Da lernt man einen Menschen kennen und "verliebt sich" in diesen Menschen. Und das geht dann mehr oder weniger rasch über die Bühne, also voll Feuer und Flamme oder doch über ein vorsichtiges, langsameres Sich-Kennen-Lernen.
Das Erstaunliche dabei ist, dass man über viele viele Jahre ein gewisses Vorstellungsbild aufgebaut hat und damit tiefe WÜNSCHE verbunden sind. Und genau diese Wünsche, Vorstellungen und Träume möchte man nun verwirklicht sehen. In einer Partnerschaft sind also immer sehr, sehr große Eigeninteressen vorhanden. Wir sprechen zwar von "Liebe", aber da steckt ein klares, egozentrisches Kalkül dahinter, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse verwirklichen zu können. Und wenn wir auf einen Partner oder eine Partnerin treffen, die unseren Vorstellungen zu entsprechen scheint, dann spüren und hoffen wir:
Dies könnte die Person sein, mit der sich meine innigsten Träume und Wünsche erfüllen!
Damit ist aber auch ein Problem verbunden, denn diese Person erlangt eine irrsinnige Macht über uns. Sie kann mir nämlich meine innigsten Träume erfüllen ... aber zugleich auch zerstören (so fühlen wir das zumindest). In der Regel sind aber unsere Wünsche und Sehnsüchte so lebendig, dass wir dieses Risiko gerne eingehen ... vielleicht auf zweierlei Weise:
a. Die Wünsche sind so stark ausgeprägt, dass wir sie auf unseren Partner projizieren.
Wir schreiben ihm/ihr Eigenschaften zu, die wir uns wünschen. Wir sehen alles durch eine Rosa-Brille, weil wir endlich unsere Träume verwirklicht sehen wollen. Schon alleine zu spüren, dass diese Verwirklichung zum Greifen nahe ist ... treibt uns in ein Hochgefühl des Glücks ... und wir machen sehr bereitwillig weiter unser Traumschloss auszubauen ... obwohl es vielleicht gar nicht den wirklichen Gegebenheiten entspricht. Aber warum tun wir das alles? Letztlich steckt immer der Tiefe Wunsch dahinter, endlich geliebt zu werden und Liebe zu erfahren. Ich glaube, dass sich alles auf diese eine Sehnsicht reduzieren lässt.
Wenn ich "Glück" habe, dann kann es tatsächlich sein, dass der Partner einigermaßen in mein Schema passt und sich die gegenseitigen Vorstellungen gut zusammenfügen, aber wenn beide so agieren, dann leben beide in einer Scheinwelt und ich bezweifle, dass sie in dieser Scheinwelt glücklich werden, wenn sie sich dermaßen abhängig machen.
Das reifere Verhalten wäre:
b. Sich auf sein Gegenüber völlig einzulassen.
Das heißt ihr/ihm Raum geben, sich zeigen zu können ... sich für sie/ihn interessieren, aber auch sich selbst einzubringen. Wenn ich geliebt werden möchte, dann bin ich immer in einer Erwartungshaltung. Dann erwarte ich vom anderen, dass er/sie mir etwas gibt. Und das passiert sehr häufig. Dann bin ich in der Armut. Das Ego sagt: "Gibt mir von dir!" Und wir verwechseln das dann vielleicht sogar mit Liebe. Wir sagen: "Ich liebe dich doch, also wende dich mir zu! Schenke dich mir!" Aber wir stecken hier wieder im Verhalten von Punkt a.) und versuchen möglicherweise sogar, das Verhalten der anderen Person dahingehend zu manipulieren, dass sie uns Zuneigung schenkt. Und das läuft sogar oft unbewusst ab.
Diese Sachen sind sehr tückisch und man sieht gar nicht so einfach (wegen der vielen, verwirrenden Gefühle), dass wahre Liebe keine Erwartungen hat ... und dass Liebe nur dann gegeben werden kann, wenn man selbst in die eigene Stärke geht (und nicht in die Armut und Erwartung) und die echte Liebe ergibt sich dann aus einem Überfließen und aus einem Sich-Selbst-Schenken-Wollen.
Wenn ich meine Lebensziele erfolgreich verfolge und in meiner Mitte bin, dann mag das eine große Anziehung ausstrahlen, weil ich schöpferisch aktiv bin, in meiner Göttlichkeit. Ich erschaffe und bewege ... ganz im Gegensatz dazu, wenn ich passiv und in einer Erwartungshandlung bin, ja mich vielleicht selber nicht spüre. Und wenn ich nicht in Resonanz mit mir selber bin ... in meiner Eigenliebe ... dann ist es sehr schwer überhaupt Liebe zu geben. Dann macht man sich eher abhängig von der Liebe der anderen Person ... hat Angst nicht gut genüg zu sein ... hat Angst die Person zu verlieren usw.
Wie macht man es also besser? Es ist wichtig, dass ich so oft wie möglich bei MIR selbst bin. Dann gebe ich, dann liebe ich und dann lebe ich. Wenn ich MEINE Ziele verfolge und MEINE Erfahrungen mache, Herausforderungen meistere ... dann entwickle ich mich weiter und teile mich dem Anderen mit ... und gebe der anderen Person einen Teil von mir. Das ist Liebe: Etwas von sich der anderen Person schenken. Idealerweise ohne die Erwartung einer Gegenleistung. Ich muss mir als Mensch also immer die Frage stellen:
Was ist mein Weg?
Und daran kann ich arbeiten und auch Vertrauen in meinen Weg entwickeln. Und um meinen Weg zu finden brauche ich MEINEN eigenen Raum und Freiraum ... also Distanz und Abgrenzung. Daraus schöpfe ich nämlich alle Kraft, um wieder Nähe zulassen zu können. Ich bringe etwas von MIR ein und gehe voller Offenheit auf die andere Person zu ... um wieder für sie da zu sein ... und das ist eben Liebe.
Wenn man sich auf eine andere Person völlig einlässt, dann ist es auch ganz wichtig, ihre Bedürfnisse zu erkennen und diese zu berücksichtigen ... also die Bedürfnisse aus Teil a.) Sie sind natürlich wichtig ... aber wir dürfen uns selbst nicht von unseren Wünschen völlig abhängig machen, denn dann machen sie uns zu Sklaven unserer eigenen Verlangen. Sie nehmen uns dann die Freiheit im Umgang mit unserem Partner und im schlimmsten Fall betteln wir sogar ... und erniedrigen uns. Wir fügen uns selbst Schaden zu und leiden darunter.
Ergo: Die Suche nach der eigenen Identität ist total wichtig und dazu ist es gut AKTIV zu sein. In welchen Bereichen des Lebens auch immer ... der Umgang mit anderen Menschen, mit Freunden, in Vereinen, in der Arbeit, bei den Hobbies ... oder wo auch immer. Es geht darum, dass ich ein Umfeld habe indem ICH ich sein kann und ich mich selbst erfahre ... und entdecke. Wenn man das wirklich will ... dann erhält man hier sehr viele Möglichkeiten. Und daraus erwächst ein Reichtum von dem ich auch anderen etwas abgeben kann ... insbesondere wenn ich mich auf die spirituelle Suche mache und hier Entdeckungen mache.
Alles Geschriebene ist aber die Zeit nicht wert, wenn es nicht zumindest zu einem Bruchteil angewandt wird.
Das Erstaunliche dabei ist, dass man über viele viele Jahre ein gewisses Vorstellungsbild aufgebaut hat und damit tiefe WÜNSCHE verbunden sind. Und genau diese Wünsche, Vorstellungen und Träume möchte man nun verwirklicht sehen. In einer Partnerschaft sind also immer sehr, sehr große Eigeninteressen vorhanden. Wir sprechen zwar von "Liebe", aber da steckt ein klares, egozentrisches Kalkül dahinter, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse verwirklichen zu können. Und wenn wir auf einen Partner oder eine Partnerin treffen, die unseren Vorstellungen zu entsprechen scheint, dann spüren und hoffen wir:
Dies könnte die Person sein, mit der sich meine innigsten Träume und Wünsche erfüllen!
Damit ist aber auch ein Problem verbunden, denn diese Person erlangt eine irrsinnige Macht über uns. Sie kann mir nämlich meine innigsten Träume erfüllen ... aber zugleich auch zerstören (so fühlen wir das zumindest). In der Regel sind aber unsere Wünsche und Sehnsüchte so lebendig, dass wir dieses Risiko gerne eingehen ... vielleicht auf zweierlei Weise:
a. Die Wünsche sind so stark ausgeprägt, dass wir sie auf unseren Partner projizieren.
Wir schreiben ihm/ihr Eigenschaften zu, die wir uns wünschen. Wir sehen alles durch eine Rosa-Brille, weil wir endlich unsere Träume verwirklicht sehen wollen. Schon alleine zu spüren, dass diese Verwirklichung zum Greifen nahe ist ... treibt uns in ein Hochgefühl des Glücks ... und wir machen sehr bereitwillig weiter unser Traumschloss auszubauen ... obwohl es vielleicht gar nicht den wirklichen Gegebenheiten entspricht. Aber warum tun wir das alles? Letztlich steckt immer der Tiefe Wunsch dahinter, endlich geliebt zu werden und Liebe zu erfahren. Ich glaube, dass sich alles auf diese eine Sehnsicht reduzieren lässt.
Wenn ich "Glück" habe, dann kann es tatsächlich sein, dass der Partner einigermaßen in mein Schema passt und sich die gegenseitigen Vorstellungen gut zusammenfügen, aber wenn beide so agieren, dann leben beide in einer Scheinwelt und ich bezweifle, dass sie in dieser Scheinwelt glücklich werden, wenn sie sich dermaßen abhängig machen.
Das reifere Verhalten wäre:
b. Sich auf sein Gegenüber völlig einzulassen.
Das heißt ihr/ihm Raum geben, sich zeigen zu können ... sich für sie/ihn interessieren, aber auch sich selbst einzubringen. Wenn ich geliebt werden möchte, dann bin ich immer in einer Erwartungshaltung. Dann erwarte ich vom anderen, dass er/sie mir etwas gibt. Und das passiert sehr häufig. Dann bin ich in der Armut. Das Ego sagt: "Gibt mir von dir!" Und wir verwechseln das dann vielleicht sogar mit Liebe. Wir sagen: "Ich liebe dich doch, also wende dich mir zu! Schenke dich mir!" Aber wir stecken hier wieder im Verhalten von Punkt a.) und versuchen möglicherweise sogar, das Verhalten der anderen Person dahingehend zu manipulieren, dass sie uns Zuneigung schenkt. Und das läuft sogar oft unbewusst ab.
Diese Sachen sind sehr tückisch und man sieht gar nicht so einfach (wegen der vielen, verwirrenden Gefühle), dass wahre Liebe keine Erwartungen hat ... und dass Liebe nur dann gegeben werden kann, wenn man selbst in die eigene Stärke geht (und nicht in die Armut und Erwartung) und die echte Liebe ergibt sich dann aus einem Überfließen und aus einem Sich-Selbst-Schenken-Wollen.
Wenn ich meine Lebensziele erfolgreich verfolge und in meiner Mitte bin, dann mag das eine große Anziehung ausstrahlen, weil ich schöpferisch aktiv bin, in meiner Göttlichkeit. Ich erschaffe und bewege ... ganz im Gegensatz dazu, wenn ich passiv und in einer Erwartungshandlung bin, ja mich vielleicht selber nicht spüre. Und wenn ich nicht in Resonanz mit mir selber bin ... in meiner Eigenliebe ... dann ist es sehr schwer überhaupt Liebe zu geben. Dann macht man sich eher abhängig von der Liebe der anderen Person ... hat Angst nicht gut genüg zu sein ... hat Angst die Person zu verlieren usw.
Wie macht man es also besser? Es ist wichtig, dass ich so oft wie möglich bei MIR selbst bin. Dann gebe ich, dann liebe ich und dann lebe ich. Wenn ich MEINE Ziele verfolge und MEINE Erfahrungen mache, Herausforderungen meistere ... dann entwickle ich mich weiter und teile mich dem Anderen mit ... und gebe der anderen Person einen Teil von mir. Das ist Liebe: Etwas von sich der anderen Person schenken. Idealerweise ohne die Erwartung einer Gegenleistung. Ich muss mir als Mensch also immer die Frage stellen:
Was ist mein Weg?
Und daran kann ich arbeiten und auch Vertrauen in meinen Weg entwickeln. Und um meinen Weg zu finden brauche ich MEINEN eigenen Raum und Freiraum ... also Distanz und Abgrenzung. Daraus schöpfe ich nämlich alle Kraft, um wieder Nähe zulassen zu können. Ich bringe etwas von MIR ein und gehe voller Offenheit auf die andere Person zu ... um wieder für sie da zu sein ... und das ist eben Liebe.
Wenn man sich auf eine andere Person völlig einlässt, dann ist es auch ganz wichtig, ihre Bedürfnisse zu erkennen und diese zu berücksichtigen ... also die Bedürfnisse aus Teil a.) Sie sind natürlich wichtig ... aber wir dürfen uns selbst nicht von unseren Wünschen völlig abhängig machen, denn dann machen sie uns zu Sklaven unserer eigenen Verlangen. Sie nehmen uns dann die Freiheit im Umgang mit unserem Partner und im schlimmsten Fall betteln wir sogar ... und erniedrigen uns. Wir fügen uns selbst Schaden zu und leiden darunter.
Ergo: Die Suche nach der eigenen Identität ist total wichtig und dazu ist es gut AKTIV zu sein. In welchen Bereichen des Lebens auch immer ... der Umgang mit anderen Menschen, mit Freunden, in Vereinen, in der Arbeit, bei den Hobbies ... oder wo auch immer. Es geht darum, dass ich ein Umfeld habe indem ICH ich sein kann und ich mich selbst erfahre ... und entdecke. Wenn man das wirklich will ... dann erhält man hier sehr viele Möglichkeiten. Und daraus erwächst ein Reichtum von dem ich auch anderen etwas abgeben kann ... insbesondere wenn ich mich auf die spirituelle Suche mache und hier Entdeckungen mache.
Alles Geschriebene ist aber die Zeit nicht wert, wenn es nicht zumindest zu einem Bruchteil angewandt wird.