Voraussetzung. Es braucht dann noch ein Aktiv-werden und Umsetzen. Und dabei sind wir oft auf Unterstützung aus unserem Umfeld angewiesen ... bzw. müssen wir uns irgendwie das Wissen aneignen, das für eine Lebensmeisterung notwendig ist.

In Abhängigkeit ihrer Ursache teilt Bruker (1986, S. 87ff) Krankheiten dann in folgende Gruppen ein:

1. Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten
2. Lebens- und spannungsbedingte Krankheiten
3. Erkrankung durch Umweltgifte

Das Buch widmet sich dann ausschließlich der 1ten Gruppe, also den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, wo heute die größten Fehler gemacht werden. Damit bestimmen wir unser "Schicksal" und unsere körperliche Verfassung im späteren Lebensverlauf! Aber auch immer jüngere Menschen klagen über diese "Zivilisationskrankheiten". Es ist einfach erschreckend. Und die Wenigsten wissen überhaupt, dass es wegen der Ernährung ist!!! Alle glauben sie ernähren sich ja eh so toll ...

Kommentare

Der Titel dieses Kommentars ist, wie ich meine, keine Übertreibung. Der Mensch der modernen Gesellschaft hat zwar oft das Gefühl sich ausgewogen und gesund zu ernähren, doch ich habe zu meinem Entsetzen festgestellt, dass es sich in vielen Fällen um bloßes Wunschdenken handelt! Auch die gezielte Irreführung durch die Werbeindustrie wirkt äußerst kontrraproduktiv. Wer sich aber nicht objektiv informiert, muss mit gesundheitlichen Spätfolgen rechnen!

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir ernähren uns heute dermaßen mangelhaft, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über die Jahrzehnte körperliche Langzeitschädigungen einstellen werden ... und das für JEDEN der sich nicht die Zeit nimmt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ändern wir unsere Ernährungsgewohnheiten, wie sie uns von unserem Umfeld vermittelt werden nicht, dann sind körperliche Nachteile mit zunehmendem Alter so sicher wie das Amen im Gebet!

Ich bin wirklich davon entsetzt, wie wenig heute darauf hingewiesen wird. Deswegen empfehle ich jedem das Buch von Brukker. Das größte Problem sieht er in der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln (Erhitzung, Trennung, tlw. Wiederzusammensetzung). Der entscheidende Punkt den Brukker schon erkannt hat:

Aus Lebensmittel werden Nahrungsmittel hergestellt.

Die größten Veränderungen sieht Brukker bei der Mehlverarbeitund. Hier werden die lebensnotwendigen Randschichten des Korns weggeschliffen, um das Mehl haltbarer zu machen. Dem Körper fehlen aber die Mineralstoffe dieser Randschichten!!! Man kann das gar nicht genug betonen. Kaum jemand ist sich der Bedeutung dieses Absatzes bewusst.
 
Der Titel dieses Kommentars ist, wie ich meine, keine Übertreibung. Der Mensch der modernen Gesellschaft hat zwar oft das Gefühl sich ausgewogen und gesund zu ernähren, doch ich habe zu meinem Entsetzen festgestellt, dass es sich in vielen Fällen um bloßes Wunschdenken handelt! Auch die gezielte Irreführung durch die Werbeindustrie wirkt äußerst kontrraproduktiv. Wer sich aber nicht objektiv informiert, muss mit gesundheitlichen Spätfolgen rechnen!

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir ernähren uns heute dermaßen mangelhaft, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über die Jahrzehnte körperliche Langzeitschädigungen einstellen werden ... und das für JEDEN der sich nicht die Zeit nimmt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ändern wir unsere Ernährungsgewohnheiten, wie sie uns von unserem Umfeld vermittelt werden nicht, dann sind körperliche Nachteile mit zunehmendem Alter so sicher wie das Amen im Gebet!

Ich bin wirklich davon entsetzt, wie wenig heute darauf hingewiesen wird und wie wenig die Leute darüber informiert sind. Deswegen empfehle ich jedem das Buch von Bruker. Das größte Problem sieht er in der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln (Erhitzung, Trennung, tlw. Wiederzusammensetzung). Der entscheidende Punkt den Brukker schon erkannt hat:

Lebensmittel werden durch Be/Verarbeitung zu bloßen Nahrungsmittel ...
 
Die problematischsten Veränderungen sieht Bruker bei der Mehlverarbeitung. Hier werden die lebensnotwendigen Randschichten des Korns weggeschliffen, um das Mehl haltbarer zu machen. Dem Körper fehlen aber die Mineralstoffe dieser Randschichten!!! Man kann das gar nicht genug betonen. Kaum jemand ist sich der Bedeutung dieses Absatzes bewusst. Die Leute waren vor nicht allzu langer Zeit der Überzeugung, dass es ausschließlich auf den Nährwert eines Nahrungsmittels ankommt, also darauf, wieviel Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett in einem Lebensmittel enthalten sind. Da das Wegschleifen der äußeren Schichten das Mehl haltbarer machte und der Nährwert nicht beeinträchtigt wurde dachte man sich, es wäre eine gute Sache. Aber leider geht diese offenbar "intelligente" Einsparung voll in die Hose.
 
Zusammengefasst: Uns fehlen wichtige Mineralstoffe!

UND zusätzlich kommt das Problem der Übersäuerung dazu. Hier eine interessante Übersicht (unten auf der Seite): Was macht uns sauer?

Im Endeffekt der Großteil der Nahrungsmittel, die wir konsumieren. Ein besonderes Problem stellt dabei Zucker da. Er wird fast allen Produkten/Getränken beigemengt. Er wird immer wieder als Paradebeispiel des Mineralräubers erwähnt, genauso wie Fleisch.

Tipp: Man hole sich aus der Apotheke ein Indikatorpapier, um den pH-Wert des eigenen Urins zu testen!

Hier ein Link (neu) zur genauen Messung (Link alt). Werd ich demnächst selbst testen :) Interessant ist, dass der Wendepunkt bei Harn um 6.5 liegt (also nicht 7). 6.6 wird also als leicht alkalisch betrachtet. So wie ich das interpretiere sollte man am Morgen nach dem Aufstehen nicht unter 4.8 haben. Ansonsten ist die richtige Interpretation des pH-Wertes gar nicht so einfach ... Naja, aber man kann zumindest mal experimentieren. Und sollte jemand mit mir vergleichen wollen, dann melde er/sie sich einfach bei mir! :D
 
Was die Übersäuerung mit uns anstellt erfährt man ganz gut in diesem Artikel.

Der kontinuierliche Verbrauch von Mineralstoffen und Spurenelementen zwecks Neutralisierung von Säuren verursacht den Verfall unserer Schönheit und Jugendlichkeit und unserer körperlichen, geistigen, seelischen und sexuellen Kräfte. Am Ende dieser traurigen Entwicklung steht der total verschlackte, ausgezehrte Greis ohne Haare auf dem Kopf, der nicht nur die Haare, sondern auch längst alle Zähne im Kampf an der „Säurefront“ geopfert hat, und dessen Knochen so weich und entmineralisiert sind, dass ein Oberschenkelhalsbruch die Folge ist, wenn er mal fällt. Vielleicht hat dieser Greis auch schon künstliche Hüftgelenke aus dem „Ersatzteillager der Medizin“ eingesetzt bekommen.

Frauen haben aber gegenüber Männern einen erheblichen Vorteil! Mit der Monatsblutung kann der Körper seine Säuren auf leichter loswerden. Nach dem Wechsel haben aber auch sie dieses Problem.

Bei einer „latenten“ oder schleichenden Azidose treten Kopfschmerzen, Mundgeruch, Schwindelgefühle, Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel, eine belegte Zunge und Cellulite auf. Weitere Symptome des Anfangsstadiums von Azidose oder Verschlackung können Sodbrennen, Karies, Pilzbefall, Verstopfung, Ringe unter den Augen und Haarausfall sein.
 
Basenüberschüssige Vollwertkost (wenig/gar kein Fleisch):
- Kräutertees
- (Mineral)wasser OHNE Kohlensäure
- Gemüse
- Salate
- Obst
- Sprossen/Bohnen

Hier eine weitere Tabell über säurebildende/basenbildende Lebensmittel Die größte Überraschung als stark basenbildendes Obst ist für mich ... das erratet ihr nie? Was meint ihr? Es ist tatasächlich Zitrone!!! Unglaublich :)

Einen Sonderfall dürfte Milch darstellen! Ist sie säurebildend oder basenbildend? Anscheinend ist Rohmilch basenbildend und pasteurisierte Milch säurebildend. Bruker verurteilt natürlich ihre Pasteurisierung. Insbesondere die H-Milch stuft er als gesundheitsschädlich ein.

Einen interessanten Artikel zum Säuren-Basen-Haushalt, habe ich jetzt beim deutschen Vegetarierbund gefunden.
 
Schon schräg. Irgendwie ist das mit dem Zucker noch nicht bis zu den Herstellern vorgedrungen. Auch in den Bio-Gemüse-Konserven findet man nach wie vor Zucker.

Glas Bio Rote Rüben Salat: Zucker
Glas Bio Pfefferoni: Zucker
Dose Bio Mais: Rohrzucker
Glas Silberzwiebeln: Saccharin
Glas Apfel-Kren: Saccharin
Glas Gewürzgurken: Zucker
Glas Kräuter/Tomaten-Sugo: Zucker

Nur bei den Oliven mit Paprikapaste hab ich jetzt keinen Zucker gefunden. Dafür sind da andere Leckerlis drinnen :)

Jedenfalls frage ich mich schon was der Zucker beim Gemüse verloren hat? Beim Sugo kann ichs ja noch verstehen ... aber ansonsten. Ich hab mir auch schon überlegt, ob es vielleicht mit der Haltbarkeit zusammenhängen kann, aber ich vermute da bräuchte man einen viel höheren Zuckeranteil.

Zucker konserviert durch seine hygroskopische, das heißt wasserbindende Wirkung. Den Mikroorganismen wird das lebenswichtige Wasser entzogen, sie sterben oder werden inaktiviert. Da aber auch die Gefahr besteht, dass bestimmte Mikroorganismen den Zucker vergären, darf dessen Menge ein bestimmtes Maß nicht unterschreiten. Bei Marmelade wird in der Regel von 100g Frucht mindestens 100g Zucker verwendet.

Zucker ist aber nur in den seltensten Fällen alleiniges Konservierungsmittel. Oft wird das Konservierungsgut noch zusätzlich gesäuert oder mit anderen Konservierungsstoffen versehen.

Quelle: http://www.planet-schule.de/warum_chemie/konservieren/themenseiten/t7/s5.html
 
Ich werde hier laufend ein paar Produkte hereinstellen, die mir besonders gesund vorkommen, wie:

Bio-Naturreis

100 g enthalten:
Energie: 351 kcal
Eiweiß: 7,3 g
Kohlenhydrate: 76 g
Fett: 2 g

Überraschen tut mich der hohe Eiweiß-Anteil. Der Kohlenhydratanteil ist natürlich gewaltig und die sollen dem Körper ziemlich lange zur Verfügung stehen und sehr sättigend sein. Immerhin sind auch 2 g Fett enthalten wegen der die Haltbarkeit nur halb so lange ist (1 Jahr), wie beim parboiled Reis. Tipp: dunkel lagern! Beim parboiled Reis ist noch weniger Fett enthalten, weil ja die Randschichten weggeschliffen werden. Immerhin soll das Parboil-Verfahren noch dafür sorgen, dass bis zu 80 % der Vitamine und Mineralstoffe vor dem Schälen durch hohen Druck ins innere des Korns gepresst werden. Wie gut das wirklich funktioniert wäre interessant. Grundsätzlich ist wahrscheinlich dem natürlichen Naturreis der Vorzug zu geben.

Durch das Kochen des Reises gehen sicherlich viele Vitamine verloren. Es sollen ja sehr viele B-Vitamine (B1, B6, ...) enthalten sein. Insbesondere der Naturreis muss ganz schön lange köcheln (ca. 40 Minuten). Den Mineralstoffen wie Biotin, Kalium und Zink dürfte das aber weniger ausmachen.

Von seiner Wirkung her soll Naturreis zu den leicht säurebildenden/eher noch neutralen Nahrungsmitteln gehören. Geschälter, weißer Reis soll etwas säurebildender sein. Als einziges basenbildendes Getreide gilt die Hirse. Nachträglich ist mir jetzt noch ein sehr guter Tipp unter gekommen, dass es vorteilhaft sein kann Naturreis über Nacht in Wasser einzuweichen. Dadurch verkürzt sich die Kochzeit auf 20 Minuten UND Phytin, welchem man Mineralstoffbindung nachsagt und sich in den Randschichten des Korns befindet wird abgebaut.

Hier noch ein umfassender hr-Artikel über Reis.
 
Zum Thema Säuren-Basen-Haushalt habe ich noch inderessante PDFs gefunden:

1. Die Ernährung für einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt (pdf)

2. Der basische Einkaufszettel (pdf)

3. Diätenwahn Sinn und Unsinn

Interessant, aber nicht verwunderlich ist, dass auch andere Faktoren eine große Rolle beim Säuren-Basen-Haushalt spielen, wie:

- Bewegung/Frischluft/Atmung (Entsäuerung)
- Leistungssport (führt zu zusätzlicher Übersäuerung)
- Schwitzen (Entsäuerung)
- schlechtes Kauen/schnelles Essen (verschlechtert die Verdauung => Übersauerung)
- Stress (führt zu Übersäuerung)

Es ist kaum zu glauben, dass Schwitzen so gesund ist ... aber wenn man sich überlegt, wie gut das tut, wenn man bei hohem Fieber so richtig geschwitzt hat ... da geht der Körper dann sogar mit der Temperatur herunter. Also reinigt er sich damit ... und wir fühlen uns frisch. Schon steil! Bei regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft kann sich das System Körper also viel besser ausgleichen ...

Ja das sollte für heute reichen :)

Hier noch ein wirklich guter Link zu Übersäuerung: http://de.mimi.hu/gesundheit/ubersaeuerung.html

lg
Topper
 
"Pflanzliches Eiweiß ist so vollwertig wie tierisches" schreibt Brucker (1987, S. 98).

Als kleinster Teil der Proteine werden die Aminosäuren betrachtet. Davon sind 8 essentielle, was soviel bedeutet wie, dass diese mit der Nahrung zugeführt werden müssen, weil der Körper sie selbst nicht synthetisieren kann (vgl. Bartning).

In tierischen Proteinen (Fleisch, Milch, Käse, Eier) findet man alle 8 Aminosäuren auf einmal vor, während in Gemüse nur bestimmte Aminosäuren zu finden sind. Deswegen glaubte man, dass diese Eiweißarten nicht vollwertig wären.

Im Laufe der Zeit entdeckte man aber bei pflanzenfressenden Tieren, dass es zu Aufwertungseffekten kommt, wenn bestimmte pflanzliche Proteine miteinander kombiniert werden, und viele vegetarisch lebende Völker haben aus ihrer Tradition heraus biologisch hochwertige Kombinationen bevorzugt. Man spricht in diesem Zusammenhang nämlich von "biologischer Wertigkeit". Im Mittelmeerraum war etwa die Kombination von Mais (Polenta) und Bohnen weit verbreitet (vgl. Bartning).

<Weiter>
 
Diese Kombination (Mais & Bohnen) werd ich bald mal testen. Insbesondere bei höherer sportlicher Betätigungen, wo Muskelfaser repariert oder aufgebaut werden sollen macht so was Sinn. Wahrscheinlich auch bei einer vegetarischen Lebensweise ... und insbesondere für Veganer, die ja komplett auf tierisches Eiweiß (auch Milchprodukte) verzichten.

Erstaunlich ist für mich auch, dass Fleisch nur bis zu 20 % Eiweiß enthält:

Tofu: 70 - 90 % *muss ich aber anzweifeln; mein derzeitiger Tofu hat 9 g Eiweiß*
Sojabohne: 35 %
Lupine: 18 %
mageres Fleisch: 16 - 20 %
Käse: 12 - 30 %
Nüsse: 10 - 20 %
Getreide: 12 %
Milch: 4 %
P.S.: Landfrischkäse: 12 %

Sojaflocken enthalten sogar mehr Eiweiß als Fleisch. Auch mit Walnüssen (14 %) kommt man sehr nahe an Fleisch heran. Wer hätte das gedacht? Lupine ist bei uns noch ziemlich unbekannt, aber ich schätze das dürfte sich über die Jahrzehnte ändern. Es ist also möglich und sinnvoll den Eiweißbedarf über eine pflanzliche Ernährung zu decken. Sokrates war sogar davon überzeugt, dass der Konsum von Fleisch zu einem höheren Bedarf an Ärzten führt.

lg
Topper
 
Hab heute wie im letzten Beitrag angekündigt Bohnen und Mais kombiniert und mir einen tollen Salat hergerichtet:

- Zwiebel
- weiße Bohnen (Konserve)
- Mais
- Essig (Balsamico)
- Salz, Pfeffer

Als Geheimtipp hab ich heute noch entdeckt, dass es Sinn macht ein paar Tropfen Zitronensaft mit in den Salat zu geben, um die Absoption des hohen Eisenanteils in den Bohnen zu fördern! Dieser wird nämlich durch Vitamin-C erhöht. Die Kombination Bohnen & Mais ist aus Gründen der Versorgung mit Aminosäuren (Proteine) vorteilhaft, weil in Mais andere Aminosäuren enthalten sind als in den Bohnen und dem Körper dadurch vollwertiges Eiweiß zur Verfügung steht. Mehr über Bohnen gibts hier.
 
Eine interessante Thematik ergibt sich im Zusammenhang mit Vollkorn den sogenannten "Pflanzenabwehrstoffen" wie Phytin bzw. Phytinsäure. Dieser Stoff ist in den Randschichten des Vollkorns enthalten und bindet im Körper einen gewissen Anteil der Mineralstoffe, sodass diese nicht aufgenommen werden können. Vermutlich stellt das Vollkorn dem Körper dennoch Mineralstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung, viel mehr als etwa über mineralstoffarme Weißmehl-Produkte (Link), auch wenn in diesen kein Phytin enthalten ist. Hier aber auch ein kritischer Artikel dazu. Andererseits stellt sich aber auch die Frage, ob der negative Effekt der Mineralstoffausnutzung nur eine kurzfristige Erscheinung darstellt, und Menschen mit der Zeit nicht sogar eine "Phytinintoleranz" entwickeln, sprich bei regelmäßiger Phytinzufuhr immer höhere Anteile an Mineralstoffen aufnehmen können (Kasper, S. 93, 2004).

Daneben gibt es Studien, die etwa dem Phytin gesundheitsförderliche Wirkungen nachgewiesen haben (vgl. Blutzucker, darmkrebs-hemmende Wirkung). So wirkt es aufgrund seiner Schwermetall-komplexierenden Eigenschaften antioxidativ (Ebermann/Elmadfa, S. 329, 2007).
 
Möchte man aber diese "Unbekannte" Phytin ausschalten, so gibt es dazu einfach anzuwendende Möglichkeiten, wie etwa Vollkornprodukte (z.B. Müsli) vor dem Verzehr einige Stunden in Wasser einzuweichen (siehe nächster Beitrag). Dadurch wird das Enzym Phytase aktiviert welches Phytinsäure abbaut/umwandelt. Wird Vollkornbrot unter Sauerteigführung hergestellt, wird Phytin ebenfalls abgebaut.

Tipp: Getreideflocken/Müsli in Wasser einige Stunden (über Nacht) einweichen

Meines Empfindens nach kann der Körper das eingeweichte Getreidezeugs auch viel einfacher verwerten ... weil normalerweise ist es ja die Aufgabe des Speichels, die Nahrung aufzuweichen, quasi mit Flüssigkeit zu durchtränken. Das ist offenbar eine wertvolle Unterstützung beim Verdauungsprozess. Beim 'trockenen' Vollkorn tut sich der Körper also schwerer, und der Körper muss später viel Energie aufbringen um das Korn zu "verheizen". Gemahlen fällt es dem Körper aber wieder leichter die Kornteilchen mit Flüssigkeit aufzuquellen. Soweit meine Überlegungen.

Ob Vollkorn oder nicht Vollkorn. Beschäftigt man sich mit dieser Thematik wird klar, dass hier weiterer Forschungsbedarf besteht und noch lange nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen. Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass der Vollwert-Ernährung der klare Vorzug zu geben ist.

Literatur, mit Aussagen zu Phytin (Muss ich selbst erst studieren :))
 
Lt. Birgit Giess wird Phytin vor allem abgebaut durch:

1. Feuchtigkeit
2. Feuchtigkeit & Wärme (in Kombination!)
3. Zeit/Gärung (z.B. Sauerteig)

Schon bei einer Einweichzeit von 30 Minuten wird bei geschrotetem (zerkleinertem) oder gemahlenem Getreide ein Teil des Phytins abgebaut. Nach 10 - 12 Stunden soll beinahe kein Phytin mehr nachweisbar sein. Warmes Wasser soll dabei förderlich sein, weil es die Enzymtätigkeit anregt.

In Zukunft werd ich also mein Müsli mind. 3 Stunden in ca. 40 Grad warmem Wasser einweichen, dann kann der Körper die Mineralstoffe noch besser verwerten und man braucht sich keine teuren Zusatzpräparate kaufen. Im Korn ist wirklich 'alles' drinnen, was der Körper braucht :D

Nachtrag: Das mit dem Einweichen von Haferflocken bringt gar nichts, weil diese im Herstellungsprozess erhitzt werden. Dabei wird das Enzym Phystase abgetötet, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Ohne Phytase kommt es aber zu keiner Umwandlung des Phytins. Einweichen kann man sich also sparen.

Zur Verunsicherung hier noch ein richtiger Contra-Artikel, gegen Vollkorn-Konsum.
 
Juhu, es ist bald wieder so weit und die Natur stellt uns eine Pflanze zur Verfügung, die den Stoffwechsel nach einem langen Winter wieder so richtig in Gang bringt. Der Name Bärlauch leitet sich vom Umstand ab, dass Bären nach ihrem Winterschlaf gerne auf diese Pflanze zurückgreifen und größere Mengen davon vertilgen. Das wohlschmeckende Heilkraut steht also in den Startlöchern und verfügt über hochwertige Inhaltsstoffe:

- Vitamin C
- Eisen
- ätherische Öle
- Magnesium
- Mangan


http://medizinauskunft.de/artikel/diagnose/alternativ/11_03_baerlauch.php


http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/lexikon/gemuese/baerlauch.htm

Wichtig ist natürlich: Wer die Pflanze NICHT genau kennt, sollte sich gut informieren, damit es nicht zu einer Verwechslung kommt (Vergiftung!).

Bärlauch-Herbstzeitlose-Maiglöcken (Bild)

oder hier

Noch eine wichtige Ergänzung. Neulich war ich an einem Flusswald und da waren Bärlauch UND Maiglöckchen untereinander vermischt. Als ich mir da Blätter mitgenommen hab, war mir ganz schon mulmig zumute, denn die Blätter selbst sehen doch sehr ähnlich aus. Aber alles ist gut gegangen. Wichtig ist, dass jedes einzelne Blatt des Bärlauchs einen Blattstil von einigen Zentimetern hat, während beim Maiglückchen alle Blätter direkt (ohne Blattstil) und leicht eingerollt ansetzen. Das ist in der obigen Grafik auch sehr schön ersichtlich. Deutlich unterschiedlich sind auch die Blüten bzw. Blütenansätze.
 
ABER: Es gibt auch Maiglöckchen, die nur ein Blatt ausgebildet haben!!! Ein sehr großer Unterschied ist aber die Rückseite des Blattes. Diese ist beim Maiglöckchen glänzend, beim Bärlauch matt.


Da schau her. Schon langsam werden sie munter:

Großstudie schrieb:
Die Österreicher sind unzureichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt, das hat schon der vor fast zwei Wochen in Wien präsentierte Ernährungsbericht aufgezeigt.

Quelle
 
Zink spielt in unserer Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Neben dem Stoffwechsel ist es für gesundes Haarwachstum und ein intaktes Immunsystem ganz wichtig. Zink muss regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden, weil der Körper es weder selbst herstellen noch speichern kann. Insbesondere Menschen die täglich vor dem Bildschirmen sitzen oder mit anderen Strahlen belastet werden (Handy & Co) sollen einen erhöhten Zinkbedarf haben ... ebenso Sportler, weil beim Schwitzen Zink über die Haut ausgeschieden wird.

Wo ist Zink enthalten?
Interessant ist hier, dass in Obst oder Gemüse (mit Ausnahme von Linsen & Bohnen) kaum Zink enthalten ist. Stattdessen findet man es insbesondere in einigen Käsesorten (Camembert, Emmentaler, Gouda, ...). Auch Getreideprodukte schneiden gut ab (Haferflocken, Vollkorn...,). Linsen, Bohnen und insbesondere Nüsse sollten täglich auf dem Speisezettel stehen. Nachtrag: Haferflocken kannst vergessen. Die Aufnahme wird durch das Phytin großteils blockiert.

Ich frage mich dennoch, wie der empfohlene Tagesbedarf von 7 - 10 mg gedeckt werden soll, wo doch der Körper nur 1/3 der in den Lebensmitteln enthaltenen Zinkmengen aufnehmen soll.

Zinkgehalt - Übersicht1
Zinkgehalt - Übersicht2

Aja ... Kupfer und Zink interagieren miteinander. Bei einer starken Zufuhr von Zink besteht die Gefahr eines Kupfermangels. Sachen gibts ... und vieles mehr von dem wir noch nichts wissen. :) Deswegen ist es langfristig am besten auf Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten und ausschließlich auf die natürlichen Produkte der Natur zurückzugreifen ... da da alles im richtigen Verhältnis auf den Körper "abgestimmt" ist.
 
Bruker (1986, S. 142) steht der Erhitzung unserer Lebensmittel sehr kritisch gegenüber. Es werden dabei nämlich

die nahrungseigenen Fermente und die Aroma- und Duftstoffe vernichtet, der Vitamingehalt wird herabgesetzt, und das Verhältnis der einzelnen Vitamine untereinander wird wegen der unterschiedlichen Hitzeempfindlichkeit verschoben. Die Mineralsalze werden ausgelaugt (Anm.: durch Flüssigkeiten/Öle), und auch hier wird infolge der unterschiedlichen Löslichkeit der einzelnen Salze das ursprüngliche Verhältnis der Mineralien zueinander verändert.

Wer selbst Vollkornbrot bäckt sollte darauf achten, dass bei 160 ° C alle zur Erhaltung der Gesundheit wichtigen Stoffe zerstört werden, sodass sie nicht mehr wirksam sind. Diese Stoffe sind aber unempfindlich für Temperaturen bis zu 100 ° C. Und dennoch: Sobald ein Lebensmittel erhitzt wird, verliert es an "Qualität" und deswegen zählt Prof. Kollath Vollkornbrote nicht mehr zur Klasse der Lebensmittel sondern lediglich zur Klasse der Nahrungsmittel, auch wenn Vollkornbrot in der heutigen Zeit einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leistet ... wahrscheinlich, weil es noch viel viel minderwertigere Nahrungsmittel gibt :D

Gemüse und Milch ist noch viel hitzeempfindlicher als Getreide und erfährt so eine noch größere Schädigung durch Erhitzung.

Nachfolgend beschreibt Bruker (1987, S. 145) die Wirkung von bei 95 ° C gebackenem Vollkornbrot:

Der Unterschied der biologischen Wirkung wird daran deutlich, dass sich bei Tierfütterungen mit 2 g des Ausgangsmehls (Vollkorn) dieselbe Wachstumsförderung bei Jungtieren erzielen lässt wie mit 6 g Vollkornbrot. Dieser Unterschied ist durch den Vitalstoffverlust beim Backen bedingt.

<Teil 1/2>
 
<Teil2/2>

Dennoch betrachtet Bruker unser Vollkornbrot immer noch als recht wertvoll, fügt aber noch ergänzend hinzu:

Eine Voraussetzung muss allerdings unbedingt zusätzlich erfüllt sein: Ein kleiner Teil Vollgetreide muss täglich frisch gemahlen unerhitzt in Form des Frischkornbreies genossen werden.

Der Frischkornbrei ist eine wesentliche Säule einer gesunden (bzw. eigentlich der normalen) Ernährung.

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