Gehen war Stolpern. War Straucheln und Fallen. Und Aufstehen. Weitergehen. Aufwärts fiel ich, abwärts stürzte ich, rutschte und kroch. Kroch auf allen Vieren hinauf, immer wieder Zweifeln ausgesetzt, die mir die Wurzeln festzubinden suchten, im Dunklen, dort, wo ein Schwarzes Loch und nichts mehr Halt bot. Sie verhedderten sich, ein struppiges, dürres Geflecht, verfingen sich im Dickicht, wollten dort fast einwachsen, doch ich riss sie aus. War wurzellos, flog hoch zu den Bäumen und hielt mich an den Wipfeln, sah dem Himmel ins Auge, ins gleißende, blanke, und wusste nicht, wo oben oder unten. Es rief, es saugte, es sprengte und drückte, und ich fasste wieder Boden, nur wenig, und nur den der Erweiterung meiner Sohlen, der Erinnerung meiner Sohlen an Boden, doch auch schon die Erinnerung half den Füßen weiterzugehen. Ich ging und kein Ende war sichtbar. Strauchelte durch Schmerzen Richtung Heilung. Die Richtung war klar, und wenn ich auch nicht wusste, was mich erwartete, ging ich darauf zu. Und der Weg fing mich, streckte mir Hände entgegen, schlimmste Stürze polsterte er ab. Und er warf mich, so war mein Gehen.
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