Die Scharia verbreiten

Al-Chechen - er trägt eine Wollmütze, einen auffälligen roten Vollbart und tritt stets in sportlicher Survivalkleidung auf - ist in der Stadt und Provinz Aleppo aktiv. Laut einschlägigen Webseiten hat die internationale Brigade am Dienstag den Militärflughafen von Aleppo erobert und 20 Schützen- und Kampfpanzer russischer Bauart erbeutet. Auch bei anderen Anschlägen in der Region soll sie sich beteiligt haben. In einem anderen Video ruft al-Chechen, umringt von Kämpfern, zum Jihad auf. „Wir haben viele Chancen verpasst", sagt er. „Aber hier und heute besteht eine reale Chance, die Scharia in anderen Staaten zu verbreiten."
Quelle

Was ist die Scharia? Wikipedia sagt dazu:

"[...] bezeichnet das islamische Recht [...] Das Gesetz achtet darauf, dass die religiösen Verpflichtungen des Einzelnen gegenüber Gott erfüllt werden und alle Beziehungen des Einzelnen zu seinen Mitmenschen – Vermögensrecht, Familien- und Erbrecht, Strafrecht unter anderem – stets diesem Gesetz entsprechen. [...] Der Mensch hat das islamische Recht mit seinen Bestimmungen und Widersprüchen kritiklos zu akzeptieren."

Leider besteht der Irrglaube vieler Moslems darin, Krieg könnte etwas Heiliges sein (Jihad). Er steht in höchstem Widerspruch zum göttlichen Prinzip der Liebe und des Mitgefühls. Gott kennt nur dieses eine Gesetz, aber der Mensch ist so schwach und schafft viele mehr, weil er offenbar unfähig ist, sich daran zu halten.

Natürlich gab es Zeiten und gibt sie manchmal immer noch, wo die Brutalität der Machthaber gegen die Bevölkerung keine Grenzen kennt und sich eine große Aussichtslosigkeit breit macht. Und sich in diesen schwierigen Zeiten zur Wehr zu setzen entspricht dem Prinzip der Selbstverteidigung. Mit "heilig" hat das aber nicht das Geringste zu tun.

Diese Kriegsverherrlicher, die den Glauben mit dem Schwert verbreiten wollen haben keine Ahnung von wahrer Spiritualität. Sie sind viel eher an weltlichem Ruhm und weltlicher Macht interessiert als daran, Gott wirklich näher zu kommen.

Wikipedia verrät auch mehr über das wahre Scharia:

Im Sufismus (islamische Mystik) hat die Scharia einen Stellenwert als Basis für den Weg des Gottessuchenden. Weitere Stationen sind in der Reihenfolge: Tariqa (der mystische Weg), Haqiqa (Wahrheit) und Ma’rifa (Erkenntnis). Der bekannte Mystiker Ibn Arabi (1165–1240) beschreibt diese vier Stationen folgendermaßen: Auf dem Niveau von Scharia gibt es „dein und mein“. Das heißt, dass das religiöse Gesetz individuelle Rechte und ethische Beziehungen zwischen den Menschen regelt. Auf dem Niveau von Tariqa „ist meins deins und deins ist meins“. Von den Sufis wird erwartet, dass sie sich gegenseitig als Brüder und Schwestern behandeln, den jeweils anderen an seinen Freuden, seiner Liebe und seinem Eigentum teilhaben lassen. Auf dem Niveau der Wahrheit (Haqiqa) gibt es „weder meins noch deins“. Fortgeschrittene Sufis erkennen, dass alle Dinge von Gott kommen, dass sie selbst nur die Verwalter sind und in Wirklichkeit nichts besitzen. Diejenigen, die die Wahrheit erkennen, interessieren sich nicht für Besitz und allgemeine Äußerlichkeiten, Bekanntheit und gesellschaftlichen Stand inbegriffen. Auf dem Niveau der Erkenntnis (Ma’rifa) gibt es „kein ich und kein du“. Der Einzelne erkennt, dass nichts und niemand von Gott getrennt ist.

Scharia sind also nur die Rahmenbedingungen, die das weltliche Miteinander regeln. Der Mensch braucht für die Gottsuche eine solide Basis, denn wie will er sich darauf konzentrieren, wenn es ständig zu weltlichen Streitigkeiten kommt? Das ist also der Sinn von Scharia und weil viele Länder bereits über eine solide Basis verfügen, besteht überhaupt keine Notwendigkeit mehr ihnen eine weitere Basis auf fanatische Art und Weise ... und mit Gewalt aufzusetzen.

Kabir, ein islamischer Sufi-Mystiker sagte über sich selbt, dass er weder Moslem, Hindu oder Christ sei ... und dass eine Religion genauso gut wie jede andere sei. Diese äußeren Masken und Bekenntnisse sind für einen wahren Gottsuchenden irrelevant. Es geht vielmehr daraum, ein wahrer Moslem, ein wahrer Hindu oder ein wahrer Christ zu werden.

Diese ganzen Fanatiker und Kriegsführer wollen sich DAUERHAFT auf der Stufe der Scharia einnisten und es geht ihnen um Rang und Name ... um Macht und materiellen Wohlstand für sich selbst ... und vielleicht noch die kleine Gemeinschaft rund um sich herum. Dabei müsste es aber das Ziel sein, diese Stufe möglichst schnell hinter sich zu lassen und ins Tariqa einzutreten. Hier gilt: "Meins ist deins und deins ist meins!" Leider dürfte es viele Menschen geben die ihre eigene Religion nicht verstehen ... und so können sie einfach von den Machthabern, die unter dem Tarnmantel der Religion ihre Macht absichern, manipuliert werden. Die Machthaber wollen Tariqa aber gar nicht, denn dann müssten sie mit anderen teilen Stattdessen wollen sie vieles für sich alleine und andere möglichst davon ausschließen. Alles Trennende ist aber eine Lüge und ein Verstoß gegen das Göttliche.

Genau aus diesem Grund kam es im Westen zu einer Trennung von Staat und Kirche, weil die Ichsucht des Menschen gewöhnlich größer ist als seine Geistlichkeit. Aus gesamtheitlicher Sicht ist die Gewaltentrennung vielleicht sogar bedauernswert ... denn religiöse Überlegungen scheinen im menschlichen Denken immer weiter in den Hintergrund zu rücken. Andererseits werden den Menschen keine religösen Ketten mehr angelegt und er kann sich aus freiem Willen entscheiden, welche Richtung er gerne einschlagen möchte.

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